Resorption Dünndarm < als physiologisch
-> Verbleiben vermehrt osmotisch wirksamer Teilchen im Darmlumen
-> verhindert ausreichende Wasseraufnahem
= osmotische Diarrhoe
entzündliche Vorgänge im Dickdarm verhindern Eindickung der Ingesta
Card 3
Question
Was sind typische Erreger der osmotischen Diarrhoe?
Answer
Viren (Rota, Corona)
Bakterien (Salmonellen)
Protozoen
Card 4
Question
Zelltypen an Darmzotten & Funktion
Answer
1. Kryptenzellen
an Basis der Darmzotten
v.a. Sekretion von Ionen aus Blut in Darmlumen
-> dabei folgt Wasser aus osmotischen Gründen
aus proliferative Zone
-> zunächst unreif und undifferenziert
-> Zellmauserung: innerhalb von 3-5 Tagen werden sie bis zur Zottenspitze vorgeschoben, dabei zunehmende Differenzierung + Ausbildung von Transportsystemen zur Resorption
2. Villuszellen
an Zottenspitze
höchste resorptive Kapazität
da alle resorbierten Moleküle osmotisch wirksam sind, folgt immer Wasser aus Lumen in Blut
Card 5
Question
Wie wirkt die osmotische Diarrhoe?
Answer
über Zottenatrophie = Verschwinden der Zotten durch Atrophie der Mikrovilli
Auswirkungen der Zottenatrophie
nachgeschobene Enterocyten sind noch unreif und sezernieren besonders Clorid
-> Wasser folgt osmotischen Gradienten in Richtung Darmlumen
Verlust Zottenspitze führt zum Verlust membranständiger Enzyme
-> bspw. für Spaltung Lactose
-> dadurch verbleiben osmotisch wirksame Moleküle im Darmlumen
-> Wassereinstrom aus dem Blut in Darmlumen
verminderte Resorptionskapazität
-> Resorption v.a. in Zottenspitzen, die durch Atrophie verloren gegehn
-> dadurch bleibt vermehrt Wasser im Darmlumen zurück
-> Zottenatrophie betrifft nie gesamten Dünndarm, sondern nur einzelne Teile, sodass Teil der resorptiven Kapazität erhalten bleibt
Card 6
Question
Wie wirkt die sekretorische Diarrhoe?
Answer
Bakterielle Toxine induzieren massiv erhöhte Chloridsekretion in Darmlumen
-> dadurch verstärkter Einstrom von Wasser
Card 7
Question
Folgen Diarrhoe
Answer
1. hypovalämischer Schock
zahlreiche Todesfälle zumeist nicht auf Erreger, sondern massiven Flüssigkeitsverlust zurückzuführen (Dehydratation)
wenn Flüssigkeitsverlust 10% des Körpergewichts = hypovalämischer Schock
2. metabolische Acidose
= potentiell lebensbedrohliche Abnahme des pH Wertes
durch erhöhte Ausscheidung an Kot auch Verlust an Puffersubstanzen
-> Verlust an Bicarbonat führt zu Subtraktionsacidose
durch Abnahme des Blutvolumens durch Flüssigkeitsverlust vermehrtes Ablaufen anaerober Stoffwechselvorgänge
-> anaerobe Glykolyse
-> Entstehung L-Laktat -> führt zu Übersäuerung = Additionsacidose
Acidose besonders gefährlich, da Organismus nur geringe pH Abweichungen tolerieren kann
3. Eindickung des Blutes (Hämokonzentration)
durch Abnahme des Plasmavolumens in Folge des fäkalen Flüssigkeitsverlustes
Viskosität des Blutes nimmt mit steigender Eindickung zu
-> Verschlechterung der Fließeigenschaften
4. Hypoglycämie
durch verminderte Energieaufnahmen wegen Inappetenz
Einschränkung Resorptionsfähigkeit von Glucose im Dünndarm
erhöhter Glucoseumsatz bei kranken Tieren
verminderte Gluconeogenese in Leber
5. Hyperkaliämie
durch pH Regulation bei Acidose verlieren Zellen Kaliumionen
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