Leitungsbau Fragenkatalog
Uni Hannover: Aus Wintersemester 2018/2019
- Subject
- Sciences / Technology
- Language of creation
- German
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Cards in this set
Card 22
Question
22. Welche Inspektionstechniken für Kanäle und Leitungen kennen Sie?
Answer
- TV- Inspektion, Kameras die auf Fahrwagen in den Kanal gefahren werden Kleine Roboter
- Geophysikalische Verfahren (Seismik, Tomographie)
- Begehung
- MAC System
- Optisches Verfahren (elektromagnetische Strahlung)
Card 23
Question
Answer
Card 24
Question
Answer
Card 25
Question
Answer
Card 26
Question
Answer
Card 27
Question
Answer
Card 28
Question
28. In der Instandhaltung wird der Abnutzungsverlauf in der Norm DIN 31051 mit einem charakteristischen Kurvenverlauf dargestellt. Zeichnen Sie diesen Verlauf!
Answer

Card 29
Question
29. Welche typische Schadensszenarien in Kanälen werden durch diesen Verlauf nicht beschrieben (Abnutzungsverlauf in der Norm DIN 31051). Nennen Sie auch Beispiele.
Answer
Nicht kontinuierliche (Verschleiß) außergewöhnliche (Erdbeben)
Card 30
Question
30. Welche Verfahrensgruppen gehören neben der Reparatur noch zur Obergruppe „Sanierung“? Wie definieren Sie diese?
Answer
- Reparatur: Maßnahmen zur Behebung örtlicher begrenzter Schäden, keine Änderung des Vermögenswerts
- Renovierung: Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Funktionsfähigkeit unter vollständiger oder teilweiser Einbeziehung ihrer ursprünglichen Substanz, als Investition einsetzbar, keine Sonderabschreibung, Finanzierung über Jahre
- Erneuerung: Herstellung neuer Abwasserleitungen und –kanälen in der bisherigen oder anderen Linerführung, wobei die neue Anlage die Funktion der ursprünglichen Leitung mit einbeziehen muss. Ersatz ungleich Neubau -> Investition über Jahre abschreiben,alte Anlage als Sonderabschreibung
Card 31
Question
31. Welche Schadensbilder bewerten Sie mit Blick auf die Betriebssicherheit als besonders kritisch?

