Stereotype/Vorurteile: Beurteiler will seine Vorurteile nicht in Frage stellen
Andorra-Effekt: sich bestätigende Prophezeiungen
Card 4
Question
4) Welche Führungsstile kennen Sie? (2) Erklären Sie die Unterschiede.
Answer
autoritärer Führungsstil
Über- und Unterordnung
Mitarbeiter sind „Untergebene“, Befehlsempfänger
autoritär, funktioniert nach Befehl und Gehorsam
braucht Statussymbole
kooperativer Führungsstil
gleiche Ebene / Augenhöhe
ist selber Mitarbeiter
Absprache über Abläufe
besitzt natürliche Autorität
Übertragung von Verantwortung
besitzt Kompetenz
ist visionär, hat Ideen
Card 5
Question
5) Was ist ein Beurteilungsgespräch und wie führen Sie es mit verängstigten Azubis?
Answer
Ein Beurteilungsgespräch
gibt dem Auszubildenden Rückmeldung über seinen Ausbildungsstand und sein Verhalten
soll Motivierung zu weiteren Lern- und Arbeitsleistungen sein
dient der Absprache von Fördermaßnahmen zur Optimierung der Lern- und Arbeitsleistung
soll Verhältnis zwischen Ausbilder und Azubi verbessern.
Gespräch vorbereiten: (Unterlagen vorhanden, mitausbildende Fachkräfte sind gehört worden)
Angenehme Gesprächsatmosphäre (Raum möglichst ohne Störung, kein Zeitdruck, Einstieg über allgemeine Themen, z. B. Hobby oder Familie)
Beobachtungen darstellen, zunächst positive Ergebnisse hervorheben, verbesserungswürdige Bereiche ohne Wertung ansprechen, dem Beurteilten Gelegenheit geben, seine Sicht darzustellen
Gemeinsam Ursachen herausarbeiten, Zielvereinbarungen treffen, ggf. Änderungen der Ausbildungsorganisation vornehmen
Gespräch positiv beenden, zur Leistungssteigerung motivieren (Aufstiegschancen, Übernahme nach Ausbildung, Teilnahme an Seminaren usw.)
Card 6
Question
6) Beobachtung, Beurteilung, Bewertung des Azubi - Warum?
Answer
Um dem Azubi eine Rückmeldung über sein Verhalten und seine Leistung zu geben
Um festzustellen, ob es sinnvoll ist, den Azubi über die Probezeit hinaus zu beschäftigen
Um über die Lehrzeit verteilt feststellen zu können, wer übernommen werden soll
Beobachtung: Möglichst wertneutrales Registrieren von Vorgängen und Verhaltensweisen
Beurteilung: Möglichst objektive Beschreibung des Gesehenen
Bewertung: Einordnung der Beurteilung in eine Werteskala
Card 7
Question
7) Ab wann gilt ein Ausbildungsverhältnis als begründet und wer muss den Vertrag unterzeichnen, damit dieser gilt?
Answer
gilt begründet bereits mit mündlicher Vereinbarung
der wesentliche Inhalt ist unverzüglich, spätestens vor Beginn der Ausbildung schriftlich niederzulegen
muss unterzeichnet werden von den Vertragspartnern, d. h. Azubi und Ausbildendem (Betrieb). Bei nicht volljährigen Azubis (U18) müssen ausserdem die gesetzlichen Vertreter unterschreiben.
Card 8
Question
8) Was muss gleichzeitig mit Einreichung des Ausbildungsvertrags gestellt werden und was muss dabei angegeben werden?
Answer
Antrag auf Eintragung des Azubis in das Verzeichnis der Auszubildenden (Lehrlingsrolle)
Name des bestellten Ausbilders
gegebenenfalls die schulische und berufliche Vorbildung
Card 9
Question
9) Was bedeutet Lernen?
Answer
Das Aufnehmen neuer Informationen, wenn es zu einer dauerhaften Verhaltensänderung führt und bei Bedarf abrufbar ist.
Card 10
Question
10) Was soll durch eine Abschlussprüfung festgestellt werden?
Answer
Ob der Azubi die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzt, um diesen Beruf auszuführen
Ob der Azubi die theoretischen Kenntnisse der Berufsschule besitzt
Card 11
Question
11) Nennen Sie die nichtigen Vereinbarungen laut BBiG. (5)
Answer
Nichtig ist eine Vereinbarung über
die Verpflichtung Auszubildender, für die Berufsausbildung eine Entschädigung zu zahlen
Vertragsstrafen
den Ausschluss oder die Beschränkung von Schadensersatzansprüchen
die Festsetzung der Höhe eines Schadensersatzes in Pauschbeträgen
die Beschränkung der Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung
Card 12
Question
12) Nennen und erläutern Sie mindestens 5 Pflichten des Auszubildenden.
