Salz= Metall-Ion + Säure –Ion ( Stoffe mit Ionenbindung )
Kation + Anion
Salze sind ein Reaktionsprodukt: Base + Säure →Salz + Wasser
Dissoziation ( selbststätiger Vorgang der Teilung einer chemischen Verbindung in zwei oder mehrere Moleküle, Atome oder Ionen ) von Salzen= Aufspalten der Ionenverbindung in wässriger Lösung →damit Reaktionsfähigkeit der Ionen!!
Salz I + starke Säure + Wasser → Salz II + schwache Säure + Wasser
Card 2
Question
Tabelle Kationen/Anionen
Answer
Anionen
Kationen
Sulfat SO42-
Chlorid CL-
Nitrat NO3-
Magnesium Mg 2 +
Magnesiumsulfat Bittersalz
häufiger Wechsel der Hydratstufen
Magnesiumchlorid
Stark hygroskopisch
Magnesiumnitrat
hygroskopisch kristallisationsaktiv
Calcium Ca 2 +
Calciumsulfat
Gips
einmalige Volumenzunahme ; hygroskopische Dehnung
Calciumchlorid
Stark hygroskopisch
Calciumnitrat
Mauersalpeterhygroskopisch kristallisationsaktiv
Sehr löslich
Natrium Na
Natriumsulfat
Glaubersalz
häufiger Wechsel der Hydrationsstufen
Natriumchlorid
Speisesalz
hygroskopisch
Natriumnitrat
Natronsalpeter hygroskopisch
kristallisationsaktiv
Kalium K+
Kaliumsulfat
häufiger Wechsel der Hydrationsstufen
Kaliumchlorid
Kalisalz
Wenig hygroskopisch
Kaliumnitrat
Kalisalpeter
Wenig hygroskopisch
Ammonium NH4+
Ammoniumsulfat
Stark Beton schädigend
Ammoniumchlorid
Salmiak
Stark Beton schädigend
Ammoniumnitrat
Ammonsalpeter
Hygroskopisch, sehr löslich
Card 3
Question
Wo finden wir Kationen in der Bausubstanz?
Answer
Magnesium , Mg 2 +
Baustoffe ( dolomithaltige Mörtel und Natursteine )
Verwendung von HCl zum Absäuern ( z.B. Reinigen von Klinkerfassaden )
Luftverschmutzung ( z.B. bei Verbrennen von PVC )
Grundwasser ; Spritzwasser
Nitrat NO3-
Tierhaltung
Dünger
Verwesung ( Friedhof )
Fäkalien
Deposition aus der Luft , auch Regenwasser ( auch bei intensiver Tierhaltung in der Umgebung )
Grundwasser
Autoabgase und andere Hochtemperaturverbrennungen
Card 5
Question
Wie kommt es nun zum eigentlichen Schaden im Bauwerk?
Answer
Voraussetzung ist also das Vorhandensein dieser Kationen und Anionen in der Bausubstanz, die in trockener Form oder mit Hilfe von Wasser eingebracht werden konnten.
Abhängig vom Grad der vorhandenen Feuchte ( z.B.wässriges Medium ) kommt es nun zur Reaktion der Schadsalze.
Dabei unterscheiden wir drei Formen:
Die Kristallisation der Salze durch Erhöhung der Konzentration → treibender Angriff ist dabei der Kristallisationsdruck
Die Kristallumbildung bei Wechsel der Umgebungsfeuchte → treibender Angriff ist hier der Hydrationsdruck
Hygroskopie der Salze → verantwortlich für Materialdurchfeuchtung und Salzwanderungen ( Hygroskopie ist hier die Fähigkeit der Salze, Wasser aus der angrenzenden Luft zu absorbieren )
An den Wandoberflächen ( Verdunstungsflächen ) kann es nun zu sichtbaren Kristallisationen durch Überschreitung der Löslichkeit kommen. ( z.B. Calciumnitrat ; Mauersalpeter )
Diese Schadaktivitäten können teilweise oder vollkommen zu einer chemischen Veränderung des Baustoffes führen. Ursache ist somit der lösende Angriff .
Card 6
Question
Woher kommt die notwendige Feuchtigkeit für die Lösung und den Transport der Ionen?
Hygroskopische Feuchte ; durch das Porensystem des Baustoffes und/ oder durch Salze verursacht,
Kondenswasser ; durch Taupunktunterschreitung von Luft und Bauteiltemperatur
Card 7
Question
Was sind Hydratstufen?
Answer
Hydratstufen ( Faktor n ) sind ein Parameter für das Schädigungspotential von Salzen
z. B Natriumsulfat ( Glaubersalz ) Na2SO4 * n H2O n = 7; 10
Schädigung durch Expansionseffekte + Krsitallwanderung
Card 8
Question
Was ist Gleichgewichtsfeuchte?
Answer
Angaben in % ; ist der Wassergehalt eines Baustoffes, der sich bei konstanter Lagerung in einem Raum mit konstanter Temperatur und Raumluftfechte einstellt.
(Beispiel: je niedriger Gleichgewichtsfeuchte zB. 33% immer feucht, da rel. Luftfeuchtigkeit i.d.R. > 33%)
Kann zum Entfeuchten von Räumen genutzt werden.
Card 9
Question
Was für Wasser gibt es in Baustoffen ?
Answer
Nicht mobil, nur durch Zerstörung messbar:
Chemisch gebundenes Wasser
Wasser in Gelporen ( nm Bereich )
Mobil , temperaturabhängig austreibbar
Hydratwasser ( in Salzen angelagert )
Wasser in Kapillar- und Luftporen
Kapillarkondensation Kapillarsog ; Adsorbtionswasser bei 0,1 -100 µm
Card 10
Question
Wie lautet die Formel für die Baustofffeuchte?
Answer
W= Angaben in Masseprozentfeuchtegehalt
W= mw - md / md * 100%
Card 11
Question
Wie wird Wasser durch poröse Feststoffe aufgenommen?
→Grenzbereich zu überhygroskopisch: Ausgleichsfeuchte bis 95 % r.Lf
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