Answer
Links unten (3/1 ‐ 3.Zeile, 1. Bild) sehen wir sehr deutlich: der Kanal ist eingestürzt. Die Bewertung scheint mit Blick auf alle Bewertungskriterien klar: Hier geht gar nichts mehr. Der Kanal ist nicht betriebssicher, denn der Einsturz bewirkt eine Verstopfung oder zumindest ein großes Hindernis. Der Kanal ist darüber hinaus auch weder standsicher, noch dicht. Es bricht sogar schon Boden ein. Entsprechend muss eine Sanierung beträchtliches leisten, denn sowohl Standsicherheit, Dichtheit und Betriebssicherheit sind wiederherzustellen. Und dabei ist nicht nur das Rohr, sondern das gesamte Rohr‐Boden‐System betroffen. Eine Aufgrabung und Neuverlegung der Leitung scheint unausweichlich. Im
Bild 1/2 ist ebenfalls ein Steinzeugrohr abgebildet, allerdings offensichtlich mit geringeren Schäden. Scheinbar hat hier etwas von innen oder von außen gegen die Wandung geschlagen. Links liegt die innere Rohrwandung frei und in Längsrichtung sind feine Risse erkennbar, nämlich bei 5 Uhr, bei 7 Uhr und auch bei 10 Uhr. Rechts ist das Weiße innerhalb der Rohrwand ebenfalls erkennbar, offensichtlich ist das Rohr über den gesamten Umfang gerissen und hat sich dabei etwas verschoben. Am leichtesten ist in diesem Fall die Dichtheit zu bewerten, denn offene Risse führen unmittelbar zu Undichtheiten. Mit Blick auf die Standsicherheit liegen zwar keine großen Verformungen vor, die Risse bergen allerdings Risiken, denn auf Dauer kann Boden einbrechen und Instabilität die Folge sein. Die Betriebssicherheit ist demgegenüber kaum gefährdet. Gefälle und Querschnitt scheinen noch vollständig erhalten, lediglich an den offenen Stellen und Kanten könnten sich Feststoffe verfangen und dann Hindernisse bilden. Hinsichtlich der Sanierung liegt die Priorität damit auf der Abdichtung, auch um das Rohr zu stabilisieren, damit kein Boden eindringt, und um darüber hinaus die Fehlstellen so abzudecken, dass Sie hydraulisch keine Probleme verursachen. Wird eine Auskleidung von innen eingebracht, kann so auf eine Aufgrabung verzichtet werden.
Bild 2/3 zeigt ein typisches Schadensbild im Kanalbau, bei dem offensichtlich die vertikalen Lasten zu hoch für das Rohr‐Boden‐System waren. Rohre aus spröden Werkstoffen wie Steinzeug oder Beton brechen dann typischerweise mit vier Rissen: der erste Riss tritt in der Sohle auf und dann folgen unmittelbar der Riss im Scheitel oben und die Risse seitlich im sogenannten Kämpfer‐Bereich. Die oberen und unteren Risse öffnen sich dabei an der Innenseite sehr stark. An den Seiten, im sogenannten Kämpferbereich, sehen wir demgegenüber nur eine schmale Bruchlinie, da sich das Rohr hier nach außen bewegt und die Risse sich entsprechend nur an der Rohraußenseite öffnen, während sie innen zusammengedrückt werden. Eine Bewertung zeigt für das
Bild 2/3 mit Blick auf die Dichtheit offensichtliche Undichtheiten aufgrund der Risse. Mit Blick auf die Betriebssicherheit bestehen kaum Beeinträchtigungen, es liegen nur geringe Verformungen bei nahezu unverändertem Querschnitt vor. Allerdings ist mit Wasserverlusten zu rechnen, da der größte Riss im Sohlbereich liegt. Die Bewertung der Standsicherheit wirft dann weitere Fragen auf, denn grundsätzlich gilt, dass ein Rohr mit diesen vier typischen Rissen eigentlich nur aus vier großen Scherben besteht und gar kein eigenständiges Rohr mehr ist. Offensichtlich würde das Rohr ohne den seitlich stützenden Boden zusammenfallen. Der Boden ist also ein wesentliches Element des Tragsystems und wirkt dabei wie eine Feder. Drückt die vertikale Auflast von oben auf das Rohr, weichen die Scherben seitlich aus und drücken wiederum in den seitlichen Boden. Der Boden reagiert dort mit Bettungsreaktionskräften und das Ganze wird stabilisiert. Entscheidend ist dabei natürlich, dass der Boden seine Stützwirkung dauerhaft und in ausreichendem Maße entfaltet. Keinesfalls darf also z.B. Boden durch die Risse einbrechen oder Boden neben dem Rohr entnommen werden. Bei Sanierung ist damit das Abdichten und Stabilisieren über die Nutzungsdauer von besonderer Bedeutung. Wiederum kann eine Auskleidung von Innen dabei helfen, allerdings werden dann eine genaue statische Betrachtung und der Nachweis des gesamten Rohr‐Boden‐Systems notwendig.
Im Bild 1/1 sehen wir ein völlig anderes Schadensbild. Der erkennbare Umriss lässt auf eine beträchtliche Verformung schließen. Konkret handelt es sich um ein Kunststoffrohr aus Polyethylen (PE‐HD). Zu erkennen ist dies auch daran, dass die Rohrverbindung als Schweißverbindung hergestellt worden ist, an der das Kameralicht reflektiert (weißer Ring). Schweißen lassen sich insbesondere Polyolefine, zu denen PE gehört. Viele andere Kunststoffe, wie z.B. PVC, lassen sich kaum oder gar nicht schweißen, so dass hier die Rohrverbindung meist gesteckt oder geklebt wird….
- - Querriss: statisch kein Problem, Lösung: lokale Schwachstelle ausbessern
- - Längsriss: kritisch in Blick auf die Statik, Lösung: Verstärken, aufgraben und austauschen
- - Ausbrüche/ fehlende Wandteile:
- - Grundwasser dringt von außen ein, Abdichtung gegen Außenwand
- - Wurzeln: Gefahr für die Betriebssicherheit ->Querschnittverengung bis hin zur Verstopfung bei Eindringen der Wurzel. Lösung: freifräßen ist aber nur temporär, Risiken ergeben sich ebenso, wenn die Wurzel an den Leitungen durch z.B. Windlast ziehen.
Card 32
Question
32. Wie bewerten Sie dieses Schadensbild und welches weitere Vorgehen lässt sich empfehlen?

Answer
BILD
Card 33
Question
33. Welche Inspektionsmethode wird hier eingesetzt? Was ist das Ziel der Inspektion?

Answer
BILD
Fehlanschluss : Regenwasser an Schmutzwasser
Card 34
Question
Berstverfahren
34. Skizzieren Sie das Verfahren. Erläutern Sie insbesondere, warum es sich dabei um ein Erneuerungsverfahren handelt.
Answer

Verdrängungskörper wird in das alte Rohr gezogen, Berstkopf bricht Rohrleitung auf, direkt hinter dem Berstkopf wird das neue Rohr eingezogen. Wegen Scherben wird das Rohr mit Schutzmörtel versehen.
Erneuerung: Herstellung einer neuen Abwasserleitung in bisheriger Linerführung, neue Anlage bezieht Funktion der Alten mit ein.
Card 35
Question
Berstverfahren
35. Welche besonderen Beanspruchungen erfährt das Rohr beim Einbau?
Answer
Besondere Beanspruchung durch die Scherben des Altrohres -> Abrieb. Rohr braucht eine Opferwanddicke
Card 36
Question
Berstverfahren
36. Welche Beanspruchungen erfährt das Rohr im Betrieb?
Answer
Punktlasten durch die Scherben, führt zu Zugsoannungen an der Innensteite.
Card 37
Question
Berstverfahren
37. Welche Spannungsüberlagerung ist im Betrieb besonders kritisch?
Answer
Zug – Zug Innendruck+Punktlasten
Card 38
Question
Berstverfahren
38. Was verstehen Sie unter einem Überschnitt? Warum wird dieser gewählt?
Answer
Differenz zwischen dem Außendurchmesser des neuen Rohres und dem Durchmesser des aufgefahrenen Hohlraumes vom Aufweitkopf, um Reibung zu vermeiden.
Card 39
Question
Answer
Card 40
Question
Answer
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