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Abschlussprüfung 10

ELC FH Bgld. Pz&Pj-Management MBA 2021 Prozessanalysen

Subject
Economy / Marketing
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Nenne 6 Instrumente zur Prozessanalyse

Answer

Turtle-Diagramm

Ishikawa Diagramm

Six Sigma

TIMWOOD

Methode “5S

Wertstromanalyse

Card 2

Question

Instrumente zur Prozessanalyse - Erkläre das Turtle Diagramm .

Answer

Input -> Prozess-> output und 5W Fragen (Womit, Wer, Wofür?, Wie? Was? )

Das sog. Turtle Diagramm ist eine einfache Form der Prozessanalyse, die sich in der Praxis – wahrscheinlich genau deswegen – gut bewährt hat. Die Bezeichnung Turtle bezieht sich auf die Form einer Schildkröte, wo Körper, Maul, Schwanz und vier Gliedmaßen für sieben Ansatzpunkte für prozessbezogene Fragen stehen, und zwar nach

Input/s

Arbeitsmaterial/-ien

Beteiligte/-n

Prozess

Output/s

Kennzahl/-en

Dokument/-e

Card 3

Question

Was ist das Ishikawa Diagramm? Wies heißt es noch ? Für welche Analyse wird es verwendet?

Wie werden die Mängel ermittelt?

Answer

(sieben Fehlerquellen - 7 M)

.1940 urspr. aus dem QM

Ursachen-Wirkungs-Analyse

genaue Analyse des Prozesses, durch Auswertung von Dokumenten und Schwachstellen sowie durch Gespräche mit Mitarbeitenden ermittelt, worin die Mängel begründet sind.

1. Maschine: Die Technik, die im Prozess eingesetzt wird, funktioniert nicht zuverlässig.

2. Mensch: Die Beschäftigten sind nicht ausreichend qualifiziert oder sie sind unkonzentriert und engagieren sich nicht für die Ausführung der Aufgaben im Prozess. Es fehlt an Wissen, Erfahrung oder Konzentration.

3. Material: Die eingesetzten Ressourcen, Werkstoffe, Material, Bauteile oder Informationen, sind die falschen oder sind mangelhaft, sind unvollständig oder passen nicht.

4. Methode: Die Anweisungen für die Durchführung des Prozesses sind nicht korrekt oder passen nicht zum Prozesszweck. Sie sind nicht auf die übergeordneten Ziele ausgerichtet. Oder der gesamte Prozess ist falsch konzeptioniert, indem die einzelnen Prozessschritte nicht aufeinander abgestimmt sind, oder die Methode ist nicht valide bzw. nicht objektiv bzw. nicht verlässlich.

5. Milieu (Umfeld): Die Rahmenbedingungen sind schädlich für den Prozessablauf. Ziele ändern sich ständig, es treten Störungen auf, Budgets sind zu knapp bemessen oder technische oder physikalische Einflüsse machen sich bemerkbar (Hitze, schlechte Luft, Lärm).

6. Messbarkeit: Hier ist festzulegen, was von wem wie, wann, wie oft und wozu zu messen ist und wie das Ergebnis zu dokumentieren und zu kommunizieren ist.

7. Management, also die für die Gestaltung des Prozesses kompetente Stelle.

 

Card 4

Question

Die sieben Einflussfaktoren können in einem sog. Ishikawa-Diagramm dargestellt werden und im Rahmen welcher Analyse genutzt werden? ( engl. und dt. Bezeichung)

Answer

im Rahmen einer FMEA-Analyse (FMEA = Failure Mode and Effects Analysis, dt. „Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse“ oder kurz „Auswirkungsanalyse“) genutzt werden, um mögliche Fehlerursachen zu ermitteln bzw. einzugrenzen

Card 5

Question

Was ist in der Prozessanalyse unter der SIX-Sigma-Methode zu verstehen?  Welches Kernelement zeichnet sie aus und welches Ziel verfolgt Sie

Answer

SIX SIGMA (6σ) ist ein statistisches Qualitätsziel und zugleich eine Methode des Qualitätsmanagements. Ihr Kernelement ist die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Überwachung von Geschäftsvorgängen mit statistischen Mitteln.

Six Sigma ist eine Methode und Philosophie aus dem Qualitätsmanagement mit dem Ziel, Produkte und Dienstleistungen möglichst fehlerfrei zu erzeugen. Der Begriff Sigma (σ) kommt aus der Statistik und steht für Standardabweichung. 6σ definiert somit den Zielgrenzwert und die gewünschte Genauigkeit oder Toleranz von Produkten.

Card 6

Question

Prozessanalyse- Wofür steht das  Akronym TIMWOOD? Was soll damit aufgezeigt werden?

