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Grundwissen Nachhaltigkeit - Schatz Verlag

Discover Grundwissen Nachhaltigkeit - Schatz Verlag: 17 flashcards with questions and answers.

Subject
Economy / Grundwissen
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Wann ist ein Verhalten „nachhaltig“?

Answer

Nachhaltig ist ein Verhalten dann, wenn es auf  Dauer ausgeübt werden kann, ohne die Chancen  zukünftiger Generationen zu gefährden,  sich gleich oder ähnlich zu verhalten.

Card 2

Question

Nennen Sie die drei Arten von Nachhaltigkeit.

Answer

  • Ökologische Nachhaltigkeit

kein «Raubbau an der Natur»

  • Ökonomische Nachhaltigkeit

kein «Über die Verhältnisse leben»

  • Soziale Nachhaltigkeit

«Evolution statt Revolution»

Card 3

Question

Nennen Sie einige Indikatoren (Messgrössen), anhand derer der „Cercle Indicateurs“ die verschiedenen Nachhaltigkeitsarten erhebt.

Answer

Als Indikatoren werden zum Beispiel verwendet:

  • für den Stand der ökologischen Nachhaltigkeit: Energie- und Rohstoffverbrauch, Bodenverbrauch, Luftqualität
  • für den Stand der ökonomischen Nachhaltigkeit: steuerbares Einkommen,   Mietpreise, Arbeitslosenquote, Investitionen, Gesundheit der Finanzen
  • für den Stand der sozialen Nachhaltigkeit:    
    Verkehrsberuhigte Zonen, Strafanzeigen, Einbürgerungen, Kultur- und Freizeitausgaben, Gini-Koeffizient , Stimm- und Wahlbeteiligung

Card 4

Question

Unternehmen sind produktive Gebilde. Sie verwandeln die Produktionsfaktoren Boden, Arbeit, Kapital und  Wissen in einem Wertschöpfungsprozess in Güter und Dienste.

Warum gibt es dabei Probleme mit der Nachhaltigkeit?

Answer

Die natürlichen Produktionsfaktoren (Rohstoff- und Energiequellen) sind begrenzt. 

Zudem wird bei der Gewinnung und der Verarbeitung dieser Produktionsmittel oder Ressourcen oft die Umwelt beeinträchtigt. 

Card 5

Question

Wodurch zeichnen sich ökologisch verantwortliche Unternehmen aus?

Answer

Ökologisch sensibilisierte Unternehmen gehen mit wertvollen, knappen Ressourcen «haushälterisch» (ökonomisch) um. 

Sie vermindern schädliche Emissionen, um so  Mitarbeiter, Anwohner und Kunden vor Belastungen zu schützen. 

Damit tragen diese Firmen wesentlich zur Lebensqualität bei.

Diese verantwortungsbewussten Unternehmen informieren oft in Umweltberichten über ihre Anstrengungen oder erstellen Ökobilanzen.

Card 6

Question

Erklären Sie die beiden Begriffe „ ökologischen Fussabdruck“ und „Biokapazität“.

Wie hängen die beiden zusammen?

Answer

Unter dem ökologischen Fussabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen.

Der ökologische Fussabdruck ist eine Art «Ressourcenbuchhal-tung» und zeigt auf, ob und um wie viel die Nutzung der Natur die Fähigkeit unseres Lebensraums, Rohstoffe zu erzeugen und Schadstoffe abzubauen (Biokapazität), übersteigt. 

Ökologisch nachhaltig wäre die Nutzung dann, wenn Fussabdruck und Biokapazität übereinstimmten.

Card 7

Question

Wie steht es in der Schweiz mit dem Verhältnis von Fussabdruck zur Biokapazität?

Answer

Der Fussabdruck der Schweiz liegt im Durchschnitt der westeuropäischen Länder, ist aber mehr als viermal so gross wie ihre Biokapazität. 

Er misst derzeit 5 globale Hektaren (gha) pro Person. Die Biokapazität beträgt indes bloss 1,2 gha pro Kopf.

Card 8

Question

Welches ist die Hauptursache für unseren grossen Fussabdruck?

Answer

Der Energieverbrauch. 

