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Grundwissen Staat - Schatz Verlag GmbH

Discover Grundwissen Staat - Schatz Verlag GmbH: 54 flashcards with questions and answers.

Subject
Society / State
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Nennen Sie die drei unerlässlichen Merkmale eines Staates und erklären Sie diese.

Answer

  • Staatsgebiet

ein begrenztes Gebiet

  • Staatsvolk

die Menschen, welche auf diesem Gebiet leben 

  • Staatsgewalt

die Ordnungsinstanz, welche auf diesem Gebiet Recht, Sicherheit und Ordnung durchsetzt

Card 2

Question

Nennen Sie die drei Gewalten und erklären Sie diese.

Answer

Legislative 
gesetzgebende Gewalt; stellt Regeln für das Zusammenleben auf; Rechtssetzung 
 
Exekutive 
ausführende Gewalt; vollstreckt die Gesetze; Rechtsanwendung 
 
Judikative 
richterliche Gewalt; ahndet Zuwiderhandlungen; Rechtssprechung

Card 3

Question

Machen Sie eine Tabelle mit den drei Gewalten und den dazugehörenden Behörden auf den Ebenen Bund, Kanton, Amt/Bezirk und Gemeinde.

Answer

Card 4

Question

Erklären Sie den Zweck der Gewaltenteilung.

Answer

Die Gewaltentrennung verteilt die Staatsgewalt auf drei voneinander unabhängige Institutionen, um die Ansammlung von zu grosser Macht in einer Hand zu verhindern.

Card 5

Question

Nennen Sie die sogenannte „4. Gewalt“ und erklären Sie deren wichtigste politische Funktionen.

Answer

Die Massenmedien (Zeitung, Zeitschriften, Radio/TV, Newsportale)

  • Information
  • Meinungsbildung
  • Kontrolle/Kritik 

Card 6

Question

Nennen Sie die beiden Grundprinzipien, nach welchen Staaten organisiert werden und vergleichen Sie diese.

Answer

Zentralismus 
Die Staatsgewalt wird möglichst von einer Zentrale ausgeübt, um die Vereinheitlichung zu fördern. 
 
Föderalismus 
Die Staatsgewalt wird auf mehrere Gebiete verteilt, um auf die jeweiligen Sitten, Gebräuche, auf Sprache und Kultur Rücksicht zu nehmen.

Card 7

Question

Vergleichen Sie die drei Staatsformen „Einheitsstaat“, „Staatenbund“ und „Bundesstaat“.

Answer

Card 8

Question

Erklären Sie den Begriff Demokratie.

Answer

Demokratie ist jene Regierungsform, bei welcher das Volk der oberste Entscheidungsträger ist.

Card 9

Question

Nennen Sie die Merkmale einer direkten Demokratie und nennen Sie Beispiele.

Answer

Das Volk wählt die Abgeordneten, d.h. die Mitglieder des Parlaments. Dieses bereitet die Geschäfte vor. Über Verfassung, Gesetze und Geschäfte entscheidet das Volk bei der Abstimmung. 
 
Beispiele: Landsgemeindekantone AI und GL

Card 10

Question

Nennen Sie die Merkmale einer repräsentativen Demokratie und nennen Sie zwei Beispiele.

Answer

Das Volk wählt die Abgeordneten, d.h. die Mitglieder des Parlaments. Diese entscheiden allein über Verfassung, Gesetze und Geschäfte bei Abstimmungen im Parlament. 
 
Beispiele: D, I, F

Card 11

Question

Nennen Sie die Merkmale einer halbdirekten Demokratie (Referendumsdemokratie) und nennen Sie ein Beispiel.

Answer

Das Volk wählt die Abgeordneten, d.h. die Mitglieder des Parlaments. Dank dem zusätzlichen Initiativ- und Referendumsrecht hat das Volk auch direkte Einflussmöglichkeit auf Verfassung und Gesetzgebung. 
 
Beispiel: Schweiz

Card 12

Question

Nennen und erklären Sie die politischen Rechte  eines mündigen Schweizer Staatsbürgers.

Answer

Stimmrecht: über eine Sachvorlage mit „Ja“ oder „Nein“ entscheiden 
 
Aktives Wahlrecht: Man kann jemanden wählen 
 
Passives Wahlrecht: Man kann gewählt werden 
 
Initiativrecht 
 
Referendumsrecht

Card 13

Question

Erklären Sie, was das Initiativrecht auf Bundesebene bedeutet und wie es ausgeübt wird.

Answer

Die Volksinitiative ist das Recht des Volkes, in der Bundesverfassung neue Artikel oder deren Änderungen und Aufhebung anzuregen. 
 
Dies kann als formulierte Initiative (=genauer Wortlaut, über 95% der Fälle) oder als allgemeine Anregung geschehen. 
 
Nach Veröffentlichung im Bundesblatt müssen innert 18 Monaten mindestens 100`000 Stimmberechtigte das Begehren unterschreiben, damit die Initiative zu Stande kommt.  
 
Bei der Abstimmung braucht es das Volks- und Ständemehr.

