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48e1-100

Discover 48e1-100: 144 flashcards with questions and answers.

Subject
Economy / Others
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

1) Wer darf ausbilden?

Answer

Auszubildene darf nur ausbilden, wer persönlich und fachlich geeignet ist. (Berufsbildungsgesetz)

Fachlich geeignet ist, wer erforderliche berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse besitzt.

Durch Erwerb des ADA Scheins (Prüfung nach AusbilderEignungsVerOrdnung) können Ausbilder berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nachzuweisen.

Card 2

Question

2) Nennen Sie mindestens 8 Eigenschaften eines guten Ausbilders.

Answer

Ein guter Ausbilder hat

  • Fachkompetenz
  • Geduld
  • Verständnis
  • Menschenkenntnis
  • Interesse
  • Zeit
  • Respekt

Ein guter Ausbilder kann

  • erklären
  • kommunizieren
  • loben
  • menschliche Probleme lösen

Ein guter Ausbilder ist

  • Vorbild
  • konsequent
  • motivierend

Card 3

Question

3) Was sind typische Beurteilungsfehler? (9)

Answer

Überstrahlungsfehler (Halo-Effekt): Ein bestimmtes Merkmal überstrahlt alle anderen

Zentraltendenz/Tendenz zur Mitte: Alle werden mittelmäßig beurteilt

Mildefehler: viele werden zu gut beurteilt

Strengefehler: viele werden zu schlecht beurteilt

Kontrastfehler: Ausbilder macht sich zum Maß aller Dinge

Korrekturfehler: Orientierung an früheren Beurteilungen

Logikfehler: Beurteilungen lassen keinen schlussfolgernden Zusammenhang erkennen

Stereotype/Vorurteile: Beurteiler will seine Vorurteile nicht in Frage stellen

Andorra-Effekt: sich bestätigende Prophezeiungen

Card 4

Question

4) Welche Führungsstile kennen Sie? (2) Erklären Sie die Unterschiede.

Answer

autoritärer Führungsstil

  • Über- und Unterordnung
  • Mitarbeiter sind „Untergebene“, Befehlsempfänger
  • autoritär, funktioniert nach Befehl und Gehorsam
  • braucht Statussymbole

kooperativer Führungsstil

  • gleiche Ebene / Augenhöhe
  • ist selber Mitarbeiter
  • Absprache über Abläufe
  • besitzt natürliche Autorität
  • Übertragung von Verantwortung
  • besitzt Kompetenz
  • ist visionär, hat Ideen

Card 5

Question

5) Was ist ein Beurteilungsgespräch und wie führen Sie es mit verängstigten Azubis?

Answer

Ein Beurteilungsgespräch

gibt dem Auszubildenden Rückmeldung über seinen Ausbildungsstand und sein Verhalten

soll Motivierung zu weiteren Lern- und Arbeitsleistungen sein

dient der Absprache von Fördermaßnahmen zur Optimierung der Lern- und Arbeitsleistung

soll Verhältnis zwischen Ausbilder und Azubi verbessern.

  • Gespräch vorbereiten: (Unterlagen vorhanden, mitausbildende Fachkräfte sind gehört worden)
  • Angenehme Gesprächsatmosphäre (Raum möglichst ohne Störung, kein Zeitdruck, Einstieg über allgemeine Themen, z. B. Hobby oder Familie)
  • Beobachtungen darstellen, zunächst positive Ergebnisse hervorheben, verbesserungswürdige Bereiche ohne Wertung ansprechen, dem Beurteilten Gelegenheit geben, seine Sicht darzustellen
  • Gemeinsam Ursachen herausarbeiten, Zielvereinbarungen treffen, ggf. Änderungen der Ausbildungsorganisation vornehmen
  • Gespräch positiv beenden, zur Leistungssteigerung motivieren (Aufstiegschancen, Übernahme nach Ausbildung, Teilnahme an Seminaren usw.)

Card 6

Question

6) Beobachtung, Beurteilung, Bewertung des Azubi - Warum?

Answer

Um dem Azubi eine Rückmeldung über sein Verhalten und seine Leistung zu geben

Um festzustellen, ob es sinnvoll ist, den Azubi über die Probezeit hinaus zu beschäftigen

Um über die Lehrzeit verteilt feststellen zu können, wer übernommen werden soll

  • Beobachtung: Möglichst wertneutrales Registrieren von Vorgängen und Verhaltensweisen
  • Beurteilung: Möglichst objektive Beschreibung des Gesehenen
  • Bewertung: Einordnung der Beurteilung in eine Werteskala

Card 7

Question

7) Ab wann gilt ein Ausbildungsverhältnis als begründet und wer muss den Vertrag unterzeichnen, damit dieser gilt?

Answer

  • gilt begründet bereits mit mündlicher Vereinbarung
  • der wesentliche Inhalt ist unverzüglich, spätestens vor Beginn der Ausbildung schriftlich niederzulegen
  • muss unterzeichnet werden von den Vertragspartnern, d. h. Azubi und Ausbildendem (Betrieb). Bei nicht volljährigen Azubis (U18) müssen ausserdem die gesetzlichen Vertreter unterschreiben.

Card 8

Question

8) Was muss gleichzeitig mit Einreichung des Ausbildungsvertrags gestellt werden und was muss dabei angegeben werden?

Answer

  • Antrag auf Eintragung des Azubis in das Verzeichnis der Auszubildenden (Lehrlingsrolle)
  • Name des bestellten Ausbilders
  • gegebenenfalls die schulische und berufliche Vorbildung

Card 9

Question

9) Was bedeutet Lernen?

