MemoCard / Public flashcard sets / Psychologische Intervention Back to overview Psychologische Intervention
Discover Psychologische Intervention : 144 flashcards with questions and answers.
Subject Humanities / Psychology
Language of creation German 144 flashcards
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Cards in this set Card 1
Question
Arbeitsdefinition - Psychologische Interventionen
Answer Arbeitsdefinition - Psychologische Interventionen
geplante , theoretisch und empirisch begründeter Versuch
mit psychologischen Mitteln (Methoden)
Verhalten & Erleben und intraindividuelle Entwicklung
auf ein vorab definiertes, normativ begründetes Ziel hin zu verändern
Veränderungen können sein:
Stärkung individueller Kompetenzen
Risiken menschl. Entw. abschwächen
problematische VhW. und psychische St. heilen
oder bei deren Bewältigung helfen
- Geplanter Versuch der Veränderung von Verhalten und Erleben
- Orientierung an Normen oder Problemen
- Normen können wissenschaftlich sein!
Card 2
Question
Ziele psychologischer Interventionen (Allgemein)
Answer Ziele psychologischer Interventionen
Vermeidung, Linderung, Heilung, Kompensation von Schwierigkeiten, Problemen, Störungen, Krankheiten (psychisch & somatisch)
Förderung von Kompetenzen & Ressourcen
Förderung der Lebensqualität
Förderung der Entw. und Persönlichkeit
Card 3
Question
Psychologische Methoden und Mittel
Answer Professionelle Interaktion und Kommunikation
Aufklärung und Wissensvermittlung
Beratung
Funktionstraining
Krisenintervention
Psychotherapie
Patientenschulung
Organisationsentwicklung
Card 4
Answer Interventionsebenen
Individuum (z.B. indiv. PT) --> meist Hauptfokus
Gruppe (z.B. Familientherapie)
Organisation (z.B. betriebliche Förderung)
Gemeinde (z.B. kommunale Präventionsarbeit)
Gesellschaft (z.B. Öffentlichkeitsarbeit)
Card 5
Question
Klassifikation von Interventionstypen (Prävention, Therapie, Rehab.)
[Tabelle]
Card 6
Question
Übergeordnete Paradigmen Psychologischer Interventionen (Interventions-/ Krankheitsmodelle) [2]
Answer
Organisches/ biologisches/ medizinisches Modell
psychische Prozesse als Resultat organischer Prozesse
Krankheit/Gesundheit als eigene Qualitäten
Psychische Faktoren/soziale Bedingungen haben sekundären Stellenwert
==> lt. Beelmann nicht überholt, aber unvollständig
Sozialwissenschaftliche Interventionsmodelle
Entstanden aus Kritik an biologischen/ medizinischen Modellen
Freud : Psychogenetische Bedingtheit psychischer und körperlicher Erkrankungen
Sozialbewegungen der 60er Jahre
Psychologie : Verhaltenstheorie und Verhaltenstherapie (Lernen)
Antipsychiatrie/Sozialpsychiatrie
Interdisziplinäre Tradition (Psych, Päda, Soziol. usw.)
Card 7
Question
Zentrale Annahmen sozialwissenschaftlicher Modelle [4]
Answer Zentrale Annahmen sozialwissenschaftlicher Modelle
Kontinuitätsannahme (krank – gesund) → keine 2 qualitativ unterschiedliche Zustände sondern Pole (fließender Übergang)
Äquivalenzannahme (gestörte/gesunde Funktionsabläufe gehorchen den gleichen Prinzipien)
bspw. Lerngesetze für adaptives & maladaptives verhalten gleich
Kontextbedingtheit (psychische und soziale Faktoren wirken auf Entstehung, Verlauf, Prävention und Behandlung von Störungen ein)
tlw. veränderbar --> Ansatzpunkt für Interventionen
Multikausalitätsannahme (Störungen und Krankheiten als Ergebnis komplexer Wirkungszusammenhänge)
i.G.z. Medizinischem Modell --> Monokausalität
Card 8
Question
Sozialwissenschaftliche Modelle - Diathese-Stress-Modell
Answer Diathese-Stress-Modell
Diathese (Vorschädigung, Prädispo) und Stress führen zu KH
wenn Diathese irreversibel --> Stress vermeiden!
Additives Grundlagenmodell
wird komplexen Wirkzusammenhängen nicht gerecht
dennoch befriedigende Erklärungen in best. Kontexten
Card 9
Question
Bio-psycho-soziale Modelle
Answer Bio-psycho-soziale Modelle
interaktives, transaktionales Modell
Biologische, Psychologische und Soziale Faktoren
Einzelne Faktoren müssen nicht korrelativ mit Störungen zusammenhängen, sondern in Gesamtheit eine Wirkung haben
Menge zusammenwirkender Faktoren entscheidend
Interventionen müssen an verschiedenen Ebenen ansetzen
Card 10
Question
Risikoschutzfaktorenmodell
Answer = Kompensationsmodell
Erweiterung des Bio-Psycho-Sozialen-Modells
Disbalance zw. Risiko- und Schutzfaktoren --> Krankheiten
wirken (mglw.) kumulativ
==> Kompetenzen stärken und Risiken reduzieren!
