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Botanik Vorphysikum

Discover Botanik Vorphysikum: 173 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Natural history
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 81

Question

FB7

Warum wurde der Inhalt doku-mentiert?

Answer

Beweis für Symptomatik bei Rhododendron-Vergiftung durch experimentelle Reproduktion

Card 82

Question

FB7

Erkenntnisgewinn?

Answer

• Erbrechen als Symptom
• Letale Dosis Rhododendron = 30 g/kg Körpermasse
• Subletale Dosis Rhododendron = 21,5 g/kg Körpermasse

Card 83

Question

FB7
Was bleibt ungeklärt?
Seite?

Answer

Widerspruch zu Puschner (2001), wonach 1 g Rhododendron/kg Körpermasse letal wirkt
S. 161

Card 84

Question

FB7
Warum lässt sich „Ist Pflanze XY giftig?“ nicht generell (ja oder nein) beantworten?
Seite?

Answer

• Weil Giftigkeit relativ ist und daher nicht generell gilt
• Weil die 6 Variablen Risikoeinschätzung nur fallweise gelten
S. 136

Card 85

Question

FB7
Warum sollte eine Vergiftung mit Pflanzen kontextuell un-tersucht werden?
Seite?

Answer

Um die Ursache zu identifizieren
S.136,137

Card 86

Question

FB7
Wissen Pflanzenfresser, wel-che Pflanzen „giftig“ sind?
Seite?

Answer

Natürlicherweise ja. „Giftig“ als „unangenehm schmeckend“ ler-nen junge Tiere unter den Bedingungen freier Futterwahl und artgerechter Sozialisierung durch prä- und post-ingestive Erfah-rungen mit Hilfe angeborener Eigenschaften (Sinne, Verhalten), „giftige“ Futterpflanzen phasenweise zu präferieren oder zu meiden.
S.134

Card 87

Question

FB7
Warum sind Vergiftungen frei-lebender Wildtiere durch Pflanzen unbekannt?
Seite?

Answer

• Optimale Lernsituation durch natürliche Sozialisierung
• Freie Futterwahl
• Keine genetische Degeneration im Ggs. zur Domestikation?
S. 133

Card 88

Question

FB7

Warum kommt es im Gegen-satz dazu zu Vergiftungen durch Pflanzen bei Tieren in Obhut des Menschen (Haus-, Nutz-, Zootiere)?
Seite?

Answer

• Haus- und Zootiere: Variable 3 relevant
• Nutztiere: Variablen 3, 4 und 5 relevant
S. 138

Card 89

Question

FB7

Welches grundsätzliche Prob-lem der Datenerhebung macht den Nachweis einer Pflan-zenvergiftung beim Tier schwierig?

Answer

• Vorfall liegt in Vergangenheit
• Verbiss an Pflanzen retrospektiv schlecht/nicht sichtbar
• Mageninhalt zu identifizieren ist anspruchsvoll (morpholo-gisch/histologisch, Gaschromatographie) oder teuer (new generation sequencing)
• Mageninhalt fehlt bei länger zurückliegendem Ereignis

Card 90

Question

FB7

Warum sollte man Lorbeer-Kir-sche (Prunus laurocerasus) und Rhododendron aus tierärztlicher Sicht unterscheiden können?
Seite?

Answer

• Wegen der unterschiedlichen Toxikokinetik der Inhalts-stoffe und der entsprechenden Therapie
• Rhododendron-Vergiftung -> Grayanotoxine -> Injektion von Atropin intramuskulär -> Herzfrequenz ↑
• Lorbeer-Kirschen-Vergiftung -> Cyanide -> Injektion von Sodium-Nitrat und Sodium-Thiosulfat -> Eliminierung Cya-nide
S. 56

Card 91

Question

FB7

Welcher olfaktorische Unter-schied besteht zwischen beiden Pflanzenarten?
Seite?

Answer

• Rhododendron fehlen anti-pastorale Eigenschaften
• Prunus bildet Prunasin -> aromatisches Cyanhydrin
S. 19

Card 92

Question

FB7

Warum ist Rhododendron als potentiell toxische Pflanze kriti-scher einzustufen als die Gat-tung Kirsche (Prunus)?

