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EIPOS_06_4.9_Estriche

Discover EIPOS_06_4.9_Estriche: 78 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Technology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Aus welchem Grunde löst sich ein eingebauter PVC­Belag als Plattenware auf einem überdachten Innenhof von dem eingebauten Asphaltestrich auf Weichfaserplatte ab? Der Innenhof ist mit Wärmeschutzverglasung überdacht und unterliegt zeitweise einer extremen Sonnenbelastung. Etwaige Schutzmaßnahmen liegen nicht vor.

Answer

Es findet eine extreme Aufheizung statt. Durch die unterschiedlichen Wärmeausdehnungs­Koeffizienten kommt es zu Scherspannungen in der Verklebungsebene. Durch die Wechselwirkungen der Aufheizung und Abkühlung werden die Kleber überbeansprucht.

Card 2

Question

Welche Arten von Fugen unterscheidet man bei Betonfußböden im Indus triebau, um Risse zu vermeiden? Erläutern Sie diese gegebenenfalls mit Skizzen.

Answer

•Scheinfugen: etwa 1/3 der Plattendicke; vorgegebene Schwindrisse, •Pressfugen: durchgehend; Arbeitsfugen bei Betonierabschnitten, •Randfugen (Dehnfugen): durchgehend; zur Trennung von Bauteilen, •Bewegungsfugen als Bauteilfugen

Card 3

Question

Nennen Sie mindestens vier typische und relativ häufig auftretende Scha densformen bei Estrichen und er klä ren Sie die Schadensursachen in Stichworten.

Answer

•Risse, wegen ungenügender Fugenausbildungen, •Aufschlüsselung wegen ungleichmäßigem Schwinden durch zu schnelles Austrocknen der oberen Schicht, •Absanden der Oberfläche wegen zu geringer Festigkeit durch zu schnelles Austrocknen, •Absenkung wegen Dickenverlust der Dämmschicht nach Feuchteschaden

Card 4

Question

Nach welchem Gesichtspunkt sind Gussasphaltestriche in Klassen eingeteilt? In welcher DIN­Norm ist dieses festgelegt?

Answer

Die DIN 18560 unterscheidet Gussasphaltestriche nach ihrer Dicke und nach der Härte (Eindringtiefe).

Card 5

Question

Die Anschlussfuge eines gefliesten Bodens und einer gefliesten Wand weist einen Abriss des elastischen Fugendichtstoffs auf. Der Schaden hat sich ca. 2 Jahre nach der Fertigstellung eingestellt. Der Untergrund des Fliesenbelags besteht aus einem schwimmenden Zementestrich. Erläutern Sie die Schadensursache und Möglichkeiten der Vermeidung.

Answer

Der Abriss des elastischen Fugendichtstoffs wurde verursacht durch eine Estrichverwölbung, die immer dann entsteht, wenn der noch nicht komplett ausgetrocknete Zementestrich mit Fliesen belegt wird. Dann findet nur noch eine Abtrocknung auf der Unterseite statt. Damit erfolgt eine unterseitige Volumenverminderung einhergehend mit Spannungen, die den Estrich wölben. Diese Verwölbung führt dazu, dass das gesamte Gewicht des Estrichs und der Einrichtung primär auf dem Randbereich aufliegt. Das führt zu einer erhöhten Kom pression der Trittschalldämmung und an den Rändern, die sich dadurch absenken, was letztlich zum Abriss der Verfugung führt. Zur Vermeidung dieser Schadensursache ist es wichtig, möglichst lange mit der Verlegung des Fliesenbelags zu warten.

Card 6

Question

Was verstehen Sie unter dem Begriff der Aufschüsselung?

Answer

Der frisch eingebaute Zementestrich trocknet zunächst nur auf der Oberfläche aus. Dadurch kommt es zu einer Volumenreduzierung auf der Estrichoberseite, was zu einer konkaven Verformung bzw. Aufschüsselung führt.

