Welche Folgen können das Abdecken des frischen Estriches mit Folie haben?
Answer
Durch Verdunstungsstau nach abnehmen der Folie Abtrocknung von oben nach unten Folge: Schüsseln.
Besser ohne Folie und ohne Lüften (erst nach 7 Tagen)
Card 62
Question
Wie machen sich die Wechselwirkung des Estrichs mit Belägen bemerkbar und was ist zu prüfen?
Answer
ausreichende Belegreife muss geprüft werden (direkt vor Beginn der Arbeiten)
auch bei ausreichende Restfeuchte kann es noch zu Verformungen des Estrichs kommen
Restverformungen von bis zu 5mm sind nicht zu beanstanden
Card 63
Question
Welche Ursachen können die Verformungen des Estrichs haben?
Answer
Aufschüsseln (bei Trocknung)
Schwindrisse
Absenkung durch Teilflächenbelastung und/oder Verkehrslasten
Kriechen der Dämmstoffe und Dauerbelastung
Card 64
Question
Welche Restfeuchte ist bei Zementestrichen zulässig und wie wird sie geprüft?
Answer
1,8 % beheizte Estriche
2,0 % unbeheizte Estriche
Prüfung erfolgt vor Ort mit dem CM-Gerät
Card 65
Question
Was kann bei Belagverlegung mit zu hoher Restfeuchte passiern?
Answer
Boden kann sich aufwölben, da Abtrocknung unterseitig erfolgt.
Bei großen Flächen kann unter Last Aufwölbung am Hochpunkt der Wölbung mit Riss einhergehen
Card 66
Question
Nennen Sie die stofflichen Vorteile des Calciumsukfatestriches.
Answer
geringe Quell- und Schwindmaße, auch für Verlegung auf Systemböden geeignet
fugenlose Verlegung auf großen Flächen möglich
hohe Frühfestigkeit durch schnelles Abbinden, der Estrich ist bereits nach 24 Std. wieder begehbar und nach 48 Std. belastbar
hohe Endfestigkeit, Druckfestigkeiten von > 50 N/mm² sind bei entsprechender Rezeptur zu erzielen
Wegfall schwerer körperlicher Arbeit, insbesondere im Vergleich zum herkömmlichen Zement-Estrich
günstige Verlegetemperaturen von 5°C bis 35°C
Gewährleistung einer ständigen Qualitäts- und Produktüberwachung
optimal auch für Heizestrich, die spezifischen Eigenschaften der Calciumsulfat-Fließestriche ermöglichen besonders günstige Wärmeübergangswerte
hohe Verlegeleistung
gesundheitlich völlig unbedenklich
Card 67
Question
Nennen Sie die stofflichen Nachteile des Calciumsukfatestriches.
Answer
Calciumsulfat ist wasserlöslich, dadurch nur im dauertrockenen Zustand einsetzbar
bei Wasserbelastung Festigkeitsverlust
Möglichkeit zur Nachhydratation und dadurch bedingt Quellerscheinungen
Card 68
Question
Wovon hängt die Austrocknungsdauer des Estriches ab?
Answer
Estrichdicke
Bauklimatische Bedingungen (Sommer/Winter)
Beheizung oder Luftentfeuchter
Luftbewegung
Card 69
Question
Welche Austrocknugsmechanismen werden bei Estrichen zu Grunde gelegt?
Answer
Feuchtetransport innerhalb des Estrichs
Feuchtetransport in der Grenzschicht Estrich/Luft
Feuchtetransport in der Luft
Card 70
Question
Welche Arten des Feuchtigkeitstransport innerhalb einer Baustoffpore gibt es?
Answer
Flüssigkeitstransport (wassergefüllte Pore)
Kapillartransport (benetzte Porenwand)
Diffusion (gasförmig über Porenraum)
gem. Fugenplan
Heizestrich - Türdurchgang/Je Heizkreislauf
bei entsprechende Feldgröße (gedrungene Felder 1:2)
über Bauwerksfugen
an aufgehenden Bauteilen
Biegezugzone bei Decken
Card 73
Question
Welche Anforderungen an Fugen werden gestellt?
