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Masterprüfung HP

Discover Masterprüfung HP: 46 flashcards with questions and answers.

Subject
Humanities / Pedagogy
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

 

 

Definition Mutismus, selektive Mutismus und totaler Mutismus  nach ICD Kriterien 

Answer

ICD 10 --> Psychische- und Verhaltensstörung (mindestens einen Monat bestehen und zu sozialen Einschränkungen führen) 

3-7 / 10'000 Kinder in der Schweiz --> deutlich mehr Mädchen 

Mutus = schweigen --> Kommunikationsstörung ohne Beeinträchtigung / Defekte der Sprechorgane und des Hörgangs.Sie setzen die Sprechfähigkeit in für sie fremde Situationen, Orte oder Personen nicht ein und verstummen.  

Selektiver/ elektiver Mutismus: Mindestens in einer spezifischen Situation nicht zu sprechen. (elektiv = Entscheidungsfreiheit gegeben. Selektiv = Entscheidungsfreiheit nicht gegeben) 

Totaler Mutismus: Vollständige Verstummung -> Kind redet gar nicht + Geräusche (Husten, Niesen etc.) werden gegenüber allen Personen vermieden. 

Kriterien ICD 10:  

  • Unfähigkeit in bestimmten Situationen zu sprechen
  • Störung behindert die schulischen / beruflichen Leistungen oder die soziale Kommunikation 
  • mindestens einen Monat 
  • Nicht nur fehlende Kenntnisse und Fähigkeiten
  •  Wenn man es nicht mit einer Kommunikationsstörung (Stottern) erklären kann und es nicht im Verlauf einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung (z.B. Schizophrenie) auftritt. 

Je früher ein Kind in die Therapie (Logopädie) geht, desto höher die Erfolgschancen. Bei Jugendlichen ist das Schweigen oft zu einem Teil der Persönlichkeit geworden was es schwierig macht. 

 

Card 2

Question

Mutismus

mögliche Risikofaktoren 

 

Answer

Risikofaktoren:

  • Keine abgrenzende Ätiologie (Ursachen) 
  • Organische oder neurologische Komponenten 
  • Exogene Faktoren (Traumatische Erlebnisse, Kulturwechsel, Phobien, Angststörung) 
  • Modelllernen 
  • Erschwerungen des Spracherwerbs beim Kulturwechsel 

Schutzfaktoren: 

  • Stabile Bindung zu Bezugspersonen 
  • positive Vorerfahrungen mit Fremden 
  • Eltern motivieren zum Kontakt mit fremden 
  • Gewissheit am Fremden Ort gemocht und willkommen zu sein 
  • Furchtlosigkeit und Entspanntheit 
  • genügend sprachliche Kompetenz 

Card 3

Question

 

Mutismus Angststörung Ja oder Nein? 

 

Answer

Pro-Argumente:

  • Komorbidität (Angststörung als Begleiterkrankung) bei der Störung
  •  Ähnliche therapeutische Massnahmen 
  • In vielen Literaturen wird Mutismus als Angststörung klassifiziert 
  • In Amerika DSM 5 wird Mutismus als Angststörung klassifiziert 

Jedoch ist Mutismus im ICD 10 nicht unter Angststörungen klassifiziert --> psychische- und Verhaltensstörungen 

Card 4

Question

 

 

Mutismus vs. ASS

Answer

  • Menschen mit ASS verhalten sich zurückgezogen, kontaktarm 
  • Mutisten "zwei unterschiedliche Gesichter" --> Introvertierte vs. lebhafte 
  • ASS zeigen Gefühle nicht und haben mühe mit Emotionalen Bindungen 
  • Mutisten können sich, je nach Situation, emotional verhalten 
  • Sprachentwicklung --> ASS Beeinträchtigung der Sprache. Mutisten verfügen dagegen mindestens eine altersentsprechende Sprachentwicklung. 

