Kurzsichtigkeit/Myopie: Kurzsichtige sehen in die Nähe gut und in die Weite schlecht. Der Augapfel ist zu lang und das scharfe Bild ferner Objekte liegt vor der Netzhautebene. Mit einer Zerstreuungslinse (Brille mit negativer Dioptrien) wird das Bild auf die Netzhaut verlegt.
Card 23
Question
Weitsichtigkeit
Answer
Weitsichtigkeit/Hyperopie: Weitsichtige sehen in die Ferne gut und in die Nähe schlecht. Der Augapfel ist zu kurz und das scharfe Bild naher Objekte liegt hinter der Netzhautebene. Mit einer Sammellinse (Brille mit positiver Dioptrien) wird das Bild auf die Netzhaut verlegt.
Card 24
Question
Altersweitsichtigkeit
Answer
Altersweitsichtigkeit/Presbyopie: Eigenelastizität der Augenlinse nimmt mit dem Alter ab und die Fähigkeit zur Akkommodation vermindert sich. Gegenstände können in der Nähe nicht mehr scharf abgebildet werden, das scharfe Bild naher Objekte liegt hinter der Netzhautebene (Augapfel ist nicht verkleinert!)
Card 25
Question
Hornhautverkrümmung
Answer
Hornhautverkrümmung/Astigmatismus: Man sieht unscharf in die Ferne und Nähe. Es wird ein verzerrtes Bild gesehen, weil die Hornhaut nicht ganz rund geformt ist.
Card 26
Question
Grauer Star
Answer
Katarakt = Grauer Star:
Eine der häufigsten Augenkrankheiten
Linsentrübung (durch Veränderung der Linsenflüssigkeit und Proteinablagerungen) => Bild auf der Netzhaut wird nicht scharf
Pupille wirkt nicht mehr schwarz, sondern grau
Häufig im Alter, ab 60 Jahren
Behandlung: Operation; trübe Linse wird aus dem Auge entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt = Linsenimplantat => Medizintechnik
Card 27
Question
Netzhaut Aufbau und Funktion
Answer
Retina/Netzhaut: Pigmentepithel und drei Schichten mit Sinnes- und Nervenzellen
Pigmentepithel: verhindert Reflexionen und versorgt Sinneszellen
- Zapfen (7 Millionen): nehmen Farbunterschiede wahr (=> Farbsehen, Tagsehen), ermöglichen eine hohe Bildauflösung (=> scharfes Sehen), sind nicht sehr lichtempfindlich, hauptsächlich am gelben Fleck
- Stäbchen (120 Millionen): sehen nur schwarz/weiss/Grautöne, unscharfes Sehen, sehr lichtempfindlich (=> Sehen in Dämmerung), dünner wie Zapfen, am Netzhautrand gibt es nur Stäbchen
- Rhodopsin (Sehpurpur) / Iodopsin: Sehpigment der Stäbchen / Zapfen
Mittlere Netzhautschicht: Nervenzellen, dienen als Schaltzellen (verschalten die Sinneszellen mit den wegführenden Nervenzellen)
Innerste Netzhautschicht: Zellkörper und Axone der wegführenden Nervenzellen, bündeln sich im blinden Fleck zum Sehnerv
Card 28
Question
Netzhaut Graphisch
Answer
Card 29
Question
Sehvorgang in Sinneszellen
Answer
Sehvorgang
Bei Belichtung wandelt sich das lichtempfindliche Rhodopsin zu Metharhodopsin um => Veränderung der Ionenverteilung an der Membran => Änderung des Membranpotenzials => Aktionspotenzial (wenn Membranpotenzial gross genug ist); ähnlicher Vorgang bei Iodopsin
Diese chemischen Reaktionen führen zu einem Aktionspotential in der angrenzenden Nervenzelle. Über den Sehnerv werden die durch das Auge aufgenommenen Informationen an das Gehirn weitergeleitet, wo sie in Bilder umgewandelt werden.
Rhodopsinmenge sinkt bei starker Belichtung und steigt im Dunkeln wieder => langsame Adaption der Sinneszellen durch Veränderung der Rhodopsinmenge (aufgrund von Änderung der Lichtempfindlichkeit <=> bei der schnellen Adaption wird der Lichteinfall ins Auge verändert durch Verändern der Pupillenweite)
Sehpigmente (Iodopsin) in den Zapfen brauchen deutlich mehr Energie (Licht) um erregt zu werden, als das Rhodopsin in den Stäbchen => funktionieren nur am Tag (Zapfen haben weniger Sehpigmente wie Stäbchen)
Ab einer gewissen Lichtintensität stellen die Stäbchen ihre Arbeit ein => arbeiten bei wenig Licht, dies ist möglich dank ihrer hoher Lichtempfindlichkeit
Die in der Netzhaut von den Fotorezeptoren aufgenommene Lichtenergie, bewirkt einen chemischen Prozess, der das optische Signal in einen elektrischen Nervenimpuls umwandelt und ins Gehirn weiterleitet via Sehnerv.