Answer

• Fehlen prä-ingestiver Kommunikation -> keine/geringe anti-pastorale („pädagogische“) Wirkung
• Wirkung der organschädigenden (also stark giftigen) In-haltsstoffe kann bei entsprechendem problematischem Kontext lebensbedrohlich sein

Card 93

Question

FB7

„Rhododendron […] poisoning in goats in […] Brazil“ und „Fallbericht: Rhododendron-Aufnahme Ziege“: Warum wurden die Studien jeweils durch-geführt?
Seite?

Answer

• Fallbericht Nr. 7: Reproduktion der Vergiftungssymptome bei Ziegen im Stall durch erzwungene Fütterung (hungrige Tiere, keine Alternativen an Futterpflanzen)
• Fallbericht Seite 160: Verstehen, ob und wieviel Ziegen un-ter relativ natürlichen Bedingungen (nicht hungrige Tiere, vielfältige Alternativen) von Giftpflanzen fressen
S. 160

Card 94

Question

FB7
Welcher grundlegende Unter-schied besteht in der Herange-hensweise der beiden Studien zu testen, welche Menge Rho-dodendron Ziegen vertragen?
Seite?

Answer

• In der Qualität der Variablen 3, 4 und 5 (Kontext in der Risi-kobewertung)
• jeweils höchstes Risiko (durch größten Zwang) in der einen Studie (Hunger, keine Adaptationsmöglichkeit, viel ver-zehrte Biomasse in kurzer Zeit)
• jeweils und geringstes Risiko (durch völlige Zwanglosigkeit) in der anderen Studie (kein Hunger, natürliche Adaptations-möglichkeit, unterschiedlich viel verzehrte Biomasse in lan-gen Zeitabständen)
S. 138 tab 47

Card 95

Question

FB7

Welcher grundlegende Unter-schied besteht zwischen dem Entgiftungssystem des Mikrobi-oms und dem der Leber?
Seite?

Answer

• Mikrobiom: Adaptation möglich, hohe Variabilität durch Aufnahme neuer Organismen und jederzeitige quantitative Bildung von Enzymen)
• Leber: Genetisch fixiert, nur in engen Grenzen variabel (quantitative Bildung von Enzymen)
S. 113, 116

Card 96

Question

FB7

Wie kann man beim Wieder-käuer einer Vergiftung durch Fütterung vorbeugen?
Seite?

Answer

• Krasse Futterumstellung vermeiden
• Rohfaser füttern
S. 113

Card 97

Question

FB7

Wie erklären Sie die Vergif-tungsfälle der Rinder durch Gänsefuß (Chenopodium)?
Seite?

Answer

• Zuviel Melde (Oxalsäure) in zu kurzer Zeit gefressen
• Keine Adaptation (quantitative Bildung von Enzymen)
• Detoxifikation des Mikrobioms überfordert
S. 115

Card 98

Question

FB7

Wie kommt es, dass junge Tiere häufiger Vergiftungen erleiden als ältere?

Answer

• Enzymausstattung der Leber vervollständigt sich erst im Laufe des Lebens
• Orientierungslernen verleitet zur unkontrollierten Auf-nahme potentiell toxischer Pflanzen
• Prä-ingestive Lernvorgänge noch nicht abgeschlossen
• Sinneswahrnehmungen noch unterentwickelt?

Card 99

Question

FB7

Warum haben die Thüringer Waldziegenböcke einerseits und ihre Artgenossen andererseits  so unterschiedlich auf die Aufnahme der Späten Traubenkirsche reagiert?
Seite?

Answer

• Allmähliche Adaptation des Mikrobioms an eine sich stei-gernde Menge (Thüringer Waldziegenböcke)
• Unvollständige oder fehlende Adaptation an eine große, einmalig aufgenommene Menge (andere Fälle)
S. 158,159

Card 100

Question

Answer

  1. Goldhafer
  2. Schafgarbe
  3. Glatthafer
  4. Labkraut
  5. Wicke

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