Back to overview

Compliance_2026_DE (B1-B14)

Fragen zur Vorbereitung auf Zertifizierungs-Prüfungen zum CO

Subject
Economy / Others
Language of creation
German
157 flashcards No ratings yet 0 views
Add to my sets

Sign in to add this set to your collection. You will return here afterwards.

Cards in this set

Card 1

Question

Welche Aussage beschreibt den Begriff „Compliance” im unternehmerischen Kontext am treffendsten?

Answer

  • Compliance bezeichnet die freiwillige Selbstverpflichtung eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden
  • Compliance meint die systematisch organisierte Konformität mit geltenden Regelanforderungen
  • Compliance umfasst ausschließlich die Einhaltung staatlicher Gesetze und Verordnungen
  • Compliance beschreibt die Konformität eines Unternehmens mit Wünschen externer Stakeholder
  • Compliance bezeichnet einen einmaligen Prüfvorgang durch externe Behörden zur Feststellung der Regelkonformität

Card 2

Question

Ein Unternehmen möchte festlegen, welche Anforderungen sein Compliance-Programm abdecken soll. Welche der folgenden Quellen stellen anerkannte Grundlagen für Compliance-Anforderungen dar?

Answer

  • Kundenpräferenzen und vertragliche Wünsche der wichtigsten Geschäftspartner
  • Empfehlungen von Unternehmensberatungen und herrschende Meinungen in der Fachliteratur
  • Staatliche Regelungen, branchenspezifische Standards und unternehmensinterne Vorgaben
  • Ausschließlich verbindliche EU-Verordnungen mit unmittelbarer Rechtswirkung
  • Internationale Empfehlungen anerkannter Organisationen wie FATF oder Branchenverbände

Card 3

Question

Ein Compliance-Beauftragter erklärt seiner Geschäftsführung, welche deutschen Gesetze für das Compliance-Programm des Unternehmens relevant sind. Welche Auswahl ist vollständig und korrekt?

Answer

  • Nur StGB und OWiG, da alle anderen Gesetze keine Compliance-Relevanz haben –
  • AktG, GmbHG, OWiG, StGB, DSGVO, GWG, LkSG und AWG
  • Ausschließlich DSGVO und LkSG, da diese die neuesten Regelwerke sind
  • Nur VerbSanG und GWB, da diese speziell für Compliance-Systeme geschaffen wurden
  • GWG, AWG und DSGVO, da nur diese direkte Pflichten für Compliance-Beauftragte begründen

Card 4

Question

Die Geschäftsführerin eines mittelständischen Exporteurs fragt, welche internationalen Regelwerke für ihr Unternehmen relevant sein könnten. Welche Antwort ist zutreffend?

Answer

  • Der UKBA erfasst nur Bestechung im öffentlichen Sektor, nicht im privaten Geschäftsverkehr
  • Der FCPA gilt ausschließlich für US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in den USA – ausländische Unternehmen sind nie betroffen
  • FCPA, UKBA und Sapin II können auch für nicht-US-amerikanische bzw. nicht-britische oder nicht-französische Unternehmen gelten
  • Die FATF verpflichtet Unternehmen direkt zur Einrichtung eines Antikorruptions-Compliance-Programms
  • SOX gilt nur für Unternehmen mit Sitz in den USA und hat keinerlei Relevanz für europäische Unternehmen

Card 5

Question

SOX gilt nur für Unternehmen mit Sitz in den USA und hat keinerlei Relevanz für europäische Unternehmen

Answer

  • Die BJR entstammt dem britischen Recht und wurde unverändert in das deutsche Aktiengesetz übernommen
  • Die BJR greift, wenn ein Vorstandsmitglied eine unternehmerische Entscheidung auf angemessener Informationsbasis und zum Wohl der Gesellschaft getroffen hat
  • Die BJR ist ausschließlich auf Entscheidungen im Bereich der Compliance-Organisation anwendbar
  • Die BJR schützt Vorstandsmitglieder vor Haftung, wenn ihre Entscheidung im Nachhinein zum besten Ergebnis für das Unternehmen geführt hat
  • Die BJR gilt auch für gebundene Rechtspflichten, bei denen dem Vorstand kein Ermessen zusteht

Card 6

Question

In einem Unternehmen wurde trotz eines bestehenden CMS ein schwerwiegender Compliance-Verstoß durch einen Mitarbeiter begangen. Die Unternehmensleitung ist der Ansicht, das CMS könne nun in keinem Gerichtsverfahren mehr als bußgeldmindernder Umstand geltend gemacht werden. Welche Aussage trifft zu?

