Allgemein Bauaufsichtliche Zulassung
DIN 55699 (Verarbeitung von WDVS)
DIN 4102 (Brandschutz)
DIN 4108 (Wärmeschutz im Hochbau)
BFS Merkblatt Nr 21 (Untergrundbeurteilung)
B3 Richtlinien und Merkblätter
Card 2
Question
Welche der Regelwerke finden am meißten Anwendung?
Answer
Allgemein Bauaufsichtliche Zulassung
BFS Merkblatt Nr 21
Verarbeitungsrichtlinien und techn. Merkblätter der Hersteller
Card 3
Question
Welche Arten der Installation von WDVS gibt es?
Answer
geklebt - Untergrund eben, trocken fett und Staubfrei. Abreißfestigkeit min 0,008 N/mm². Unebenheit bis 1 cm/lfm
geklebt und gedübelt - Untergrund nicht klebegeeignet, jedoch fest, trocken fett und Staubfrei. Unebenheiten bis 2 cm/lfm mit zugelassenen Dübeln
Schienenbefestigt / Mechanisch befestigt - Unebenheiten bis 3 cm/lfm mit zugelassenen Dübeln
Card 4
Question
Welche Nachweise muss der Verwender / Ausführende eines
WDVS gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung erbringen?
Answer
die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung muss vorzeigbar sein und vorliegen (Baustelle)
alle betroffenen Personen (Entwurf und Ausführung) müssen mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung und der korrekten Ausführung nachweislich vertraut sein (Schulung)
Card 5
Question
Wie werden WDVS unterschieden und wie ist deren Bezeichnung?
Answer
B1 Polystyrol-Systeme
A2 nicht brennbar Mineralfasersysteme (mineralfaserdämmung, Holzleichtfaserdämmung, Phenolharzdämmplatte)
Card 6
Question
Welche Anforderungen weden gemäß der ABZ an den Untergrund gestellt?
Answer
Die Oberfläche muss eben, trocken sowie Fett- und Staubfrei sein
Die Abreißfestigkeit muss min. bei 0,08 N/mm² liegen
Ist die Oberfläche nicht verputzt oder gestrichen muss die Abreißfestigkeit i.d.R nicht nachgewiesen werden, andernfalls muss die Abreißfestigkeit nach DIN 18550-2 geprüft werden
Beschichtungen der Oberfläche müssen auf Verträglichkeit mit dem Klebemörtel sachkundig geprüft werden
Holzbauten müssen vor Installation des WDVS vor unzuträglichen Befeuchtungen geschützt werden
Unebenheiten > 1 cm/m müssen mechanisch egalisiert oder durch einen geeigneten Putz nach DIN 18 550-2 ausgeglichen werden (Im Anschluss Prüfung der Abreißfestigkeit)
stark saugende oder Sandende Untergründe müssen mit einer Grundierung verfestigt werden
Card 7
Question
Auf was muss insbesondere bei der Verklebung eines WDVS mit dem Untergrund geachtet werden?
Answer
Die Verklebungsfläche zum Untergrund muss min. bei 40% Kleberanteil Liegen
Eine mögliche Versalbung der Oberfläche ist im Vorfeld auszuschließen
Der Klebemörtel muss in die Oberfläche der Dämmstoffplatte eingearbeitet werden (Press-Spachtelung)
Der Klebemörtel ist "frisch in frisch" vollflächig auf die Dämmstoffplatte aufzutragen.
Card 8
Question
Was ist Versalbung?
Answer
Versalbung ist der Angriff und damit die Zerstörung der Oberfläche durch den alkalischen Klebstoff. Findet eine Versalbung statt, wird die Oberfläche zerstört und die geforderte Abreißfestigkeit ist nicht mehr gegeben.
Card 9
Question
Was beschreibt das BFS Merkblatt Nr.21?
Answer
Es beschreibt vor allem die Untergrundbeurteilung vor Anbringen eines WDVS.
Es führt verschiedene Prüfmethoden zur Prüfung auf die Oberflächenfestigkeit, unzureichende Tragfähigkeit, Feuchtigkeit, Ausblühungen, Verschmutzungen, Algen- Moos und Pilzbefall, Ebenheitsabweichungen und Anschlüsse auf.
Die Methoden belaufen sich vornehmlich auf in Augenscheunnahme sowie Kratz- und Befeuchtungsproben der Oberflächen.
(BFS Merkblatt 21 Tabelle 2)
Card 10
Question
Was sind die häufigsten Problembereiche bei WDVS?
Answer
Sockelanschlüsse
Fenster- und Türanschlüsse
Risse an Ecken und in der Fläche
Verdübelungen
Detailanschlüsse
Card 11
Question
Welche Schäden treten häufig bei WDVS im Sockelanschluss auf?
Answer
Unsachgemäße Ausführung des Sockelanschlusses, mangelhafte Abdichtung (uA Dichtschlämme), nicht zulässige Sockeldämmplatte, unbündige Auflage des WDVS an die Oberfläche
--> Eindringende Feuchtigkeit
Die Sanierung zielt meißt auf ein Beheben der Unsachgemäßen Ausführung durch korrekte Abdämmung ab (Dichtschlämme, Flexyl, Armierungsmörtel, Grundierung und Anstrich, Noppenfolie)
Card 12
Question
Welche Schadensursache liegen öftmals bei Fenstern am WDVS zu Grunde?
