Wirkung bei Kontraktion: Augenbewegung nach Aussen (Abduktion)
Card 24
Question
Äussere Augenmuskeln & Blickbewegungen und beteiligte Muskeln:
Oberer gerader Muskel (Musculus rectus superior):
Answer
Ansatzstelle am Bulbus ist leicht schräg zum Limbus Rand, darum muss seine Wirkung in verschiedenen Komponenten aufgestellt werden.
Wirkung bei Kontraktion: Augenbewegung nach Oben (Elevation) mit Nebenwirkungen als Adduktion und Intorsion (Einwärtsverrollung)
Lidhebermuskel (Levator) entspringt oberhalb am Zinnschen Ring verläuft über oberen geraden Muskel. Bei vertikalen Augenbewegungen macht der Lidheber und somit das Lid die Bewegung des Augapfels mit.
Card 25
Question
Äussere Augenmuskeln & Blickbewegungen und beteiligte Muskeln:
Verläuft vom Zinnschen Ring nasal oberhalb des Augapfels nach vorne, wird zu einer rundlichen Sehne à durch Trochlea umgelenkt, dann abgeflacht und unter dem oberen geraden Muskel zum Bulbus gelangt.
Ist am hinteren, oberen, temporalen Teil des Bulbus angewachsen. Wirkung bei Kontraktion: Intorsion (Einwärtsrollung) Nebenwirkungen: Depression und Abduktion.
Card 27
Question
Äussere Augenmuskeln & Blickbewegungen und beteiligte Muskeln:
Entspringt als einziger nicht am Zinnschen Ring, sondern er ist nasal am Tränenbein angewachsen.
Verläuft unter dem Bulbus zur Ansatzstelle im hinteren, temporalen Teil
Wirkung bei Kontraktion: Extorsion, Nebenwirkungen: Elevation und Abduktion
Für horizontale Bewegungen sind vor allem die inneren und äusseren geraden Muskeln zuständig.
Für die vertikalen Bewegungen sind in erster Linie der obere und der untere gerade Augenmuskel zuständig mit den Nebenwirkungen der anderen Muskeln.
Für die Verrollungen sind vor allem die schiefen Bewegungsmuskeln mit den Nebenwirkungen der anderen Zuständig.
Card 28
Question
Konvergenz:
Tonische Konvergenz (t):
Answer
In der absoluten Ruhelage (Tiefschlaf, Narkose, Tod) sind die Achsen eines Augenpaares, zum Schutze der Hornhaut, leicht nach aussen oben gerichtet= Bell’sches Phänomen
In wachem Zustand wirkt eine ständige Spannung auf die Konvergenzmuskulatur ein = Tonus. Dieser Tonus sorgt für die Einhaltung der Parallelstellung des Augenpaares beim Blick in die Ferne.
Card 29
Question
Konvergenz
Proximale Konvergenz (a) / psychische Konvergenz:
Answer
Teil der Konvergenz durch Nähegefühl.
Card 30
Question
Konvergenz
Akkommodative Konvergenz (a):
Answer
Gleichzeitig setzten nun Akkommodation und Konvergenz ein, da sie untrennbar miteinander verbunden sind.
Card 31
Question
Konvergenz
Fusionale Konvergenz
Answer
Allfällige Mängel in der Fixationsstellung werden korrigiert. Fusion =Verschmelzen der beiden Seheindrücke zu einem einzigen Bild im Gehirn.
Card 32
Question
Binokular sehen:
Answer
Gleichzeitiges Sehen mit beiden Augen
Voraussetzungen für gutes, räumliches sehen
Fusion der beiden Seheindrücke erfolgt unbewusst.
Card 33
Question
Voraussetzungen für Binokularsehen:
Answer
Vorhanden- und Funktionstüchtig-sein von zwei nach vorne gerichteten Augen.
Aufeinander abgestimmter Bewegungsmechanismus beider Augen, der es den Augen ermöglicht, die beiden Sehachsen so auf einen Gegenstand zu richten, dass dieser Objektpunkt auf korrespondierende Punkte der Netzhaut abgebildet wird.
Zwei möglichst identische Seheindrücke beider Augen (Form, Grösse, Farbe)
Perfekte Weiterleitung der Impulse über die Sehbahn ans Gehirn.
Verschmelzen der beiden Seheindrücke (=Fusion) zu einem Bild.
Card 34
Question
Stufen des Binokularsehens:
Simultan- binokulares Sehen:
Answer
Beide Augen werden gleichzeitig benutzt.
Echte räumliche Wahrnehmung ist möglich
Blickachsen beim Blick in die Ferne nicht exakt parallel, eine motorische und / oder sensorische Fusion erfolgt.
Card 35
Question
Stufen des Binokularsehens:
Alternativ- binokulares Sehen:
Answer
Augen werden abwechslungsweise zum Sehen benutzt.
Bsp. Stark unterschiedliche Fehlsichtigkeit = rechtes Auge kurzsichtig, linkes Auge rechtsichtig, so sieht das rechte Auge in die Nähe und das linke Auge in die Ferne. Das Augenpaar teilt sich die Seharbeit.
Keine echte räumliche Wahrnehmung möglich, da kein Binokularsehen vorhanden ist.
Card 36
Question
Stufen des Binokularsehens:
Monokulares Sehen:
Answer
Nur ein Auge wird genutzt. Das andere ist entweder blind oder wird unterdrückt.
Beide Augen können, jedes für sich, voll funktionstüchtig sein.
Keine Tiefenwahrnehmung möglich
Zur räumlichen Wahrnehmung helfen lediglich Grössenverhältnisse, Perspektiven, Schatten, Farbveränderungen und Überlappungen.
Card 37
Question
Stufen des Binokularsehens:
Stereoskopisches Sehen, Steropsis:
Answer
Höchste Form des Sehens
Querdisparate Abbildung eines Objektpunktes. Das heisst, die Bildpunkte entstehen nicht exakt auf den korrespondierenden Netzhautstellen der beiden Augen, sondern leicht seitlich davon, aber innerhalb des Panumbereich.
Durch diese querdisparate Abbildung entsteht eine echte Raum- bzw. Tiefenwahrnehmung.
Card 38
Question
Netzhautkorrespondenz / Panumareale:
Answer
Bild muss nicht genau auf der korrespondierender Netzhautstelle liegen, um nicht doppelt wahrgenommen zu werden.
Panumbereich = kleine, horizontal liegende, elliptische Fläche um eine korrespondierende Netzhautstelle herum.
Binokular- simultanes Sehen wird erleichtert.
Fällt ein Lichtstrahl auf einen Rezeptor, welcher leicht ausserhalb des gleichen Panum- Areals, kann der Seheindruck trotzdem fusioniert werden
Angabe für Prismen bzw. wie viele cm der Lichtstrahl auf einen Meter abgelenkt wird.
Der Prismenwinkel liegt gegenüber der Basis. Mit ihm lässt sich die Prismenstärke bestimmen (Phi).
Card 40
Question
Augenstellung mit/ohne Prisma:
Answer
Beim Blick durch ein Prisma kann sich das Auge in seine Ruhelage begeben.
D.h. die Augachsen sind nicht mehr parallel, aber es wird immer noch scharf gesehen.
Die Basislage ist entgegengesetzt der Schielrichtung
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