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STEOP_VO Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

STEOP Modul A2 Anwendungsfelder

Subject
Humanities / Psychology
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Was ist der ideale Führungsstil laut dem Managerial Grid-Modell?

Answer

Idealer Führungsstil: gleichermaßen hohe Ausprägung an Personen- und Aufgabenorientierung

Verschiedene Führungsstile, je nachdem wie die Personen- und Aufgabenorientierung ausgeprägt sind:

  • 9.9: P. = hoch & A. = hoch --> Team-Management (optimal)
  • 9.1: P = hoch & A.= niedrig --> Glacehandschuh-Management "Country Club"
  • 1.9: P. =niedrig & A. = hoch --> Befehls-Gehorsams-Management "Auhotarian"
  • 1.1: P. = niedrig & A. = niedrig --> Überlebens-Management "Improvised"

Card 22

Question

Was gibt es am Managerial Grid-Modell zu kritisieren?

Answer

In empirischen Studien konnte der Zusammenhang zwischen 9.9-Ausprägung und Führungseffektivität nicht nachgewiesen werden

Vernachlässigung von Situationsvariablen (dadurch keine befriedigenden Antworten auf die Fragen, die sich bei komplexen Organisationen stellen)

Card 23

Question

Gib ein Beispiel für eine Kontingenztheorie und beschreibe sie!

Answer

Situative Reifegradtheorie (Hersey & Blanchard)

Situationsvariable = Reifegrad der Mitarbeiter (dieser setzt sich aus fachspezifischem Wissen, Leistungsmotivation, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen zusammen)

Führungsstile in Abhängigkeit vom Reifegrad:

  • Telling: Aufgabenorientiert (diktieren, lenken)
  • Selling: sehr aufgaben- und mitarbeiterorientiert (argumentieren, erklären, überzeugen)
  • Participting: stark mitarbeiterorientiert (ermutigen, zusammenarbeiten, anvertrauen)
  • Deligating: niedrige Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung (delegieren, beobachten, bevollmächtigen)

Card 24

Question

Womit beschäftigt sich die Markt- und Konsumpsychologie?

Answer

Markt

Marketinginstrumentarium

Emotionale Konditionierung

Card 25

Question

Was sagt dsd Marktgeschehen nach Woll aus?

Answer

Einer der wichtigsten Akteure: privater Haushalt --> bietet den Faktormärkten (Arbeitsmarkt, Bodenmarkt, Kapitslmarkt) seine Arbeitskraft an --> Unternehmen stellen Produkte her und bieten Produkt- und Dienstleistungsmärkten einen Teil der Verkausfserlöse --> Private Haushalte kaufen dort ein

Akteure:

  • Private Haushalte
  • Faktormärkte (Arbeitsmarkt, Bodenmarkt, Kapitalmarkt=
  • Unternehmen
  • Produkt- und Dienstleistungsmärkte (Konsumgütermärkte)

Card 26

Question

Was gehört zum Marketing-Instrumentarium?

Answer

Produktpolitik

  • Wahrnehmung (welche Produkte werden nachgefragt?)
  • Produkttests (Verpackung? Name? Prototyp-Testung)
  • Image- und Einstellungsmessung

Preispolitik

  • Preiswahrnehmung
  • Preis-Qualitäts-Illusion

Distributionspolitik: Vertriebswege (Wo verkaufe ich mein Produkt? Große Kette? Fachhandel?)

Kommunikationspolitik

  • Persönlicher Verkauf (Taktiken)
  • Werbung (Ziele und Strategien, Generierung von Gefühlen)
  • PR

Card 27

Question

Was sind die Voraussetzungen für emotionale Konditionierung?

Answer

  • Gleichzeitige Darbietung von emotionalem Reiz und Markennamen
  • Reize müssen intensiv sein
  • Viele Wiederholungen
  • Konsistente Reizdarbietung
  • Gedankliche Passivität ist kein Konditionierungshindernis
  • Güter sollen mit für die Zielgruppe relevanten Emotionen aufgeladen werden

Card 28

Question

Was sind die Ergebnisse des Hoba-Experiments von Kroeber-Riel?