Answer

  • Die Unternehmensleitung hat recht – ein Verstoß beweist die Unwirksamkeit des CMS
  • Die Unternehmensleitung hat recht – Gerichte dürfen ein CMS nach einem Verstoß nicht mehr berücksichtigen
  • Die Unternehmensleitung irrt – ein funktionierendes CMS kann trotz eines Einzelverstoßes bußgeldmindernd berücksichtigt werden
  • Die Unternehmensleitung irrt – ein CMS führt stets zur vollständigen Straffreiheit des Unternehmens
  • Die Unternehmensleitung irrt – das CMS muss nach einem Verstoß grundlegend neu aufgebaut werden, bevor es wieder bußgeldmindernd wirken kann

Card 7

Question

Welche der folgenden Aussagen zum IDW PS 980 ist unzutreffend?

Answer

  • Der IDW PS 980 erlaubt einen frei wählbaren Prüfungsumfang ohne starre Prüfungsprogramme
  • Der IDW PS 980 richtet sich primär an Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer als Adressaten
  • Der IDW PS 980 ermöglicht lediglich eine retrospektive Beurteilung des CMS zum Prüfungszeitpunkt
  • Der IDW PS 980 benennt acht Grundelemente eines Compliance-Management-Systems
  • Der IDW PS 980 ist ein zertifizierbarer Standard mit einer Gültigkeitsdauer des Zertifikats von drei Jahren

Card 8

Question

Ein Unternehmen bewertet seine Vertriebsmitarbeitenden ausschließlich anhand von Umsatzkennzahlen. Compliance-konformes Verhalten wird in Leistungsbeurteilungen weder erwähnt noch bewertet. Wie ist diese Praxis nach ISO 37301 einzuordnen?

Answer

  • Als neutraler Faktor, der keinen Einfluss auf die Compliance-Kultur hat
  • Als negativer Indikator, der die Compliance-Kultur aktiv schwächt
  • Als positiver Indikator für eine vorhandene Compliance-Kultur, da klare Leistungsziele Orientierung geben
  • Als Verstoß gegen § 130 OWiG, der unmittelbar Bußgeldfolgen auslöst
  • Als zulässige unternehmerische Entscheidung, die von der ISO 37301 ausdrücklich freigestellt wird

Card 9

Question

Welche der folgenden Aussagen zur ISO 37301 ist korrekt?

Answer

  • Die ISO 37301 ist ein rein europäischer Standard und gilt ausschließlich für Unternehmen mit Sitz in der EU
  • Die ISO 37301 ist zertifizierbar; ein Zertifikat hat eine übliche Gültigkeitsdauer von fünf Jahren
  • Die ISO 37301 ist mit anderen Managementsystemnormen kompatibel, da sie der Harmonized Structure folgt
  • Die ISO 37301 richtet sich ausschließlich an Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden
  • Die ISO 37301 ist ein retrospektiver Prüfungsstandard, der die Vergangenheit eines CMS bewertet

Card 10

Question

Ein Vorstand entscheidet, auf eine aufwändige Geschäftspartnerprüfung zu verzichten, weil das Auftragsvolumen gering erscheint. Er dokumentiert diese Entscheidung nicht. Später stellt sich heraus, dass der Partner in Geldwäscheaktivitäten verwickelt war. Welche Aussage zur Haftungslage des Vorstands ist zutreffend?