Card 14

Question

Nennen und erklären Sie die drei Verfahrensschritte, wenn eine Volksinitiative zu Stande gekommen ist.

Answer

1. Schritt 
Der Bundesrat unterbreitet dem National- und Ständerat Botschaft und Antrag. Er empfiehlt je nachdem: 
Zustimmung – Ablehnung ohne Alternativvorschlag -  Annahme Gegenentwurf des Bundesrates 
 
2. Schritt 
National- und Ständerat empfehlen dem Volk je nachdem: 
Zustimmung – Ablehnung ohne Gegenvorschlag – Annahme 
Gegenentwurf des Bundesrates oder des Parlaments 
 
3. Schritt 
Volk und Stände (Kantone) entscheiden an der Urne. 
 
Bei der Abstimmung braucht es das Volks- und Ständemehr.

Card 15

Question

Wenn der Bundesrat und/oder das Parlament einen Gegenentwurf zur Initiative ausgearbeitet haben, hat der Stimmzettel einen festgelegten Grundinhalt. 
 
Nennen Sie diesen und erklären Sie die Funktion.

Answer

Der Stimmzettel enthält 3 Fragen:  
Annahme der Volksinitiative Ja/Nein 
Annahme des Gegenvorschlags Ja/Nein 
Stichfrage, ob lieber Annahme Volksinitiative oder Gegenvorschlag, falls beide angenommen werden  
 
Im Falle einer solchen Doppelabstimmung ist es erlaubt, mit einem doppelten Ja abzustimmen.  
 
Deshalb ist es erforderlich, mit der Stichfrage zu klären, welcher der beiden Vorschläge (Volksinitiative und Gegenvorschlag) der Vorzug zu geben ist, falls beide angenommen werden.

Card 16

Question

Erklären Sie, was das obligatorische Referendum auf Bundesebene bedeutet und wie es ausgeübt wird.

Answer

Das Referendum ist in zwei Fällen obligatorisch: 

 bei Änderungen/Ergänzungen der Bundesverfassung 
= obligatorisches Verfassungsreferendum 

 beim Beitritt zu internationalen Organisationen (z.B. EU) 
= obligatorisches Staatsvertragsreferendum 
  
Bei der Abstimmung braucht es das Volks- und Ständemehr.

Card 17

Question

Erklären Sie, was das fakultative Referendum auf Bundesebene bedeutet und wie es ausgeübt wird.

Answer

Das Referendum kann in zwei Fällen ergriffen werden: 

 beim Erlass neuer Gesetze durch das Parlament 
= fakultatives Gesetzesreferendum 

 wenn Staatsverträge rechtssetzende Auswirkungen haben 
= fakultatives Staatsvertragsreferendum 
 
Nach Veröffentlichung im Bundesblatt müssen innert 100 Tagen 
mindestens 50`000 Stimmberechtigte
das Begehren unterschreiben oder aber es müssen mindestens 8 Kantone das Begehren unterstützen, damit das Referendum ergriffen wird.    
 
Bei der Abstimmung braucht es nur das Volksmehr.

Card 18

Question

Erklären Sie, wer den Anstoss zu einem neuen Gesetz geben kann.

Answer

Interessengruppen wenden sich an Parlamentsmitglieder

(indirekter Anstoss) 
 
mindestens 8 Kantone machen eine Standesinitiative

(indirekter Anstoss) 
 
Bundesrat oder Bundesverwaltung

(direkter Anstoss) 
 
Mitglieder des National- und Ständerates mittels Motion oder Postulat

(direkter Anstoss)

Card 19

Question

Erklären Sie, was nach dem Anstoss zu einem neuen Gesetz in der vorparlamentarischen Phase passiert.

Answer

Gesetzesentwurf 
Die Bundesverwaltung und/oder eine vom Bundesrat eingesetzte Expertengruppe arbeiten einen Gesetzesentwurf aus. 
 
Vernehmlassung 
Der Entwurf wird zur Stellungnahme an Kantone, Verbände, Parteien, interessierte Kreise versandt.  
 
Botschaft des Bundesrates 
Der allenfalls korrigierte Entwurf wird vom Bundesrat mit einer Empfehlung an National- und Ständerat geschickt.

Card 20

Question

Erklären Sie, was beim Gesetzgebungsverfahren in der parlamentarischen Phase passiert.

Answer

Vorberatung in den Kommissionen des National- und Ständerates 
 
Eintretensdebatte 
Beide Räte entscheiden, ob auf die Vorlage eingetreten wird. Bei abschlägigem Entscheid entweder Abbruch oder neuer Vorschlag Bundesrat. Bei Eintreten auf die Vorlage: 
 
Behandlung im Erst- und im Zweitrat 
Die Präsidenten der Kammern legen fest, welche Kammer und welche vorberatenden Kommission im jeweiligen Fall mit der Beratung beginnt. Nach dem Entscheid des Erstrats erfolgt die Behandlung im Zweitrat. 
 
Differenzbereinigung 
Die Räte bearbeiten die Vorlage, bis die Differenzen bereinigt sind. Ist dies nach drei Verhandlungen nicht erreicht, erfolgt eine Einigungskonferenz.

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