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Betontechnik: Vergussmörtel

Discover Betontechnik: Vergussmörtel: 22 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Technology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Welches ist das aktuelle Regelwerk für Vergussbeton?

Answer

DAfStb-Richtlinie: "Herstellung und Verwendung von zementgebundenem Vergussbeton und Vergussmörtel"

Card 2

Question

Welches sind die Anwendungsbereiche für Vergussbeton/-mörtel?

Answer

Hochfließfähige Mörtel oder Betone in dünnen Schichten für folgende Anwendungen:

  • Ausfüllen von Fugen
  • Einbetonieren von Stützen in Köcherfundamente
  • Als Betonersatz im Sinne der DAfStb-Richtlinie für Schutz- und Instandsetzung von Betonbauteilen lediglich für:
    • das Unter- bzw. Vergießen von Bauteilen
    • Vergießen kleinformatiger Fehlstellen, Spalten und Hohlräume

Card 3

Question

Welche Eigenschaften muss ein Vergussbeton/-mörtel haben?

Answer

  • Mindestfestigkeitsklasse: C50/60
  • Die maximale Schichtdicke sollte i. d. R. das 25-fache des Größtkorns nicht überschreiten.

Card 4

Question

Wofür gilt die DAfStb-Richtlinie: "Herstellung und Verwendung von zementgebundenem Vergussbeton und Vergussmörtel" nicht?

Answer

  • die Herstellung von Tragwerken oder großformatigen Bauteilen
  • Zusammensetzungen mit leichter, schwerer oder rezyklierter Gesteinskörnung
  • die Festlegung als Standardbeton
  • das Verankern von Bauteilen, z.B. Ankerplatten oder Schubknaggen
  • das nachträgliche Einmörteln von Bewehrungsstäben
  • die Expositionsklassen XM (meist kleines Größtkorn, hoher „weicher“ Mehlkorngehalt)
  • die Expositionsklasse XF4 (Herstellung mit künstlich eingebrachten Luftporenbeton zu geringere Erfahrungen)

(zusätzliche Eignungsnachweise)

Card 5

Question

Was sind die wesentlichen Merkmale eines Vergussbetons/-mörtels?

Answer

  • Gemisch aus Zement, trockener Gesteinskörnung, ggf. pulverförmigen Betonzusätzen (werksmäßig hergestellter Trockenmörtel/ -beton)
    • Alle Ausgangsstoffe müssen genormt oder bauaufsichtlich zugelassen sein
  • Die eigentliche Herstellung des Frischbetons erfolgt erst auf der Baustelle.
  • Unterscheidung zwischen Vergussmörtel und Vergussbeton:
    • Vergussmörtel mit einem Größtkorn ≤ 4 mm
    • Vergussbeton mit einem Größtkorn > 4 mm

Vergussbeton bzw. -mörtel unterscheiden sich von herkömmlichem Beton und Mörtel nach DIN EN 206 – 1 und DIN 1045 -2 durch:

  • weichere und fließfähigere Konsistenz
  • üblicherweise höhere Zement- und Mehlkorngehalte

Card 6

Question

Nenne die Einsatzgebiete von Vergussbeton/-mörtel.

Answer

  • Ausfüllen von Fugen / Köcherfundamenten
    • Fertigteilanschlüsse
    • Kanalsanierung
    • Köcherfundament
  • Untergießen von Schienen, Brückelagern etc.
    • Schienensystem
    • Stützenfuß
    • Brückenlager
    • Maschinenfundamenten

Card 7

Question

Was ist laut der DAfStb-Richtlinie "Herstellung und Verwendung von zementgebundenem Vergussbeton und Vergussmörtel" alles zu prüfen?

Answer

  • Frischbeton und Frischmörtel
    • Verarbeitungszeit
    • Konsistenz (Klasseneinteilung)
    • Entmischen
  • Festbeton und Festmörtel
    • Frühfestigkeit (Klasseneinteilung)
    • Druckfestigkeit (Klasseneinteilung)
    • Sedimentation
    • Quellen
    • Schwinden (Klasseneinteilung)

Card 8

Question

Womit wird die Frischbetonkonsistenz geprüft?

Answer

Über das Ausfließmaß anhand einer Prüfung mit dem Ausbreittisch.

