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Uni Kassel FB11 SS24 G18 Ertragsphysiologie

Discover Uni Kassel FB11 SS24 G18 Ertragsphysiologie: 30 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Biology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Benennen Sie die Unterschiede zwischen Schattenblättern und Lichtblättern. Wie wird Sonnenlicht eingefangen?

Answer

Schattenblatt Lichtblatt
Erhöhen ihren Chlorrophylgehalt in den Reaktionszentren Haben mehr RUBISCO zur beseren CO2- Assimilation (Licht-->höhere temperatur-->Zunahme an Oxygenierung)
Haben eine höheres Verhältnis von Chlorophyll b (Chlorophyll b ist Hilfspigment und sammelt Lichtenergie um es an Chlorophyll a weiterzugeben) Schützen sich vor zuviel Licht durch verstärkte Xanthophyll-Einlagerung
Haben dünnere Blattspreiten Dickere Blätter durch vergrößerte Palisadenschicht

Siebeffekte durch gebündelte Lokalisation des Chlorophylls

Lichtkanalisierung durch Vakuolen der Palisadenzellen welche Licht leiten

Oberflächenlichtstreuung durch Luft und Wasserflächen des Schwammgewebes

Card 22

Question

Hinsichtlich des Photosynthesetyps unterscheidet man C3- und C4-Pflanzen. Erläutern Sie kurz die grundlegenden Unterschiede (primäres Fixierungsprodukt / Schlüsselenzym / Blattbau) und bewerten Sie Vor- und Nachteile bei verschiedenen Umweltbedingungen. (8 Punkte)

Answer

  C3 C4 CAM
Ort der Photosynthese Thykalloidmembran der Mesophylzelle Thykalloidmembran der MEsohylzelle Thykalloidmembran der Mesophyllzelle
Ort des Calvin Zyklus Stroma der Cloroplasten/Mesophylzelle

Bündelscheidenzelle

C4-->C3

Stroma der Mesophylzellen

C4-->C3

Fixierendes Enzym RUBISCO PEP-Carboxylase, dann RUBISCO PEP-Carboxylase dann RUBISCO
Co2 Fixierung 1. RUBISCO im Calvin Zyklus 1. Co2-->HCO3->PEP-Carboxylase-->Malat umwandlung zu Co2 im Mitochondrium der Bündelscheidenzelle-->Co2 in Calvin zyklus des Chloroplast der Bündelscheidenzelle 1. CO2->HCO3->Malat->Vakuole->Calvin Zyklus
Primäres Fixierungsprodukt des Co2 C3 Körper C4 Körper C4 Körper
Ort des 1. Fixierungsprodukts Stroma MEsophylzelle Cytoplasma MEsophylzelle Cytoplasma
Blattbau Chlorenchym Chlorenchym und Bündelscheidenzellen um LEitbündel Chlorenchym

Card 23

Question

Welche BEdeutung hat Wasser für die Pflanze?

Answer

Physiologische Funktion:

-Als Reaktionspartner in Biochemischen Reaktionen

 

Physikalische Funktion:

-Quellungsmittel (k+ lagert an H2O an und wird in Stomata gebracht)

-Lösungsmittel

-Tugordruck

- Transportmittel

- Hitzeschutz

Card 24

Question

Wie geschieht der Wassertransport von der Wurzel in die ZElle und welche Kräfte sind verantwortlich?

Answer

  Symplastisch Apoplastisch
Wurzelhaarzellen, Epidermis, Rindenzellen Interzellulärer Weg durch die Zellen hindurch Diffundierung von Wasser an den mittellamellen entlang und zwischen den ZEllzwischenräumen von Zellen
Endodermiszellen, Rückhaltung durch Wachssperre (Casparystreifen) Durchgang durch Endodermiszelle Übertritt aus dem Extrazellülären Raum in die Endodermis
Perzikel Wasser tritt durch die Perzikelzellen in das Xylem ein und wird durch den TRanspirationssog bis zu den Blattspitzen transportiert

Treibende KRaft zwischen Boden und Wurzel ist das Wasserpotentialgefälle

Card 25

Question

Welche Faktoren beeinflussen den Wasserhaushalt der Pflanze?

Answer

Im Boden:

-Bodenwasservorrat

-Matrixpotential

-Osmotische Potential der Bodenlösung

 

In Pflanze:

- Osmotisches Potential

- Transpiration

- Nährstoffversorgung (Glukose und K als Osmotika der Stomataregulation)

- Genetische Anpassung

 

Im Bestand:

- Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe

- Mikroklima

Card 26

Question

Welche Assimilationstypen gibt es?

