·Reduktion des
Prinzipal-Agenten-Problems, da Geringfügigkeitsproblem wegfällt
·Falls Familienmitglieder oder
-vertreter auch Koordinationsrechte ausüben, ergibt sich eine Zweiteilung der
Aktionäre, welche das Prinzipal-Agenten-Problem verschärft.
·Auswahl des Managements
aufgrund Familienzugehörigkeit anstatt Kompetenz
Card 102
Question
Wie sieht die Verteilung
der Property Rights aus? + Nenne Bsps von Mutuals
Answer
·Koordinationsrechte von
Residualansprüchen getrennt
oKunden sind gleichzeitig Halter der Residualansprüche
oAnteile können typischerweise zurückverlangt werden
Card 103
Question
Nenne je einen positiven
und negativen ökonomischen Effekt, der daraus entsteht (bei Mutual):
Answer
·Entschärfung des
Prinzipal-Agenten-Problems: Residualanspruchshalter haben stärkere Mittel als
die Aktionäre in einer Publikumsgesellschaft um das Management zu
disziplinieren
·Eigenkapital verliert seine
Eignung als Garantiekapital
Card 104
Question
Wann / Wo eignen sich
Mutuals
Answer
·Mutuals eignen sich in
Bereichen, in denen in leicht und schnell bewertbare bzw. liquidierbare,
typischerweise unspezifische, Vermögensgegenstände investiert werden kann.
Card 105
Question
Wie sieht die Verteilung
der Property Rights aus? (bei NonProfits)
Answer
·Verteilung der Property Rights:
Abschaffung von Residualansprüchen («non-distribution constraint»)
·Nonprofits umfassen sowohl
spendenbasierte Hilfswerke wie gewerbsmässige Unternehmen
·Keine Auszahlung des Residuums
Card 106
Question
Weshalb dieser
„non-distribution-constraint“ und wozu ist er gut?
Answer
·«Non-distribution constraint»
dient als Signal, dass die Entscheidungsträger der Organisation
Informationsasymmetrien zu wichtigen Transaktionspartnern nicht opportunistisch
ausnutzen
·«Non-distribution constraint»
motiviert Beiträge an öffentliche Güter oder Club-Güter.
oBei Nonprofits weiss der Spender, dass es keinen Eigentümer gibt,
der von Zweckentfremdung profitieren kann.
Card 107
Question
Nenne 3 Nachteile von
Nonprofits
Answer
·«Slack» und «consumption on the
job», denn ohne Residualansprüche fehlt ein motivierter Monitor, der für
effiziente Arbeitsabläufe sorgt.
·Unterlegene
Risikobewirtschaftung, denn es fehlt ein spezialisierter Risikoträger.
·Unterlegene Kapitalbeschaffung:
Expansionen müssen durch Innen- oder Fremdfinanzierung finanziert werden.
Card 108
Question
Was sind
Kooperationsdesigns, wozu sind sie da?
Answer
·Bei Kooperationsdesigns geht es
um die Handhabung von Problemen zwischen Akteuren, die zusammen arbeiten, ohne
Residualansprüche aufzugeben.
oZ.B. zwischen Individuen: Partnerschaft, Franchising
oZ.B. zwischen Firmen: Genossenschaften, Franchising
Card 109
Question
Was sind Vorteile von
Kooperationsdesigns (2 Punkte + Erläuterung dazu)
Answer
·Einsparung von
Produktionskosten
oZusammenarbeit zwischen Unternehmen ermöglicht die Ausnutzung von
Skaleneffekten (grössere Stückzahlen, keine Doppelspurigkeiten
·Risikodiversifikation/Risikoteilung
oAber: Risikoteilung zwischen zwei Unternehmen unterliegt der
Risikodiversifikationsmöglichkeiten über den Kapitalmarkt
Card 110
Question
Wie sieht die Verteilung
der Property Rights aus? (bei Partnerschaft)
·
Answer
esidResidualansprüche sind an Koordinationsrechte gekoppelt
·Residualansprüche werden auf mehrere Akteure (die Partner) verteilt
·I.d.R. sind die Residualansprüche nicht fix, sondern werden periodisch ausgehandelt
·I.d.R. sind die Residualansprüche zeitlich auf die Mitgliedschaft in der Partnerschaft beschränkt
·I.d.R. sind Residualansprüche nicht veräusserbar
Card 111
Question
Wieso besteht Bedarf an
Anreizen zur effizienten Bewirtschaftung dezentralen impliziten Wissen?
Answer
·Entscheide müssen vor Ort
getroffen werden, da Wissenstransfer zur Zentrale schwierig ist
·Teamleiter erhalten
Residualansprüche als Anreiz, vor Ort beim Kunden als Monitor zu agieren.
Card 112
Question
Wie funktioniert die
Qualitätssignalisierung bei Dienstleistungen mit Erfahrungsgutcharakter?