Answer
Fehlende Dehnungskeder an den Fensterbänken (dadurch behinderte thermische Ausdehnung und Druckaufbau auf das WDVS)
--> fehlende Zulassung / Anforderung des Fensters für WDVS (Einbau meißt regendicht (Dichtband) mit U Profil zur störungsfreien Ausdehnung gefordert (Dehnungskeder)
Unsachgemäßer Einbau von Rollkästen / Fenstern / Fensterbänken (Detailanschlüsse) / Wartungsfugen / Anputzleisten (Eignung prüfen; Herstellerangaben)
--> keine Verwendung von dauerelastischen Fugen; Verwendung von Fugendichtbändern (15 mm Tiefe, 8-12mm dick)
Vorgeschlagen wird immer eine Entkoppelung des "dynamischen" Fensterrahmens vom WDVS durch ausreichend dimensionierte Fugendichtbänder. Entwässerung beachten; Anputzleisten brauchen sicheren Verbund mit Dichtungsgewebe
Card 13
Question
Was sind die häufigsten Ursachen für Risse im WDVS?
Answer
fehlende Diagonalarmierung an den Sturzecken
Nicht vermörtelte Dämmplattenstöße
Kreuzfugen an Sturz und Laibungsecken
mangelhafte Verklebung / Überlappung der Dämmplatten
unterschiedliche Schichtdicken
Versätze zwischen den Dämmplatten
mangelhafte Einbettung des Armierungsgewebes
Card 14
Question
Was versteht man unter Untergrundausgleich?
Answer
Ein Untergrundausgleich wird zur Einhaltung der Toleranzgrenzen in Bezug auf die Unebenheit der Oberfläche durchgeführt.
Je nach verwendeten System müssen die Anforderungen an die Ebenheit eingehalten werden.
Geklebtes System 1cm/m,
gedübelt und geklebtes System 2cm/m,
mechanisches system 3cm/m,
Stellfuchs Befestigungssystem 7cm/m,
Nut- und Feder Bausatzplatten Zur Herstellung der Ebenheit kann ein Ausgleichsputz mit geeigneten Eigenschaften verwendet werden
Die Kleberdicken dürfen die og. Toleranzmaße nicht überschreiten
Card 15
Question
Wie sind Dämmstoffplattenstöße zu bewerten?
Answer
Dämmstoffplatten sind passgenau im Verband anzukleben.
Zwischen den Platten dürfen keine offenen Fugen entstehen.
Unvermeidbare Spalten müssen mit gleichwertigen Dämmstoffen geschlossen werden.
In die Fugen darf kein Klebemörtel gelangen.
Zur Vermeidung von Wärmebrücken dürfen die Kanten nicht bestrichen oder verschmutzt sein.
Fugen bis zu 5mm dürfen verschäumt werden (gleichwertige Dämmstoffe)
Card 16
Question
Auf was ist bei der Verdübelung von WDVS zu achten?
Answer
verwendung geeigneter,zugelassener Dübel
korrekte Ausführung (Eindringtiefe und Anpressdruck, nicht überspachteln)
gleichmäßige Verteilung der Dübel (min 4 Dübel pro m² aber in abbhängigkeit der Windlastnorm)
Beachtung der Windlastnorm nach DIN 1055-4 (Windlastzone; Gebäudegeometrie / Exposition; Gebäudehöhe; Systemlastklasse)
möglichst die Entwicklung eines "Dübelschemas"
Card 17
Question
Was ist beim Detailanschluss der Attika zum WDVS zu beachten?
Answer
Der obere Abschluss des WDVS muss gegen Witterungseinflüsse abgedeckt werden.
(Abkantung, Dichtband …)
Card 18
Question
Was ist bei Egalisationsanstrichen zu beachten?
Answer
gleichmäßiges Aufbringen des Anstrichs (auch an Kanten)
Grundierung stark saugender Untergründe
Unterbindung der Kalkausfällung bei edelen mineralischen Putzen
der EGA Anstrick soll farbliche Unterschiede und Verwaschungen vermeiden
Card 19
Question
Wie kann Algen- und Pilzbefall am WDVS saniert werden?
Answer
Nassreinigung durch Abstrahlen
ca 2 - 3 Tage abtrocknen
ca. zweifache Abtötung der Organismen durch Desinfektion und
anschließende Reinigung
Grundierung
ca. zweifacher Anstrich mit algizid/fungizid haltiger Fassadenfarbe (Siliconharzqualität)
Card 20
Question
Welches Verhalten ist im Brandfall typisch für WDVS im Sturzbereich von Fenstern?
Answer
Schmelzen des Dämmstoffs
Ansammlung der Schmelze im entstandenen Hohlraum am tiefsten Punkt
Aufbau eines Blähdrucks durch Hitze und Gasentwicklung
Abbrand der organischen Bestandteile
Absenken des Sturzes durch das Gewicht der Schmelze und Abtropfen der Schmelze
Abreißen des Sturzes und Öffnung des Systemns
Brandeintritt ins Innere und Abtrofen der brennenden Schmelze
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