  • Klasse a1-a3
  • Gemäß DIN EN 12350-5
  • Einfüllvolumen nur 3,0 Liter (voll - 4,3 Liter bei Normalbeton)
  • Kein Anheben des Tisches (15-faches Anheben bei Normalbeton

Über das Fließmaß anhand einer Prüfung mit der Fließrinne

  • Klasse f1-f3
  • nach DBV-Merkblatt
  • Einfüllvolumen nur 1,0 Liter
  • Fließmaß i.d.R. nach 30 Sek

Card 9

Question

Wie kann die Verarbeitungszeit (Ansteifen) geprüft werden?

Answer

  • Prüfungen für Frischmörtel- und Frischbetonkonsistenzen mit der vom Hersteller angegebenen geringsten Wassermenge
  • Prüfdurchführung 5, 30, 60 und 90 Minuten nach Herstellung
  • Weitere Zeitpunkte falls erforderlich

Card 10

Question

Wie kann das Entmischen geprüft werden?

Answer

  • Visuelle Beurteilung der Frischmörtel- und Frischbetonkonsistenzen mit der vom Hersteller angegebenen höchsten Wassermenge hinsichtlich Bluten, Absondern von Gesteinskörnung
  • Während der Versuchsdurchführung „Ausbreittisch“ und „Fließrinne“

Card 11

Question

Wie wird die Festbetoneigenschaft (Druckfestigkeitsklasse) geprüft?

Answer

Einteilung in Druckfestigkeitsklassen nach DIN EN 206-1 / DIN 1045-2:

  • Prüfung an Würfeln mit einer Kantenlänge von 150 mm (28-Tage)
  • Die Prüfwerte nach 56 und 91 Tagen dürfen nicht geringer sein
  • Verdichtung nur durch Stochern oder Klopfen

Festbetoneigenschaft - Frühfestigkeitsklasse A-C
Einteilung in Frühfestigkeitsklassen durch 24h-Prüfwerte

Card 12

Question

Wie wird die Festmörteleigenschaft (Druckfestigkeitsklasse) geprüft?

Answer

  • Prüfung an Prismen 40 x 40 x 160 mm³ (28-Tage)
  • Die Prüfwerte nach 56 und 91 Tagen dürfen nicht geringer sein
  • Verdichtung nur durch Stochern oder Klopfen
  • Umrechnung der charak. Prismendruckfestigkeit Rc in die charak. Druckfestigkeit von Würfeln fc,cube mit einer Kantenlänge von 150 mm durch:

fc,cube = 0,85 * Rc

Festmörteleigenschaft - Frühfestigkeitsklasse

Einteilung in Frühfestigkeitsklassen durch 24h-Prüfwerte (wie bei Vergussbeton)

Card 13

Question

Wie wird das Schwinden des Festbetons geprüft?

Was sind die Unterschiede zu einem normalen Beton?

Answer

Einteilung der Schwindklassen anhand der Prüfung mit Normzylindern:

  • Gemäß DAfStb-Heft 422
  • Zylinder 150/300 mm
  • Startwert: 24 h
  • Normklima: 20°C / 65 %
  • Messwerte: 1, 7, 28, 56, 91 Tage
  • Einzelwert- und Mittelwertkriterien

 

  • Deutlich höhere Schwindmaße im Vergleich zu "Standardbetonen"
  • Messbegin nach 24h (Anteil an "autonenem" Schwinden zum größten Teil nicht erfasst --> Mindestquellmaß

Card 14

Question

Wie wird das Schwinden des Festmörtels geprüft?

Answer

Einteilung in Schwindklassen anhand Prüfung mit Normprismen:

  • Gemäß DAfStb-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung - Teil 4“
  • Prismen 40 x 40 x 160 mm³
  • Startwert: 24 h
  • Normklima: 20°C / 65 %
  • Messwerte: 1, 7, 28, 56, 91 Tage
  • Einzelwert- und Mittelwertkriterien

Card 15

Question

Wie wird das Quellvermögen von Vergussbeton/- mörtel geprüft?