Card 7

Question

Wasserschaden in einer Einliegerwohnung; Sachverhalt: In der Einliegerwohnung im Untergeschoss eines Einfamilienhauses (Baujahr 1991) ist während der Abwesenheit der Mieterin der Frischwasserschlauch der Geschirrspülmaschine geplatzt und dabei ist Leitungswasser ausgetreten und hat sich über die Böden in der Küche, im Flur und im Wohnzimmer verteilt, angeblich bis 1 cm hoch. Sie werden einen Tag nach dem Schadensfall vom Versicherer (der Leitungswasser­Versicherung) beauftragt, eine Beweissicherung vorzunehmen und Vorschläge zur Sanierung zu machen. Zur Zeit Ihrer Besichtigung ist das Wasser von den Böden schon entfernt. Der Teppichbelag im Wohnzimmer hat sich aufgewellt und teilweise abgelöst, an den Böden mit Keramikbelag im Flur und in der Küche sind durch Augenschein bis her keine Schäden sichtbar, auch nicht an den tapezierten Wandflächen und an den Türzargen. Nach der Baubeschreibung und den Ange ben der Beteiligten besteht der Bo denaufbau der gegen Erdreich angrenzenden Böden aus Stahlbetonplatte auf Kiesschicht, Abdichtung aus einer Bitumenschweißbahn, Mi neralfaserdämmschicht und Zement estrich ZE 20, Bodenbeläge wie erwähnt. a) Welche Prüfungen nehmen Sie vor? b) Je nach Prüfergebnis: welche Sofortmaßnahmen oder Sanierungsmaßnahmen schlagen Sie vor? (Be schreibung der Maßnahmen und Be gründung in Stichworten).

Answer

a) •Bodenflächen: Feuchtigkeitsmessung der Dämmschicht unter den Estrichen in allen Räumen mit einem Leitfähigkeits messgerät. Entweder in den Randfugen des Estrichs oder durch kleine Bohrungen in Fliesenfugen. •Wandflächen: Feuchtigkeitsmessungen in den Sockelbereichen der Wandflächen zur Feststellung aufsteigender Feuchtigkeit. b) • bei Feststellung von Feuchtigkeit: Trocknungsmaßnahmen durch Einblasen trockener Luft. Ausführung durch eine spe zialisierte Firma. • bei Feststellung von Feuchtigkeit: Entfernen der Tapeten an betroffenen Flächen und Entfeuchtung durch Kondensattrockner. Ausführung durch spezialisierte Firma.

Card 8

Question

Gegen welche Untergrundeigenschaften muss der Bodenleger vor Beginn seiner Arbeiten gegebenenfalls Bedenken anmelden? Nennen Sie mindestens 5 Kriterien.

Answer

Insbesondere sind durch den Auftragnehmer für Bodenbelagarbeiten bei folgenden Untergrundeigenschaften Bedenken geltend zu machen: •größere Unebenheiten •Risse im Untergrund •nicht genügend trockener Untergrund •unzureichende Oberflächenfestigkeit •zu raue und poröse Oberfläche •gefordertes kraftschlüssiges Schließen von Bewegungsfugen im Untergrund •verunreinigte Oberfläche des Untergrunds •ungeeignete Temperatur des Untergrunds •ungeeignete raumklimatische Bedingungen (Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur) •unrichtige Höhenlage angrenzender Bauwerksteile •nicht vorhandenes Aufheizprotokoll bei beheizten Fußbodenkonstruktionen.

Card 9

Question

Welche Prüfmethode ist die entscheidende Methode zum Nachweis der Feuchtigkeit von mineralischen Estrichkonstruktionen, die der Auftragnehmer für Bodenbelagarbeiten anzuwenden und nachzuweisen hat?

Answer

CM­Methode

Card 10

Question

Was bedeutet nach alter Nomenklatur die Abkürzung AE?

Answer

Anhydritestrich

Card 11

Question

Was bedeutet nach neuer Nomenklatur die Abkürzung SR?

Answer

Synthetic Resin Screed

Card 12

Question

Bei welcher Fußbodenkonstruktion erübrigt sich der Nachweis der Feuchtigkeitsprüfung vor der Verlegung von Bodenbelägen?

Answer

Gussasphaltestrich

Card 13

Question

Was verstehen Sie unter einem Gitterschnitt?

Answer

Das Gitterschnittverfahren wird zur Beurteilung des Haftvermögens von Beschichtungen angewandt. Dabei werden die Kreuzschnitte / die Gitterschnitte in Abhängigkeit der zu erwartenden Schichtdicke des Anstrich­/Beschichtungssystems (60 μm – 120 μm) in Abständen von 2 mm bzw. bei Schichtdicken > 120 μm in Abständen von 3 mm ausgeführt. Durch das Einschneiden (»Gitterschnitt«) werden in der Folge Scherkräfte in das Anstrichsystem / die Beschichtung wirksam eingeleitet, welche je nach Haftvermögen der applizierten Werkstoffe/Materialien zum jeweiligen Untergrund zu einer Beeinflussung des Anstrichsystems / der Beschichtung beitragen können, wodurch eventuell das Abplatzen bzw. Ausbrechen des Anstrichsystems / der Beschichtung – insbesondere im Kreuzungsbereich der Gitterschnitte – herbeigeführt werden kann. Das Haftvermögen des Anstrich­/Beschichtungssystems wird anschließend entsprechend den in der o. g. Norm definierten Gitterschnittkennwerten beurteilt.

