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Psychopharmakologie

Discover Psychopharmakologie : 48 flashcards with questions and answers.

Subject
Sciences / Medical science
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Einnahmedauer, Risiko für Rehospitalisierung/ Tod, Absetzen der Medikation 

  • Zusammenhang beschreiben 
  • Ursache 

Answer

► Risiko für Rehospitalisierung/Tod nimmt bei Absetzen der Medikation zu in Abhängigkeit von der Dauer der Einnahme

  • d.h. je länger ein Medikament verabreicht wurde, desto gefährlicher ist es, dieses Abzusetzen 

Ursache: 

  • D2/ D3-Dopaminrezeptoren werden durch antipsychotische Behandlung heraufreguliert

Card 22

Question

Antidepressiva

  • Allgemeines zur Wirksamkeit [3]
  • weitere Indikationen [3]

Answer

Allgemeines zur Wirksamkeit

  1. Antidepressiva sind wirksam! 
  2. Nutzen steigt mit Schweregrad
  3. Empfehlung insb. bei mittelschweren und schweren Depressionen (n. aktuellen Leitlinien) 
  4. weitere Indikationen: Angststörungen, Zwangsstörungen, PTSD

Card 23

Question

Antidepressive - Allgemeine Therapiehinweise [4]

Answer

Allgemeine Therapiehinweise

  1. erwünschter Therapieeffekt erst nach 2-8 Wochen 
  2. typischerweise erst NW und danach antidepressiver Effekt
  3. zuverlässige Vorhersage des individuellen Therapierfolges mit best. AD kaum möglich  
  4. kein Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung                                                                                                                                                                                           

Card 24

Question

Antidepressiva – Nebenwirkungen 

  • Auftreten, Verlauf, Maßnahmen 

Answer

Antidepressiva – Nebenwirkungen

  • treten bevorzugt zu Beginn einer Therapie (2-4 W) auf 
  • bilden sich im laufe der Beh. meist zurück ohne Veränderung der Dosierung 
  • einige NW können persistieren (z.B. orthostatische Dysregulation, Mundtrockenheit, sex. Funktionsstörungen) 
  • Dosisanpassung oder Präparatwechsel kann notw. werden 
  • Insbesondere zu Beginn:
    • regelmäßige klinische Untersuchung
    • EKG-, Labor- & Blutdruck-Kontrollen 

 

Card 25

Question

Antidepressiva – Übersicht der Substanzklassen

  • Mittel 1. [5] & 2. Wahl [2] bei Depressionen

Answer

Mittel der 1. Wahl: 

  1. SSRI
  2. SNRI
  3. Mirtazapin 
  4. Bupropion 
  5. Agomelatin

Mittel der 2. Wahl:

  1. Trizyklische Antidepressiva (TZA) 
  2. Monoaminooxidasehemmer (MAO-Hemmer)

► wegen NW-Profil 

Card 26

Question

Antidepressiva – Vorgehen bei Therapieresistenz

  • 3 Schritte und zugehörige Maßnahmen [3-5]

Answer

Vorgehen bei Therapieresistenz

  1. Optimierung der Behandlung (► Strategien ggf. parallel anwenden) 
    1. Überprüfung von:
      1. Diagnosen
      2. Drogen-/ Alkoholanamnese
      3. Einnahme depressiogener AN
    2. Überprüfen von: 
      1. Adhärenz 
      2. Plasmaspiegel
        1. ► ggf. Dosiserhöhung 
    3. Vertiefte Psychoedukation 
    4. Konsequente Psychotherapie 
    5. Bewegungstherapie, Lichttherapie, Schlafentzug 
  2. Weiterhin unzureichender Erfolg (► neue Strategien nach spätestens 4 Wochen) 
    1. Wechsel des AD (mgl. anderer Wirkmechanismus) 
    2. Kombination (z.B. SSRI/ SNRI + Mirtazapin/ Bupropion)
    3. Augmentation mit Atypischen Antipsychotika (z.B. AD + Quetiapin) 
    4. Augmentation mit Lithium 
  3. Weiterhin unzureichender Erfolg (► Prüfung von Alternativen) 
    1. Augmentation mit Schilddrüsenhormonen 
    2. EKT 
    3. Andere Strategien bei Therapieresistenz, z.B. Ketamin 

