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Funktion Dünndarm & Anhangsdrüsen

Discover Funktion Dünndarm & Anhangsdrüsen: 32 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Medical science
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Transport Glucose durch BSM

Answer

  • durch carriervermittelten Na+ Cotransport (sekundär aktiver Transport) gegen Konz.gefälle
    -> Anwesenheit durch Glucose induziert
  • Carrier (SLGT1) mit zwei Bindungsstellen
    -> 1 für Na+, 1 für Glucose
    -> Anlagerung Na+ = Voraussetzung für Anlagerung Glucose
  • Na+ Gradient energetisiert Glucosetransport entgegen den Konz.gradienten
    -> Aufrechterhaltung Na Gradient: Na/K ATPase
  • Glucoseaufnahme = saturabler Prozess
    -> Glucoseaufnahme flacht mit steigender Konzentration ab bis zum Maximalwert Vmax
  • Abtransport Glucose, Galactose, Fructose über BLM ins Blut durch erleichterte Diffusion (GLUT2)

-> Transport Fructose über erleichterte Diffusion (GLUT5)
 

Card 22

Question

Transport Glucose durch basolaterale Membran (BLM)

Answer

  • Ausschleusung Glucose aus Epithelzellen der Dünndarmzotten durch BLM in Interstitium (Zottenstroma)
  • über Na+ unabhängigen Glucosecarrier (erleichterte Diffusion)
    -> mit Konzentrationsgradient
    -> saturabler Prozess
  • Glucosecarrier in BLM = GLUT2
    -> hat Affinität für Glucose, Galactose und Fructose
  • GLUT2 funktioniert in beide Richtungen
    -> bei fehlender Resorption von Glucose aus Darmlumen

Card 23

Question

Resorption Fructose

Answer

  • aus Darmlumen über GLUT5 Carrier in Epithelzellen der Darmzotten
  • über GLUT2 der BLM in Interstitium
  • Resorption erfolgt passiv über erleichterte Diffusion

Card 24

Question

Proteinverdauung

Answer

  • beginnt schon im Magen, Hauptteil jedoch in Dünndarm
    -> aufgrund saures Milieu Denaturierung
  • Pankreaspeptidasen
    -> nach Aktivierung Hydrolyse der Nahrungsproteine zu Oligopeptiden & AS
  • BSM Peptidasen
    -> Spalten der Oligopeptide zu Di- & Tripeptide & AS
  • endogene Proteine
    - v.a. über GI Sekrete oder abgeschilferte Epithelzellen in Dünndarm
    -> Mucine & Verdauungsenzyme in Ileum & Dickdarm durch bakterielle Peptidasen, Rest wie Nahrungsproteine
  • resorbierbare Endprodukte = kurzkettige Peptide (Di-&Tri), Aminosäuren
  • Aufteilung der Peptidasen (spalten Proteine) in Endo- & Exopeptidasen und sonstige Peptidasen

1. Endopeptidasen

  • spalten der Peptidbindungen durch Hydrolyse im mittleren Bereich der Proteinmoleküle
  • Pepsin (Magen), Trypsin, Chymotrypsin, Elastase (alle 3 Pankreas)
    -> gelangen als inaktive Proenzyme in Duodenum: Aktivierung durch Enteropeptidase & Trypson durch Abspaltung eines Peptids

2. Exopeptidasen

  • spalten endständige AS der Proteinmoleküle ab
  • Carboxypeptidase (BSM) = AS mit freier Carboxylgruppe
    -> Carboxypeptidase A/B (Pankreas) 
  • Aminopeptidase (BSM) = AS mit freier Aminogruppe

3. sonstige Peptidasen

  • y-Glutamyl-Transpeptidase (BSM)
  • Dipeptidyl-Peptidase (BSM)
  • Dipeptidasen (BSM)

Card 25

Question

Resorption von Aminosäuren

Answer

  • über Na+ Cotransporter der BSM in Dünndarmepithelzellen 
    -> sekundär aktiver Transport
    -> über Na Gefälle (Na/K ATPase)
  • für basische AS (Lysin, Arginin, Cystin) auch Na+ unabhängiger Carrier
    -> Austausch gegen intrazellular akkumulierte neutrale AS (Alanin, Serin, Cystein, Leucin)
  • Prolin und einige kurzkettige AS (Glycin, Alanin) mittels H+ Cotransportsystem durch BSM (vgl. Di & Tripeptide)

     
  • Austritt AS aus Epithelzelle durch BLM über carriervermittelte erleichterte Diffusion
    -> verschiedene Carrier für einzelne AS
  • zusätzlich Na+ abhängige AS-Carrier für Versorgung der Epithelzelle mit AS für Proteinsynthese und Energie bei fehlender AS Resorption aus Darmlumen
    -> v.a. Glutamin, da Glutamin neben Ketonkörpern wichtigstes energielieferndes Substrat des Dünndarmepithels

