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Speichel

Discover Speichel: 20 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Medical science
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Aus welchen Sekretteilen setzt sich der Speichel zusammen?

Answer

seröses, mucöses, seromucöses Sekret

Card 2

Question

Was sind die Hauptspeicheldrüsen?

Answer

Ohrspeichel-, Mandibular- und Sublingualdrüsen

Card 3

Question

Welche weiteren Speicheldrüsen gibt es?

Answer

  • ventrale Backendrüsen
  • Gaumen-, Backen- & Pharynxdrüsen
  • Lippendrüsen

Card 4

Question

Unterschiedlicher Aufbau der einzelnen Drüsentypen

Answer

  • seröse Zellen
    = pyramidale Struktur, runde Kerne mehr zentral
    -> im basalen Bereich viel rER
  • mucöse Zellen
    = abgeflachte Kerne im basalen Zellbereich
    -> sekretorische Granula in diffuser Verteilung
    -> teils von Korbzellen (Myoepithelzellen) bedeckt = kontraktile Epithelzellen mit Actin & Myosin
    -> Verbindung der einzelnen Korbzellen über Gap Junctions

Card 5

Question

Welche Funktionen hat der Speichel?

Answer

1. primär verdauungsphysiologische Funktion

  • Schutz der Mundschleimhaut & Zähne vor
    - Austrocknen
    - Säurewirkung
  • Erleichterung des Schluckens durch Durchfeuchten der Nahrung
  • Erhöhung der Gleitfähigkeit des Bissens
  • Schw.: Beginn KH Verdauung
  • Wdk: Regulation Pansen pH, Harnstoffsekretion

2. sekundäre Funktion

  • bakterizide (abtötende) Wirkung
  • Temperaturregulation bei hechelnden Tieren
  • Abwehrmaßnahmen (einige Species)

Card 6

Question

Sekretionsrate

Answer

  • keine konstante Speichelsekretion der Speicheldrüsen (Ausnahme Ohrspeichel- & ventrale Backendrüsen)
  • Menge tierartlich sehr verschieden

Card 7

Question

Welchen Anteil an der Speichelsekretion haben die einzelnen Drüsen?

Answer

  • zu 90% aus Glandula parotis (Ohrspeicheldrüse) & Glandula mandibularius (Unterkieferdrüse)
  • zu je 5% aus 
    - Glandula sublingualis
    - Glandula labiales + weitere kleine Speicheldrüsen

Card 8

Question

Differenzierung der Speicheldrüsen Wdk

Answer

1. isotones Sekret

  • ​weitgehend unabhängig von Flussrate
  • hohe Bicarbonat- & Phosphatkonzentration
  • Ohrspeichel- & untere Backendrüse
    -> sekröses Sekret
  • Gaumen-, Backen- & Pharynxdrüsen
    -> muköses Sekret

2. hypotones Sekret

  • gemischtes seromucöses Sekret
  • niedrige Bicarbonat- & Phosphatkonzentration
  • Sekretionsrate v.a. durch Futteraufnahme stimuliert
  • Unterkiefer-, Lippen- & Unterzungendrüse
  • muköse Eigenschaften durch Mucin

-> Rind bis zu 250l Speichel/Tag

Card 9

Question

Speichel Nichtwiederkäuer

Answer

1. basale Sekretionsrate

  • hypotoner Speichel (60-80mosmol*l-1)
  • Na+, K+, Cl-, HCO3- mit eher niedrigen Konzentrationen
  • Spuren an H2PO4-
  • pH 7,4

2. stimulierte Sekretionsrate

  • Zunahme Konzentration von Na+, Cl-, HCO3-
  • geringe Änderung an K+ & H2PO4-
  • nähert sich isotonen Werten an

Card 10

Question

Speichel Wiederkäuer

Answer

1. Parotisspeichel

  • unabhängig von Flussrate isoton
  • pH 8,2
  • konstante Konzentrationen an Na+, K+, Cl-, HCO3-, HPO42-
  • HCO3-, HPO42- deutlich höher als in Plasma

2. Mandibularspeichel

  • hypoton bei basaler Sekretion
  • deutliche Veränderungen in Ionenkonzentration bei Stimulation

Card 11

Question

N-haltige Verbindungen im Speichel Wdk

Answer

  • ca 80% Harnstoff
  • zw. 50-65% das Plasmaharnstoffkonzentration
  • wichtig für Harnstoffrückfluss in Vormägen
  • in Vormägen Spaltung durch Urease
  • Entstehung von Ammoniak für mikrobielle Proteinsynthese
  • ruminohepatischer Kreislauf

Card 12

Question

Speichelproteine

Answer

  • Amylase
  • Lipase -> Kalb
  • außerdem Spuren von Lysozym, Lactoferrin, Immunglobuline

Card 13

Question

Wo sind die Prozesse der Speichelbildung vor allem lokalisiert?

