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EIPOS_05_3.4_Feuchte- und Salzanalyse

Discover EIPOS_05_3.4_Feuchte- und Salzanalyse: 39 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Technology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Was sind bauschädliche Salze?

Answer

Salz=  Metall-Ion + Säure –Ion     ( Stoffe mit Ionenbindung )

               Kation     + Anion    

Salze sind ein Reaktionsprodukt:  Base + Säure →Salz + Wasser

Dissoziation ( selbststätiger Vorgang der Teilung einer chemischen Verbindung in zwei oder mehrere Moleküle,  Atome oder Ionen ) von Salzen=   Aufspalten der Ionenverbindung in wässriger Lösung  →damit Reaktionsfähigkeit der Ionen!!

Salz I + starke Säure + Wasser → Salz II + schwache Säure + Wasser

Card 2

Question

Tabelle Kationen/Anionen

Answer

                        Anionen

Kationen

Sulfat  SO42-

Chlorid CL-

Nitrat  NO3 -

Magnesium    Mg 2 +

Magnesiumsulfat Bittersalz

häufiger Wechsel der Hydratstufen 

Magnesiumchlorid

 

Stark hygroskopisch

Magnesiumnitrat

 

hygroskopisch  kristallisationsaktiv

Calcium           Ca 2 +

Calciumsulfat

Gips

einmalige Volumenzunahme ; hygroskopische Dehnung

Calciumchlorid

 

Stark hygroskopisch

Calciumnitrat

Mauersalpeter hygroskopisch kristallisationsaktiv

Sehr löslich

Natrium          Na

Natriumsulfat

Glaubersalz

häufiger Wechsel der Hydrationsstufen

Natriumchlorid

Speisesalz

hygroskopisch

Natriumnitrat

Natronsalpeter hygroskopisch

kristallisationsaktiv

Kalium            K+

Kaliumsulfat

 

häufiger Wechsel der Hydrationsstufen

Kaliumchlorid

Kalisalz

Wenig hygroskopisch

Kaliumnitrat

Kalisalpeter

Wenig hygroskopisch

Ammonium   NH4+

Ammoniumsulfat

 

 

Stark Beton schädigend

Ammoniumchlorid

Salmiak

 

Stark Beton schädigend

Ammoniumnitrat

Ammonsalpeter

Hygroskopisch, sehr löslich

Card 3

Question

Wo finden wir Kationen in der Bausubstanz?

Answer

Magnesium ,      Mg 2 +  

  • Baustoffe ( dolomithaltige Mörtel und Natursteine )
  • Trockene Deposition ( Industriestaub ; Baustofflager )
  • Grundwasser mit hoher Härte ; Spritzwasser
  • Düngemittel
  • Winterdienst mit Magnesialauge ( angrenzendes Straßennetz )

Calcium,   Ca 2+

  • Baustoffe z.B. Kalkmörtel , Beton ; kalkhaltige Naturstein
  • trockene Deposition ( Industriestaub, Baustofflager )
  • Grundwasser mit hoher Härte 

Natrium, Na+ und Kalium K+     

  • Zementhaltige Baustoffe , Tausalze im Mörtel
  • Tausalze auf Wegen, Grundwasser; Spritzwasser
  • frühere Behandlung mit Natrium- bzw. Kaliumwasserglas oder  alkalische Materiealien

Ammonium, NH4+   

  • Harnstoffe ( Tierhaltung, Toiletten)
  • Düngemittel

Card 4

Question

Wie gelangen Anionen in die Bausubstanz?

Answer

Sulfat SO4 2-

  • Luftverunreinigung z. B Verbrennen von schwefelhaltiger Kohle und Erdöl
  • Baustoffe ( gebrannte Ziegel, gipshaltige Baustoffe )
  • Grundwasser / Spritzwasser

Chlorid CL-

  • Tausalze ( Winterdienst und Mörtelzusatz )
  • Verwendung von HCl zum Absäuern ( z.B. Reinigen von Klinkerfassaden )
  • Luftverschmutzung ( z.B. bei Verbrennen von PVC )
  • Grundwasser ; Spritzwasser

Nitrat NO3-

  • Tierhaltung
  • Dünger
  • Verwesung ( Friedhof )
  • Fäkalien
  • Deposition aus der Luft , auch Regenwasser ( auch bei intensiver Tierhaltung in der Umgebung )
  • Grundwasser
  • Autoabgase und andere Hochtemperaturverbrennungen

Card 5

Question

Wie kommt es nun zum eigentlichen Schaden im Bauwerk?