Card 5

Question

 

 

Definitionskriterien "leichte Sprache"

 

Answer

Kriterien: 

  • Für alle leicht zu verstehen 
  • leichte Regeln 
  • Nur in Hauptsätzen 
  • Man wiederholt Wörter immer 
  • Nur deutsche Wörter 
  • kurze Wörter
  • Doppelte Wörter mit Bindestrich schreiben 
  • Wem-Fall anstelle des Wes-Falls

--> Schriftsprache und wird nicht bei Gesprächen verwendet 

Zusätzlich --> LIX-Index nützlicher Indikator, Texte in leichte Sprache umzuwandeln 

Card 6

Question

 

 

Anwendung der leichten Sprache in der Praxis 

Answer

  • gut lesbare Schrift
  • Viele Absätze 
  • Aufzählungen mit Bulletpoints 
  • Wichtige Teile werden fett gedruckt 
  • In einem Satz nur eine Info 
  • Satz möglichst kurz 
  • Jeder Satz beginnt in einer neuen Zeile 
  • Bilder 

Besonders für Menschen mit einer geistigen Behinderung oder mit Schwierigkeiten beim Lesen(-lernen) oder mit einer anderen Muttersprache (DaZ). 

Card 7

Question

 

 

Symptombeschreibung bei LRS 

frühe vs. späte Symptomatik 

Answer

Lese und Rechtschreibstörung --> IQ im Normalbereich (doppelte Diskrepanz) --> Wenn nicht erklärbar durch Visusprobleme, Entwicklungsverzögerung, geminderter IQ und unangemessene Beschulung. 

Lese und Rechtschreibschwäche --> IQ nicht im Normalbereich (einfache Diskrepanz) 

Legasthenie = Störung, welche durch ausgeprägte Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/oder des Rechtschreibens gekennzeichnet. 

ICD 10: Unterscheiden zwischen Lese- und Rechtschreibstörung oder isolierte Rechtschreibstörung 

ICD 11: Berücksichtigt auch die Symptomatik, dass man auch nur beim Lesen eine Störung hat ohne eine Rechtschreibstörung zu haben. 

Symptome beim Lesen: 

  • Niedrige Lesegeschwindigkeit (weniger als 100 Wörter/min.)
  • Viele Fehler beim Vorlesen
  • häufiges Stocken
  • Verharren an Wortformen
  • Ersetzen von Wörtern durch ein in der Bedeutung ähnliches Wort
  • Unzureichende Wiedergabe des Gelesenen 
  • Auslassen von Wörtern

 Symptome bei Rechtschreibung 

  • Buchstaben auslassen 
  • Verwechslungen 
  • Umstellung von Silben und Buchstaben 
  • hohe Fehleranzahl bei ungeübten / geübten Texten --> Achtung "Maschine vs. Maschiene -> Intelligenter Fehler" 
  • Hohe Fehleranzahl beim Abschreiben 
  • Unleserliche Schrift 

Für ein therapeutisches Vorgehen ist es wichtig, in eine frühe oder späte Symptomatik einzuteilen (Entwicklungsmodell des Lesens- und Rechtschreibens von Frith). 

  • Logographische Stufe: Worterkennung / Dekodierung 
  • Alphabetische Stufe: Schreibe wie du sprichst --> Phonem-Graphem-Korrespendenz 
  • Orthographische Stufe: orthographisches Regelwerk 

Frühe Symptomatik: Wenn man sich auf der togographischen / alphabetischen Stufe befindet 

  • Typische Symptome: Einzelne Buchstaben benennen und schreiben / Lautgetreues Schreiben können sie nicht 

Späte Symptomatik: Orographische (Regeln und Lernwörter) / morphematische Stufe 

  • Lesen stockig, Leseflüssigkeit fehlt 
  • Gross- oder Kleinschreibung, keine Beherrschung vom Regelwerk, Identische Wörter unterschiedlich schreiben

 

 

 

Card 8

Question

 

 

  • Nachteilsausgleich  LRS 

Answer

Nachteilsausgleich 

Ziel: 

  • Beeinträchtigung bestmöglich ausgleichen 
  • Chancengleichheit 
  • Fachliches Wissen uneingeschränkt abbilden können
  • Wichtig: Es ist keine Bevorzugung 