Answer

  • Der Vorstand haftet nicht, weil die Entscheidung zum damaligen Zeitpunkt wirtschaftlich vertretbar erschien
  • Der Vorstand haftet nicht, weil für die Einrichtung einer Geschäftspartnerprüfung kein gesetzliches Gebot besteht
  • Der Vorstand haftet ausschließlich nach FCPA, da es sich um einen internationalen Geldwäschefall handelt
  • Der Vorstand kann sich auf die Business Judgement Rule berufen, da er keine vorsätzliche Pflichtverletzung beabsichtigte
  • Der Vorstand kann sich nicht auf die Business Judgement Rule berufen, da er keine angemessene Informationsbasis eingeholt und die Entscheidung nicht dokumentiert hat

Card 11

Question

Welche Kombination beschreibt den Unterschied zwischen ISO 37301 und IDW PS 980 vollständig korrekt?

Answer

  • ISO 37301 ist ein retrospektiver Prüfungsstandard für Wirtschaftsprüfer; IDW PS 980 ist ein zertifizierbarer Managementstandard für alle Organisationen
  • ISO 37301 ist eine zukunftsorientierte Managementsystemnorm für alle Organisationen; IDW PS 980 ist ein retrospektiver Prüfungsstandard für Wirtschaftsprüfer
  • Beide Standards sind inhaltlich identisch, unterscheiden sich lediglich im geografischen Geltungsbereich
  • ISO 37301 ist ausschließlich für zertifizierungswillige Großunternehmen relevant; IDW PS 980 gilt für alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe
  • ISO 37301 gilt nur in Europa; IDW PS 980 gilt weltweit und ist der umfassendere Standard

Card 12

Question

Ein Unternehmensberater empfiehlt der Geschäftsführung: „Tone from the Top bedeutet, dass Sie als Führungskraft die bestehende Unternehmenskultur Ihrer Mitarbeitenden wahrnehmen und in Ihren Entscheidungen berücksichtigen sollten.” Wie ist diese Aussage zu bewerten?

Answer

  • Die Aussage ist vollständig korrekt – Tone from the Top bedeutet Kulturwahrnehmung
  • Die Aussage ist teilweise korrekt – der Berater beschreibt allerdings eher das Konzept des „Tone at the Bottom”
  • Die Aussage ist unzutreffend – Tone from the Top ist ausschließlich ein Instrument der externen Unternehmenskommunikation
  • Die Aussage ist unzutreffend – Tone from the Top bedeutet die aktive Vorbildfunktion der Führung, nicht bloße Berücksichtigung bestehender Kultur
  • Die Aussage ist unzutreffend – Tone from the Top ist ausschließlich Aufgabe der Compliance-Abteilung, nicht der Geschäftsführung

Card 13

Question

Welche der folgenden Maßnahmen zählt zur Aufbauorganisation der Compliance?

Answer

  • Implementierung eines elektronischen Meldewesens
  • Beauftragung eines externen Compliance-Beraters zur Jahresüberprüfung
  • Durchführung von Compliance-Pflichtschulungen für alle Mitarbeitenden
  • Einführung eines unternehmensweiten Hinweisgeberprozesses
  • Erstellung von Stellenbeschreibungen für Compliance-relevante Rollen

Card 14

Question

Welches der folgenden Dokumente ist ein anerkanntes Regelungswerk der Compliance-Organisation?

Answer

  • Die gesellschaftsrechtliche Satzung des Unternehmens
  • Der Verhaltenskodex (Code of Conduct) des Unternehmens
  • Der Jahresabschluss des Unternehmens
  • Das Mission Statement des Unternehmens
  • Das Intranet des Unternehmens, in dem Richtlinien veröffentlicht werden

Card 15

Question

Welche zwei Beauftragten sind in Deutschland kraft Gesetzes verpflichtend einzurichten und handeln im öffentlichen Auftrag?

Answer

  • Exportkontrollbeauftragter und Datenschutzbeauftragter
  • Compliance Officer und Qualitätsmanagementbeauftragter
  • Geldwäschebeauftragter und Datenschutzbeauftragter
  • Betriebsratsvorsitzende und Datenschutzbeauftragter
  • Compliance Officer und Geldwäschebeauftragter

Card 16

Question

Wem gegenüber ist ein Compliance Officer vorrangig verpflichtet?

