Lernfragen aus dem Skript von Prof. Dr. Grundl im Wintersemster 2015/16 an der HS Niederrhein BA Soziale Arbeit Aus der Vorlesung: Psychiatrische und sozialmedizinische Grundlagen
Min. 3 müssen erfüllt sein
1. Zwang Alkohol zu konsumieren
2. Kontrollverlust bzgl. Beginn, Beendigung und Menge
3. Auftreten von Entzugssymptomen (Tremor, Zittern, Delir)
4. Konsum mit Ziel, die Symptome zu lindern.
5. Toleranzentwicklung → Dosissteigerung
6. Vernachlässigung anderer Interessen / sozialen Lebens zugunsten des Alkohols
7. Fortgesetzter Konsum trotz Nachweis / Kenntnis offensichtlicher Beeinträchtigung (körperlich, psychisch, sozial)
Card 5
Question
Was versteht man unter Gewöhnung?
Answer
Durch fortgesetzte Reizwiederholung abgeschwächte Reaktion des Organismus, führt zu schnellem Abbau und Änderung der Empfindlichkeit.
Card 6
Question
Was versteht man unter einem (Alkoholentzugs-)Delir?
Answer
Vigilanzstörung und vegetative Symptome
(Zittern, Tremor, erhöhte Herzfrequenz etc.)
Card 7
Question
Welche sozialen Auffälligkeiten sind die (drei) häufigsten bei Opiatabhängigen?
Answer
- unvollständige Herkunftsfamilie
- Ersatzeltern
- Abbruch der ersten Ausbildung
- angelernte oder ungelernte Tätigkeiten
Card 8
Question
Was sind Depressive Störungen?
Answer
(wiederkehrende) depressive Episoden
Epidemiologie: leichte Form kaum von Norm abzugrenzen
Lebenszeitprävalenz: 1-25% (Frauen ca. 23% / Männer < 10%)
Fast alle Studien höheres Risiko bei Frauen (2:1)
In Schwangerschaft niedrig (4%), postnatal erhöht
Transkulturell keine Unterschiede
- heterogene Erkrankung (kann sowohl endogene (meist) als auch exogene Gründe haben)
- Störung des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität, sowie der ICH-Funktion
- Bewusstsein und Orientierung vorhanden
- KEINE Persönlichkeitsspaltung, sondern Aufspaltung zwischen Denken und Fühlen sowie Wollen
Card 17
Question
Was wissen Sie über die Fremd- und Selbstgefährdung schizophrener Menschen?
Answer
- nicht gewaltbereiter als "gesunde" Menschen
- häufigste Todesursache Suizid (Faktor um das 20x erhöht)
- starke Raucher (50-90%)
- erhöhter Koffeinkonsum
- Alkohol- & Drogenmissbrauch
- HIV-Infektionsrate erhöht durch erhöhte Risikobereitschaft
Card 18
Question
Was wissen Sie über die genetischen Risiken im Hinblick auf die Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis?
Answer
- Angehörige 1. Grades, vor allem wenn Eltern betroffen (46%)
- 2. Grades 2-5%, wobei bei 1-eiigen Zwillingen (45-58%), 2-eiig (12-25%)
- Adoptionen: in intakte Familien geringer, als in Problemfamilien
- Lebenszeitprävalenz 1%
Card 19
Question
Warum treten schizophrene Krankheiten in unteren sozialen Schichten häufiger auf?
Answer
- erhöhter Stress durch Unzufriedenheit oder Leistungsdruck von außen
- fehlender sozialer Rückhalt
Card 20
Question
Was unterscheidet Wahnwahrnehmung vom Wahneinfall?
Answer
Wahnwahrnehmung: tatsächliche Sinneswahrnehmungen werden umgedeutet und im Sinne einer Wahnthematik interpretiert
Wahneinfall: Plötzlicher Einfall von wahnhaften Gedanken.
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