Answer

Eine wirksame Eselsbrücke, sich diese sieben Arten der Verschwendung zu merken, ist das englische Akronym „TIMWOOD“:

T = Transport

I = Inventory (Bestände, wo vorhanden)

M = Motion (Bewegung)

W = Waiting (Warten)

O = Over-production (Überproduktion)

O = Over-engineering (Falsche Technik, falscher Prozess)

D = Defects (Ausschuss, Nacharbeiten).

In jedem Betrieb lassen sich zahlreiche Beispiele für Verschwendung finden, wobei die Gewichtung immer unterschiedlich sein wird. So ist die Verschwendungsart "Bestände" bei einem Einzelfertiger von Fertigprodukten eher selten, dafür könnte der Verschwendungsart "Bewegung" vielleicht aufgrund fehlender Arbeitsplatzoptimierung größeres Gewicht zukommen.

Die sieben Verschwendungsarten kommen in der Praxis oft in Verbindung miteinander vor. So kann ein falscher Prozessablauf zu Warten und in weiterer Folge zu Mehraufwand für Transporte führen. Im Einzelnen:

Card 7

Question

TIMWOOD - Erkläre das T und mögliche Auwirkungen auf andere Verschwendungsarten

Answer

Transport

Der Transport von Gütern dient der Überbrückung räumlicher Distanzen und ist keine wertschöpfende Tätigkeit, aber dennoch notwendig. Es gilt, die Routen zu optimieren und Verschwendung durch Transporte bestmöglich zu reduzieren, z.B. durch

• Wahl der optimalen Transportmittel, -routen und -zeitpunkte

• Optimale ergonomische Gestaltung, damit Arbeitsmittel vor Ort zur Verfügung stehen

• Optimierung des werkstattorientierten Prozess-Layouts.

Häufig müssen Mitarbeiter ihre Arbeit an Produkt oder Dienstleistung unterbrechen, weil Arbeitsmittel oder Unterlagen fehlen. Dann entsteht durch suboptimalen Materialfluss eine andere Form von Verschwendung: Warten oder nicht erforderliche Bewegungen.

Card 8

Question

TIMWOOD - Erkläre das I. Wo entstehen Sie und aufgrund welcher Umstände (Bsp.)? Was verursachen sie

Answer

Inventory (Bestand)

(Zu) Hohe Bestände entstehen infolge von Unzulänglichkeiten, die i.d.R. an anderen Stellen bzw. in der Lieferkette entstehen, wie z.B.:

• hohe Rohmaterialbestände, um die unzureichende Liefertreue von Lieferanten auszugleichen

• (zu) große Zahl an Lagern

• hohe Zwischenbestände aufgrund fehlenden Flusses in der Fertigung (Losgrößenfertigung)

• hohe Zwischenbestände wegen langer Rüstzeiten

• hohe Sicherheitsbestände, um Prozessunzulänglichkeiten auszugleichen

• hohe Fertigwarenbestände, um schnelle Lieferung bzw. hohe Servicegrade zu gewährleisten bzw. um Schwankungen am Absatzmarkt auszugleichen

• hohe Bestände aufgrund schlechter Budgetierung, zu hoher Bestellmengen, spekulativer Käufe oder Maverick Buying

Hohe Bestände verursachen neben Verschwendung und Opportunitätskosten durch Zeitverlust auch hohe Kapitalbindung und ein erhöhtes Risiko der Überalterung, Schwund bzw. Diebstahl der Bestände.

Card 9

Question

TIMWOOD - Erkläre das M. zu was was führt es und worin liegt oftamls die Ursache?

Answer

Motion (Bewegung)

Unnötige Bewegung durch Suchen oder Chaos ist ein Faktor, der Produktivität senkt.

Oft ist – neben Unordnung – eine ungünstige oder fehlende Arbeitsplatzergonomie Grund für unnötige Bewegung,

Führt zu eingeschränter Effizienz, Arbeitsunfällen, schlechter Qualität

Um die Arbeitsplatzergonomie zu verbessern, sollten Prozesse optimiert werden.

 

 

Card 10

Question

TIMWOOD - Erkläre das W. zu was was führt es und worin liegt oftmals die Ursache?

Answer

Wait (Warten)

Unnötige Bewegung eines Mitarbeiters im Prozess kann das Warten eines anderen Mitarbeiters bewirken. Wartezeiten entstehen z.B., wenn Kunden eines internen Prozesses auf die Vorleistung eines internen Lieferanten, auf Materialnachschub oder auf das Ende eines Bearbeitungszyklus an einem Gerät (z.B. beim Kopieren) warten müssen. Wartezeiten können auch aufgrund einer falschen Taktung von Prozessschritten aufgrund eines suboptimalen Netzplans auftreten.

