= von Basis der Zotten ausgehende Schleimhauteinstülpungen
-> mit Becherzellen,Paneth-Zellen, endokrinen Zellen (Hormonabgabe)
1. sekretorische Funktion
2. Epithelzellreplikation
Entstehung neuer Zellen durch Zellteilung
-> wandern von Basis zu Spitze, dabei Differenzierung
3. Bildung wässriges Darmsekret über Cl- Sekretion
Na+/K+/2Cl- Cotransport
-> Cl- gegen Konzentrationsgradient in Zelle
über Cl- Kanal in Kryptenlumen
Na+ für Aufrechterhaltung des transmembralen Na+ Gradienten (Na/K ATPase)
K+ rezirkuliert durch K+ Kanäle in basolateral
sekundäre Sekretion von Na+, K+ und Cl-
-> Wasser folgt aus osmotischen Gründen
Aktivierung der Sekretion über Plexus submucosus
-> über parasympatische Neruone: Acetylcholin & VIP
-> 2nd messenger Ca2+ (Acetylcholin) & cAMP (VIP)
-> Verstärkung der Cl- Sekretion
-> v.a. bei Nahrungsaufnahme (lokale + vagovagale Reflexe)
-> durch Durchfallerreger und deren Toxine extreme Stimulation der Cl- Sekretion möglich
-> binden an Toxinrezeptoren in Kryptenzellen: mittel 2nd Messenger Öffung Cl- Kanäle
Card 6
Question
Exokrines Pankreas: Aufbau
Answer
zusammengesetzte tubuloalveoläre Drüse mit Endstücken und komplexen Gangystem
ausgekleidet mit kubischen Zellen
Sekret = Bauchspeichel
-> gelangt über Ausführungsgänge (Ductus pancreaticus) in Duodenum
Endstücke mit großem Golgi Apparat & raues ER, viele Sekretgranula
-> Acinuszellen um Sammelkanälchen
-> Sekretion Verdauungsenzyme
Gangzellen mit kleinem ER, ohne Sekretgranula
-> Sekretion bicarbonatreicher Elektrolytlösung
Flussrate bei Monogastriden abhängig von Fressaktivität
-> beeinflusst Elektrolytzusammensetzunh und pH Wert
-> mit zunehmender Flussrate Anstieg HCO3- und Abnahme Cl-
-> Na+ und K+ Konzentration unabhängig, vgl Plasmakonz.
Card 7
Question
Pankreas: Elektrolyt- & Wassersekretion
Answer
in Gang- und Acinuszellen
-> aber vermerht Gangzellen
Acinuszellen
- Elektrolytlösung ähnlich Primärspeichel: plasmaähnliche Zusammensetzung
- Cl- über Kanal in Lumen abgegeben, Na+ und K+ folgen aus osmotischen Gründen
- Aufnahme Cl über Na/K/2Cl Cotransporter
- Ausschleusen von Na & K über Na/K Pumpe & K Kanäle
-> Aktivierung Cl & K Kanäle führt zu Stimulation der Elektrolyt & Wassersekretion
Gangzellen
- HCO3- reich -> alkalisch
- HCO3- Sekretion abhängig von cytoplasmatischer Carboanhydrase, Cl-/HCO3- Austauscher und Na+/H+ Austauscher
-> energetisiert durch Na/K Pumpe (Aufrechterhaltung Na Gradient)
- Na & K folgen HCO3- parazellulär passiv nach, Wasser osmotisch überführt
Card 8
Question
Pankreas: Sekretion von Verdauungsenzymen
Answer
von Acinuszelle sezerniert
-> Sekretion inaktiver Proenzymen dient Schutz Pankreas vor Selbstverdauung (über Trypsininhibitor)
-> Aktivierung dann erst im Dünndarm über Enteropeptidase
-> Enteripeptidase aktiviert Trypsin, das durch Peptidabspaltung Enzyme aktiviert
-> Sekretgranula enthalten Gemisch der Verdauungsenzyme
-> Sekretionsmuster adaptiert sich bei Monogastriden an Futterzusammensetzung
-> bei Wdk. vermehrt Nucleasen, da durch MO deutlich mehr Nucleinsäuren in Dünndarm + Zusammensetzung Ration Einfluss auf Sekret
-> bei Pfd. vermehrt Amylase, da Grasfresser
Card 9
Question
Pankreas: Regulation der Sekretion
Answer
1. Gangzellen
Sekretabgabe hormonal und nerval vermittelt
niedriger Chymus pH löst im proximalen Dünndarm Abgabe Secretin aus
-> geht einher mit Aktivierung der Sekretion der Gangzellen
Secretin stimuliert über Rezeptoren Adenylatcyclase -> Bildung cAMP -> regt Sekretion an
whsl. über Stimulation von Na/H Austauscher + Cl Kanal
Sekretion NaHCO3 reichen Sekrets
-> neutralisiert H+ unter Bildung von H2O und CO2