Keine Reduktion der LZ, ansonsten währen es angepasste LZ 

Beispiele für NA: 

  • Differenzierung Prüfungsleistung / Prüfungsbedingungen (mündlich, schriftlich, Zeitverlängerung) 
  • Differenzierung des Prüfungsinhaltes (z.B. Rechtschreibregeln zählen nicht, Grammatik / Inhalt aber schon)
  • Differenzierung der Leistungsbewertung 
  • Technische Hilfsmittel (z.B. Laptop / Vorlesesoftware, Vergrösserung der Schrift) 

Card 9

Question

 

 

Fördermöglichkeiten LRS 

Answer

1. Diagnose: 

  • Salzburger Lese- und Schreibtest 
  • Hamburger Schreibprobe
  • ELFE 

--> Je nach Ergebnis: entweder Vorläuferfertigkeiten (phonologische Bewusstheit) fördern oder Therapie der frühen Symptomatik (Phonematischstem-Graphem-Korrespondenz und Lautgetreu) oder Therapie der späten Symptomatik (Leseflüssigkeit / Regelwerk / Ausnahmewörter / Strategien)

  • Wichtig: Hierarchieniedrigen Prozesse müssen erreicht werden, damit man die hierarchieniedrigen fördern kann --> Situationsmodell nach Lehnhard

2. Unterstützungsmöglichkeiten 

  • Lesbarkeit der Aufgaben 
  • Fachbegriffe lernen mit Karten etc. 
  • Gut Strukturierte Aufgaben --> va. adaptiv 
  • Enge Zusammenarbeit mit Fachlehrpersonen 
  • Mehr Arbeitszeit (Nachteilsausgleich) 
  • Ermutigung, loben
  • Anschauungsmaterial 

3. Fördermöglichkeiten: 

Wichtig: Erfolgserlebnis und Motivation schaffen, damit Schüler-/innen nicht in einen Teufelskreis fallen oder der Teufelskreis durchbrochen wird. 

  • Förderung in kleinen Gruppe oder Einzelförderung 
  • Zeit in welchen die Schüler-/innen aufnahmefähig sind 
  • Förderung muss individuell an Entwicklungsstand angepasst werden 
  1. Frühe Förderung durch Programme: Diese als LP nutzen, da sie getestet worden sind! 

           - Flüssig lesen lernen (Tacke, 2012) 

           - Würzburger orthografisches Training (Berger, 2009) 

           - Sichtwortschatz durch Blitzlesen 

           - Wir sind Lesedetektive (Strategievermittlung und Übung) 

       2. Strategien Vermitteln 

  • Kompensationsstrategie
  • Techniken der Fehlerkontrolle 
  • Umgang mit Frustration

            

Card 10

Question

 

 

Einfluss der Sitzordnung im Klassenzimmer auf Disziplin, Mitarbeit, Leistung und soziale Zugehörigkeit

Answer

Disziplin: 

  • Reihenanordnung --> am wenigsten Zwischenrufe
  • Knaben und Mädchen abwechselnd 
  • Blickkontakt zur LP 
  • Action Zone (Zone wo LP am meisten agiert) bei Reihen-Tischen

Leistung: 

  • Aufmerksamkeit durch Blickkontakt der LP --> steigert die Leistung 
  • Arbeiten der Schüler-/innen bei Reihen-Tischen, bessere Qualität
  • Knaben und Mädchen abwechseln --> Leistung besser 

Soziale Zugehörigkeit: 

  • Platz hat einen Einfluss auf sozialen Status der Klasse 
  • Platz in der Mitte wird als prominent angesehen aufgrund der sozialen Kontakten --> Deshalb schüchterne Kinder in die Mitte 
  • Täter und Opfer um 50% näher setzen --> Konflikte verringern sich  
  • Heterogenität bei Sitzplatz / Gruppentische immer wieder wechseln 
  • Beim U-Sitzordnung ist soziale Zugehörigkeit höher 

Mitarbeit: 

  • Blickkontakt zu Kontakt --> je mehr Mitarbeit

Generell gilt: 

