geschriebene, gedruckte Reihe von nebeneinanderstehenden Wörtern eines Textes
Card 22
Question
bürgerliche Realismus, der
Answer
Der Bürgerliche Realismus ist eine literarische Strömung von 1848 (Märzrevolution) bis Ende des 19. Jahrhunderts, die vorrangig in Deutschland zum Tragen kam. Sie wird üblicherweise in zwei Phasen unterteilt: In der ersten Phase (etwa 1849–1859) werden die programmatischen Grundlagen festgelegt. In der zweiten Phase erhält der bürgerliche Realismus neue Impulse, etwa durch den Gesellschaftsroman, und wird kritischer.
Card 23
Question
Kausalität, die
Answer
die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung oder „Aktion“ und „Reaktion“, betrifft also die Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse und Zustände.
Card 24
Question
Enumeration, die
Answer
eine rhetorische Figur: erschöpfende Aufzählung der Teile eines übergeordneten Ganzen, Aufnummerung
Card 25
Question
Populärliteratur, die
Answer
Duden sagt: Techniken und Elemente der Trivial- und Gebrauchsliteratur benutzende Richtung der modernen Literatur, die provozierend exzentrische, obszöne, unsinnige oder primitive, besonders auch der Konsumwelt entnommene Inhalte bevorzugt.
Google sagt: Ursprünglich in den 1960er Jahren in den USA im Umfeld der Beat Generation entstanden und 1968 von Rolf Dieter Brinkmann in Deutschland eingeführt, bricht die Popliteratur mit den herkömmlichen literarischen Traditionen und nimmt in Inhalt und Sprache besonders Bezug auf die Alltags-, Populär- und Jugendkultur (vor allem in Anknüpfung an die Bereiche Popmusik und Medien). Die Texte berichten in realistischer Erzählweise und unter Verwendung von Slang, Umgangs- oder Szenesprache häufig aus dem Leben von Heranwachsenden oder von gesellschaftlichen Außenseitern;
Card 26
Question
Poesie, die
Answer
Als Poesie (von altgriechisch ποίησις poíesis „Erschaffung“) bezeichnet man erstens einen Textbereich, dessen Produktion traditionell nach den poetischen Gattungen geteilt wird. Nach Aristotelischer Poetik (so das Wort für die Theorie der Poesie) sind dies Drama, Epos und kleinere lyrische Gattungen. Im Deutschen wird seit dem 19. Jahrhundert eher von Literatur und literarischen Gattungen gesprochen. Allenfalls kurze Gedichte behielten das Wort, so etwa im Falle des Poesiealbums.
Card 27
Question
Einheit, die
Answer
In sich geschlossene Ganzheit, Verbundenheit; als Ganzes wirkende Geschlossenheit, innere Zusammengehörigkeit
ein Bild oder einen Zustand, die auf den Betrachter beschaulich und friedlich wirken. Zur literarischen Idylle gehört der Topos des „locus amoenus“, des lieblichen Ortes, oft an einem abgelegenen Quell oder in einem ruhigen Hain gelegen.
Card 30
Question
Ereignis, das
Answer
Das Auftreten eines beobachtbaren Geschehens.
Card 31
Question
Sprecherinstanz, die
Answer
Alle in der literarischen Erzählkommunikation voneinander zu unterscheidenden Redesubjekte mit ihren jeweiligen Rezipienten. (z. B. Autor & Leser, Autorinstanz & Leserinstanz, Erzähler & Adressat, erzählende Figur & fiktiver Adressat)
Card 32
Question
Literaturbegriff, der
Answer
bedeutet Sprachkunst, Schrift. In diesem Sinne bezeichnet Literatur „alles Geschriebene". Der Literaturbegriff im engeren Sinne trennt Literatur von Nicht-Literatur
Card 33
Question
Erzähler, der
Answer
Vermittlungsinstanz des Geschehens, die mehr oder weniger stark ausgeprägt in Erscheinung tritt.
Card 34
Question
Chronotopos, der
Answer
Chronotopos (griech. chrónos = Zeit; tópos = Ort) ist ein von dem russischen Literaturwissenschaftler Michail Bachtin eingeführter Begriff der Erzähltheorie und der Dramen-Analyse. Chronotopoi charakterisieren den Zusammenhang zwischen dem Ort und dem Zeitverlauf einer Erzählung.
Card 35
Question
Gedicht, das
Answer
[lyrische] Dichtung in einer bestimmten [metrischen] Form mit besonderem Rhythmus [und Reim]
Card 36
Question
Kalendergeschichte, die
Answer
Die Kalendergeschichte ist eine kurze Erzählung, die Elemente anderer epischer Kleinformen (z. B. des Schwanks, der Anekdote, der Parabel) in sich vereinigt. Die Bezeichnung leitet sich vom Medium des Volkskalenders her, in welchem diese Erzählform entstanden ist und auf das sie ursprünglich beschränkt war. Kalendergeschichten enden oft mit einer Pointe.
Card 37
Question
Ethos, das
Answer
vom Bewusstsein sittlicher Werte geprägte Gesinnung, Gesamthaltung; ethisches Bewusstsein
Card 38
Question
Stanze, die
Answer
Die Stanze ist eine italienische Strophenform. Sie besteht aus acht jambischen Verszeilen, die jeweils aus elf Silben gebildet werden und eine weibliche Kadenz aufweisen. Zumeist folgt die Strophe dem Reimschema ababab/cc, wobei auch andere Formen geläufig sind.
Card 39
Question
Dialogizität, die
Answer
auf Michail Bachtin zurückgehendes Konzept der Ambiguität von Worten bzw. Äußerungen, die durch die Interferenz zweier Sprechweisen (›Stimmen‹) entsteht. Im Gegensatz zum äußeren, von zwei Sprechpartnern gestalteten Dialog meint Dialogizität also die ›innere‹ Dimension einer Aussage als deren Mehrstimmigkeit; paradigmatisch zeigt sie sich in mehrstimmigen, polyphonen Texten. Erweitert auch auf ›äußerlich‹ dialogische Textbeziehungen wurde Bachtins Konzept der Dialogizität zur Grundlage von Julia Kristevas Theorie der Intertextualität. Ggs.: Monologizität.
Card 40
Question
Dispositiv, das
Answer
Gesamtheit aller Personen und Mittel, die für eine bestimmte Aufgabe eingesetzt werden können, zur Disposition stehen - Absichts-, Willenserklärung
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