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Mündlichblatt Nr. 17

Discover Mündlichblatt Nr. 17: 39 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Medical science
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Aufbau Netzhaut / Innere Augenhaut:

Wichtig!

Answer

  • Körnerschichten enthalten Zellkerne
  • Faserschichten enthalten Dendriten und Neuriten
  • Das Licht dringt durch die innere Grenzmembran in die Netzhaut ein.

Card 22

Question

Aufbau Netzhaut / Innere Augenhaut:

Pigmentepithel:

Answer

  • Grenzt an die Aderhaut und bildet damit die äusserste Schicht der inneren Augenhaut.
  • Besteht aus einer einfachen Lage sechseckiger Epithelzellen, die viele Pigmentkörnchen enthalten.
  • Die Farbe und die Anzahl dieser Pigmentkörnchen bestimmen zusammen mit der Pigmentierung der Aderhaut die Farbe des Augenhintergrundes.
  • Es befinden sich kleine ölige Kügelchen im Pigmentepithel. Sie enthalten Stoffe, die für den Aufbau des Sehpurpurs (Rhodopsin = Stäbchensehstoff) von grosser Bedeutung sind. Von den Pigmentzellen aus gehen Fortsätze zwischen die Rezeptoren (Zapfen und Stäbchen) der Netzhaut (Retina) und stellen den Kontakt zwischen dem Pigmentepithel und der Netzhaut her. Dieser Kontakt ist für die Regeneration der Sehstoffe, d.H. für den Aufbau des Sehpurpurs, wichtig.

Card 23

Question

Funktion des Pigmentepithels:

Answer

  • Beteiligung an der Regeneration des Sehpurpurs.
  • Absorption von Streulicht.

Card 24

Question

Rezeptorenschicht (Stäbchen und Zapfen):

Answer

  • Enthält die Lichtempfindlichen Elemente der Netzhaut.
  • Die Rezeptoren sind die äusseren, kernlosen Hälften der Sehzellen. Die Kerne der Sehzellen befinden sich in der darunterliegenden äusseren Körnerschicht.

Card 25

Question

Äussere Grenzmembran:

Answer

  • Besteht aus Stützfasern und bildet ein Netzwerk, welches zur Stabilisierung der Netzhaut beiträgt.

Card 26

Question

Äussere Körnerschicht:

Answer

  • Dort befinden sich die Innenteile der Rezeptoren und somit deren Zellkerne.
  • In der Fovearegion sind auch die Zellkerne der Zapfen mehrschichtig gelagert.

Card 27

Question

Äussere Faserschicht:

Answer

  • Verbindung zwischen Rezeptoren und Bipolarzellen.
  • Enthält die Neuriten der Rezeptoren und die Schaltstellen (Synapsen), nach denen die Dendriten der Bipolarzellen beginnen.
  • Ausserhalb des Zentrums der Foveola werden mehrere Rezeptoren auf eine Bipolarzelle geschaltet.

Card 28

Question

Innere Körnerschicht:

Answer

  • In der inneren Körnerschicht befinden sich drei relevante Zelltypen.

-->  Bipolarzellen, leiten die von den Rezeptoren kommenden Impulse an die Ganglienzellen weiter. Ist eine Bipolarzelle mit nur einem Rezeptor und nur einer Ganglienzelle zusammengeschlossen, so nennt man dies eine Individuelle Schaltung. Sind mehrere Rezeptoren mit einer Bipolarzelle und mehrere Bipolarzellen mit einer Ganglienzelle gekoppelt, so spricht man von einer diffusen Schaltung. Eine individuelle Schaltung gibt es nur im innersten Teil der Netzhautgrube, genau genommen im Zentrum der Foveola, und betrifft ausschliesslich die Zapfen. Eine diffuse Schaltung kann so gekoppelt sein, dass mehrere Rezeptoren an einer Bipolarzelle ansetzen und diese mit einer Ganglienzelle verbinden.

--> Horizontalzellen sind auf der Höhe der Synapsen zwischen den Fotorezeptoren und den bipolaren Zellen lokalisiert und verbinden mehrere Rezeptoren seitlich miteinander und tragen so zur Lichtadaptation bei. Zudem dienen diese Zellen der Kontrastverstärkung benachbarter Fotorezeptoren.

-->  Amakrinzellen befinden sich in der Ebene der Synapsen zwischen den Bipolarzellen und den Ganglienzellen und erzeugen ebenfalls laterale (seitliche) Verbindungen innerhalb der Netzhaut und modulieren den Signalfluss. Dank dieser Modulierung können die Informationen verschiedener Rezeptoren über eine Sehnervenfaser übertragen werden.

Card 29

Question

Innere Faserschicht:

Answer

  • Die Fortsätze der Bipolar- und der Ganglienzellen treffen sich
  • Wie bei der äusseren Faserschicht finden an den Synapsen Umschaltungen statt.

Card 30

Question

Schicht der Ganglienzellen:

Answer

  • Die Zellkörper der Ganglienzellen liegen in 5 bis 7 Schichten übereinander.
  • Auch hier gibt es diffus und individuell geschaltete Zellen.
  • von jeder Ganglienzelle zieht ein Neurit zum Sehnervenkopf (zur Papille, zum blinden oder weissen Fleck)

Card 31

Question

Nervenfaserschicht:

Answer

  • Die Neurite der Ganglienzellen bilden den weitaus grössten Teil dieser Schicht.
  • 800'000 bis 1 Million Nervenfasern sammeln sich zu Bündeln und nehmen einen speziellen Weg zur Papille.
  • Die peripheren Nervenfasern liegen am tiefsten in der Faserschicht, während die näher an der Papille liegenden Fasern mehr oberflächlich verlaufen. Die weiter oben liegenden Fasern verlaufen im Sehnerv zentral.
  • -->dieser Faserverlauf erklärt die Tatsache, dass bei einem erhöhten Augeninnendruck (bei einem Glaukom) die Gesichtsfeldausfälle (sogenannte Skotome) im peripheren Gesichtsfeldausfall beginnen.