  • Reihen-Tische als die erfolgreichste Sitzordnung (laut Studien) --> Positive Einfluss auf Leistung, Aufmerksamkeit, Mittarbeit 
  • Sitzplatzordnung grossen Einfluss auf die soziale Zugehörigkeit in der Klasse --> immer wieder Platz wechseln 
  • Introvertierte SuS in die Mitte 
  • SuS mit Konfliktpotenzial in die Nähe 

ADHS / ASS: 

  • Nähe zum Lehrerpult 
  • Weg vom Fenster 
  • Ohne Sitznachbar
  • Kein Licht-/ Schattenspiel --> (vgl. Visiopäd.: Licht ist ausschlaggebend für Sicht, Konzentration) 
  • Rückzugsort (2. Pult / Nische, Raum ohne Reiz) 
  • Klasse ausserhalb des Sichtfeldes (Trennwände, Klasse im Rücken oder auf der Seite)

 

Card 11

Question

 

 

Sitzordnungen + Vor- und Nachteile 

Answer

Reihe

Pro: 

  • Grössere und konstantere Aufmerksamkeit bei Material und LP 
  • Grössere Arbeitsqualität
  • Blickkontakt zu allen SuS

Kontra: 

  • Kein gemeinsames Arbeiten möglich 
  • keine kreative Atmosphäre

Paare​

Pro: 

  • Blickkontakt zu allen SuS 
  • SuS haben etwas Abstand 

Kontra: 

  • Benötigt viel Platz
  • nicht geeignet für kooperative Arbeiten 
  • Paare können sich abkapseln 

 

U-Form

Pro: 

  • Blickkontakt zu allen SuS
  • Kommunikativere Stimmung 
  • In der Mitte Platz für Sitzkreise oder Bewegungsspiele 
  • Von SuS präferiert 
  • Vereinzelt bessere Mitarbeit 

Kontra: 

  • Gruppenarbeiten Schwierig 
  • Mehr Zwischenrufe 
  • Mehr Nebengespräche
  • Weg-Problem für LP: entweder langer Weg oder auf der falschen Seite des Tisches 

Insel: 

Pro: 

  • Spart platz im KZ 
  • Austausch von Material ist einfach
  • SuS sehen sich bei GA und können leise miteinander reden 
  • Bewegungsfreiheit für LP 

Kontra: 

  • Nicht alles SuS im Blickkontakt 
  • Stimmung lebendig bis Chaotisch 

 

 

 

Card 12

Question

 

 

Strukturierungshilfen ASS / ADHS

Answer

Hilfsmittel, welche die Arbeit für Kinder mit besonderen Bedürfnissen vereinfachen!

 

  • Stellwände für Abtrennung von ADHS / ASS
  • Gehörschutz um Impulse zu dämmen 
  • Zusätzliche Lampen für SuS mit Sehbeeinträchtigungen 
  • Weniger Lampen für SuS mit ASS/ADHS
  • technische Hilfsmittel 
  • Wochenplaner
  • FM-Anlage 
  • Time-Out Stuhl, Pausenecke, Bewegungsspiele 
  • Stehtisch 
  • Ecke/Nische für ASS

Card 13

Question

 

 

Savants 

Answer

Allgemeine: 

  • Eigene Diagnose
  •  Menschen mit mehr oder weniger starken geistigen, sozialen und körperlichen Einschränkungen, die aber aussergewöhnliche Fähigkeiten besitzen
  • Ca. 10% aller ASS (highfunktioning Asperger) haben eine Inselbegabung 
  • Männer sind 4-6x mehr betroffen 
  • Nicht alle Savants sind Autisten, nicht alle Autisten sind Savants
  • Rechte Hirnhälfte ist ausgeprägter 
  • Ursachen sind Unklar 

Phänomene: z.B. begabt in Mathe oder viele Sprachen kennen, Telefonbuch auswendig (Rain-man) 

Weit verbreitete Meinung: 

  • Alle Autisten Savants --> Aufgrund der Filme 
  • Stereotypen 
  • Aber Filme enttabuisieren das Thema 

