MemoCard / Public flashcard sets / Psychopharmakologie Back to overview Psychopharmakologie
Discover Psychopharmakologie : 48 flashcards with questions and answers.
Subject Sciences / Medical science
Language of creation German 48 flashcards
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Cards in this set Card 1
Question
Wie sind Unterschiede in Wirkprofil und Nebenwirkprofil von Pharmaka erklärbar? [2]
Answer durch Unterschiede in
pharmakokinetischen Eigenschaften
Verhalten im Körper (Aufnahme, Verteilung, Abbau)
„was der Körper mit dem Wirkstoff macht“
pharmakodynamischen Eigenschaften
Wirkung im Körper (Mechanismus, Wechselwirkung)
„was ein Wirkstoff mit dem Körper macht“
Card 2
Answer L iberation ► Freisetzung des Wirkstoffs aus Dareichungsform
A bsorption ► Aufnahme in Blutkreislauf (enterale Resorption bei oraler Medikation)
D istribution ► Verteilung mit Blutstrom im Körper
M etabolisierung ► Umwandlung durch chemische Reaktionen (v.a. in Leber)
E xkretion ► Ausscheidung über Niere (90%), Leber/ Galle
Card 3
Question
Pharmakokinetik - Distribution
3 untergeordnete Begriffe
Answer Distribution
Bioverfügbarkeit
Anteil des applizierten Medikaments welcher den Wirkort erreicht
First-Pass-Effekt
extrahierte Menge eines Medik. nach der ersten Leberpassage
Verteilungsvolumen
Quotient aus Konzentration des Pharmakons im Körper und dessen Konzentration im Plasma
gibt Auskunft darüber, wie stark sich ein Arzneistoff aus dem Blut in andere Körperkompartimente bzw. Gewebe verteilt.
Card 4
Question
Pharmakokinetik - Metabolisierung
relevante Isoenzyme [6]
Gründe/ Bedingungen für inter- und intraindividuelle Variation [6]
Answer Besondere Relevanz für Metabolisierung von Psychopharmaka
Isoenzyme des Cytochrom-P450 (CYP)
CYP 1A2
CYP 2B6
CYP 2C9
CYP 2C19
CYP 3A4
CYP 2D6
► Expression der CYP-Isoenzyme kann inter- & intraindividuell stark variieren, u.a. durch:
genetische Ausstattung
Alter
Lebensgewohnheiten
Erkrankungen (z.B. Leber)
Medikation
Card 5
Question
Pharmakokinetik - Metabolisierung
Enzyminhibitoren & Enzyminduktoren
Answer Enzyminhibitoren ► hemmen enzymatische Aktivität
Enzyminduktoren ► erhöhen enzymatische Aktivität
► können so pharmakokinetische Wechselwirkungen verursachen (Wechselwirkungs-Checks empfohlen, z.B. PSIAC )
Beispiel:
Fluoxetin & Paroxetin sind Enzyminhibitoren für CYP 2D6
Card 6
Question
Metabolisierung - Eliminationshalbwertszeit
Answer = Zeit , innerhalb der die Konzentration eines Pharmakons im Plasma um die Hälfte abnimmt
in klinischer Praxis sehr gebräuchliche Kenngröße (z.B. bei Ein-/ Abdosierung)
teils erhebliche Unterschiede, selbst innerhalb einer Wirkstoffklasse, bspw.:
Citalopram 7-9 Tage
Fluoxetin 4-6 Tage
Fluvoxamin 15h
Card 7
Answer
Wirkungen der Medikamente auf Organismus
deren Wirkmechanismen
Dosis-Wirkungs-Beziehung
Card 8
Question
Pharmakodynamik - Wichtige Neurotransmitter und Psychopharmaka [8]
Answer
GABA ► Benzodiazepine, Sedativa
Glutamat ► Ketamin
Dopamin ► Antipsychotika, Antidepressiva
Noradrenalin ► Antidepressiva, Antipsychotika
Serotonin ► Antipdepressiva, Antipsychotika
Acetylcholin ► Antidepressiva, Antipsychotika, Antidementiva
Histamin ► Antipsychotika
Opioide ► Analgetika
Card 9
Question
Pharmakodynamik - Rezeptorbindung
Agonisten
Antagonisten
Bindungsaffinität
Intrinsische Aktivität
Answer
Agonist
Substanz, die an Rezeptor bindet und diesen stimuliert
Antagonist
Substanz, die an Rezeptor bindet ohne diesen zu stimulieren
hemmt die Stimulation durch einen Agonisten ("blockt" Rezeptor)
Bindungsaffinität
Maß der Bindungsstärke zw. Substanz & Rezeptor
Intrinsische Aktivität
Maß für die Wirkstärke (Veränderung zellulärer Funktionen) nach Substanz-Rezeptor-Bindung
Kriterium ob eine Substanz Agonist, Antagonist und Partialagonist ist
Card 10
Question
Pharmakodynamik - Therapeutische Breite
Answer Therapeutische Breite
Abstand zwischen therapeutischer Dosis und toxischer Dosis
höhere therapeutische Breite = sichereres Arzneimittel
Card 11
Question
Spezielle Aspekte der Psychopharmakotherapie
Answer Rebound-Effekt
verstärktes Wiederauftreten von behandelten Symptomen nach Absetzen eines Arzneimittels
► Erhöhte Empfindlichkeit auf körpereigene Botenstoffe
► z.B. bei Benzodiazepinen & Antipsychotika (nicht bei SSRI's)
Card 12
Question
Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) - Indikationen [13] :')
Answer Indikationen für TDM
V.a. Non-Compliance
Arzneimittel mit obligatorischem TDM aus Sicherheitsgründen (z.B. Lithium)
kein/ ungenügendes Ansprechen trotz adäquater Dosierung
NW in empfohlener Dosis
Pharmakovigilanz -Programme (UAW-Monitoring)
Kombinationstherapie bei bekanntem Interaktionsprofil
Rückfallprävention in LZ-Therapie
Rezidiv trotz Compliance & adäquater Dosierung
Genetische Besonderheiten im Metabolismus (Defekte, Genmultiplikationen)
Kinder, Heranwachsende, Schwangere, Alte Pat. (>65 J.)