Answer

Die Präsentation der Werbung ist sehr wichtig!

schwache Emotion, Text: Emotionaler Eindruck niedrig & sachlicher Eindruck hoch

schwache Emotion, kein Text: mittlerer emotionaler Eindruck & mittlerer sachlicher Eindruck

starke Emotion, kein Text: emotionaler Eindruck hoch & sachlicher Eindruck mittel

starke Emotion, Text: Emotionaler Eindruck hoch & sachlicher Eindruck hoch

Card 29

Question

Womit beschäftigt sich die ökonomische Psychologie?

Answer

Themen an der Schnittstelle Psychologie - Volkswirtschaftslehre

  • Rationale Entscheidungen
  • Prospect Theory
  • Wissen und Handeln von Kindern, Jugendlichen und wirtschaftlichen Laien
  • Konsumgütermärkte (Haushaltsentscheidungen, Marketing)
  • Arbeitsmärkte (Unternehmer; Löhne, Arbeit vs. Arbeitslosigkeit)
  • Kapitalmärkte (Börse)
  • Geldpsychologie (Währung, Inflation)
  • Schattenwirtschaft und Steuerverhalten
  • Wohlfahrt und Wohlbefinden

Entscheidungen über den Umgang mit knappen Ressourcen 

  • Entscheidungstheorien
  • Untersuchung spezieller Inhaltsbereiche

 

Card 30

Question

Was ist das Normative Entscheidungsmodell?

Answer

"Homo oeconomicus": Idealbild eines rational handelnden, nutzenmaximierenden Wesens (normative vs. deskriptive und präskriptive Entscheidungen)

Card 31

Question

Was ist ein Modell für Nutzenmaximierung und Rationalität in der ökonomischen Psychologie?

Answer

Subjective-Expected-Utilty-Model (SEU)

Card 32

Question

Worum geht es im Subjective-Expected-Utility-Model (SEU)?

Answer

  • Rationalität und Nutzen Maximierung
  • Eine Person od. Gruppe ist sich darüber bewusst, dass sie eine Entscheidung trifft od. ein Urteil abgibt + die Person od. die Gruppe ist identifzierbar
  • Alle Alternativen sind im Voraus festgelegt und bekannt
  • Die Konsequenzen der Alternativen sind bekannt und können bewertet werden
  • Die Bewertung geschiet anhand beständiger Ziele
  • Konsequenzen treten mit bestimmten oder vagen Wahrscheinlichkeiten auf und diese sind bekannt
  • Die Relevanz von Information kann beurteilt werden + falls nicht ausreichend, können weitere Informationen gesammelt werden

Card 33

Question

Wie äußern sich Abweichungen vom Rationalmodell in der ökonomischen Psychologie?

Answer

Statt vollständiger Rationalität --> beschränkte Rationalität (bounded rationality)

Entscheidungsprozesse laufen oft verkürtzt ab und Heuristiken (Faustregeln) werden eingesetzt.

Statt normativen Entscheidungsmodellen sollen deskriptive Entscheidungsmodelle entwickelt werden --> z.B. die Prospect Theorie (Kahnemann & Tversky)

Card 34

Question

Was besagt die Prospect-Theory nach Kahnemann?

Answer

Ergebnisse, Ereignisse, Werte werden nicht absolut, sondern relativ zu einem Referenzpunkt bewertet.

Der subjektive Wert eines Gewinns wird geringer geschätzt als ein objektiv gleich großer Verlust.

Card 35

Question

Was ist die Börse?

Answer

Ein Markt, auf welchem Güter gehandelt werden. Die Preise od. Kurse werden unter geregelten Voraussetzungen und zu definierten Zeiten nach Angebot und Nachfrage gebildet. 

Abstraktheit: kein gegenständlicher Tausch von Waren od. Effekten --> sondern beliebig teilbare Massengüter bzw. ihre Rechte darauf

Anonymität: Käufer und Verkäufer treffen nicht persönlich aufeinander

Card 36

Question

Die Börse und die Psychologie?

Answer

Oft: alte Informationen untergewichtet + neue übergewichtet --> Medienmeldungen haben auf destabilisierten Aktienmärkten großen Einfluss auf die Kursbewegung

Bei stabilem Aufwärtrtrend vertrauen die Investoren auf weitere positive Entwicklungen und bleiben von Tagesereignissen unbeeindruckt

Sind die Entwicklungen in der Börse unklar: Investoren lassen sich von externen Ereignissen (Flugzeugabsturz, Morde,...) stark beeinflussen

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