Card 11
Answer Systemische Modelle
Annahme
bestimmte Anzahl von Mitgliedern und Struktur im System
Beziehungen zw. Mitgliedern können positiv oder Konfliktbehaftet sein
Merkmale
Zirkuläre Kausalität
i.G.z. linearer
Wirkungen beeinflussen Ursachen
Rekursivität
Selbstbezug des Verhaltens
Prozesse wiederholen sich und wirken fortwährend auf sich selbst zurück
Selbstreferenzialität
Fähigkeit eines Systems, sich selbst zu beobachten und zu regulieren
Autopoiesis
Selbsterhaltung/ Selbsterschaffung eines Systems
ein System produziert und erhält die Elemente, aus denen es besteht durch seine eigenen Prozesse
Card 12
Question
Rechtliche Grundlagen psychologischer Interventionen
für Prävention, Therapie & Reha [3]
Answer
Prävention und Gesundheitsförderung
institutionell & rechtlich kaum verankert (wenn dann Arbeitsschutz)
Bildungssystem = universale Prävention
Jugendämter/ Beratungsstellen eher Reaktion auf Probleme als präv.
Krankenkassen
Therapie (Psychotherapie)
Leistungen über KK/ KV
bei Ausbildung & Ausübung:
berufsrechtl. & sozialrechtl. Aspekte
bei Behandlung:
Zivil- und Strafrecht
Rehabilitation
umfangreiche instit. & rechtl. Verankerung
Frühförderung, Sonderschulen, Heime, Betreutes Wohnen, Reha-Kliniken, Strafvollzug usw.
komplizierte Verankerung, sehr untersch. Finanzierung
Card 13
Question
Epidemiologie - Definition
Answer Definition :
"Wissenschaft der Verteilung und der Ursachen von Krankheitshäufigkeiten [und Gesundheitsparametern] in menschlichen Populationen ."
Card 14
Answer Epidemiologie - Arten
Deskriptive Epidemiologie
Verteilung von Häufigkeiten (Quer-und Längsschnittforschung)
Analytische Epidemiologie
Kausale Faktoren (Längsschnittforschung und Experimentelle Forschung)
Card 15
Question
Epidemiologische Grundbegriffe [3]
(Inzi, Präva, Risiko)
Answer Epidemiologische Grundbegriffe
Inzidenz = Anzahl der Neuerkrankungen [Neuauftreten eines Problems/einer Störung] in einem bestimmten Zeitraum
Prävalenz = Relative Anzahl von Personen mit einer bestimmten Erkrankung zu einem bestimmten Zeitpunkt/ Zeitraum
Punktprävalenz
1-Jahres
Lebenszeit (meist retrospektiv --> Unterschätzung)
Periodenprävalenz
Prävalenz = Inzidenz * Krankheitsdauer
Risiko/ Risikofaktor = Zusammenhang einer Variable (Umwelt, Persönlichkeit, Organismus) mit einer Erkrankung
statistische Kennwerte:
Korrelation
Odds-Ratio
Relatives Risiko
==> hfg. herangezogen zur Legitimation von Interventionen
Card 16
Question
Ursachen von Problemen epidemiologischer Untersuchungen - Inzidenz- / Prävalenzschätzungen
Answer ==> hfg. sehr ungenaue Inzidenz-/Prävalenzschätzungen mit hoher Variabilität, Ursache :
Art der Falldefinition (dimensionale vs. kategoriale Diagnostik, Schweregrad)
Art der Stichprobe (große, repräsentative Stichproben erforderlich)
Variationen aufgrund wichtiger Merkmale zwischen Stichproben (Alter, Geschlecht, Auswahlprozeduren, Zeitraum)
Art der Informanten /Art der Erhebungsmethodik
Card 17
Question
Struktur/ Methode analytischer Epidemiologie [2]
Answer
Kategorialer Vergleich zweier oder mehrerer Gruppen , die sich hinsichtlich der Exposition zu einem Risikomerkmal unterscheiden (zumeist in Vierfeldertafel; Kontingenztabelle dargestellt)
Prospektive Längsschnittstudien (vorausschauend , zu T0 Krankh. noch nicht eingetreten)
kausal besser zu interpretieren
aufwändig, kostenintensiv
Card 18
Question
Begriffsdefinitionen - Definiere die Kennwerte zur Beschreibung kategorialer Vergleiche epidemiologischer Daten (Kontingenztabelle grob erklären)
Card 19
Question
Kennwerte zur Beschreibung kategorialer Vergleiche epidemiologischer Daten - Sensitivität
Answer Sensitivität
Anteil True Positive an Gruppe der Betroffenen
True Positive / alle Betroffenen
TP / (TP + FN)
Card 20
Question
Kennwerte zur Beschreibung kategorialer Vergleiche epidemiologischer Daten - Spezifität
Answer Spezifität
Anteil korrekt nicht-Identifizierter an Gruppe der Nicht-Betroffenen
True Negative / True Negative + False Positive
TN/ (TN + FP)
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