Card 1
Question
Was ist eine Institution?
Answer
· Von Menschen hergeleitete politische, ökonomische oder soziale Strukturen der Zusammenarbeit. Diese können formal und informal sein. Beispiele: Traditionen, Tabu’s, Gesetz, Geld.
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Was ist eine Institution?
· Von Menschen hergeleitete politische, ökonomische oder soziale Strukturen der Zusammenarbeit. Diese können formal und informal sein. Beispiele: Traditionen, Tabu’s, Gesetz, Geld.
Was bringen Institutionen?
· Institutionen helfen den „Schaden“ durch eigennützige Akteure und begrenzte Rationalität möglichst klein zu halten.
Was ist Governance (Definition)?
· Abgeleitete Institutionen, welche die Interaktionen innerhalb Unternehmen (Corporate Governance) und zwischen Unternehmen (Kooperationsdesign) beeinflussen. Gute Governance reduziert die Transaktionskosten und hilft, die aus der Arbeitsteilung und Spezialisierung hervorgehenden Produktivitätspotentiale voll auszuschöpfen.
Was sind Transaktionskosten?
· Zu den Transaktionskosten zählen alle Opfer, die von den Beteiligten für die Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung, Kontrolle und Anpassung des Leistungstausches in Kauf genommen werden
Nenne die 4 verschiedenen Verfügungsrechte / Property Rights
1. Nutzungsrecht
2. Veränderungsrecht
3. Gewinnaneignungsrecht
4. Liquidationsrecht
Was sind Koordinationsrechte und welche Property Rights sind bestandteil davon?
· Rechte, über die Verwendung / den Einsatz einer Ressource zu bestimmen. Dazu gehören das Nutzungsrecht und das Veränderungsrecht.
Was sind Residualansprüche und welche Property Rights sind bestandteil davon?
· Rechte, das Residuum aus der Ressourcenverwendung einzubehalten. Dazu gehören das Gewinnaneignungsrecht und das Liquidationsrecht
Was ist das Residuum und weshalb ist es problematisch?
· Rest, der nach Abzug aller vertraglich und gesetzlich fixierten Ansprüche auf den Produktionswert übrig bleibt. -> Im Residuum steckt das Risiko.
Nenne 3 Spezifikationen der Residualanspruchshalter
· Der Halter der Residualansprüche übernimmt das nicht systematisch in die Verträge eingebaute Risiko
· Der Halter der Residualansprüche «versichert» die Inputlieferanten mit vertraglich oder gesetzlich fixierten Ansprüchen auf den Produktionswert
· Residualanspruchshalter haben starke Anreize, den Unternehmenswert zu maximieren. Ihre Ansprüche sollen deshalb geschützt werden
Nenne 3 Grundannahmen des Finanzansatzes
· Aktionäre als Residualanspruchshalter
· Alle anderen Ressourcenbeiträge sind kontrahierbar, da Marktpreise vorliegen
· Shareholder Value Maximierung ist identisch mit der Unternehmenswertmaximierung
Nenne 2 Grundannahmen des Stakeholderansatzes
· Verträge über firmenspezifische Ressourcenbeiträge sind zwangsläufig unvollständig, da keine Exit-Option vorliegt
· Nicht nur die Aktionäre, sondern alle firmenspezifischen Investoren sind Residualanspruchshalter, z.B. Mitarbeiter mit firmenspezifischen Fertigkeiten
Wie müsste man Residualansprüche ausgestalten, um gezielt die Kosten für die Übernahme des «übrig gebliebenen» Risikos zu minimieren?
· Entkopplung der Übernahme von Residualansprüchen von der Übernahme von Entscheidungsfunktionen im Unternehmen -> Spezialisierung auf Risikoübernahme
· Beliebige Stückelung der Residualansprüche -> Risikoübernahmen in «Kleinstportionen»
· Sekundärmarkthandel mit Residualansprüchen -> Portfoliobildung der Anleger
Welche Nebeneffeke entstehen daraus? ( Aktionäre als RAH)
· Sie bedingt eine spezifische Rollenverteilung
· Aktionäre halten ausschließlich Residualansprüche (am besten in Kleinstportionen über viele Unternehmen gestreut)
· Angestellte Manager halten Koordinationsrechte
· Es entsteht eine Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehung
Unter welchen 2 Bedingungen ist die P-A-Beziehung problematisch? (2 Stichworte)
· Interessensdivergenzen
· Informationsasymmetrien
Wie ist die Verteilung der Property Rights in einer Publikumsgesellschaft? (3 Punkte)
· Residualansprüche sind auf eine Vielzahl von EK-Gebern verteilt
· Sie sind zeitlich unbegrenzt
· Koordinationsrechte werden im Rahmen von Verträgen an Manager abgetreten
Nenne 5 Zielkonflikte des Managements
· Risikokonflikt
· Wachstumskonflikt
· Konsumkonflikt
· Zeitpräferenzkonflikt (z.B Retirement Problematik)
· Free-Cash-Flow-konflikt
Nenne 3 Supervisorenkonzepte
· Verwaltungsrat/Aufsichtsrat
· Revisoren/Wirtschaftsprüfer
· institutionelle Anleger
Nenne 3 Wettbewerbskonzepte
· Kapitalmarkt
· Arbeitsmarkt für Manager
· Markt für Unternehmenskontrolle
Nenne 3 nationale Gesetze, welchen die CG unterliegt
· Aktiengesetz
· Bilanzierungsrecht
· Mitbestimmungsrechte
Nenne 2 Erklärungsansätze für unterschiedliches Regulierungsumfeld
· Effizienzerklärung
· Rent-Seeking-Erklärung (Lobbying etc.)
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