Dieser macht fast drei Viertel des ökologischen Fussabdrucks aus und ist damit weit bedeutender als alle anderen Bereiche.

Card 9

Question

Warum gelingt es der Schweiz trotzdem, über ihre ökologischen Möglichkeiten hinaus zu leben?

Answer

Das Missverhältnis zwischen ökologischem Fussabdruck und Biokapazität besteht in der Schweiz schon seit Jahrzehnten. 

Dieser nicht nachhaltige Konsum ist  nur dank des Imports von natürlichen Ressourcen möglich.

Card 10

Question

Was versteht man unter Klimawandel?

Answer

Unter «Klimawandel» wird die aktuelle Veränderung des Klimas in Form einer globalen Erwärmung verstanden. 

Diese Erwärmung soll  weitgehend durch den Menschen verursacht sein.

Card 11

Question

Wer erhebt den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zur Klimaerwärmung?

Answer

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, im Deutschen oft als «Weltklimarat» bezeichnet)

Card 12

Question

Nennen Sie Beispiele, wie die Politik auf die drohende Klimaerwärmung reagiert hat.

Answer

Die Politik versucht, mit zahlreichen Massnahmen auf nationaler und internationaler Ebene (Klimarappen, CO2-Abgabe, CO2-  Zertifikatshandel, Abgaskontrollen, Verkaufsverbote von konventionellen Lampen usw.) lenkend einzugreifen.

Im Rahmen der 21. Uno-Klimakonferenz vom Dezember 2015 haben sich Delegationen aus 195 Staaten und der EU erstmals auf eine Vereinbarung geeinigt, die alle wichtigen Länder zur Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet (Pariser Klimaabkommen).

Card 13

Question

Welches sind die vereinbarten Ziele und Massnahmen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens?

Answer

1. wird ein Klimaziel verankert.

So soll die globale durchschnittliche Erwärmung der Erdatmosphäre im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad Celsius gehalten werden.

2. sind alle Staaten angehalten, national definierte Reduktionsziele bei der UNO einzureichen. 

Diese werden 2023 und danach alle fünf Jahre überprüft und allenfalls verschärft. Damit kann sich kein Land mehr aus der Verantwortung stehlen.

Card 14

Question

Nennen Sie einige ökologische Herausforderungen des primären Sektors.

Answer

Dem Einsatz von Dünger und Pestiziden, aber auch von Antibiotika muss vermehrt Beachtung geschenkt werden.

Ein weiteres Problem ist der stetige Rückgang an bäuerlichen Betrieben (Verlust an Versorgungssicherheit und «Vergandung» ganzer Berggebiete).

Card 15

Question

Nennen Sie einige ökologische Herausforderungen des sekundären Sektors.

Answer

In der Rohstoffbeschaffung ist Wert auf schonenden An- und Abbau zu legen; die ganze Wertschöpfungskette muss rückverfolgbar sein.

In der Herstellung muss energieeffizient und mit möglichst wenig schädlichen Emissionen (CO2, Dreck, Lärm, Gestank, Abwasser) gearbeitet werden.

Card 16

Question

Nennen Sie einige ökologische Herausforderungen des tertiären Sektors.

Answer

In der Beschaffung wird vermehrt auf vollständige Transparenz gesetzt. Woher stammt ein Gut und unter welchen Bedingungen wurde es produziert?

Um die Logistik nachhaltiger zu gestalten, wird auf regionale Produkte gesetzt, um die Transportwege kurz zu halten. Im internationalen Handel soll der Transport umweltschonend und in der sinnvollsten Art und Weise (per Land, See, Luft) erfolgen.

Am Verkaufspunkt sind technische Neuerungen, die Energieeinsparungen versprechen, laufend umzusetzen.

Card 17

Question

Was ist eine Ökobilanz?

Und wozu dient sie?

Answer

Eine Ökobilanz zeigt die gesamte Umweltbelastung, die durch Herstellung, Anwendung und Entsorgung eines Produktes entsteht.

Hersteller können diese Informationen zur Entwicklung umweltverträglicherer Produkte nutzen. 

Der Konsument kann durch das Studium solcher Ökobilanzen seinen Verbrauch umweltgerecht steuern, indem er die Ökobilanzen alternativer Güter vergleicht.

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