Actin & Myosin = kontraktile Elemente
-> über Interaktion unter ATP Verbrauch Kontraktion und Relaxation
-> Querbrückenzyklus + Gleitfilamenttheorie
-> Verkürzung & Kraftentwicklung Muskel
Zonulae adhaerentes
= fixiert Actinfilamente an Zellenden (vgl Z-Scheibe an quergestreiftem Muskel)
gap Junctions
= ermöglichen Passage der Membranerregung
-> keine Stammzellpopulation wie Satellitzellen in Skelettmuskel, daher Regenerationsfähigkeit nur schwach ausgeprägt
Card 27
Question
Herzmuskel: funktionelle Einheit (Syncytium)
Answer
-> wichtiger Unterschied zu Skelettmuskel: elektr. Verknüpfung über gap Junctions
AP wandern von Zelle zu Zelle durch Herzgewebe
-> dadurch kontrahieren & relaxieren benachbarte Zellen synchron
-> Herzmuskel verhält sich weitgehen wie eine Einzelzelle = funktionelles Syncytium
gap junctons durch Connexone (Kanalproteine) gebildet
wichtig: Herzmuskeln brauchen für Kontraktion Ca2+ von außen
Card 28
Question
Unterschied Cardiomyocyten & Schrittmacherzellen
Answer
1. Cardiomyocyten
kein eigenes spontanes AP
2. Schrittmacherzellen
spezialisierte Cardiomyocten
können AP generieren
zB in Sinusknoten
unter pyhsiologischen Bedingungen regelmäßige Depolarisation zur AP Bildung
-> AP erreicht über Erregungsleitungssystem Kammermyocard
Sinusknoten = primärer Taktgeber
Herz kann also eigene MuskelAP und Kontraktionen erzeugen
-> Autorhythmie des Herzens
Veränderungen der HF über sympathische/parasympathische Innervation des Sinusknotens
Card 29
Question
Welche Teile bilden das Erregungsbildungs- & Erregungsleitunssystem?
Answer
Sinusknoten
Atrioventrikularknoten (AV Knoten)
His-Bündel
Tawara-Schnenkel
Purkinje-Fasern
Card 30
Question
Wie verläuft die Erregungsausbreitung am Herz?
Answer
Entstehung spontanes AP am Sinusknoten
wandert über internodale Bahnen von Zelle zu Zelle der Vorhofmuskulatur des linken und rechten Vorhofs
Kontraktion der Vorhöfe
AP zum AV Knoten
-> AV Knoten einzige Möglichkeit für AP um von Vorhöfen zu Kammern zu kommen
-> ansonsten zw Kammer & Vorhof unnerregbare Schicht aus Bindegewebe (in Ventilebene)
AP zum Beginn His Bündel am Septum
AP auf beide Tawara Schenkel im Septum bis zur Herzspitze
Tawara Schenkel fächern sich an Herzspitze in Purkinje Fasern auf
-> leiten AP zu Innenseiten der Kammern
AP auf subendocardiale Muskelzellen
-> sehr schnell von Zelle zu Zelle nach außen
Card 31
Question
In welcher Geschwindigkeit verläuft die Erregungsausbreitung am Herz?
Answer
1. Überleitunggstrecke: "Schneckenstrecke"
von Anfang AV-Knoten bis Beginn His Bündel
im Vergleich mit ventrikulärer Erregungsleitung langsam
sorgt für Verzögerung zwischen atrialer und ventrikulärer Kontraktion
-> für entsprechende Kammerfüllung
2. "Rennstrecke"
ab zweitem Teil des His-Bündels bis zur Herzspitze
in Milisekunden
sorgt für synchrone Kontraktion der Herzmuskelzellen in beiden Ventrikeln
Card 32
Question
Welche Formen von Störungen der Herzfunktion gibt es?
Answer
Primäre Störungen
verminderte Pumpleistung
= Herzinsuffizien
Rhythmusstörungen
Klappenanomalien
-> 2. & 3. führen zu 1.
