MemoCard / Public flashcard sets / Betontechnik: Wasserundurchlässiger Beton (WU-Richtlinie) Back to overview Betontechnik: Wasserundurchlässiger Beton (WU-Richtlinie)
Discover Betontechnik: Wasserundurchlässiger Beton (WU-Richtlinie): 34 flashcards with questions and answers.
Subject Sciences / Technology
Language of creation German 34 flashcards
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Cards in this set Card 1
Question
Was wird in der DafStb-Richtlinie „Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ geregelt?
Answer Sonderfälle bei WU-Konstruktionen aus Beton
„Absolute“ Dichtheit der Betonkonstruktion
Abgrenzung wassergefährdender Medien
Dichtheitsnachweis in Abhängigkeit des Mediums (z.B. Benzin, Öle, Klärschlamm)
Card 2
Question
Welche 4 Arten des Feuchtetransportes durch Beton gibt es?
Answer Permeation
Wassertransport aufgrund eines Druckgefälles
Kapillares Saugen
Grenzflächenspannungen an Porenwandungen
Diffusion
Transport von Wasserteilchen in der Gasphase
Osmose
Transport von Wasser aufgrund von Konzentrations-unterschieden, z.B. Salz in Wasser
Card 3
Question
Welche Anwendungsbereiche deckt die WU-Richtlinie ab?
Answer allgemeiner Hoch-und Wirtschaftsbau
Die Richtlinie gilt für : Becken, Behälter, Decken, Dächer, Stützmauern, unterirdische Ingenieurbauwerke
teilweise oder vollständig ins Erdreich eingebettete Betonbauwerke
Wasserundurchlässigkeit ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen
auch für Betonbauwerke die im Anschlussbereich von wasserundurchlässigen Bauteilen zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen benötigen.
Card 4
Question
Nenne 4 Porenarten und ihren ungefähren Größenbereich
Answer Rüttelporen (mm – cm Bereich)
Luftporen (mm Bereich)
Kapillarporen (μm Bereich)
Gelporen (nm Bereich)
Card 5
Question
Welche Anwendungsbereiche deckt die WU-Richtlinie nicht ab?
Answer Die Richtlinie gilt nicht für:
Bauwerke des Ingenieurbaus im öffentlichen Tunnel- und Brückenbau
Dort gelten Regelwerke wie ZTV-Ing oder ZTV-W
Card 6
Question
Welches sind die 5 Faktoren die für Wasserundurchlässigkeit eines Beton-Bauwerkes wichtig sich?
Answer Beton
Betonzusammensetzung, Mindestwanddicken
Risse
Begrenzung Rissbreite, Konstruktion
Fugen/Arbeitsfugen
Fugensicherung, Fugendichtung
Sollrissquerschnitte
Betonierabschnitte
Einbaufugen
Rohrdurchführungen, Abstandshalter, Anker
Card 7
Question
Was sind Planungsaufgaben beim Arbeiten nach der WU-Richtlinie?
Answer Wahl eines geeigneten Betons
Wahl von Bauteilabmessungen und Bewehrungsführung, die den Einbau von planmäßigen Fugenabdichtungen ermöglichen.
Vermeidung, dauerhafte Abdichtung oder Begrenzung von Rissen
Detaillierte Planung von Bauablauf, Betonierabschnitten, Fugen und Durchdringungen
Berücksichtigung angreifender Wässer und Böden
Card 8
Question
Was wird in der DafStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (WU-Richtlinie) geregelt?
Answer Normalfälle bei WU-Konstruktionen aus Beton
„Begrenzung“ der Durchlässigkeit einer Betonkonstruktion
„Weiße Wanne“
Gilt nur für Wasser als anzutreffendes Medium
Card 9
Question
Nenne die Festlegungen bezüglich der Wasserundurchlässigkeit aus der WU-Richtlinie
Answer
Beton, Rissbreitenbegrenzung
Mindestbauteildicken, Druckzonenhöhen
Fugen, Arbeitsfugen, Sollrissquerschnitte
Card 10
Question
Nenne die Festlegungen bezüglich der Beanspruchungsklasse aus der WU-Richtlinie
Answer Klasse 1
• Ständig und zeitweise drückendes Wasser
Klasse 2
• Kapillar gebundene Bodenfeuchte
• Für an senkrechten Wänden drucklos ablaufendes Wasser
Card 11
Question
Nenne die Festlegungen bezüglich der Nutzungklasse (NKL) aus der WU-Richtlinie
Answer Klasse A:
Kein Durchtritt von flüssigem Wasser
Keine Feuchtstellen auf luftseitiger Bauteiloberfläche
Keine wasserführende Risse und Fugen
Klasse B:
Begrenzter Wasserdurchtritt zulässig
Feuchte Flecken auf der luftseitigen Bauteiloberfläche
Temporär bis zur Selbstheilung wasserführende Risse
Risse mit längerfristig feuchten Rissufern
Card 12
Question
Wie lautet die Definition der Nutzungsklasse A und wo findet die Nutzungsklasse A ihre Anwendung?
