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Entwicklung des Denkens

Discover Entwicklung des Denkens: 13 flashcards with questions and answers.

Subject
Society / Profession
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Definition des Denkens?

Answer

Denken ist ein Vorgang, den man nicht beobachten kann. Es werden Situationen und Probleme erfass und verarbeitet. Deshalb schliesst man von Verhaltensweisen und Aussagen auf die Fähigkeit zu denken.

Card 2

Question

Definition von Adaptation?

Answer

Anpassungsprozesse, 2 Formen:

Assimilation=Angleichung

Akkomodation = Anpassung

Card 3

Question

Definition von Assimilation?

Answer

Sachverhalte können mit Hilfe vorhandener Schemata eingeordnet werden.

Card 4

Question

Definition von Akkomodation?

Answer

Vorhandene Denk- oder Erkennungsschemata werden angepasst.

Card 5

Question

Sensomotorische Phase?

Answer

Stufe 1 1.Monat:

- verfügt noch über wenig Weltwissen bei der Geburt

-erkundet seine Umwelt noch nicht gezielt ( macht erste Erfahrungen) lernt durch Erfahrungen( Tür öffnet sich = es kommt jemand)

-Reflexe und Wahrnehmungsfähigkeit sind Werkzeuge für den Aufbau der Intelligenz

 

Stufe 2  1 bis 4 Monate

-Einzelne Reflexe werden zu Verhaltensweisen zusammengefasst

- zb saugen und greifen kombinieren

-Kind konzentriert sich auf den Körper

 

Stufe 3  4 bis 8 Monate

-Kind beginnt mit Objekten zu hantieren

- hat Freude am Effekt des Selbermachens

-Zufällige Handlungen, die einen Effekt erzielen zb Rassel schütteln, animieren zur Wiederholung

-Anfänge der Objektpermanenz

 

Definition der Objektpermanenz: Kind erkennt, dass ein Objekt, egal aus welcher Richtung betrachtet, das gleiche ist. Das Kind weiß zudem , dass auch Dinge existieren, die es gegenwärtig nicht vor Augen hat ( es sucht nach nicht sichtbaren Gegenständen/ Spielsachen)

 

Stufe 4  8 bis 12 Monate

-es kann zielgerichtet einfache Probleme lösen, Ebene Versuch und Irrtum wird verlassen

-Kind erkennt, dass Handlungen immer bestimmte Folgen haben zb Glas fällt auf Boden und geht kaputt

-Verstärkung der Objektpermanenz

 

Stufe 5  12 bis 18 Monate

-Kinder werden zu Forschern , experimentieren gerne

- lassen zb den Löffel aus verschiedenen Höhen auf den Boden fallen, schlagen damit an die Tasse, auf den Tisch,..

- Übergang zur inneren Vorstellung

Card 6

Question

Anschauliches Denken 2-7Jahren?

Answer

kognitive Fortschritte wie auch Beschränkungen

Trennungen von denken und Handeln = flexibleres Denken

 

Ich- Bezogenheit: Das Kind kann nur seine eigene Perspektive ( von sich aus ) denken.

 

Beispiel: Peter hast du einen Bruder ? Ja . Wie heisst er denn ? Hans. Hat Hans auch einen Bruder ? Nein.

 

Eingleisigkeit des Denkens: Das Kind bleibt in seinem Denken an einer oder zwei Eigenschaften hängen. Es kann noch nicht von sich weg  verallgemeinern.

 

Beispiel: Zwei gleich grosse Gläser werden mit Wasser gefüllt. Die Kinder werden gefragt wo mehr Wasser drin ist. Vor den Augen der Kinder wird das Wasser von einem Glas in ein höheres schmaleres Glas umgeschüttet. Die Kinder werden wieder gefragt wo mehr drin ist. Auf die erste Frage antworten alle 5-7 Jährigen Kinder richtig. Bei der zweiten Frage denken die 5 jährigen dass im höheren mehr drin ist, dass Entscheidungsverhalten der 6. Jährigen ist unheitlich und die 7 Jährigen sind sich einig das in beiden gleich viel drin ist.

Card 7

Question

logischs Denken 7-12 Jahren?

Answer

- Denken löst sich allmählich von der konkreten Wahrnehmung und Erfahrung und wird flexibler (brauchen zb zum rechnen immer noch Hilfe zb Zählen mit der Hand)

- kann gedanklich Schlüsse ziehen, Lösungen innerlich vorwegnehmen und zunehmend den Gesetzen der Logik folgen.

 

Merkmale des logischen Denkens: Umkehrbarkeit

-erkennen das Menge gleich bleibt auch wenn zb sich die Form verändert

- Wichtige Voraussetzung für das Rechnen. Ein Wert bleibt gleich, wenn nicht hinzugezählt oder abgezogen wird.

Kinder verbessern die Fähigkeit zu klassifizieren = zu Kategorien zuzuordnen zb Steinobst, exotische Früchte

-Darum Interesse am Sammeln zb Schneckenhäuser, Steine

- Denken bleibt aber an tatsächliche Gegebenheiten gebunden = beschreibendes Denken. Realität muss aber nicht mehr konkret gesehen werden, das Kind arbeitet mit innerer Anschauung, mit Vorstellungen.

