Wie ist die
Property-Rights Verteilung? (beim Frachising)
Answer
·Franchise-Nehmer (downstream)
treten einen Teil der Koordinationsrechte an Franchise-Geber (upstream) ab
·Franchise-Geber hält die Koordinationsrechte
und Residualansprüche auf der vorgelagerten Stufe der vertikalen Kette.
Card 122
Question
Nenne 2 Vorteile der
Selbstständigkeit
Answer
·Geringer Kontrollaufwand, da
Monitoring durch Anreize ersetzt wird (Residualansprüche der nachgelagerten
Stufe der vertikalen Kette, was v.a. bei hoher geographischer Diversifizierung
wichtig ist)
·Effizientere Bewirtschaftung
des dezentralen (idiosynkratischen) Wissens
Card 123
Question
Nenne 2 Vorteile der
Hierarchie
Answer
·Vorteile synchronisierten
Handelns (Werbekampagnen, Image-Repositionierungen usw., die nur richtig
wirken, wenn sie von allen Beteiligten umgesetzt werden)
·Ausnutzung von Skaleneffekten
(z.B. Einkauf, Abrechnungssysteme)
Card 124
Question
Nenne 3 potentielle
Probleme bei Franchise-Organisationen
Answer
·Adverse-selection-Risiko bei
FN-Auswahl
·Moral-hazard-Risiko/Problem des
Trittbrettfahrens auf Markenreputation
·Hold-up-Risiko des FN
Card 125
Question
Wie entsteht
Adverse-Selection und was ist die Lösung dazu?
Answer
·Aufgrund der
Informationsasymmetrie zwischen FG und (potentiellem) FN können auch
ungeeignete Partner eine Lizenz erwerben
·Mögliche Lösung:
Transaktionsspezifische Investitionen durch den FN (z.B. obligatorische
spezifische Ausbildung)
Card 126
Question
Wie entsteht das
Trittbrettfahrer Problem und was ist die Lösung dazu (beim Frachising)
Answer
·FG kann die Leistung des FN
schlecht beurteilen. Der FN könnte sich z.B. als Trittbrettfahrer auf
Markenreputation verhalten, da die Einsparung (z.B. tiefere Putzkosten) privat
anfällt, die Reputationseinbusse jedoch sozialisiert wird
·Lösungsansätze:
Markenspezifische Investitionen (z.B. Geschäftseinrichtung, Ausbildung) des FN
·Starke Eingriffs- und
Sanktionsmöglichkeiten durch den FG und entsprechende Anreize, da FG
Residualeigentümer der Reputation
·Dieses
Qualitätssicherungssystem dient als Signal für den Kunden und für aktuelle und
potentielle FN
Card 127
Question
Wie entsteht die
Hold-Up-Problematik und was ist die Lösung dazu?
Answer
·FN gerät in ein
Abhängigkeitsverhältnis zum FG, der z.B. weitere Lizenzen in geographischer
Nähe vergeben kann
·Da der FN diese Gefahr
antizipiert, droht ein Unterinvestitionsproblem
·Das Hold-up-Risiko des FN wird
jedoch durch die Reputation des FG als fairen Kooperationspartner begrenzt
·Bezüglich der Höhe der
transaktionsspezifischen Investitionen des FN besteht ein Trade-off zwischen
Hold-up-Gefahr durch den FG und Adverse-selection- und Moral-hazard-Gefahr
durch den FN
Card 128
Question
Welche Faktoren treiben
die „royalty rates“ in die Höhe?
Answer
·Risikoaversion: Je höher die
Risikoaversion des FN im Vergleich zum FG ist, desto höher sind die «royality
rates»
·Moral-hazard-Gefahr durch FN:
Je wichtiger das dezentrale Wissen des FN ist und/oder je schlechter die
Monitoring-Möglichkeiten sind, desto tiefer sind die «royality rates».->
Pauschalzahlung
·Je stärker die Hold-up-Gefahr
durch FG, desto höher sind die «royality rates»
Card 129
Question
Warum gibt es manchmal
sowohl Franchise-Outlets wie auch Filialen?
Answer
·Es gibt zwei Marktsegmente im
Arbeitsmarkt für Manager: Franchisenehmer-Typen (Präferenz für Selbständigkeit)
und Filialleiter-Typen (keine Präferenz für Selbständigkeit)
·Bei Engpässen im einen Segment
weicht man auf das andere aus (nur möglich, falls hierarchisches Filialsystem
ähnlich effizient ist).
·Koexistenz ermöglicht
Wettbewerb: FG kann FN mit Vorwärtsintegration und Filialen mit Desintegration
«drohen»
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