Answer
·Kunde kann die Güte der
Dienstleistung nicht unmittelbar einschätzen (kein Inspektionsgut)
·Residualansprüche untermauern
persönliche Haftung des Partners, der die Dienstleistung erbringt. Commitment
für hohe Qualität einer Dienstleistung
·Bei wissensintensiven
Dienstleistungen können nur Peers Handlungen eines Akteurs richtig einschätzen.
Teilen mehrere gleich spezialisierte Partner Koordinationsrechte und
Residualansprüche, so wird Peer-Kontrolle aktiviert (jedoch
Trittbrettfahrerproblem, falls hohe Anzahl Partner)
Card 113
Question
Ausschliessliche
Verwertung von Humankapital bedingen zeitliche begrenzte Residualansprüche und
flexible Teilungsregeln
Answer
·Jeder Partner bringt sein
Humankapital ein. Wenn er dieses wieder entzieht (z.B. Ruhestand), erlöschen
Residualansprüche, ansonsten würden die Kontroll- und Qualitätsanreize der
aktiven Partner verwässert
·Periodisch neu ausgehandelte
Teilungsregeln schaffen Anreize, vom Markt gefragte Skills zu erlernen
(«lernende Partnerschaft»)
·Nachteil: Flexible
Teilungsregeln mit relativer Evaluationskriterien kann Zusammenarbeit
untergraben
Card 114
Question
Wann stellt sich das
Problem, Rechte der nächsten Generation zu übergeben?
Answer
·Je mehr spezifische «nonhuman
capital assets» (z.B. Patente, Maschinen, Kundenstämme) eine Rolle spielen,
desto dringlicher stellt sich das Problem, die Rechte daran von einer
Generation auf die andere zu übertragen
Card 115
Question
Weshalb eignet sich die
Partnerschaft zum Erwerb von Humankapital-Signalen?
Answer
·Durch die Koppelung von Residual-
und Koordinationsrechten haben Partner sowohl die Anreize als auch die
Möglichkeit die besten Mitarbeiter einzustellen
·Reduktion der
Informationsasymmetrie bezüglich den Fähigkeiten des Mitarbeiters durch
Peer-Evaluation
·Vielzahl von Beförderungsturnieren
als Selektion
·Up-or-out-Klausel als
Commitment Beförderungsturniere durchzuführen
·Up-or-out reduziert
doppelseitiges Opportunismusproblem: Einerseits wird eine dauerhafte
«Ausbeutung» von fähigen Einsteigern ohne Beförderung verhindert, andererseits
werden diese durch die Aufstiegschancen kein «shirking» betreiben
Card 116
Question
Wie ist die
Property-Rights-Verteilung?
Answer
·Organisationsform, deren
Eigentümer gleichzeitig Haupttransaktionspartner sind.
·Property Rights-Verteilung über
zwei angrenzende Stufen einer vertikalen Kette
·Genossen halten jeweils
unverdünnte Property Rights auf der vor- oder nachgelagerten Stufe und
verdünnte Property Rights auf der Genossenschaftsstufe.
Card 117
Question
Welcher Vorteil ergibt sich aus der Property Rights Verteilung bei Genossenschaften?
Answer
Vertragsform, welche die Anreize der Selbständigkeit auf einer Stufe erhält und gleichzeitig ein Hold-up-Risiko aus Abhängigkeiten zwischen den Stufen durch Internalisierung begrenzt.
Card 118
Question
Welches Problem ergibt
sich aus der Rückwärtsintegration?
Answer
·Lösung des Hold-up-Problems
wird durch ein Moral-hazard-Problem erkauft
·Bauern besitzen implizites
Wissen (schwer übertragbares und kontrollierbares Erfahrungswissen), welches
nicht zentral bewirtschaftet werden kann
·Bauern brauchen Anreize
(Residualansprüche), um dieses Wissen effizient zu bewirtschaften
Card 119
Question
Welche Vorteile ergeben
sich aus der Vorwärtsintegration?
Answer
·Grundidee: Wir brauchen eine
Organisationsform, die einerseits die Hold-up-Gefahr aus der Leistungsbeziehung
zwischen Bauer und Molkerei nimmt, andererseits die Selbstständigkeit des
Bauern bewahrt.
oBauer bleibt selbstständig bei der Milcherzeugung
oBauer erhält Miteigentum und Mitsprache (voice) bei der
Milchverarbeitung (Mitglieder der Genossenschaft)
Card 120
Question
Wie funktioniert
Franchising?
Answer
·Franchise-Geber (FG) verfügt
über ein rechtliche geschütztes Gut. Er überlässt Nutzungsrechte an diesem Gut
während Vertragsdauer an Franchise-Nehmer (FN). FN zahlt dafür Franchise-Gebühr
und unterwirft sich sehr weitgehenden Weisungs-, Kontroll- und
Sanktionsbefugnissen des FG
·Kooperationsform, welche
versucht, die Anreizvorteile der Selbständigkeit (auf der nachgelagerten Stufe
der vertikalen Kette) mit den Koordinationsvorteile der Hierarchie (in Gestalt
selektiver Interventionen) zu kombinieren
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