Answer

Voraussetzung ist also das Vorhandensein dieser Kationen und Anionen in der Bausubstanz, die  in trockener Form oder mit Hilfe von Wasser eingebracht werden konnten.

Abhängig vom Grad der vorhandenen Feuchte ( z.B.wässriges Medium ) kommt es nun zur Reaktion der Schadsalze.

Dabei unterscheiden wir drei Formen:

  1. Die Kristallisation der Salze durch Erhöhung der Konzentration → treibender Angriff ist dabei der Kristallisationsdruck
  2. Die Kristallumbildung bei Wechsel der Umgebungsfeuchte  →  treibender Angriff ist hier der Hydrationsdruck
  3. Hygroskopie der Salze  → verantwortlich für Materialdurchfeuchtung und Salzwanderungen  ( Hygroskopie ist hier die Fähigkeit der Salze, Wasser aus der angrenzenden Luft zu absorbieren )

An den Wandoberflächen ( Verdunstungsflächen ) kann es nun zu sichtbaren Kristallisationen durch Überschreitung der Löslichkeit  kommen. ( z.B. Calciumnitrat ; Mauersalpeter ) 

Diese Schadaktivitäten können teilweise oder vollkommen zu einer chemischen Veränderung des Baustoffes führen. Ursache ist somit der lösende Angriff .

Card 6

Question

Woher kommt die notwendige Feuchtigkeit für die Lösung und den Transport der Ionen?

Answer

  • Aufsteigende Feuchte
  • Regenwasser ( Schlagregen, Spritzwasser, Sickerwasser, defektes Dach usw. )
  • Rohrbruch, Löschwasser
  • Hygroskopische Feuchte ; durch das Porensystem des Baustoffes und/ oder durch Salze verursacht,
  • Kondenswasser ; durch Taupunktunterschreitung von Luft und Bauteiltemperatur

Card 7

Question

Was sind Hydratstufen?

Answer

Hydratstufen ( Faktor n ) sind ein Parameter für das Schädigungspotential von Salzen

z. B Natriumsulfat ( Glaubersalz ) Na2SO4  * n H2O    n = 7; 10

Schädigung durch Expansionseffekte + Krsitallwanderung

Card 8

Question

Was ist Gleichgewichtsfeuchte?

Answer

Angaben in % ; ist der Wassergehalt eines Baustoffes, der sich bei konstanter Lagerung in einem Raum mit konstanter Temperatur und Raumluftfechte einstellt.

(Beispiel: je niedriger Gleichgewichtsfeuchte zB. 33% immer feucht, da rel. Luftfeuchtigkeit i.d.R. > 33%)

Kann zum Entfeuchten von Räumen genutzt werden.

Card 9

Question

Was für Wasser gibt es in Baustoffen ?

Answer

Nicht mobil, nur durch Zerstörung messbar:

  • Chemisch gebundenes Wasser
  • Wasser in Gelporen ( nm Bereich )

Mobil , temperaturabhängig austreibbar

  • Hydratwasser ( in Salzen angelagert )
  • Wasser in Kapillar- und Luftporen                    
     
       

Kapillarkondensation                Kapillarsog ; Adsorbtionswasser  bei 0,1 -100 µm

Card 10

Question

Wie lautet die Formel für die Baustofffeuchte?

Answer

W= Angaben in Masseprozentfeuchtegehalt

W=        mw - md / md * 100%   

Card 11

Question

Wie wird Wasser durch poröse Feststoffe aufgenommen?       