Answer

Das Aufnehmen neuer Informationen, wenn es zu einer dauerhaften Verhaltensänderung führt und bei Bedarf abrufbar ist.

Card 10

Question

10) Was soll durch eine Abschlussprüfung festgestellt werden?

Answer

  • Ob der Azubi die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzt, um diesen Beruf auszuführen
  • Ob der Azubi die theoretischen Kenntnisse der Berufsschule besitzt

Card 11

Question

11) Nennen Sie die nichtigen Vereinbarungen laut BBiG. (5)

Answer

Nichtig ist eine Vereinbarung über

  1. die Verpflichtung Auszubildender, für die Berufsausbildung eine Entschädigung zu zahlen
  2. Vertragsstrafen
  3. den Ausschluss oder die Beschränkung von Schadensersatzansprüchen
  4. die Festsetzung der Höhe eines Schadensersatzes in Pauschbeträgen
  5. die Beschränkung der Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung

Card 12

Question

12) Nennen und erläutern Sie mindestens 5 Pflichten des Auszubildenden.

Answer

  • Lernpflicht
  • Sorgfaltspflicht
  • Geheimhaltungspflicht
  • Gehorsamspflicht
  • Pflicht zum Führen eines Berichtshefts
  • Pflicht zum Besuchen der Berufsschule -> berufliche Handlungsfähigkeit erwerben

Card 13

Question

13) Was bedeutet Verbundausbildung?

Answer

Der Zusammenschluss mehrerer natürlicher oder juristischer Personen zum Zwecke der Vervollständigung des Ausbildungsangebots.

Card 14

Question

14) Nennen Sie 2 Nachteile der 4-Stufen-Methode.

Answer

  1. Der Azubi muss einen vorgegebenen Weg zur Lösung der Aufgabe gehen. Er macht sich keine eigenen Gedanken zur Ausführung der Aufgabe, kann so keinen alternativen Lösungsweg entwickeln.
  2. Der Azubi kann im Laufe der Ausführung der Abfolge von Arbeitsschritten steckenbleiben, weil er sich nicht alle Arbeitsschritte merken konnte.

Card 15

Question

15) Ihr Azubi hat die GP1 (Gesellenprüfung 1 = Zwischenprüfung) mit 5 abgeschlossen.

Kann er zur GP2 (Abschlussprüfung = eigentliche Gesellenprüfung) zugelassen werden? (Mit Begründung)

Answer

Ja, denn bei der GP1 muss er nur die Teilnahme nachweisen, um zur GP2 zugelassen zu werden.

Card 16

Question

16) Wer ist fachlich geeignet, auszubilden?

Answer

  • Meister
  • Techniker mit ADA
  • Ingenieure mit ADA
  • Abgeschl. Ausbildung mit ADA
  • Altgesellen mit ADA
  • Witwenprivileg (1 Jahr) mit ADA

Card 17

Question

17) Was sind die Mindestinhalte des Ausbildungsvertrages? (9)

Answer

  • Art, Ziel, sachliche Gliederung der Ausbildung
  • Beginn und Dauer der Ausbildung
  • Dauer der Probezeit
  • Vergütung
  • Dauer des Urlaubs
  • außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen
  • regelmäßige tägliche Arbeitszeit
  • Kündigungsvoraussetzungen
  • allgemein gehaltener Hinweis auf bestehende Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen

Card 18

Question

18) Wie lange dauert die Probezeit?

Answer

Mindestens einen Monat, höchstens vier Monate. (Wird die Probezeit um mehr als ein Drittel durch Krankheit unterbrochen, kann die Probezeit um die Dauer der Unterbrechung verlängert werden.)

Card 19

Question

19) Wie gestalten Sie die Probezeit?

Answer

  • Zeit mit berufstypischen Aufgaben füllen, um berufsspezifische Eignung zu überprüfen
  • Arbeitsweisen und Arbeitstechniken beobachten
  • regelmäßige Feedbackgespräche

Card 20

Question

20) Sie haben einen Azubi eingestellt. Wie gestalten Sie den ersten Tag der Ausbildung?

Answer

Erster Eindruck ist sehr wichtig. Azubi hat Hoffnungen und Ängste, sollte angenehmen ersten Tag erleben, positive Eindrücke mitnehmen. Daher:

  • nichts dem Zufall überlassen.
  • Konkret zum ersten Tag einladen, mit genauer Bezeichnung des Ortes und der Zeit, an dem er erwartet wird. Möglichkeit zur Rückfrage bieten.
  • Die anderen Mitarbeiter vorher über den neuen Azubi informieren.
  • Azubi anderen Mitarbeitern vorstellen, Rundgang durch Betrieb machen, einzelne Abteilungen und Bereiche erklären. (• Wohin als nächstes? • Wer ist wofür zuständig? • Wo sind Kantine oder Pausenraum, Umkleideräume und Sanitäreinrichtungen? • Darf Firmengelände verlassen werden? • Gibt es Parkordnung?
  • Neulinge sind besonders unfallgefährdet. Daher evtl. den Sicherheitsbeauftragten den Azubi über besondere Gefahren am Arbeitsplatz aufklären lassen.
  • Organisatorische Dinge klären, die Azubi im Moment beschäftigen: Anmeldung bei Berufsschule, Berufsschulzeiten, Lohnsteuerkarte, Sozialversicherungsausweis, ärztliche Bescheinigung, Führen des Berichtshefts

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