Answer
geradliniger Verlauf
deckungsgleiche Übernahme in den jeweils maßgeblichen Konstruktionsschichten.
Übernahme der erforderlichen Fugenbreite in den jeweils maßgeblichen Konstruktionsschichten
Fugenausbildung in Abhängigkeit der Funktion und Nutzung
mechanische Belastungen
Dichtigkeit
Card 74
Question
Welche Funktion haben Scheinfugen im Estrich?
Answer
Scheinfugen sind Sollbruchstellen für das Verkürzen des Estrichs
Scheinfugen können nach Abschluss der Schwindprozesse kraftschlüssig geschlossen werden.
Card 75
Question
Was ist bei Randfugen zu beachten?
Answer
sind Bewegungsfugen im Anschluss an Wänden und Einbauteilen
Ausbildung mit geeigneten Randdämmstreifen bis auf den tragenden Untergrund bzw. bis zur Unterkante der obersten Dämmschicht
Sicherung gegen Lageveränderungen
muss so gewählt, dass beim Estricheinbau kein Mörtel zwischen Wand und Randdämmstreifen gelangen kann
muss an Belagsoberkante mind. 1 cm überstehen
Darf erst nach Fertigstellung des Fußbodenbelages bzw. bei textilen und elastischen Belägen erst nach Erhärten der Spachtelmasse abgeschnitten werden.
bei Heizestrichen mit Seitenlängen bis 8 m so breit, dass 5 mm Bewegungsmöglichkeit gegeben ist über 8 m Berechnung der erforderlichen Breite
bei CAF unbeheizt mind. 8 mm; beheizt mind. 10 mm
Card 76
Question
Was ist bei der Nenndicke für Heizestriche Bauart A (Rohr in Estrich) zu beachten?
Answer
Zur geforderten Nenndicke ist der Rohrdurchmesser hinzuzurechen.
Card 77
Question
Nennen Sie Vorteile von Fertigteilestrichen.
Answer
keine Wartezeiten, da keine Trocknung notwendig
• rationell einbaubar, da vorkonfektioniert
• geringes Gewicht, vor allem in der Sanierung von Bedeutung
• vielseitig einsetzbar, da dem Grundriss anpassungsfähig
• gute Winterbaumöglichkeit, da keine Mörtelaufbereitung
• gute Wärme- und Schalldämmung erreichbar, wenn im System des
Herstellers gearbeitet wird
• gute Anpassung an unterschiedliche Konstruktionshöhen, z.B. durch
differente Elementedicke bzw. Schüttung (Altbau)
• guter Gehkomfort
Card 78
Question
Nennen Sie Nachteile von Fertigteilestrichen.
Answer
bei Belastung auf nachgebenden Deckenkonstruktionen
• einlagige Verlegung mit geringer Nut-Feder-Ausbildung oder
Stufenfalz auf dicker, nachgebender Schüttung
(Knickspannungen, Bewegungen, Anpassung an den
Untergrund)
• großer Balkenabstand (normal bis 0,80 m, darüber kritisch), da
sich die Gesamtkonstruktion differenziert absenken kann
• Baufeuchte, die nicht erkennbar ist (Feuchte in der alten
Deckenkonstruktion)
• sich nachverdichtende Schüttungen
• Feuchte mineralischer Schüttungen
• lange Wartezeiten nach der Verlegung des Trockenestrichs
• nur für leichte Beanspruchung geeignet (z.B. gewerbliche Nutzung evtl. mit Sonderkonstruktionen)
• Feuchteempfindlichkeit (z.B. Spanplatte, gipsgebundene Platten)
• Anpassung an den Untergrund (Ebenheitstoleranzen)
• diffiziles Verhalten, wenn Belagverlegung nicht sofort erfolgt (z.B. Ablösen des Kartons von der Platte)
• nicht für alle Beläge geeignet (z.B. Keramik mit Vorbehalt)
• Schüttungen (Feuchte, Volumenstabilität, Verdichtbarkeit, Stabilität nach Verlegung)
• Trommel- oder Barackeneffekt beim Begehen möglich
• Wärmedurchgang bei Fußbodenheizungen
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