Durch unproduktives Warten verlängert sich die Durchlaufzeit des Prozesses der Leistungserstellung. Warten kann zu Frustration der Mitarbeiter und zu Prozessfehlern führen.

Die Durchlaufzeit setzt sich im Wesentlichen aus Bearbeitungszeit und Wartezeit zusammen. Bei den Wartezeiten wird zwischen folgenden unterschieden:

• Rüstzeit ist jene Zeit für die Umrüstung bzw. Einstellung und Vorbereitung von Maschinen

• Transportzeit ist jene Zeit, in der sich das Produkt durch das Unternehmen bewegt

• Liegezeit ist jene Zeit zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten

• Lagerungszeit ist jene Zeit, in der fertige Produkte und halbfertige Erzeugnisse vor, zwischen und nach der Auftragsdurchführung in Lagerbereichen verweilen

• Zusatzzeit ist jener Zeitaufwand, der zusätzlich zur geplanten Prozesszeit entsteht.

Anhand eines beispielhaften Fertigungsauftrages sei der Zusammenhang zwischen Durchführungszeiten und Durchlaufzeiten erklärt. Es wird aus zehn Rohteilen durch mechanische Bearbeitung ein Fertigteil erzeugt. Am Anfang befindet sich nur ein Teil in Bearbeitung, während die anderen vor der Maschine warten. Dies ändert sich dahingehend, dass mit fortlaufender Zeit mehr fertige Teile hinter der Maschine warten als unfertige vor ihr. Die Palette mit den Teilen wird, nachdem alle zehn bearbeitet wurden, zum nächsten Bearbeitungsschritt weitertransportiert

Card 11

Question

Timwood- W. Was ist das Ziel bzg. der Durchlaufzeit z.b. in einer Produktion? Was muss bekannt sein? Welche optimierungsansätze gibt es?

Answer

Unabhängig von der Definition der Durchlaufzeit muss es das Ziel sein, die Durchlaufzeit zu optimieren. Um diese optimieren zu können, sollten Bearbeitungszeiten und Wartezeiten genau bekannt sein, um diese gezielt zu reduzieren. Für die Reduktion dieser Zeiten gibt es mehrere Ansätze:

• Einführung neuer Anlagen, Maschinen und Technologien

• Vermeidung von Störungen

• Optimierung von Abläufen

• Weiterbildung und Schulung der Mitarbeiter

Card 12

Question

TIMWOOD - Erkläre das O. zu was was führt es und worin liegt oftmals die Ursache?

Answer

Over-production (Überproduktion)

Überproduktion bedeutet, der Kunde nimmt die produzierte Menge nicht zur Gänze ab. Damit entsteht zwar Wertschöpfung, aber kein Umsatz in derselben Periode und auch zusätzliche Lagerbestände. Überproduktion führt auch zur Bindung von Ressourcen, die für die Fertigung vorhandener Kundenbedarfe eingesetzt werden könnten.

Card 13

Question

TIMWOOD - Erkläre das 2. O. Nenne Beispiele . Worin liegt oftmals die Ursache

Answer

Falsche Prozesse/Technologie - Over-Engineering

Von Over-Engineering spricht man, wenn Prozesse unnötig komplex konzipiert sind, wie z.B. in den folgenden Fällen:

• Herstellen eines Endprodukts mit unnötig hoher Qualität

• Aufwändige Kontrollmessungen satt ausreichender Sichtprüfungen

• Mehrstufige Genehmigungsverfahren über mehrere Hierarchieebenen bei Einkäufen von C-Gütern, z.B. die Vorschrift von drei Unterschriften pro Bestellung

• Weiterleitung von E-Mails an nicht prozessbeteiligte Empfänger.

Oft liegt die Ursache auch darin, dass Prozesse oder die eingesetzte Fertigungstechnologie im Laufe der Zeit nicht angepasst wurden. Die oben erwähnte Aussage "Das haben wir schon immer so gemacht" ist ein gutes Indiz dafür.

 

Card 14

Question

TIMWOOD - Erkläre das D. Worum geht es im Kern?

Welche Regel ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen? Erkläre sie.

Answer

D = Defects (Ausschuss, Nacharbeiten).

Ausschuss oder Nacharbeit aufgrund mangelnder Qualität ist jedenfalls zu vermeiden. Daher sind präventiv die Prozessgestaltung zu optimieren und mögliche Fehlerquellen zu suchen. Laufende Qualitätschecks und das KU-LI-Prinzip können helfen. Die Zehner-Regel ist hier als mahnendes Konzept zu erwähnen : 

Die Kosten der Fehlerbehebung steigen mit jeder Phase der Wertschöpfung um den Faktor zehn. Also je später ein Fehler entdeckt wird, umso teurer wird die Fehlerbehebung – und umso höher auch die Prozessrisiken

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