pharmakolog. relev. Komorbidität (Leber-/ Nierinsiff., HKE)
forensische Fragestellung
Probleme nach Umstellung auf Generikum
Card 13
Question
Psychopharmaka im Alter - Pharmakokinetik
altersbedingte Veränderungen mit Einfluss auf Pharmakokinetik [4]
Answer Psychopharmaka im Alter
reduzierte Körpermaße mit verlängerter systemischer Verweildauer
Verminderung des Plasmaproteingehalts
höhere Konzentration von freien (ungebundenen) Arzneimitteln
Eingeschränktes HZV , Gefäßveränderungen , Abnahme Leber - & Nierenvolumen
Polypharmakotherapie bei Multimorbidität
Card 14
Question
Psychopharmaka im Alter - Pharmakodynamik
altersbedingte Veränderungen mit Einfluss auf Pharmakodynamik (Neurotransmittersysteme ) [4]
Answer Psychopharmaka im Alter - Pharmakodynamik
Cholinerges System
erhöhte Empfindlichkeit für periphere und v.a. zentrale anticholinerge Symptome (Verwirrtheitszustände, delirante Zustandsbilder)
Noradrenerges System
Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber sympatholytischen (= adrenolytischen) Effekten (z.B. orthostatische Hypotonie)
Dopaminerges System
erhöhte Empfindlichkeit für extrapyramidales Syndrom (EPS) / Spätdyskinesien bei D2-Antagonisten
Serotonerges System
erhöhte Disposition für NW bei serotonergen ANM (Agitation, Inappetenz, Dyspesie, sex. Dysfunktion)
Card 15
Question
Depression im Alter - Potenziell inadäquate Medikation (ADs) im Alter
Answer Potenziell inadäquate Medikation im Alter
Amitriptylin
Doxepin
Fluoxetin
Imipramin
Timipramin
Clomipramin
Maprotilin
Tranylcypromin
Card 16
Question
Schwangerschaft und Stillzeit - Pharmakotherapie Pro's & Con's
Argumente für & gegen eine Psychopharmakotherapie in SS [3]
Answer Argumente für eine Psycho-Pharmakotherapie
höhere Komplikationsrate bei akuter psychischer Erkrankung in SS und Geburt
erhöht Gefahr für Entw. psychischer Erkrankungen beim Kind
Steigendes Risiko für Substanzabusus
Erhöhtes Risiko eines Rezidivs nach Absetzen einer gut eingestellten Pharmakotherapie
Argumente gegen eine Psycho-Pharmakotherapie
neben bekannter Teratogenität ist auch Einfluss "sicherer " Medis auf das Kind nicht sicher
erhöhtes Risiko eines Rezidivs erst nach Entbindung
Sorge um Kind führt zu psychischer Instabilität
Card 17
Question
Schwangerschaft & Psychopharmakotherapie - Empfehlungen [8]
Answer Empfehlungen
individuelle Krankenvorgeschichte beachten
Intensität des Kinderwunschs
engmaschige Kontrolltermine
Serumspiegelkontrollen (weil mehr Wasser, Blut, Körpermasse)
ggf. Reduktion der Medikation vor Geburt (senkt Risiko für Kind)
Gynäkologisches Pränatalmanagement
Peripartales Management
Entbindung in Klinik mit Neonatologie
Card 18
Question
Ungeplante Schwangerschaft & Psychopharmakotherapie
Answer Ungeplante Schwangerschaft
zum Zeitpunkt der Feststellung (7. bis 9. SSW) sind wesentliche Schritte der embryonalen EW bereits abgeschlossen
► Ruhe bewahren & ausstrahlen
Card 19
Question
Schwangerschaft & Psychopharmakotherapie - Geeignete Antipsychotika [4]
Answer Geeignete Antipsychotika in SS
Haloperidol +++ ► typisches AP
Onlazapin +++ ► AAP
Quetiapin +++ ► AAP
Risperidon ++ ► AAP
Card 20
Question
Psychopharmaka und Fahrtauglichkeit
Maßnahmen/ zu Beachtendes [4]
Empfehlung [1]
Answer Psychopharmaka und Fahrtauglichkeit
Aufklärung : Risiken und NW , auch hinsichtlich verkehrsmedizinisch relevanter Beeinträchtigungen
Ein- oder Umstellungsphase: bei sedierenden Psychopharmaka i.d.R. 10 bis 14 Tage keine Fahrtauglichkeit
Stabile Erhaltungstherapie: Meist keine Beeinflussung der Fahrtauglichkeit
Einnahme von Benzos , sedierenden Antidepressiva oder Antipsychotika kann Fahrtauglichkeit im Einzelfall auch langfristig beeinträchtigen
Phase des Absetzens: Kritische Phase für Fahrtauglichkeit
Empfehlung :
DEKRA Mobilitäts-Check (DEKRA Kompetenz-Zertifikat)
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