Answer

• Investitionstypus

– Großes fotosynthetisches Leistungsvermögen durch großen Blattapparat (min. 50% der Biomasse)

– Vegetative Phase primär Ausbildung der Blätter, um Produktionspotential zu erhöhen

– Nach Blüte Assimilate überwiegend in reproduktive Organe

– Nutzen kurzen Vegetationszeitraum zum Wachsen, Blühen und Fruchten

– hohes Ertragspotential unter günstigen Bedingungen, stärkere Ertragsminderungen bei ungünstigen Bedingungen

 

• Konservativer Haushaltstypus

– In Jugend ähnlich wie Investitionstypus, vor Blüte wird jedoch ein Stoffdepot angelegt

– Gegen Ende der ersten Vegetationsperiode werden Assimilatüberschüsse in Speicherorganen (Wurzel- oder Sprossverdickung) eingelagert

– Blüte erst im Folgejahr nach schnellem Austrieb im Frühjahr

– Vorteil bei sehr früher Blüte oder kurzen Vegetationsperioden (Hochgebirge, Steppe)

– Langsameres Wachstum, dafür toleranter gegen ungünstige Bedingungen (Trockenheit, Kälte etc.)

 

• Akkumulationstypus

– Auf lange Lebensdauer eingestellt – Assimilate werden primär zur Ausbildung von Stütz- und Transportgewebe verwendet, Blattmasse mach bei jungen Bäumen bis 50% der Biomasse aus, bei ausgewachsenen Bäumen 1-5%

– Daher langsame Wachstumsraten, aber Vorteil bei langen Produktionsperioden

– Aber anfälliger gegenüber Veränderungen im Lebensraum

Card 27

Question

Nennen Sie Photoperiodisch induzierte Entwicklungsprozesse

Answer

• Induktion der Samenkeimung

• Streckungswachstum

• Sukkulenz • Bestockung

• Ausbildung von Speicherorganen

• Blühen • Vegetative Fortpflanzung

• Herbstlaubfall

Knospenaustrieb

Card 28

Question

Welche Phytohormone kennen Sie und an welchen Prozessen sind diese beteiligt?

Answer

1. Auxin

• Wachstumsprozesse

– Streckungswachstum fördernd (bei sehr hohen Konzentrationen hemmend!)

– Zellteilung

– Apikaldominanz

– Bildung von Adventiv- und Seitenwurzeln und Wurzelhaaren

 

2. Gibberelin

• Wachstumsprozesse

– Streckungswachstum

– Zellteilung

• Samenkeimung

• Keimlingsentwicklung (Hydrolyse der Stärke im Samen)

• Blütenbildung (Sporengenese), Geschlechtsausprägung

 

3. Etyhlen

• Blattfall

• Fruchtreifung

• Hemmung der Blütenbildung

• Hemmung des Auxintransports und der Synthese

• Triple response:

– Wurzeln die mit Ethylen begast werden zeigen gehemmtes Wachstum, verstärktes Dickenwachstum und Deaktivierung des Gravitropismus (vermutlich um Hindernisse zu überwinden)

 

4. Abscorbinsäure

• Blatt- und Fruchtfall indirekt über Induktion der Ethylenbildung

• Einleitung von Ruhezuständen (Samen und Knospen)

• Stresshormon

– Reduziertes Sprosswachstum, verstärktes Wurzelwachstum

– Schließen der Stomata

– Kälte- und Frostresistenz

 

5. Cytokinine

• Förderung der Zellteilung

• Streckungswachstum der Blätter

• Steigerung des Stoffwechsels

• Synthese von Chlorophyll und Calvin-Zyklus-Enzyme

• Hemmung der Seneszenz

• Auswachsen von Seitenknospen („Hexenbesen“)

– Gegenspieler Auxin

Card 29

Question

Vor welche physiologischen herausforderungen wird die Pflanze bei kombiniertem Hitze und Trockenstress gestellt?

Answer

- negativeres Wasserpotential im Boden hemmt wasseraufnahme

- drohender Wasserverlust führt zu Stomataschluss

- EnzymatischeDenaturierung

- Photorespiration verstärkt sich

- Absenkung des Tugordrucks verminderte Membranelastizität

- Pathogene haben es leichter in die Pflanze einzudringen

- Photosyntheseleistung bricht ein

- Wachstums und Nährstoffkreisläufe können wg. fehlendem Wasserpotential nicht aufrecht erhalten werden

-hält die Situation länger an führt das je nach PFlanze ur Seneszenz

- Schädigung des Photosyntheseapparats

- Destabilisierung von RNA und DNA dadurch Störung der Transkription und Translation

Card 30

Question

Was sind ROS, wie werden diese gebildet und welche Abwehrmechanismen haben Pflanzen entwickelt?

Answer

ROS sind Reaktive Sauerstoffradikale welche ine starke Elektronennegativität haben und sehr reaktiv sind. Sie entstehen in sämtlichen Sauerstoffbezogenen Prozessen und verursachen oxidative Schäden an Zellen. Sie stehlen Elektronen von Molekülen und wirken dadurch als Zellgift.

 

Abwehrmechanismen:

ROS/Redoxsensoren erkennen ROS und über Ethylen und Abscisinsäure wird eine Signalkette aktiviert an deren Ende ROS durch Antioxidantien (Vitamine und Enzyme) abgebaut werden und metabolische Anpassung (Reduktion der Photosynthese), Peroxisom baut Wasserstoffperoxid ab

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