Card 8

Question

abstraktes Denken ab 12 Jahren?

Answer

Alter ab 12 Jahren

-Nicht mehr an die innere Anschauung gebunden, sondern können von abstrakten Voraussetzungen ausgehend logische Schlussfolgerungen ziehen

-Können systematisch nach der Lösung eines Problems suchen

-Denken von Jugendlichen geht über die konkret gegebene Wirklichkeit hinaus und beschäftigt sich mit hypothetischen Möglichkeiten zb Was wäre wenn alle

Menschen gleich viel Geld hätten? ( Philosophieren)

-Diese Phase wird nicht von allen Menschen erreicht.

- Voraussetzung: günstige Umweltbedingungen mit entsprechenden Lernanreizen

Card 9

Question

Kognitive Revolution: die Ebene der Vorstellung 18-24Monaten, was ist das?

Answer

  • Kind kann sich Dinge im Kopfvorstellen
  • Kann sich vorstellen was passiert ohne, dass es die Handlungen ausführen muss
  • Mit dem Übergang von der Handlung zur inneren Vorstellung sind einfache Denkmuster entstanden.

Als ob Spiel:

  • innere Vorstellung legt die Grundlage für das symbolische Denken
  • kann zwischen tatsächlichen und bloß vorgestellten Objekten unterscheiden
  • später entwickelt sich daraus ein komplexeres Rollenspiel

 

Beispiel: Ein Kind hält sich einen Klotz ans Ohr und tut so als ob es richtig telefonieren würde.

 

Zwei Neue Fähigkeiten: ab 18- 24 Monate

  • Mentales Probehandeln: Etwas Gedanklich durchspielen ohne es real auszuprobieren.
  • Empathie: Sich vorstellen, wie sich ein anderes Kind fühlt.

Card 10

Question

Die soziokulturelle Theorie nach Lew Wygotski, erkläre!

Answer

  • kognitive Entwicklung findet über die direkte Interaktion und Kommunikation von Kindern mit anderen Personen statt.
  • Eltern vermitteln den Kindern werte, Traditionen, kulturelle Fähigkeiten und Kenntnisse = lesen, schreiben

Dafür zwei grundlegende Fähigkeiten nötig:

  1. Die Neigung anderen etwas beizubringen.
  2. Die Bereitschaft, Informationen von anderen aufzunehmen und daraus zu lernen.

 

Voraussetzung für das Gelingen:

  • beteiligte Personen müssen sich in der Kommunikation aufeinander beziehen
  • geteilte Aufmerksamkeit: zb schauen zwischen dem Gegenstand und dem Erwachsenen hin und her = wichtig um sich mitzuteilen wenn man die Sprache noch nicht hat

     

-Die Qualität der ist entscheidend, ob durch soziale Interaktion und Kommunikation kognitive Veränderungen und Fortschritte entstehen können. Zb durch liebevollen Umgang kann man besser lernen

 

  • Erwachsenen müssen den Kindern in der Zone der nächsten Entwicklung Hilfestellung geben. Dann können Wissen und Kompetenzen des Kindes gestärkt und erweitert werden. Belehrung alleine reicht nicht. = Entsprechenede Umgebung

Card 11

Question

Bedeutung der Denkentwicklung?

Answer

-Denk- und Sprachentwicklung sind eng miteinander verbunden

-Sprache ist Werkzeug, mit dem man Gedanken mitteilen kann.

-Umgekehrt: Gedanken werden über Sprache formuliert

 

Verzögerung in der Sprachentwicklung bedingt auch oft Schwierigkeiten im Denken.

Card 12

Question

Probleme der Denkentwicklung?

Answer

Störung der Denkentwicklung: Denk- und Lernfähigkeit eines Menschen auf Dauer eingeschränkt trotz Förderung und erzieherischer Bemühungen, mithilfe von Intelligenztest feststellen. IQ unter einer bestimmten Grenze höchstwahrscheinlich Schädigung der Denkfähigkeit = Leistung beeinträchtigt = Lernbehinderung oder geistigen Behinderung ( Intelligenztest reicht nicht aus)

Geistige Behinderung = organische Gründe, Intelligenzschwäche auch später erworben werden durch Infektionskrankheiten wie Röteln während der Schwangerschaft oder Sauerstoffmangel bei der Geburt, Unfälle mit Hirnverletzungen kann zur Verminderung der Denkfähigkeit führen

Lernbehinderung= psychosozialen Ursachen = Vernachlässigung, ständige Überforderung, strenge Erziehung sind mögliche Auslöser

Card 13

Question

Denkentwicklung anregen und unterstützen?

Answer

-Anregungen und Reize bieten

-kindgerechte Umwelt = Freiraum etwas auszuprobieren

- Kind beobachten = Aufgaben stellen = Anstrengung und Leistung Anerkennung geben

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