Answer

  • Den Mitarbeitenden, die er in Compliance-Fragen berät und schult
  • Dem Vorstand, der ihn bestellt hat und dem er direkt berichtet
  • Dem Aufsichtsrat als oberstem Kontrollgremium
  • Dem Unternehmen als Ganzes
  • Den Aktionären als wirtschaftliche Eigentümer des Unternehmens

Card 17

Question

Welche Faktoren bestimmen typischerweise Art und Umfang einer angemessenen Compliance-Organisation?

Answer

  • Seniorität der Belegschaft, Marktposition und Standortzahl
  • Jahresumsatz, Marge und Anzahl der Compliance-Verstöße im Vorjahr
  • Anzahl der Gesellschafter, Gewinnverwendungsabsicht und Unternehmensrechtsform
  • Betriebsergebnis, Eigenkapitalquote und Unternehmensalter
  • Mitarbeiterzahl, Spezifität des Geschäftsmodells und Wertschöpfungstiefe

Card 18

Question

Ein Unternehmen mit drei Geschäftsführern weist per Geschäftsordnung die Compliance-Verantwortung GF Müller zu. Welche Aussage zur Haftungslage der anderen Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer ist zutreffend?

Answer

  • Die anderen Geschäftsführer sind vollständig aus der Compliance-Verantwortung entlassen
  • Die anderen Geschäftsführer tragen weiterhin eine Ressortüberwachungspflicht gegenüber GF Müller
  • Die anderen Geschäftsführer haften nunmehr gemeinsam mit GF Müller für alle Compliance-Verstöße
  • Die anderen Geschäftsführer müssen die Compliance-Aufgaben von GF Müller im Vertretungsfall vollständig übernehmen
  • Die anderen Geschäftsführer können die Compliance-Verantwortung von GF Müller jederzeit ohne weiteres entziehen

Card 19

Question

Ein Unternehmen hat seine Compliance-Aufgaben auf drei regionale Leiterinnen und Leiter verteilt, die jeweils für ihre Standorte zuständig sind. Ein Berater behauptet, das Unternehmen betreibe dadurch „externe Compliance”. Wie ist diese Aussage zu bewerten?

Answer

  • Der Berater hat teilweise recht – dezentrale Organisation ist dann extern, wenn die Stellen verschiedenen Gesellschaften angehören
  • Der Berater hat recht – dezentrale Organisation bedeutet Auslagerung an nicht-zentrale Stellen
  • Der Berater hat recht – eine Verteilung auf mehrere Personen entspricht definitionsgemäß externer Compliance
  • Der Berater irrt – dezentrale Organisation bedeutet die interne Verteilung von Aufgaben, nicht deren Auslagerung
  • Der Berater hat recht – eine dezentrale Organisation erfordert stets die Einbindung externer Rechtsanwälte

Card 20

Question

Eine Personalleiterin möchte für den neu eingestellten Compliance Officer Zielvereinbarungen formulieren. Welche Zielformulierung ist aus Compliance-Sicht empfehlenswert?

Answer

  • Steigerung der Anzahl an Verdachtsmeldungen an Aufsichtsbehörden um 20 % gegenüber dem Vorjahr
  • Erhöhung der Anzahl arbeitsrechtlicher Sanktionierungen nach internen Untersuchungen
  • Aufbau eines dezentralen Compliance-Ansprechpartner-Netzwerks in allen Geschäftsbereichen
  • Senkung des Compliance-Budgets um 15 % bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung aller Maßnahmen
  • Maximierung der durch interne Untersuchungen aufgedeckten Regelverstöße

How to use this set

Read the preview and check whether the content and answers suit your learning goal. You can add the public set to your sets to study it. Your account shows the available actions.

Rejoining the server...

Rejoin failed... trying again in seconds.

Failed to rejoin.
Please retry or reload the page.

The session has been paused by the server.

Failed to resume the session.
Please reload the page.