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Geldwäscheprävention (GwG) (B10)

Compliance Officer Übungsfragen nach Themenblöcken

Subject
Economy / Others
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Ein Drogenhändler zahlt Bargeld in kleinen Portionen bei verschiedenen Bankfilialen ein, um Meldegrenzen zu unterlaufen, und überweist die Beträge anschließend über mehrere Auslandskonten, bevor er das Geld schließlich in den Kauf einer Immobilie investiert. Welche Phase(n) des Geldwäscheprozesses sind hier erkennbar?

Answer

  • Placement (Einzahlung der Bargeldbeträge)
  • Layering (Überweisungen über mehrere Auslandskonten)
  • Integration (Immobilienkauf)
  • Inverses Placement (Einschleusen legaler Mittel)
  • Tipping-off (Informationsweitergabe an den Kunden)

Card 2

Question

Welche der folgenden Berufsgruppen/Unternehmen zählen zu den Verpflichteten nach § 2 GwG?

Answer

  • Lebensversicherungsunternehmen
  • Immobilienmakler
  • Handwerksbetriebe ohne Bargeschäfte oberhalb der Schwellenwerte
  • Steuerberater bei bestimmten Tätigkeiten
  • Glücksspielanbieter

Card 3

Question

Ein Einzelunternehmer betreibt einen kleinen Second-Hand-Uhrenladen mit zwei Mitarbeitenden und nimmt regelmäßig Barzahlungen oberhalb der GwG-Schwellenwerte entgegen. Welche Aussage trifft zu?

Answer

  • Da das Unternehmen weniger als 10 Mitarbeitende hat, ist das GwG nicht anwendbar
  • Als Güterhändler unterliegt der Betrieb den Pflichten des GwG unabhängig von der Mitarbeiterzahl
  • Die GwG-Pflicht entsteht ausschließlich bei grenzüberschreitenden Geschäften
  • Erst ab einer Bilanzsumme von über 500.000 Euro greifen GwG-Pflichten
  • Der Betrieb muss eine Risikoanalyse nach § 5 GwG erstellen

Card 4

Question

Welche Aussagen zum Geldwäschebeauftragten nach § 7 GwG treffen zu?

Answer

  • Ein Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten ist von der Bestellungspflicht generell befreit
  • Die Bestellungspflicht hängt von der Art des Verpflichteten ab
  • Der Geldwäschebeauftragte bearbeitet und leitet ggf. Verdachtsmeldungen weiter
  • Der Geldwäschebeauftragte berichtet an die Geschäftsleitung
  • Der Geldwäschebeauftragte ist Ansprechpartner für Behörden und die FIU

Card 5

Question

Ein Bankmitarbeiter soll die Identität eines Neukunden prüfen. Welche Dokumente darf er dafür grundsätzlich heranziehen?

Answer

  • Gültiger Reisepass
  • Gültiger Personalausweis
  • Aktueller Kontoauszug einer anderen Bank
  • Führerschein
  • Notariell beglaubigte Kopie eines amtlichen Ausweisdokuments

Card 6

Question

Die Handel & Co. KG hat folgende Beteiligungsstruktur: Gesellschafter X hält 30 % der Stimmrechte, Gesellschafterin Y hält genau 25 % der Stimmrechte, Gesellschafter Z hält 45 % der Stimmrechte. Wer ist wirtschaftlich Berechtigter nach § 3 GwG?

Answer

  • X
  • Z
  • Y
  • Alle drei Gesellschafter zu gleichen Teilen
  • Keiner, da die Schwelle insgesamt nicht überschritten wird

Card 7

Question

Welche Maßnahmen sind bei der Anbahnung einer Geschäftsbeziehung mit einer politisch exponierten Person (PEP) nach § 15 GwG zutreffend?

Answer

  • Automatische Ablehnung jeder Geschäftsbeziehung mit PEPs
  • Angemessene Maßnahmen zur Bestimmung der Herkunft der Vermögenswerte
  • Verzicht auf jegliche Dokumentation, da PEPs besonderen Vertrauensschutz genießen
  • Verstärkte kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung
  • Einholung der Zustimmung der Führungsebene

Card 8

Question

Ein Notar bemerkt bei der Beurkundung eines Grundstückskaufvertrags, dass der Käufer den Kaufpreis in mehreren Bareinzahlungen jeweils knapp unterhalb einer gesetzlichen Meldegrenze leisten möchte. Wie hat der Notar korrekt zu handeln?

Answer

  • Er dokumentiert den Sachverhalt intern und leitet die Meldung über das Portal goAML
  • Eine Meldung ist erst erforderlich, wenn die Geldwäsche zweifelsfrei nachgewiesen ist
  • Er darf den Käufer vorab über die beabsichtigte Meldung informieren, um Transparenz zu wahren
  • Er muss unverzüglich eine Verdachtsmeldung an die FIU abgeben
  • Die Meldepflicht entfällt, da es sich um eine einmalige Transaktion handelt

Card 9

Question

Welche der folgenden Elemente zählen zu den vier Säulen der Geldwäscheprävention nach dem GwG?

Answer

  • Risikomanagement
  • Naming and Shaming
  • Sorgfaltspflichten
  • Verdachtsmeldepflicht
  • Transparenzregister

Card 10

Question

Welche Aussagen zu den Sanktionsvorschriften des GwG treffen zu?

Answer

  • Naming and Shaming ist ein eigenständiges Element des Risikomanagements nach §§ 4–9 GwG.
  • Bußgelder können bei unterlassener Verdachtsmeldung verhängt werden
  • § 56 GwG regelt die Bußgeldvorschriften bei Verstößen gegen geldwäscherechtliche Pflichten
  • § 57 GwG regelt die öffentliche Bekanntmachung bestandskräftiger Bußgeldentscheidungen
  • Ein fehlender Geldwäschebeauftragter kann einen bußgeldbewehrten Verstoß darstellen

Card 11

Question

Welche internationalen bzw. methodischen Rahmenwerke sind im Kontext der Geldwäscheprävention relevant?

Answer

  • FATF-Empfehlungen
  • EU-Geldwäscherichtlinien (AMLD)
  • ISO 37001
  • ISO 31000
  • IDW PS 980

Card 12

Question

Welche Bestandteile umfassen die allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG?

Answer

  • Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten
  • Identifizierung des Vertragspartners
  • Einholung von Informationen über Zweck und Art der Geschäftsbeziehung
  • Automatische Meldung jeder Geschäftsbeziehung an die FIU
  • Kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung

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