Card 26

Question

Resorption von Di- & Tripeptiden

Answer

 

  • Aufnahme durch BSM gegen Konzentrationsgefälle
    -> über H/Peptid Cotransport
    -> durch elektrochemischen H+ Gradienten energetisiert
    -> über Na/H Austauscher aufrechterhalten
  • Na Gradient energetisiert Bergauftransport der Protonen
    -> Peptidtransport indirekt Na-abhängig
  • Protonen bedingen saures Mikroklima der BSM Oberfläche

Card 27

Question

Proteinresorption bei Neugeborenen

Answer

  • bei Neugeborenen nur begrenzte Bildung von Immunglobulinen (Antikörper), weil Immunsystem nicht ausgereift
    -> auf Immunglobuline von Muttertier angewiesen
  • Übertragung entweder über Plazenta vor Geburt oder danach mittels Kolostrum
  • intestinale Resorption von Immunglobulinen und Proteinen in früher postnataler Phase über Endocytose (BSM) und Exocytose (BLM)
    -> umschließen der Proteine mit Vesikeln und Transport zu Membran
  • nach Exocytose Abtransport von Immunglobuline & Proteine hauptsächlich über Lymphkapillare
    -> können wegen dichten Endothels nicht in Lymphkapillare gelangen
  • Trypsinihnhibtor in Kolostralmilch + geringe Sekreption Magensäure und Pepsinogen sorgen dafür, dass Immunglobuline in ersten Tagen nur wenig verdaut werden
  • Mechanismus für Ende der Resorption nicht bekannt 

Card 28

Question

Verdauung von Nucleoproteinen & Nucleinsäuren

Answer

-> besonders wichtig bei Wdk, da über Pansenbakterien viele Nucleinsäuren in Dünndarm gelangen 

  1. Spaltung zu AS und Poligopeptiden
    -> durch Peptidasen des Magens, Pankreas und BSM
  2. zu Nucleosiden, Purin- und Pyrimidinbase, Pentosen (Ribose und Deoxyribose) und Ribose-1-Phosphat (Nucleinsäuren)
    -> durch Endonucleasen (Pankreas) & Exonucleasen, Mononucleotidasen, N-Glykosidase & Nucleosid-Phosphorylase (BSM)
  3. Hydrolyse der Ribose-1-Phosphat zu Ribose und Phosphat

Card 29

Question

Resorption Nucleinsäurenspaltprodukte

Answer

Purin- und Pyrimidinbasen (Guanin, Uracil)

  • durch Na+ abhängigen Carrier der BSM in Dünndarmepithelzelle aufgenommen
  • in Zelle metabolisiert

Nucleoside

  • Na+ abhängige Carrier aktiv durch BSM 
  • fungieren als Substrat für Nucleinsäuresynthese + v.a. Hydroylse zu Pentosen und Pyrimidin/Purinbasen

Card 30

Question

Welche sind die wichtigsten Futterlipide?

Answer

wichtigste Futterlipide = Triacylglycerine, Phospholipide und Cholesterin
-> Triacylglycerine überwiegen

Card 31

Question

Verdauung Triacylglycerine

Answer

  • startet im Magen durch gastrale/linguale Lipase
    -> Hydrolyse zu Diacylglycerinen, Monoacylglycerinen und Fettsäuren
  • Abspaltung von hauptsächlich mittelkettige und ungesättigte langkettige FS
  • gastrale & linguale durch intraluminalem sauren Milieu Lipase auch noch im Duodenum aktiv
    -> intragastrale Lipolyse nue bei Neugeborenen relevant
    -> später Lipolyse v.a. im Dünndarm
  • pankreatische Lipase
    - Hydrolyse von Di- & Triacylglycerinen zu ß-Monoacylglycerinen und Fettsäuren
    - abhängig von
    ->Colipase: gelangt über Pankreassekret in Dünndarm (Aktivierung über Trypsin im Dünndarm)
    -> konjugierten Gallensäuren: bewirken Emulgierung der wasserunlöslichen Triacylglycerinen
     

Card 32

Question

Resorption Cholesterin

Answer

  • hauptsächlich in Futtermitteln tierischen Ursprungs
    -> außerdem über Galle in Dünndarm
  • Cholesterin aus Nahrung mit Fettsäuren verestert
  • Cholerinester werden im Dünndarm durch pankreatische Cholesterinesterase gespalten
  • Cholesterin dann durch erleichterte Diffusion in Epithelzelle
    -> wird mit Fettsäuren reverestert + in Chylomikronen inkorporiert
  • Cholesterin kann auch in Kryptenzellen synthetisiert werden
    -> hauptsächlich aber in Leber

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