-> schwächt dann Secretinabgabe ab
weitere Aktivierung über Parasympathicus
-> VIP -> Adenylatcylcase -> cAMP -> Kanäle -> Sekret
2. Acinuszellen
Sekretion gesteigert durch Cholecystokinin (CKK) und über Parasympathicus mit Acetylcholin
CKK
- v.a. durch Spaltprodukte von Proteinen & Fett angeregt
- Bindung an CCK Rezeptoren
- 2nd Messenger: Freisetzung von Diacylglycerin & Inositoltriphosphat
- IP3: Öffnung Ca2+ Kanäle
- DAG. mit Ca2+ Aktivierung Proteinkinase C
- Phosphorylierung von Proteinen: Exocytose + Cl- Sekretion
Acetylcholin
- Bindung an muscarinartige cholinerge Rezeptoren
- dann vgl CCK
Card 10
Question
Pankreas: Stimulation Sekretion durch Futteraufnahme
Answer
Geruch, Geschmack, Magendehnung, niedriger pH ind Duodenum, Protein- & Fettverdauungsprodukte im Dünndarm fördern Pankreassekretion bei Monogastriden sehr stark
je nach Wirkort der Stimulation cephale, gastrale oder intestinale Phase der Pankreassekretion
1. cephale Phase
durch Geruch + Geschmack & kaubedingte taktile Stimuli
vermittelt über N.vagus (Parasympathicus)
2. gastrale Phase
Dehnung Magenwand durch Futteraufnahme
vagovagaler Reflex steigert Sekretion
3. intestinale Phase
vermehrte Abgabe von Secretin und CCK durch pH Erniedrigung und Spaltprodukte Protein- & Fettverdauung
-> bei Wdk Steigerung durch Nahrungsaufnahme deutlich geringer, da durch Vormagensystem keine gastrale & intestinale Phase
Card 11
Question
Pankreas: Störungen der Sekretion
Answer
= Pankreasinsuffizienz, v.a. beim Hund
häufig durch chronische Entzündung des Pankreas
Zerstörung der Acini durch Selbstverdauung und durch Bindegewebe ersetzt
zeigt sich erst bei ausgedehnter Zerstörung der Acini als Maldigestion
-> betrifft v.a. Fett- & Proteinverdauung
-> gesteigerte Fett- & Proteinausscheidung
Card 12
Question
Galle: Allgemeines
Answer
Gallenbildung durch Hepatozyten + Epithelzellen der hepatischen Gallengänge
-> vgl. Gangzellen Pankreas
Galle wird in Gallenblase gespeichert und durch Elektrolyt- & Wasserresorption eingedickt
-> wenn keine Gallenblase (Tier) dann direkt in Ductus choledochus zu proximalem Dünndarm
Galle in Leber & Gallenblase hat andere Zusammensetzung
Card 13
Question
Konzentrierung der Galle in Gallenblase
Answer
Konzentrierung von organischen Komponenten
= konjugierte Gallensäure, Gallenfarbstoffe, Phospholipide, Cholesterin
-> erfolgt durch Resorption von Wasser
KEINE Resorption/Sekretion von organischen Bestandteilen
Na+ über Na/H Austauscher + Cl- über Cl/HCO3- Austauscher in Epithelzellen der GB
-> Ausschleusen Na über Na/K Pumpe und Cl über Anionenkanal
durch Ausschleusung Erhöhung der Osmolarität in interzellulären Spalt
-> Wasserresorption entlang osmothischem Gefälle
organische Komponenten bilden sich zu Micellen aus
-> sind nicht osmotisch wirksam
-> daher auch bei erhöhter Stoffkonzentration Galle der GB und Lebergalle annähernd die gleiche Osmolarität
Gallensäuremicellen mit negativer Ladung an Außenseite
-> binden daher Kationen
-> hohe Konzentration an Na+/K+ und Ca2+ in Galle der GB
-> durch Bindung geringe osmotische Aktivität
Card 14
Question
Füllung & Entleerung Gallenblase
Answer
im Nüchternzustand Ductus choledochus an Einmündung ins Duodenum durch Kontraktion des Sphincter Oddi verschlossen
-> Lebergalle gelangt über Ductus hepaticus in Ductus cysticus und so in Gallenblase
bei Schw. & Wdk:
- Sphincter Oddi mit geringem Tonus
- Galle eher in Dünndarm
-> geringe Speicherung & Eindickung
im Anschluss an Fütterung Freisetzung Cholecystokinin (CKK) durch Spaltung Fette und Proteine
-> löst Kontraktion glatte Muskulatur Gallenblase + Erschlaffung Sphincter Oddi aus
-> Entleerung der Gallenblase
