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Psychiatrische und sozialmedizinische Grundlagen

Lernfragen aus dem Skript von Prof. Dr. Grundl im Wintersemster 2015/16 an der HS Niederrhein BA Soziale Arbeit Aus der Vorlesung: Psychiatrische und sozialmedizinische Grundlagen

Subject
Humanities / Psychology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Wie ist die Häufigkeit der einzelnen Demenzformen verteilt?

Answer

Morbus Alzheimer > 40-65%

Vasculäre Demenzformen > 15-40%

Mischformen > 10-30%

Alle anderen > unter 10%

Card 2

Question

Welche Risikofaktoren der Demenz vom Alzheimertyp werden diskutiert?

Answer

Alter

Genetik (z.B. Krankheitsfall in Familie, Chromosom 21)

Schädelhirntrauma

Bildungsgrad (höherer Bildungsgrad senkt Risiko)

Card 3

Question

Welche Risikofaktoren der vaskulären Demenzkrankheiten sind Ihnen bekannt? (6 P.)

Answer

- Bluthochdruck
- Diabetes
- Herzrhythmusstörung
- Alkohol
- Zigaretten
- Adipositas
- Gerinnungsstörungen
- erheblicher Fleischkonsum
- geringe körperliche Aktivität
- Hypercholesterinämie

Card 4

Question

Alkoholabhängigkeitskriterien (ICD-10)

Answer

Min. 3 müssen erfüllt sein
1. Zwang Alkohol zu konsumieren
2. Kontrollverlust bzgl. Beginn, Beendigung und Menge
3. Auftreten von Entzugssymptomen (Tremor, Zittern, Delir)
4. Konsum mit Ziel, die Symptome zu lindern.
5. Toleranzentwicklung → Dosissteigerung
6. Vernachlässigung anderer Interessen / sozialen Lebens zugunsten des Alkohols
7. Fortgesetzter Konsum trotz Nachweis / Kenntnis offensichtlicher Beeinträchtigung (körperlich, psychisch, sozial)

Card 5

Question

Was versteht man unter Gewöhnung?

Answer

Durch fortgesetzte Reizwiederholung abgeschwächte Reaktion des Organismus, führt zu schnellem Abbau und Änderung der Empfindlichkeit.

Card 6

Question

Was versteht man unter einem (Alkoholentzugs-)Delir?

Answer

Vigilanzstörung und vegetative Symptome
(Zittern, Tremor, erhöhte Herzfrequenz etc.)

Card 7

Question

Welche sozialen Auffälligkeiten sind die (drei) häufigsten bei Opiatabhängigen?

Answer

- unvollständige Herkunftsfamilie
- Ersatzeltern
- Abbruch der ersten Ausbildung
- angelernte oder ungelernte Tätigkeiten

Card 8

Question

Was sind Depressive Störungen?

Answer

(wiederkehrende) depressive Episoden
Epidemiologie: leichte Form kaum von Norm abzugrenzen
Lebenszeitprävalenz: 1-25% (Frauen ca. 23% / Männer < 10%)
Fast alle Studien höheres Risiko bei Frauen (2:1)
In Schwangerschaft niedrig (4%), postnatal erhöht
Transkulturell keine Unterschiede

Card 9

Question

Welche Wirkungen gehen von Benzodiazepinen aus?

Answer

angstlösend
sedierend
hypnotisch
schlafanstoßend
muskelentspannend
Antiepileptisch

Card 10

Question

Zusatzsymptome der Depressionen

Answer

- Schlafstörungen
- Suizidgedanken / -versuch
- Appetitstörung
- Störung der Konzentration
- negative od. Pessimistische Zukunftsperspektiven
- vermindertes Selbstwertgefühl

Card 11

Question

Nennen Sie drei weitere Symptome einer depressiven Störung.

Answer

- Schlafstörungen

- Suizidgedanken /-versuch

- negative / pessimistische Zukunftsperspektive

Card 12

Question

Was versteht man unter einer larvierten Depression?

Answer

Somatische Probleme stehen im Vordergrund

Card 13

Question

Definieren Sie die Begriffe Phase und Zyklus (einer dep. Störung) und geben Sie die jeweilige (durchschn.) Dauer an.

Answer

Phase: akuter Zustand – ca. 5 Monate

Zyklus: Abstand zwischen den jeweiligen Phasenbeginnen – jeweils 4,5–5 Jahre

Card 14

Question

Wie viele Patienten mit schweren depressiven Störungen versterben nach Suizidhandlungen?

Answer

ca. 15%

Card 15

Question

Welche nicht-medikamentösen Therapieansätze bei depressiven Störungen kennen Sie?

Answer

- Psychotherapie
- kognitive Verhaltenstherapie
- Lichttherapie
- Elektrokrampftherapie
- Schlafentzug (total oder partiell)

Card 16

Question

„Schizophrenie“ - Was ist das?

Answer

- heterogene Erkrankung (kann sowohl endogene (meist) als auch exogene Gründe haben)
- Störung des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität, sowie der ICH-Funktion
- Bewusstsein und Orientierung vorhanden
- KEINE Persönlichkeitsspaltung, sondern Aufspaltung zwischen Denken und Fühlen sowie Wollen

Card 17

Question

Was wissen Sie über die Fremd- und Selbstgefährdung schizophrener Menschen?

Answer

- nicht gewaltbereiter als "gesunde" Menschen
- häufigste Todesursache Suizid (Faktor um das 20x erhöht)
- starke Raucher (50-90%)
- erhöhter Koffeinkonsum
- Alkohol- & Drogenmissbrauch
- HIV-Infektionsrate erhöht durch erhöhte Risikobereitschaft

Card 18

Question

Was wissen Sie über die genetischen Risiken im Hinblick auf die Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis?

Answer

- Angehörige 1. Grades, vor allem wenn Eltern betroffen (46%)
- 2. Grades 2-5%, wobei bei 1-eiigen Zwillingen (45-58%), 2-eiig (12-25%)
- Adoptionen: in intakte Familien geringer, als in Problemfamilien
- Lebenszeitprävalenz 1%

Card 19

Question

Warum treten schizophrene Krankheiten in unteren sozialen Schichten häufiger auf?

Answer

- erhöhter Stress durch Unzufriedenheit oder Leistungsdruck von außen

- fehlender sozialer Rückhalt

Card 20

Question

Was unterscheidet Wahnwahrnehmung vom Wahneinfall?

Answer

Wahnwahrnehmung: tatsächliche Sinneswahrnehmungen werden umgedeutet und im Sinne einer Wahnthematik interpretiert

Wahneinfall: Plötzlicher Einfall von wahnhaften Gedanken.

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