Card 27

Question

Elektrokonvulsionstherapie (EKT) 

  • kurz zu Wirkweise, Wirksamkeit, Indikation, Setting, NW

Answer

  • Wirkung nicht abschließend geklärt
    • induziert Ausschüttung versch. NT.
    • neuroendokrine Effekte 
    • Normalisierung hirnstruktureller/ hirnfunktioneller Veränderungen 
  • Biologisches Verfahren mit höchster Wirksamkeit bei insg. guter Verträglichkeit 
  • Mittel der Wahl bei therapierefraktärer Depression 
  • spezialisiertes Setting mit Anästhesie + Überwachungsmöglichkeit nötig 
  • NW und Risiko primär durch Notw. der Kurznarkose 
    • meist passagere kognitive NW, Kopfschmerzen 

 

Card 28

Question

Stimmungsstabilisatoren – Lithium

  • Elimination (Organ) 
  • Wirkung 

Answer

Lithium

  • ausschließlich renale Elimination 

Wirkung

  • Antimanisch 
  • phasenprophylaktisch
  • augmentativ antidepressiv 
  • suizidpräventiv 

Card 29

Question

Stimmungsstabilisatoren – Lithium

  • therapeutische Dosis (therapeutischer Bereich nach gewünschter Wirkung, toxischer Bereich) [4]
  • (erhöhte) Intoxikationsgefahr [3]
  • relevante NW [4]

Answer

Therapeutische Dosis

  1. Antimanisch:         ► 0.9 - 1.2 mmol/l
  2. Rezdivprophylaxe ► 0.5 - 0.8 mmol/l
  3. Augmentation        ► 0.4 - 0.6 mmol/l
  4. Intoxikation            ► ab >1.2 mmol/l

Erhöhte Intoxikationsgefahr bei

  1. Nierenfunktionsstörungen 
  2. Flüssigkeitsmangel/ -verlust 
  3. Interaktionen mit anderen AN 

Relevante NW

  1. Kognitive Störungen 
  2. Polyurie 
  3. Gewichtszunahme
  4. Tremor 

 

Card 30

Question

Stimmungsstabilisatoren

  • 3 Beispiele mit Anwendungsbereichen 

Answer

  • Lithium & Valproinsäure 
    • ► antimanisch & phasenprophylaktisch 
  • Lamotrigin 
    • ► v.a. Prophylaxe depressiver Episoden bei Bipolarer Störung 
  • Atypische Antipsychotika (AAP) 
    • ► Akutbehandlung & Phasenprophylaxe 
    • z.B. Quetiapin (AAP) 
      • ► Bipolare Depression 

Card 31

Question

Wichtige Indikationen für Antipsychotika 

Answer

Indikationen für Antipsychotika 

  1. Schizophrene Psychosen 
  2. Drogeninduzierte Psychosen 
  3. Bipolare Affektive Störungen (Akute Manie, Rezidivprophylaxe) 
  4. Augmentationstherapie  bei Depression (Kombi mit AD)
  5. Delir 
  6. Unruhe-/ Erregungs-/ Verwirrtheitszustände i.R. einer Demenz 
  7. (iatrogene) Psychotische Symptome durch Parkinson-Therapie mit D2-Agonisten 

Card 32

Question

Typische Antipsychotika

  • Wirkung (Wirkort, Effekt) [2]
  • Nachteile (NW) [3]

Answer

Wirkung

  • ​Dopamin-D2-Antagonismus 
  • reduzieren dopaminerge Hyperaktivität im mesolimbischen System 
    • ​► Effekt auf Positivsymptomatik

​​Nachteile

  • D2-Blockade im nigrostriatalen System 
    • ​► extrapsyramidalmotorische NW (parkinsonoid)
    • ​► Frühdiskinesien, Spätdyskinesien 
  • D2-Blockade im Tuberoinfundibulären System 
    • ​​► erhöhte Prolaktinsekretion ⇒ Amenorrhoe 
  • kein Effekt auf frontales Dopamindefizit (Hypoaktivität im frontalen Bereich, Hyperaktivität im Mesolimbischen System bei Schizophr.) ► i.G.z. AAP 

