Card 41
Question
FB4
Welche Pflanzen?
Answer
Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
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FB4
Welche Pflanzen?
Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
FB4
Was wurde dokumentiert?
• Klinische Symptome
• Calcium-Gehalt im Serum von Kühen in vier Betrieben
• Deckungsgrad von Gänsefuß
FB4
Warum wurde der Inhalt doku-mentiert?
Ursachenforschung wegen hoher Inzidenz von Fällen mit ähn-lich verlaufenden klinischen Symptomen
FB4
Erkenntnisgewinn?
Fälle von Unterversorgung mit Calcium bei Kühen durch mut-maßliche Aufnahme von Weißem Gänsefuß
FB4
Was bleibt ungeklärt?
Ob die Kühe Gänsefuß gefressen haben und wieviel davon
FB4
Warum ließ sich die Vergiftung nach wissenschaftlichem Stan-dard nicht beweisen?
• Weil die Aufnahme von Melde nicht dokumentiert wurde
• Weil keine experimentelle Überprüfung stattfand
FB4
Welche Ursache könnte der An-siedlung von Melde zugrunde liegen?
Überweidung, lückige neue Grasansaat
FB4
Welche Argumente sprechen für eine Vergiftung, welche da-gegen?
• Dafür: Alle betroffenen Kühe zeigten identische Symptome (simultanes Auftreten der Symptome)
• Dagegen: Nichts
FB4
Welche standörtlichen Gemein-samkeiten (Beschaffenheit der Weide, Situation beim Auftrieb) besaßen die vier Fälle?
Neueinsaat, erstmalige Beweidung, Situation der Umtriebs-weide: kurze Beweidungszeit in hoher Besatzdichte
FB4
Warum ist eine Hypcalcämie auf Grünland hierzulande unwahr-scheinlich?
• Neueinsaat werden nicht beweidet
• Gänsefuß würde bekämpft werden
• C4-Gräser (Setaria, Echinochloa) sind (noch) selten
• Ampfer wird nicht gefressen
FB4
Welche Differentialdiagnose ließ sich hier ausschließen?
Nitratvergiftung
FB4
Welche Prognose (Heilungs-chance) leiten Sie bei Hypocal-cämie auf Basis dieser Fälle ab?
• Sehr gute Prognose
• Mortalitätsrate (Anteil toter Tiere) = 0,17 %
FB4
Wie hoch lag die Inzidenz er-krankter Kühe?
• 5,3 % aller Kühe (Mittelwert) zeigten Symptome
• Max =11,2 %; Min = 1,82 %
FB4
Ist Oxalsäure ein Kommunikati-onsmittel mit dem Gänsefuß Milchkühen signalisiert, ob und wieviel sie fressen dürfen, ohne dass Tier und Pflanze irreversib-len Schaden davontragen?
• Im Prinzip ja: Mortalität und Inzidenz auf beiden Seiten ge-ring, Ausnahmen bestätigen die Regel.
• Ökologie: Massenhafte Vermehrung des Gänsefuß gleicht Verluste aus.
• Philosophische Frage: Gilt die Populationsökologie nicht so-gar auch aus Sicht der Massentierhaltung?
FB4
Inwiefern verläuft die Grenze zwischen prä- und post-ingesti-ven Repellentien unscharf?
„Schmecken“ als Sinnesempfindung ist zwischengeschaltet: Noch nicht verdaut (post-ingestiv), aber auch nicht nur be-schnuppert (prä-ingestiv)
FB4
Welche pflanzliche Eigenschaft macht die anti-nutritive Strate-gie problematisch für ein her-bivores Wirbeltier?
Schmackhaftigkeit bei Anwesenheit von Toxinen
FB4
Gilt „Schmackhaftigkeit bei An-wesenheit von Toxinen“ für Weißen Gänsefuß?
• Nein für Pferd, da prä-ingestiv in der Regel gemieden
• Ja für Rind, Ziege und Schaf, da in der Regel gefressen
FB4
Gilt „Schmackhaftigkeit bei An-wesenheit von Toxinen“ für Ja-kobs-Greiskraut?
• Nein für Pferd und Rind, da prä-ingestiv meist gemieden
• Ja für Schaf, da in der Regel schadlos* gefressen *wird derzeit in einer Feldstudie geprüft
Was war FB5
Phototoxis Pferd
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