Card 32

Question

Innere Grenzmembran:

Answer

  • Schliesst die Netzhaut gegen den Glaskörper ab.

Card 33

Question

Fovea / Netzhautgrube / Makula / gelber Fleck:

Answer

  • Liegt etwas temporal vom hinteren Augenpol
  • Die Fovea ist die Stelle des schärfsten Sehens und wird in zwei Regionen unterteilt:
  •        Fovea: Sie ist eine Grube, deren Durchmesser etwa 1.5 mm beträgt. In ihr sind sowohl Zapfen wie auch Stäbchen enthalten.
  •        Foveola: Im innersten Zentrum er Fovea liegende 0.3mm grosse Region. Die Foveola enthält ausschliesslich Zapfen.
  • Im Zentrum der Netzhautgrube sind nur sechs Netzhautschichten vorhanden.
    1. Das Pigmentepithel
    2. Die Rezeptorenschicht
    3. Die äussere Grenzmembran
    4. Die äussere Körnerschicht
    5. Die äussere Faserschicht
    6. Die innere Grenzmembran
  • Erklärung zu diesem Aufbau: das Pigmentepithel dient der Ernährung der 1. Neuronen der Netzhaut und absorbiert Streulicht. Die Rezeptoren wandeln das Licht in Nervenströme um. Bei den Zapfen liegen die Zellkerne nahe der Grenzmembran. Und die Nervenimpulse müssen über die äussere Faserschicht weitergeleitet werden. Die innere Grenzmembran ist die Abgrenzung der Netzhaut zum Glaskörper. Somit braucht es all diese sechs Schichten.

Card 34

Question

Ora serrata:

Answer

  • Liegt ca. 8.5 mm hinter dem Limbus.
  • Übergangszone vom sehenden Teil der Netzhaut zum blinden Teil der Netzhaut.
  • Das Pigmentepithel und die äussere Grenzmembran gehen in das Gewebe des Ziliarkörpers über
  • Die übrigen Schichten der Retina reduzieren sich zu einer Lage unpigmentierter Zellen. Diese Zellen bilden dann die äussere Lage des Ziliarepithels.

Card 35

Question

Zapfen der Stäbchen:

Zapfen:

Answer

  • Sind kürzer und breiter als Stäbchen
  • Die Zellkerne liegen unmittelbar hinter der äusseren Grenzmembran.
  • Tagsehen = photopisches sehen = können Farben wahrnehmen

Card 36

Question

Stäbchen:

Answer

  • Länger und dünner als die Zapfen
  • Die Zellkerne sind vom Aussenteil des Stäbchens getrennt und liegen tiefer in der Körnerschicht
  • Nachtsehen = skotopisches Sehen = können keine Farben wahrnehmen

Card 37

Question

Verteilung der Rezeptoren:

Answer

  • Die Verteilung der Zapfen und Stäbchen ist je nach Netzhautregion unterschiedlich.

à        Gesamthaft 7 Millionen Zapfen

à        130'000 in der Netzhautgrube (Fovea)

à        30'000 noch zentraler im Netzhautgrübchen (Foveola). Die innersten 2'500 Zapfen der Foveola sind einzeln geschaltet – dies ist eine Grundlage für das hochauflösende zentrale Sehen.

  • Gesamthaft 120 Millionen Stäbchen
  • Die Stäbchen sind ca. 20°, d.h. 5-6 mm ausserhalb der Fovea am dichtesten angeordnet.
  • In der Foveola sind nur Zapfen und keine Stäbchen vorhanden.
  • Ausserhalb der Foveola sind immer Zapfen und Stäbchen, wenn auch in unterschiedlicher Verteilung vorhanden.
  • In der Papille (weisser Fleck, blinder Fleck, Sehnervenkopf) gibt es gar keine Rezeptoren.

Card 38

Question

Sehnerv:

Answer

  • Nervenfasern sind die Neurite der Ganglienzellen. Sie verlaufen in der Nervenfaserschicht zur Papille wo sie sich sammeln und den Bulbus durch die Siebplatte verlassen à bilden den Anfang des Sehnervs.
  • Es gibt 1 Million Nervenfasern, von denen sind etwa 33% aus der Fovea stammen.
  • Innerhalb des orbitalen Fettkörpers verläuft der Sehnerv mit einer S- förmiger Schleife. Diese Biegung verhindert bei starken Augenbewegungen einen Zug auf den Sehnerv.

Card 39

Question

Blinder Fleck:

Papille:

Answer

  • Liegt nasal vom hinteren Augenpol
  • Die Sehnervenfasern aus der ganzen Retina werden gesammelt und verlassen als Sehnerv den Augapfel.
  • Dort fehlen alle Netzhautschichten, ausser den Sehnervenfasern und der inneren Grenzmembran.
  • Im Querschnitt weist die Papille an den Rändern eine wallartige Erhebung auf à entsteht durch 1 Million Fasern, welche dort auf engstem Raum zusammentreffen.

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