Answer
Lernpflicht
Sorgfaltspflicht
Geheimhaltungspflicht
Gehorsamspflicht
Pflicht zum Führen eines Berichtshefts
Pflicht zum Besuchen der Berufsschule -> berufliche Handlungsfähigkeit erwerben
Card 13
Question
13) Was bedeutet Verbundausbildung?
Answer
Der Zusammenschluss mehrerer natürlicher oder juristischer Personen zum Zwecke der Vervollständigung des Ausbildungsangebots.
Card 14
Question
14) Nennen Sie 2 Nachteile der 4-Stufen-Methode.
Answer
Der Azubi muss einen vorgegebenen Weg zur Lösung der Aufgabe gehen. Er macht sich keine eigenen Gedanken zur Ausführung der Aufgabe, kann so keinen alternativen Lösungsweg entwickeln.
Der Azubi kann im Laufe der Ausführung der Abfolge von Arbeitsschritten steckenbleiben, weil er sich nicht alle Arbeitsschritte merken konnte.
Card 15
Question
15) Ihr Azubi hat die GP1 (Gesellenprüfung 1 = Zwischenprüfung) mit 5 abgeschlossen.
Kann er zur GP2 (Abschlussprüfung = eigentliche Gesellenprüfung) zugelassen werden? (Mit Begründung)
Answer
Ja, denn bei der GP1 muss er nur die Teilnahme nachweisen, um zur GP2 zugelassen zu werden.
Card 16
Question
16) Wer ist fachlich geeignet, auszubilden?
Answer
Meister
Techniker mit ADA
Ingenieure mit ADA
Abgeschl. Ausbildung mit ADA
Altgesellen mit ADA
Witwenprivileg (1 Jahr) mit ADA
Card 17
Question
17) Was sind die Mindestinhalte des Ausbildungsvertrages? (9)
Answer
Art, Ziel, sachliche Gliederung der Ausbildung
Beginn und Dauer der Ausbildung
Dauer der Probezeit
Vergütung
Dauer des Urlaubs
außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen
regelmäßige tägliche Arbeitszeit
Kündigungsvoraussetzungen
allgemein gehaltener Hinweis auf bestehende Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen
Card 18
Question
18) Wie lange dauert die Probezeit?
Answer
Mindestens einen Monat, höchstens vier Monate. (Wird die Probezeit um mehr als ein Drittel durch Krankheit unterbrochen, kann die Probezeit um die Dauer der Unterbrechung verlängert werden.)
Card 19
Question
19) Wie gestalten Sie die Probezeit?
Answer
Zeit mit berufstypischen Aufgaben füllen, um berufsspezifische Eignung zu überprüfen
Arbeitsweisen und Arbeitstechniken beobachten
regelmäßige Feedbackgespräche
Card 20
Question
20) Sie haben einen Azubi eingestellt. Wie gestalten Sie den ersten Tag der Ausbildung?
Answer
Erster Eindruck ist sehr wichtig. Azubi hat Hoffnungen und Ängste, sollte angenehmen ersten Tag erleben, positive Eindrücke mitnehmen. Daher:
nichts dem Zufall überlassen.
Konkret zum ersten Tag einladen, mit genauer Bezeichnung des Ortes und der Zeit, an dem er erwartet wird. Möglichkeit zur Rückfrage bieten.
Die anderen Mitarbeiter vorher über den neuen Azubi informieren.
Azubi anderen Mitarbeitern vorstellen, Rundgang durch Betrieb machen, einzelne Abteilungen und Bereiche erklären. (• Wohin als nächstes? • Wer ist wofür zuständig? • Wo sind Kantine oder Pausenraum, Umkleideräume und Sanitäreinrichtungen? • Darf Firmengelände verlassen werden? • Gibt es Parkordnung?
Neulinge sind besonders unfallgefährdet. Daher evtl. den Sicherheitsbeauftragten den Azubi über besondere Gefahren am Arbeitsplatz aufklären lassen.
Organisatorische Dinge klären, die Azubi im Moment beschäftigen: Anmeldung bei Berufsschule, Berufsschulzeiten, Lohnsteuerkarte, Sozialversicherungsausweis, ärztliche Bescheinigung, Führen des Berichtshefts
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