Answer
Definition
Es sind keine Feuchtstellen an der Bauteiloberfläche zulässig
Trennrisse vermeiden bzw. nachträglich verpressen
Bei hohen Nutzungsanforderung mit bauphysikalische und raumklimatische Maßnahmen ergänzen
Anwendung:
Standard im Wohnungsbau
Lagerräume mit hochwertiger Nutzung (z. B. feuchteempfindliche Lagerstoffe)
Card 13
Question
Wie lautet die Definition der Nutzungsklasse B und wo findet sie Anwendung?
Answer
Definition:
Begrenzter Wasserdurchtritt zulässig
Nur eine begrenzte Wasserundurchlässigkeit gefordert
Feuchte Flecken auf der luftseitigen Bauteiloberfläche
Temporär bis zur Selbstheilung wasserführende Risse
Risse mit längerfristig feuchten Rissufern
Anwendung:
Einzelgaragen, Tiefgaragen
Installations- und Versorgungsschächte und –kanäle
Hausanschlussräume
Lagerräume mit geringer Anforderung
Card 14
Question
Welche Anforderungen gibt es an den w/z-Wert des Betons?
Answer Grundsätzlich:
(w/z)eq < 0,60 (entspricht C25/30)
Beanspruchungsklasse 1 und Ausnutzung der Mindestwanddicken:
(w/z)eq < 0,55 (entspricht C30/37)
Card 15
Question
Wie wird WU-Beton geprüft?
Answer Prüfung von WU-Beton nach DIN EN 12390-8 (DIN 1048)
Mehrtägige Belastung eines Prüfkörpers (72 h +/- 2 h)
5 bar (50 m Wassersäule)
Zulässige Eindringtiefe ≤ 50 mm
Es sind keine Konformitätskriterien in der Richtlinie festgelegt
Card 16
Question
Welche Möglichkeiten der Betontechnik gibt es um auf die Eigenschaften der Dichtigkeit des Betons einzuwirken?
Answer
Steuerung der Porigkeit
Zusammensetzung und Nachbehandlung
Steuerung der Rissentstehung
Wärmeentwicklung und Festigkeitsentwicklung
Früher und später Zwang
Steuerung der Verarbeitbarkeit des Frischbetons
Robustheit in der Verarbeitung
Zuverlässigkeit in der Bauausführung
Betontechnologische Sonderlösungen
Card 17
Question
Welche Mindestdicke muss eine Ortbetonwand der Beanspruchungsklasse 1 bzw. 2 haben?
Answer BKL 1 -> 240 mm
BKL 2 -> 200 mm
Card 18
Question
Welche Mindestdicke muss eine Halbfertigteilwand bei Beanspruchungsklasse 1 oder 2 insgesamt haben?
Card 19
Question
Welche Mindestdicke muss eine Fertigteilwand bei Beanspruchungsklasse 1 bzw. 2 haben?
Answer BKL 1 -> 200 mm
BKL 2 -> 100 mm
Card 20
Question
Nenne jeweils drei konstruktive Maßnahmen um Zwängungen in WU-Bodenplatten/-dächern und WU-Wänden effektiv zu verringern bzw. zu verhindern.
Answer
Bei WU-Bodenplatten und WU-Dächern
Verminderung der Reibung durch geglättete Sauberkeitsschicht
Anordnung von reibungsmindernden Zwischenschichten untethalb der Bodenplatte als Trennlage oder Gleitschichten
Vermeidung von Festhaltepunkten durch ebene Unterseiten ohne Versprünge
Einfache Geometrien (z.B. Bodenplatte gleicher Dicke)
Anordnung von Hydratationsgassen (Temperaturgassen) zur Entkopplung der Bodenplatte zwischen Festpunkten
Vorspannung
Vermeindung von einspringenden Ecken
Anordnung von Fugen und Sollrissfugen
Bei Wänden
Anordnung von Sollrissfugen
Entkopplung der Wand vom Verbau
Anordnung von Hydratationsgassen
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