Explorationsstrategien zeichnen sich dadurch aus, dass das Kind bestrebt ist, seine Lücke durch den zielsprachlichen Ausdruck zu schließen. Dies kann dadurch geschehen, dass das Kind dem Gesprächspartner verschiedene Varianten offeriert, aber auch durch gezieltes Nachfragen oder interaktives Bearbeiten.
Card 22
Question
Kompensationsstrategien
Answer
Kompensationsstrategien sind solche, bei denen das Kind jeweils in der Situation sprachlichen oder gestischen Ersatz für die bemerkte Lücke sucht.
Card 23
Question
Vermeidungsstrategien
Answer
Vermeidungsstrategien sind solche, bei denen das Kind seine kommunikativen Bedürfnisse zurückstellt (Verstummen) oder Standardlösungen (z.B. Einsetzen des immer selben „Jokers“) anbietet.
Card 24
Question
Neutralisationsstrategien
Answer
Neutralisationsstrategien sind daran erkennbar, dass das Kind bei Unsicherheit z.B. eine bewusst undeutliche Aussprache wählt und so versucht, davon abzulenken, dass ein Problem besteht.
Card 25
Question
Zeitschnitte
Answer
Von Zeitschnitten zu sprechen bedeutet, ein bestimmtes Lebens-, Lern- oder Kontaktalter zum Ausgangspunkt zu nehmen und zu beschreiben, welche Fähigkeiten bei einem Kind z.B. mit sieben Jahren, nach drei Lernjahren oder nach sechs Kontaktmonaten normalerweise zu erwarten sind
Card 26
Question
Zeitfenster
Answer
Von Zeitfenstern zu sprechen bedeutet, den Aneignungsfortschritt vom Aneignungsgeschehen aus zu modellieren
Card 27
Question
Zone der nächsten Entwicklung
Answer
hier entwickelt das Kind eine besondere Aufmerksamkeit für das, worüber es noch nicht verfügt; der nächste Aneignungsschritt erzeugt also eine besondere Sensibilität beim Kind; Vorgaben, die ihm zum rechten Zeitpunkt gemacht werden, können hier besonders gut wahrgenommen, aufgenommen und umgesetzt werden
Card 28
Question
u-kurvenförmige Aneignung
Answer
Korrekte Formen werden verwendet, verschwinden, unterliegen einer Reinterpretation und treten dann wieder auf
Card 29
Question
Normalitätserwartung
Answer
weil Sprachaneignung scheinbar so selbstverständlich verläuft, findet sich ein gesellschaftlich weithin verallgemeinerter Grundkonsens in Bezug auf das, was bei der Sprachaneignung als „normal“ gelten kann
Je stärker die individuelle Sprachaneignung von der Normalitätserwartung abweicht, desto mehr Sorgen machen sich primäre Kontaktpersonen über mögliche Probleme des Kindes
Zentrales Problem der Normalisierungserwartung: Fixierung bestimmter Etappen der Sprachaneignung auf ganz enge Zeitabschnitte
Card 30
Question
Varietät
Answer
Unterschiede innerhalb einer Sprache; dazu gehören die Regionalsprachen (z.B. Berlinerisch) und die unterschiedlichen sozialen Sprachformen (z.B. Sprache der vertrauten Umgangs, die Schriftsprache usw.)
Card 31
Question
Standardsprache
Answer
Sprache, die in literaten Kulturen verschriftet und daher in besonderer Weise stabil ist; Aneignung diese Sprache ist von zentraler Bedeutung für das ganze Leben; zentrale Aufgabe: Wissen aufzubewahren und seine Weitergabe zu ermöglichen
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