Sekundäre Störungen
Störungen in vor- & nachgeschalteten Gefäßen
Card 33
Question
Herzinsuffizienz
Answer
= Herz ist nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen
-> obwohl alle Kompensationsmechanismen ausgeschöpft wurden
Kompensationsmechanismen
Frank-Sterling-Mechanismus
-> durch Vorlasterhöhung stärkere Kontraktion
= Kontraktionen außerhalb des physiologischen Sinusrhythmus
am Häufigsten am AV-Knoten, His-Bündel oder Purkinje-Fasern erzeugt
aber auch an Vorhof- (supraventrikuläre ES -> AV Knoten) oder Ventrikelmuskulatur (ventrikuläre ES)
interponierte Extrasystole
-> Extrasystole zwischen zwei normalen Sinus AP bei langsamen Grundrhtythmus
-> keine Störung der Grundfrequenz
-> ABER möglicherweise weniger oder kein Blut gepumpt, da Ventrikel noch nicht wieder ausreichend gefüllt
kompensatorische Pause
-> entsteht meist bei Extrasystolen während höherer HF
-> folgt dann auf Extrasystole als längere Pause
-> nachfolgende Kammereregung fällt aus, da Erregung von Sinusknoten in absolute Refraktärzeit der Extrasystole fällt
-> erst nächste Erregung von Sinus Knoten kann mit Kontraktion beantwortet werden (dann stärker, da mehr Blut in Ventrikel)
bei ventrikulärer Extrasystole retrograde Ausbreitung möglich
-> von AV-Knoten auf Vorhof, da beide nicht refraktär sind
-> im EKG negative P-Welle
a = interponierende Extrasystole (Pfeil)
b = respiratorische Sinusarrythmie -> Inspiration verursacht Tachykardie
c = peroxysmale Arrythmie -> plötzliches Einsetzen einer Tachykardie
d = Vorhofflattern 2:1 Rhythmus
e = Kammerflimmern
Card 35
Question
Arrythmie
Answer
= Störung der normalen Herzschlagfolge verursacht durch nicht regelrechte Vorgänge bei Erregungsbildung und -leitung
idR durch verstärkte Aktivität der sympathischen Nervenendigungen am Sinusknoten
2. Sinusbradykardie
häufig bei Sportlern, Tiere mit viel Leistungstraining durch erhöhten Vagustonus
medikamentös durch ß-Rezeptorblocker
3. paroxysmale Tachykardie
anfallsweise & plötzlich, enden abrupt
supraventrikulär oder ventrikulär
Muskelzellen werden erregbarer als sinoidale Schrittmacherzellen
-> erst nach unnormaler Situation erhält Sinusrhythmus Kontrolle über Herzaktivität zurück
vermutlich über AP die retrograd von AV Knoten auf Vorhofmuskulatur reflektiert werden
Gefahr Kammerflimmer und kardiogener Schock
-> oft mit ausgeprägtem O2 Mangel der Kammermuskulatur
Card 37
Question
Vorhof/Kammerflattern und -flimmern
Answer
Sonderformen tachykarder Rhythmusstörungen
vorübergehen (paroxysmal) oder andauernd (permanent)
nur jede 2. Vorhoferregung wird vom AV Knoten auf Ventrikel weitergeleitet (wg langer Refraktärzeit)
-> 2:1 Rhythmus
max. 200 AP/Minute können vom AVK weitergeleitet werden
2. Vorhofflimmern
Depolarisationen in sehr schneller, irregulärer und unkoordinierter Folge
P-Wellen im EKG nicht oder nur schwer erkennbar
Pumpfunktion der Vorhöfe bricht faktisch ab
-> zunächst keine Auswirkung auf Gesamtpumpleistung, da AVK als Frequenzbegrenzer
-> Ventrikelfüllung erfolgt passiv
Pumpleistung nimmt dennoch durch Verminderung HF ab
3. Kammerflimmern
lokale Störung der Erregungsleitung/Erregungsablaufs
Bildung kreisender Erregung im Myocard
Herzmuskel kann nicht koordiniert arbeiten
Pumpleistung sinkt abrupt auf null -> Kreislaufstillstand
kann entstehen, wenn Ausbreitung der Depolarisation in bestimmten Bereichen verzögert
Card 38
Question
Herzblöcke
Answer
= Arrythmien, die durch Störungen der Erregungsausbreitung und -leitung entstehen
Sinuatrialer Block
= gestörte EL vom SK zu Vorhofmuskulatur
AV Block
= gestörte EL von Vorhöfen zu Kammern
-> entsteht in AV Knoten & His Bündel
-> verschiedene Grade: EKG Befunde
Intraventrikulärer Block (Schenkelblock)
= gestörte EL in Herzkammern
-> Rechts- oder Linksschenkelblock mögkich
Card 39
Question
AV Block
Answer
1. Grades
Erregungsleitung verzögert
verspätete Kontraktion der Herzkammern
Verlängerung PQ im EKG
meist unbemerkt, benötigt keine Behandlung
2. Grades
Erregungsüberleitung fällt partiell aus, verschiedene Ursachen möglich
1. PQ Zeit wird immer länger; wird so lang, dass Vorhoferregung nicht mehr übergeleitet wird
-> eine Kammerkontraktion fällt aus, nachfolgende wird normal übergeleitet, dann wieder PQ-Zeit-Verlängerung
= Wenckebach-Periodik
2. plötzliches Ausbleiben der Kammeraktion ohne Verlängerung PQ Zeit
-> kann auch jede 2.,3. oder 4. sein
-> meist im His-Bündel blockiert
-> Gefahr, dass in totalen AV Block übergeht
= Mobitz-Block
3. Grades
vollständiger Ausfall der Erregungsleitung zw Vorhof & Kammern
Kammern hören auf zu kontrahieren oder kontrahieren in asynchronem Rhythmus
-> Rhythmus durch AV Knoten, His-Bündel, Tawaraschenkel. Purkinje Fasern
typische Indikation für Herzschrittmacher
Card 40
Question
Kalium & Herz
Answer
K+ = größten Einfluss auf Herzaktivität aller Ionen in EZF
physiologische K+ Konzentration = 4-6mmol/l
-> sonst Änderung der K-Permeabilität
Hyperkaliämie
- Membranpotential nähert sich K Gleichgewichtspotential an
- Membranpot. wird positiver
Hypokaliämie
- K-Permeabilität sinkt: Einfluss K auf RP nimmt ab
- RP wird positiver
Muskelfasern werden bei Hypo- UND Hyperkaliämie erregbarer, da Schwellenwert durch positiveres RP leichter erreicht werden kann
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