Card 33

Question

Atypische Antipsychotika 

  • Gemeinsamkeit aller Atypika 
  • unterschiedliche Wirkmechanismen 

Answer

Gemeinsamkeit aller Atypika

  • dopaminerge (indirekte) Stimulation mesocortical

Unterschiedliche Mechanismen

  • Serotonin-5-HT2-Antagonismus 
  • Präsynaptische Regulationsvorgänge (Amisulprid)
  • Partieller Dopaminagonismus (Aripiprazol) 

Card 34

Question

Atypische Antipsychotika 

  • Wirkung/ Effekt/ Vorteile ggü. Antipsychotika der 1. Generation 

Answer

  • Effektiv bei Positiv- und Negativsymptomatik, kognitiven Defiziten 
  • Geringere motorische NW ("atypisch") 
  • wirksam bei depressiver Symptomatik 
  • Adhärenz besser, Lebensqualität erhöht 

Card 35

Question

Atypische Antipsychotika - Beispiele 

Answer

  1. Clozapin (Leponex) ► [100-900mg]
  2. Risperidon (Risperdal)  ► [3-8mg]
  3. Onlazapin (Zyprexa)  ► [10-20mg]
  4. Quetiapin (Seroquel) ► [50-200mg]
  5. Amisulprid (Solian) ► [200-800mg] 
    1. reiner D2-Antagonist, jedoch präferenziell mesolimbisch​

Card 36

Question

Antipsychotika - Mögliche NW 

Answer

Mögliche Nebenwirkungen 

  1. Motorik 
  2. Frühdyskinesien Zungen-Schlund-Krämpfe
  3. Parkinsonoid: Tremor, Rigor, Akinese/ Hypokinese
  4. Akathisie, Tasikinesie (Sitz-/ Bewegungsunruhe)

Card 37

Question

Allgemeine Aspekte der Pharmakotherapie bei KiJu

  • Einordnung ins Therapiekonzept 
  • Beispiel-Indikationen 

Answer

Allgemeine Aspekte der Pharmakotherapie bei KiJu

  • Therapie mit Neuropsychoharmaka ist Teil der Beh. bei KiJu
  • Multimodales Therapiekonzept: 
    • Psychotherapeutische & soziotherapeutische Maßnahmen z.B. zsm. mit Neuropsychopharmaka 
  • Beispiele: 
    • ADHS
    • Gilles-de-la-Tourette-Syndrom 
    • psychotische Störungen 
    • Depressive, Zwang-, Angst- und Panikstörungen 

Card 38

Question

KiJu - Behandlungsindikation für Pharmakotherapie:

Answer

Behandlungsindikation für Pharmakotherapie:

Unmittelbare Indikation 

  • versch. Formen von Psychosen (Schizophrenie, drogeninduzierte, affektive & schizoaffektive Psychosen) 

Notfälle

  • Akutbehandlung bei Zuständen mit erheblicher Selbst- oder Fremdgefährdung 

Card 39

Question

KiJu - Unterscheidung von Zulassungsbereichen [2]

Answer

Unterscheidung von Zulassungsbereichen

  1. Zulassung hinsichtlich des Alters der Pat. 
  2. Zulassung hinsichtlich der zu beh. Störung/ Symptomatik 

Card 40

Question

KiJu - Zulassungsstatus von Neuropsychopharmaka 

  • Klinische Realität 
  • Ausnahmen [4]

Answer

Klinische Realität ► Großteil der in D. verwendeten Psychopharmaka offiziell nicht für KiJu zugelassen! 

Zulassung ► meist ab 18 Jahre und älter - altersbezogene Indikation 

Ausnahmen ► Methylphendidad (ADHS), SSRIs - Fluoxetin (ab 8 J., Depression), Sertralin (6-17 J., Zwänge), Fluvoxamin (ab 8 J., Zwangserkr.) 

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