Galle gelangt über Ductus choledochus in proximalen Dünndarm und unterstützt dort Fettverdauung
unterstützende Wirkung Acetylcholin
-> wird nach Fütterung freigesetzt, fördert Kontraktion der glatten Muskulatur
Entleerung erfolgt pulsartig
Card 15
Question
Stärkeverdauung
Answer
Stärke = Glucoseeinheiten, die 1,4-a-glykosidisch oder 1,6-a-glykosidisch verknüpft sind
-> Amylose = 50-2000 Glucoseeinheiten, 1,4-a-glyk. verknüpft
-> Amylopectin = 2000 - 200 000 Glucoseeinheiten, 1,6-a-glyk. verknüpft
Amylopectin = 70-80% der Stärke
Stärke v.a. in Körnern (Getreide) und Knollen (Kartoffeln) = Reservekohlenhydrat
-> ähnlich zu Glykogen aus Leber & Muskulatur (tierische Stärke)
Ablauf Stärkeverdauung
mechanische (kauen)/thermische (kochen) Zerstörung der inneren Struktur
-> Vorbehandlung führt zu effektiverer Verdauung, da sich Amylase aus Speichel & Pankreas besser anlagern können
Hauptort der Stärkeverdauung = proximales Drittel Dünndarm
-> Aktivität Pankreas Amylase + BSM Enzyme am Höchsten
Spaltung 1,4,-a-glyk. Bindung durch Amylase
-> Entstehung Bruchstücke Maltose, Maltotriose & a-Dextrine
-> a-Dextrine = mit 1,4-a- & 1,6-a-glyk. Bindung, kann durch Amylase nicht gespalten werden
Aufspaltung der Bruchstücke durch in BSM verankerte Oligo- & Disaccharide zu Glucose
-> Glucoamylase (Maltase), a-Dextrinase (Isomaltase), Saccharase
-> 1,6,-a-glyk. Bindungen wie in Stärke können nur durch MO abgebaut werden (Wdk in Vormägen, sonst Dickdarm)
-> Entstehung resorbierbare SCFA
Card 16
Question
Verdauung Lactose & Saccharose
Answer
Lactose = Glucose + Galactose über 1,4-ß-glykosidische Bindung
-> über BSM Enzym Lactase zu Glucose und Galactose hydrolysiert
Saccharose = Rüben- bzw Rohrzucker, Gluccose + Fructose über 1,2-a-glyk. Bindung
-> über BSM Enzym Saccharase in Glucose & Fructose zerlegt
Card 17
Question
Postnatale Entwicklung der Kohlenhydratverdauung
Answer
Lactaseaktivität im Säuglingsstadium hoch
-> fällt nach Maximum (1-3. Woche) ab, grds durch Absetzen von Muttertier, aber auch genetisch programmiert
andere Enzyme der KH Verdauung mit geringer Aktivität
-> Anstieg ab 4-6. Woche
-> wie bei adulten Tieren ab 2.-3. Monat (Pfd. 1 Jahr)
entwicklungsbedingte Veränderung aufgrund Ernährungsform
-> zu Beginn Muttermilch (Lactose!)
-> ändert sich mit Umstellung der Ernährung
Card 18
Question
KH Verdauung: tierartliche Unterschiede
Answer
1. Hund
Stärkeverdauung im Dünndarm NICHT limitiert
2. Katze
Stärkeverdauung im Dünndarm relativ limitiert
3. Pferd
wenig Amlysae im Dünndarm
-> da Grasfresser und Gras kaum Stärke enthält
4. Schwein
Stärkeverdauung im Dünndarm sehr effektiv
5. Wdk
durch Vormagensystem geringe Aktivität der KH Enzyme im Dünndarm
-> allerdings bestimmter Anteil an Stärke (v.a. bei Maisstärke) = pansenstabile Stärke
-> wird dann im Dünndarm verdaut
Card 19
Question
Störungen KH Verdauung
Answer
Lactoseintoleranz
genetisch bedingte starke Abnahme der Laktaseaktivität in BSM des Dünndarmepithels
nicht verdaute Lactose wird im Dickdarm nur partiell mikrobiell abgebaut
-> Entstehung SCFA UND Milchsäure -> Resorption limitiert
Milchsäure führt aus osmotischen Gründen zu Durchfall
Card 20
Question
Resorption Monosaccharide
Answer
Glucose, Galactose, Fructose
fallen bei Verdauung von Stärke, Lactose und Saccharose im Dünndarm an
Resorption durch Dünndarmepithel
-> durch BSM in Epithelzelle aufgenommen und verlassen diese durch basolaterale Membran
-> Übertritt in Kapillare
-> über Pfortader Transport zur Leber + V. cava caudalis
Glucose & Fructose während Resorption teils zu Lactat umgebaut
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