Answer

minimales Quellmaß von +0,1 % unter allen Anwendungsbedingungen
erforderlich:

  • Versuchsaufbau „Gefäßverfahren“ nach DIN EN 445 (07-1996)
  • Prüfwert nach 24 h
  • Für kraftschlüssigen Verbund der zu vergießenden Bauteile.
  • „Einpresshilfen“ damit in die Richtlinie aufgenommen worden

Card 16

Question

Wie wird die Sedimentationsstabilität von Vergussbetonen/ -mörteln geprüft?

Answer

visuelle Prüfung an aufgeschnittenen Zylinderproben:

  • Zylindrische Probekörper Ø 100 mm; aus Quellversuch oder separater Herstellung
  • Höchstzulässiger Wassergehalt
  • Sägen oder Spalten entlang der Mittelachse
  • Visuelle Beurteilung der Schnittflächen hinsichtlich der Gesteinskörnungsverteilung (gemäß DAfStb-Richtlinie: „Selbstverdichtender Beton“, Anhang N.1.2). --> kein quantitativer Grenzwert
  • Für schwerzugängliche Bereiche eines der wichtigsten Kriterien

Card 17

Question

Welche Regelungen gibt es für die Erstprüfung?

Answer

  • Frischmörtel- und Frischbetonprüfungen (Konsistenz, Verarbeitungszeit, Entmischen)
  • Festmörtel und Festbetonprüfungen (Druckfestigkeit, Frühfestigkeit, Schwinden, Quellen, Sedimentation)
  • Bestimmung des minimalen und maximalen Gehalts an Zugabewasser in Abhängigkeit des Temperaturbereichs
  • Prüfungen daher im Temperaturbereich 5°C, 20°C und 30°C (oder Vorgaben des Herstellers)
  • Die Druckfestigkeitsklasse erfolgt nach Ergebnissen bei 20°C

Card 18

Question

Welche Produktionskontrollen sind im Herstellwerk durchzuführen?

Answer

  • Herstellung i.d.R. als Trockenbeton/-mörtel. Daher Verantwortung im Werk
  • Kontrolle der Ausgangsstoffe (Restfeuchte!, Kornzusammensetzung)
  • Frischmörtel- und Frischbetonprüfungen sowie Festmörtel und Festbetonprüfungen der Erstprüfung
  • Prüfungen auch hier im Temperaturbereich 5°C, 20°C und 30°C (oder Vorgaben des Herstellers)
  • Prüfung der technischen Einrichtung (Wägung, Mischung, Abfüllvorgang`) und Unterlagen (Produktdatenblatt, Herstellanweisung auf der Baustelle`)

--> Zertifizierung und Regelüberwachung durch geeignete Prüf-, Überwachungs-, und Zertifizierungsstelle

Card 19

Question

Welche Anforderungen werden an den Untergrund gestellt auf dem ein Vergussbeton/-mörtel verarbeitet werden soll?

Answer

  • Gründlich reinigen
  • lose und hafthemmende Teile sowie Zementschlämme, Öl und Fett bis zum tragfähigen Korngefüge entfernen
  • eine ausreichende Haftzugfestigkeit muss gewährleistet sein (i. M. >1,5 N/mm²)

 

  • Grobe Untergrundvorbereitung (weitere Herstellerempfehlungen beachten!)
    • Fräsen oder Stemmen
    • Hochdruckwasserstrahlen ab 1.000 bar oder Flammstrahlen
  • Feine Untergrundvorbereitung
    • Kugelstrahlen oder Strahlen mit festen Stahlmittel
    • Wasser – Sandstrahlen
    • Hochdruckwasserstrahlen bei 500 bis 1.000 bar

Bei grober Untergrundvorbehandlung muss nachfolgend die im
oberflächennahen Bereich geschädigte Betonzone mit einer feinen
Untergrundvorbehandlung entfernt werden.

Card 20

Question

Was ist hinsichtlich der Schalung bei Vergussbeton/-mörtel zu beachten?

Answer

Ausreichend stabil und dicht herstellen. Bei Vergussmörtel muss mit sehr
fließfähigen Konsistenzen gerechnet werden.

  • Anforderungen bei geringen Vergusshöhen in der Regel klein
  • Dichtigkeit auf unebenen Untergrund z.B. durch Sand oder Mörtel gewährleisten

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