Answer

  • Drüsenendstücken - Acini 
    -> Bildung Primärspeichel
  • Streifenstücken & Ausführungsgängen
    -> Bildung Sekundärspeichel

Card 14

Question

Sekretionsmechanismus Glandula mandibularis Nichtwiederkäuer

Answer

1. Bildung Primärspeichel

  • in Drüsenendstücken durch Ionenverschiebungen
  • basolaterale Membran
    - Na+/K+ ATPase (Na raus, K rein)
    - Na+/H+ Antiporter (Na rein, H raus)
    - Cl-/HCO3- Antiporter (Cl rein, HCO raus)
    - Na+/K+/2Cl- Symporter (alle rein)
  • apikale Membran
    - Ionenkanäle HCO3- & Cl-
    - HCO3- wird intrazellulär gebildet
    - Cl- gelangt über Cl-/HCO3- Antiporter rein
    - Ausschleusung 
    - Entstehung negatives Potential -> ausgeglichen durch Na+ Transport
  • H2O folgt Ionenverschiebung durch osmotisches Gefälle 
  • Ausgleich von Anionenfluss durch K+Ausfluss über Kanäüle
  • Stimulation über Acetylcholin + dadurch Anstieg Ca2+ Konzentration
    -> reguliert v.a. Cl- , HCO3- & K+ Kanäle

2. Bildung Sekundärspeichel

  • in Drüsenendstück gebildeter Speichel fließt in Sammelrohre
  • weitere Ionentransportprozesse zu weiteren Modulation
    -> Entstehung Sekundärspeichel
  • Na+ und Cl- Rückresorption
  • K+ und HCO3- Sekretion
  • geringe Wasserpermeabilität der Sammelrohre
  • Speichel hypoton zu Plasma

Card 15

Question

Sekretionsmechanismus Glandula mandibularis Wdk

Answer

  • Besonderheit Speichel Wdk = hohe Phosphat & Bicarbonatkonzentration
  • Transportsysteme deutlich anders als bei Nichtwdk
    -> unterschiedlich ob spontane, nichtstimulierte oder acetylcholinstimulierte Sekretion

1. nichtstimulierte Sekretion

  • Na+/H2PO4- Cotransporter (beides rein)
    - energisiert durch Na+/K+ ATPase (da Na+ so aus Zelle raus, Konzentrationsgradient!)
  • Na+/H+ Antiporter (Na rein, H raus)
  • Ausschleusung H2PO4-  über luminale Membran
  • Ausschleusung intrazellulär gebildetes HCO3- über Anionenkanal
  • durch Anionenausschleusung negatives Potential ausgeglichen durch
    - parazellulären Na+ Transport mit nachfolgendem H2O Transport 
    - intrazellulären K+ Ausstrom

2. acetylcholinstimulierte Sekretion

-> durch Erhöhung Ca2+ Konzentration 

  • Induktion ​basolateraler Na+/HCO3- Cotransporter
    -> aktiviert Na+/H2PO4- Cotransporter
  • Ausschleusungsrate Anionen luminale Seite
  • K+ Ausstrom basolaterale Seite

 

Card 16

Question

Wie bilden sich die spezifischen Wdk Transportprozesse aus?

Answer

postnatal mit Beginn Raufutteraufnahme & vollständige Entwicklung der Innervation durch Parasympathicus (vgl Acetylcholinstiumaltion)

Card 17

Question

Wie erfolgt die Sekretion organischer Bestandteile beim Wdk?

Answer

über Zellen der Drüsenendstücke mittels Exocytose sekretorischer Granula

Card 18

Question

Nervale Steuerung der Speichelsekretion

Answer

  • Innervation über
    - parasympathische Faser N. facialis + N. glossopharyngeus
    - sympathische Fasern aus Thorakalsegmenten 1-3
  • Stimulation parasympathische Fasern
    - über muscarinerge Rezeptoren (M3) Vasodilatation
    - Freisetzung vasoaktiver Substanzen (Bradykinin)
    -> starke Zunahme Speichelsekretion (v.a. durch Parotis)
    -> Wirkung über Acetylcholin (ggf. VIP = vasoaktives intestinales Peptid) als 2nd messenger: Änderung Ca2+ Konzentration
  • Stimulation sympathische Fasern
    - über α1 Rezeptoren Vasokonstriktion
    -> Abnahme der Speichelsekretion
    -> wirkung über intrazelluläres Ca2+
    - Zunahme Protein- & Mucingehalt durch Tonuszunahme der Korbzellen (auch über α1 Rezeptoren)

Card 19

Question

Reflektorische Steuerung Speichelsekretion

Answer

1. unbedingte Reflexe

  • Geruch, Geschmack, Kauen, Essen
  • über Chemo- und Mechanosensoren in Mundhöhle, Ösophagus & Hauben-Pansen-Bereich
  • Chemorzeptoren pH abhängig
  • Mechanorezeptoren abhängig von Struktur des Futters

2. bedingte Reflexe

  • vgl Pawlowscher Hund
  • Zunahme Speichelsekretion auch bei akustischem Reiz ohne Futterzugabe
    -> Verdauungsfunktion reflektorisch über ZNS beeinflussbar

Card 20

Question

Schluckackt

Answer

  1. Zunge presst Bolus gegen weichen Gaumen & Rückseite Mundhöhle
    -> löst Schluckreflex aus 
  2. oberer Ösophagus Spincter entspannt sich
  3. Epiglottis verschließt Kehlkopf, damit Nahrung nicht in Luftröhre gelant
  4. Nahrung bewegt sich in Ösophagus
  5. über peristaltische Wellen Weiterleitung

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