Card 14

Question

Wann darf der Randstreifen bzw. Stellstreifen in der Raumfuge abgeschnitten werden und von welchem Gewerk ist dies vorzunehmen?

Answer

Bodenleger nach Abschluss der Bodenbelagarbeiten

Card 15

Question

Was verstehen Sie unter Massenkonstanz?

Answer

Wird eine Estrichprobe zu Prüfzwecken getrocknet, was bei einer Temperatur von 105 °C ± 2 °C zu erfolgen hat, so gilt die Massenkonstanz als erreicht, wenn zwei aufeinander folgende, im Abstand von 24 Stunden durchgeführte Wägungen um nicht mehr als 0,1 % voneinander abweichen.

Card 16

Question

Was versteht man unter Verschleißwiderstand?

Answer

Die DIN 18560 fordert für Estriche insbesondere, wenn sie als endgültige Oberfläche genutzt werden sollen, eine Prüfung der Verschleißfestigkeit der Oberfläche. Eine solche Prüfung kann nach zwei unterschiedlichen Methoden durchgeführt werden: •Verschleißwiderstandsprüfung nach Böhme gemäß E DIN EN 13892­3 (mit Scheiben wird dabei der Abrieb festge stellt) •Verschleißwiderstandsprüfung nach BCA gemäß E DIN EN 13892­4 (mit Rollen wird dabei der Abrieb festge stellt).

Card 17

Question

Was versteht man unter Hydration?

Answer

Unter Hydratation oder Hydration versteht man •die Anlagerung von Wassermolekülen an gelöste Ionen, durch die eine Hydrathülle (auch als Hydrat­Sphäre bezeichnet) entsteht. •die Anlagerung von Wassermolekülen an polare Neutralmoleküle, insbesondere wenn Wasserstoffbrückenbindungen gebildet werden können •die Anlagerung von Wassermolekülen in Festkörper (Mineralien) als Kristallwasser •Hydratisierung (nicht aber Hydratation) nennt man ferner auch die Reaktion von Wasser mit Alkenen (z. B. Ethen), wodurch ein Alkohol entsteht.

Card 18

Question

Welche Formen von Schwindvorgängen bei Estrichen sind zu unterscheiden?

Answer

•Frühschwinden (Kapillarschwinden, plastisches Schwinden) findet in der flüssigen oder plastischen Phase statt (Verdunstung von Zugabewasser bis zum Erhärtungsbeginn). Kann planmäßig minimiert werden (Nachbehandlung!). •Autogenes Schwinden (DIN 1045: Schrumpfdehnung) findet in der erhärteten Phase statt (Selbstaustrocknung infolge Hydratation ohne Wasserabgabe nach außen). Anteil hängt u.A. vom w/z­Wert ab.

Card 19

Question

Es soll ein schwimmender Estrich auf einer zweilagigen Dämmschicht (eine Lage Trittschalldämmplatten, eine Lage Wärmedämmplatten) verlegt werden. 1. Wo ist die Reihenfolge der Dämmschichten geregelt? 2. In welcher Reihenfolge sind die beiden Lagen der Dämmplatten zu verlegen und was ist dabei ggf. zu beachten? a) bei einer Betondecke ohne Rohre/Rohrleitungen. b) bei einer Betondecke mit Rohren/Rohrleitungen. 3. Auf die Dämmschicht kommt eine »Dämmstoffabdeckung«. Welche Aufgabe erfüllt diese?

Answer

1. DIN 18560­2 (04.04) – Estriche im Bauwesen; Teil 2: Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche) 2. a) Zuerst sind die Trittschalldämmplatten zu verlegen, darauf die Wärmedämmplatten. b) Zuerst ist ein Ausgleich aus einer gebundenen Schüttung bzw. aus den Wärmedämmplatten zu erstellen. Dieser Ausgleich muss bis mindestens Oberkante der Rohre reichen, sodass die Trittschalldämmplatten durchgehend und ohne Unterbrechungen verlegt werden können. 3. Die Dämmstoffabdeckung dient zum Schutz der Dämmstoffe vor dem Anmachwasser des Estrichs.

Card 20

Question

Welche beiden Aufheizvorgänge werden unterschieden?

Answer

Es wird unterschieden zwischen »Funktionsheizen« und »Belegreifheizen«. Funktionsheizen: Das »Funktionsheizen« nach DIN EN 1264­4 dient als Nachweis eines mangelfreien Werks für den Heizungsbauer und nicht als Aufheizvorgang zum Erreichen der Belegreife. Belegreifheizen: Das »Belegreifheizen« dient zur Beschleunigung des Trocknungsvorgangs. Das »Belegreifheizen« muss nicht durchgeführt werden, wenn die Belegreife durch andere Maßnahmen (lange Wartezeit, mechanische Trocknung) erreicht werden kann.

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