Card 14

Question

 

 

Pränatale Erklärungstheorie der Savants nach Geschwind und Galaburda 

Answer

  • 4-6 mal so viele männliche wie weibliche Savants

Vermutung: 

  • Linke Gehirnhälfte hinkt der rechten hinterher --> Linke Hirnhälfte von schädigenden Einflüssen ausgesetzt 
  • Schadfaktor: Testosteron (männliches Geschlechtshormon) 
  • Die Rechte Hirnhälfte reagiert mit einem verstärktem Wachstum --> sie kompensiert die Schaden der linken Hirnhälfte. Deshalb rechtsseitige Fähigkeiten 

 

 

Zusammenhang ASS und Savants 

  • ASS mit defekt der linken Gehirnhälfte auf der Welt 

Card 15

Question

 

ASS Klassifikation nach ICD-10 und die wesentlichen Merkmale bei frühkindlichem Autismus, Atypischer Autismus und Asperger-Syndrom 

Answer

ICD-10: 

  • tiefgreifende Entwicklungsstörung 
  • frühkindlicher Autismus 
  • Atypischer Autismus 
  • Rett-Syndrom 
  • Asperger-Syndrom 

Inzidenz: 560 / Jahr 

Auswirkungen auf: 

  • Interaktion (soziale Beziehungen)
  • Kommunikation 
  • Verhaltensweisen, Interessen und Aktivität (Vorstellung und Flexibilität) 

Frühkindlicher Autismus: 

  • Auffällige Entwicklung vor dem 3. Lebensjahr
  • Auffälligkeiten in der sozialen Interaktion 
  • Beeinträchtigung der Kommunikation 
  • Stark verzögerte Intelligenz- und Sprachentwicklung 
  • 2/3 der Kinder haben ein Intelligenzminderung mit IQ unter 70 
  • die restlichen 1/3 gehören zu den High-Functioning Autismus --> Symptome wie bei frühkindlichem Autismus aber mit normalem IQ --> Bei ICD 10 nicht einzeln aufgelistet
  • Auch Kanner-Syndrom genannt --> Bezog sich nur auf Kinder mir geistiger Behinderung 
  • 2 von 1000 Kinder betroffen --> 0.02% 

Atypischer Autismus: 

  • Erst nach dem 3. Lebensjahr auffällige Entwicklung
  • Diagnostisch gesehen sind nicht alle Kriterien erfüllt 
  • Betroffene Personen mit autistischen Zügen 
  • Merkmale können sehr unterschiedlich sein 
  • 3 von 1000 Kindern betroffen --> 0.03% 

Asperger-Syndrom: 

  • Normale kognitive Entwicklung, IQ grösser als 70 
  • Spracheigenheiten, Prosodie (Betonung, Sprachmelodie, Eigentümlichkeit der Stimme, Sprechweise, Tonhöhe) 
  • Verständnis der Sprache (Witze, Metaphern, Redewendungen)
  • Sprachgebrauch dient nicht der Konversation / Austausch 
  • Umfangreicher Wortschatz 
  • 4-7 von 1000 

Rett-Syndrom: 

  • Nur Mädchen
  • Tritt erst ab 20. Monat bis 3 Jahren plötzlich auf 
  • Entwicklungsstörung 

Card 16

Question

 

ICD- 10 

Answer

F00 - F99 --> Psychische und Verhaltensstörungen 

Gruppen

Entwicklungsstörungen: 

  • ASS, geistige Behinderung, LRS, Rechenstörung 

Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend: 

  • ​ADHS, Stottern, Mutismus 

Neurotische Belastungsstörungen 

  • Angststörung, Phobie, Reaktionen auf schwere Traumata 

Affektive Störungen 

  • Depressionen 

 

 

Card 17

Question

 

 

Unterschiede der Entwicklungsstörungen nach Kanner und Asperger

Answer

Bleuler: Schweizer Psychiater aus Zürich --> Er hat den Begriff Autismus mit Schizophrenie geprägt --> Nazi 

Kanner: Frühkindlicher Autismus als Unterart der Schizophrenie, schwere geistige Behinderung --> Kühlschrankmütter 

Asperger: Erst ab dem 3. Lebensjahr, normal - hochintelligent, sprechen früh und viel. Aufgrund der politischen Lage (Nazi-Zeit) hat er sich nur mit Kinder mit normalen IQ beschäftigt. Die anderen wurden vergast im KZ. 