Answer

1. Wasserdampf          →Wasserdampfsorption ( Ausgleichsfeuchte )

                                     →Wasserdampfdiffusion mit Kapillarkondensation

                                                                 ( bei höherer  Feuchte )

2. flüssiges Wasser     → kapillare Wasseraufnahme ( Saugspannung )

                                     → Aufnahme durch atmosphärischen Druck

Card 12

Question

Wie wird Wasser transportiert?                                             

Answer

  1. Dampftransport →Wasserdampfdiffusion abhängig von: Dampfdruck + Temperatur

                                  →Wasserdampfströmung

                                  →Molekulartransport (Effusion )

                                  →Lösungsdiffusion ( Moleküle durch Feststoffe )

                                  →Konvektion  ( Luftzug ) Gesamtdruck- und Dichteunterschiede

     

  2. Flüssigtransport →Kapillarität ; durch kapillaren Unterdruck 

                                  →Oberflächendiffusion ; abhängig von relativer Luftfeuchte

                                  →Sickerströmung ; Gravitation

                                  →Hydraulische Strömung

                                  →Elektrokinese ( elektrische Felder )

                                  →Osmose; Ionenkonzentration

Card 13

Question

Welche Porentypen gibt es ?

Answer

  1. Geschlossene isolierte Pore
  2. Durchgängige Kapillarpore
  3. Sackpore
  4. Kugelpore, Luftpore
  5. Haufwerksporen →  können kapillarbrechend wirken

                                   →  sehr kleine Poren können wie Kapillaren wirken

Card 14

Question

Wesentliche Merkmale der Wasserdampfdiffusion.

Answer

  • Von warm nach kalt
  • Molekültransport ( Brown`sche Molekularbewegung )
  • Mindestporenradius 100 nm !  ( 1mm = 1 000 000 nm )

     

    Abhängig von

  • Beweglichkeit der Moleküle , somit Temperatur und Luftdruck
  • Konzentrationsunterschieden ( absoluter Wassergehalt der Luft   c )
  • Porengefüge

Card 15

Question

Wozu soll eine Salzanalyse dienen?

Answer

1. Bestimmung:

  • Unterscheidung hygroskopischer Salze von anderen
  • Unterscheidung kristallisationsaktiver Salze von weniger zerstörerischen Salzen

     

2.Ursachensuche

  • Feuchtequelle →aufsteigende Feuchte?

                                                   →hygroskopische Feuchte und Kondensationsfeuchte

                                                   →Quelle der Schadsalzionen?

                                                   →Ermittlung der Verteilung von Feuchte und Salzen im Bauteil 

3 Ableiten von Sanierungsmaßnahmen

  • Bauwerksabdichtung
  • Sanierputz/ Kompressenputz
  • Salzreduzierung
  • z.B. Lüftungsmaßnahmen, Maßnahmen zur Reduzierung der Feuchte

Card 16

Question

Welche Verfahren der Salzanalyse gibt es?

Answer

1.stimmung des Gesamtsalzgehaltes →Lösung der Salze ( Materialprobe ) in destilliertem Wasser

  • Bestimmen der elektrischen Leitfähigkeit des Eluates
  • Gravimetrische Bestimmung des Eindampfrückstandes

     

2. Aufdrücken des Merck- Teststäbchens

3. Photometrische und Ionenchromatografische Verfahren

4. Röntgendiffaktrometrie XRD

5. Rasterelektronenmikroskop ( REM ) und Mikrosonde (EDX )

6. Durchlichtungsmikroskopie

Card 17

Question

Wie lautet die Formel für die Berechnung der kapillaren Steighöhe?

Answer

h max = 1,49 / r r= Kapillarradius in mm

Card 18

Question

Was kennzeichnet den hygroskopischen Feuchtebereich?

Answer

1. Sorbtionsbereich

2.Adsorbtion
 
3. Wasserdampfdiffusion

Card 19

Question

Answer

2.Adsorbtion

Card 20

Question

Was kennzeichnet den überhygroskopischen Feuchtebereich?

Answer

1. Kapillarwasserbereich

2. Kapillarkondensation

3. ungesättigte Porenwasserströmung mobiles Wasser!

→ Grenzbereich zu Übersättigung: 100 % r LF

→Grenzbereich zu überhygroskopisch: Ausgleichsfeuchte bis 95 % r.Lf

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