Card 30
Question
Sehpigment erklären
Answer
Sehpigment = Rhodopsin / Iodopsin
• Aus Retinal-Molekül, dies ist der lichtempfindliche Bestandteil des Sehpigmentes, gebunden an Opsin (ein Eiweiss)
- Opsin ist in Stäbchen und Zapfen verschieden, Retinal gleich
- Retinal wird aus Vitamin-A und dieses aus Beta-Carotin hergestellt => Beeinträchtigung des Sehvermögens durch Vitamin-A Mangel
Card 31
Question
Farbsehen
Answer
Damit Sehempfindungen entstehen können, müssen Lichtstrahlen, die auf die Netzhaut eintreffen, in Nervenimpulse übersetzt werden. Ein erster Schritt ist die Absorption von Photonen durch das Sehpigment (Retinal).
Weisses Licht setzt sich aus Licht mit unterschiedlichen Wellenlängen zusammen
Auge ist empfindlich für Licht mit Wellenlängen zwischen 400-700nm (Absorptionsmaximum der Stäbchen bei 500nm)
Licht einer bestimmten Wellenlänge hat eine bestimmte Farbe)
Card 32
Question
Zapfen die Farbsehen ermöglichen
Answer
Dass wir Farben wahrnehmen können, ermöglichen uns drei verschiedene Typen von Zapfen
Rot-Zapfen: empfindlich für langwelliges (rotes und gelbes) Licht (Absorptionsmaximum bei 565nm)
Grün-Zapfen: empfindlich für grünes Licht (Absorptionsmaximum bei 535nm)
Blau Zapfen: empfindlich für kurzwelliges (blaue-violettes) Licht (Absorptionsmaximum bei 420nm)
Die Farbeindrücke werden durch das Verhältnis der Erregungsstärken der drei Zapfentypen kodiert, das breite Spektrum der Farben ensteht im Gehirn.
Card 33
Question
Retinitis Pigmentosa (RP)
Answer
Genetisch bedingte Erkrankung der Netzhaut (Vererbung oder spontane Mutation)
Es kommt zu einem allmählichen Absterben der lichtempfindlichen Sehzellen im Auge
Wird oft erst im Erwachsenenalter erkannt
Erstes Anzeichen einer RP ist Nachtblindheit
Im Verlauf der Erkrankung wird das Gesichtsfeld immer kleiner, es entsteht ein sogenannter Röhren/Tunnelblick
Risiko: Vorschreiten der Krankheit bis zum Erblinden
Card 34
Question
Retinaimplantate
Answer
Mikrochip ersetzt Fotorezeptoren und stimuliert die Netzhaut indem das aufgenommene Licht in elektrische Impulse umgewandelt wird und die Impulse an den Sehnerv weiterleitet werden
Nur für Patienten, bei denen der Sehnerv (Teil, der Informationen vom Auge zum Gehirn überträgt) noch intakt ist
Sehvermögen: grobe Umrisse, Bewegungen, Hell-Dunkel (Farbsehen ist nicht möglich!)
Card 35
Question
Answer
1: Augenbraue
2: Tränendrüse
3: Augenlid
4: Tränensack
5: Tränenkanälchen
8: Tränen-Nasen-Gang
11: Wimpern
6: Oberlid
7: Bindehaut
9: Unterlid
10: Fettpolster
12: Augenmuskeln (4 gerade, 2 schräge)
Augenlider: schützen Auge, verteilen Tränenflüssigkeit, wischen Staub weg
Tränendrüsen: befeuchten, reinigen, schützen gegen Infektionen
Bindehaut: verhindert das Eindringen von Fremdkörpern hinter das Auge
Augenmuskeln: bewegen die Auge
Card 36
Question
Räumliches Sehen erklären
Answer
Gesichtsfelder der beiden Augen überlappen sich
In den Sehbahnen ziehen Nervenfasern von jedem Auge über das Zwischenhirn (Thalamus) zu den beiden Grosshirnhälften
Nervenfasern von den inneren Hälften (2) kreuzen zur gegenüberliegenden Hälfte
Rechtes Grosshirn sieht den linken, linkes Grosshirn den rechten Sehbereich
Informationen (Bilder) aus beiden Augen werden im Gehirn zusammengeführt
Diese Leistung ist nicht nur für das räumliche Sehen notwendig, sondern auch für die Entfernungswahrnehmung
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