 

Card 18

Question

 

 

Merkmale von Autismus im Alltag 

Answer

  • Schwierigkeiten andere zu verstehen und sich verständlich zu machen 
  • Echolalie 
  • Teilnahmslos wirken obwohl eventuell zugehört wird 
  • In unpassenden Momenten lachen 
  • Blickkontakt vermeiden 
  • Sehr lange über Spezialinteresse reden und nicht merken, wenn es genug ist 
  • Benutzen Hand eines Erwachsenen um eine Tätigkeit durchzuführen
  • Nicht wissen wie man an Spiele mit Kindern teilnimmt
  • Probleme mit Körperkontakt
  • Unerwartete Planänderungen können eine grosse Belastung sein 
  • Spezielle, repetitive Bewegungen 
  • Gegenstände können faszinieren 
  • Übersensibilität auf Geräusche, Gerüche, Licht etc. können sehr belastend sein und Stress auslösen --> Überflutung der Reize 

 

Card 19

Question

 

 

Vorteile in der Schule von Kindern mit ASS

Answer

  • Können sich gut in feste Strukturen einfügen 
  • Gutes Gedächtnis 
  • Ehrlich 
  • Blick für Einzelheit --> Auch Nachteil 
  • Sachlich / objektiv 
  • Wenig anfällig für Gruppenzwang 
  • Zuverlässig

Card 20

Question

 

 

Neuropsychologische Aspekte in Bezug auf ASS --> Intelligenz, Sprache, exekutiven Funktionen, zentrale Kohärenz und Theorie of Mind

Answer

Intelligenz und Sprache: 

Frühkindlicher A.: 

  • Verzögerte Sprachentwicklung, Intelligenzminderung bei 2/3 
  • High-Functioning A. --> 1/3, Symptome wie bei frühkindlichem Autismus, aber durchschnittlicher IQ 

Atypischer A.: 

  • Merkmale unterschiedlich, Beeinträchtigung in der Kommunikation

Asperger: 

  • Sprachentwicklung nicht beeinträchtigt und IQ 


Exekutive Funktionen: 

  • Inhibition (Impulsuntersrückung) 
  • Arbeitsgedächtnis 
  • Kognitive Flexibilität 

ASS:

  • die Fokussierung der Aufmerksamkeit und flexible Suchen von Lösungen schwierig bei ASS Kinder
  • Unflexibel in ihrer Aufmerksamkeit
  • können nur schwer neue Elemente Verhaltensweisen anwenden.
  • Denkprozesse planen und ausführen
  • Kontrolle von Impulsen 
  • Aufmerksamkeit und motorische Funktionen

 

Zentrale Kohärenz: 

  • Fähigkeit, einzelne Wahrnehmungselemente in einen Gesammtbedeutungskontext zu integrieren. Typische Aussagen für Asperger: "Ich sehe hunderte einzelne Bäume, aber einen Wald erkenne ich nicht."
  • Sehr detailorientiert, verlieren sich in Details 

 

Theory of Mind: (beeinträchtigt ist die kognitive Empathie) 

  • Modell der Empathiefähigkeit: die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinversetzen und deren Wahrnehmungen, Absichten, Wünsche und Gedanken nachvollziehen und für eigene Handlungsplanung berücksichtigen zu können. 
  • Affektive (emotionale) Empathie ist bei ASS ausgeprägt: aber sie können dennoch Mitgefühl empfinden, sobald ihnen jemand die Mimik erklärt 
  • Kognitive (verstandsmässige) Empathie nicht ausgeprägt: Probleme zu erkennen und zu verstehen, was im Gesicht oder Körper einer Person läuft

 

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