Card 121
Question
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Osteochondrose-Syndrom
Genetik
Answer
Heritabilität 20-60%
Discover Tierzucht Schwein 2022: 150 flashcards with questions and answers.
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Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Osteochondrose-Syndrom
Genetik
Heritabilität 20-60%
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Epiphyseolysis
Krankheitsbild
Ein oder beidseitige Ablösung des Oberschenkelkopfes in der Epiphysenfuge
▪ Prädisposition: Jungeber und Jungsauen (6-8 Monate)
▪ Symptome:
• Plötzliche Lahmheit nach Deckakt, Transport, Ausgleiten
• Allmählich einsetzende Lahmheit mit Zehenspitzengang, verkürztem Schritt
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Apophyseolysis
Krankheitsbild
Ablösen des Sitzbeinhöckers in der Wachstumsfuge
▪ Vorkommen: Erstlingssauen, peripartal, bei DL
▪ Symptome: hudesitzige Stellung, Reithosenphänomen, unsicherer Gang
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Ulna-Osteochondrose
Krankheitsbild
▪ Verzögertes Längenwachstum der Ulna bei normalem Wachstum des Radius
▪ Schräg gestellte Gelenkfläche
▪ Vorbigige und fassbeinige Stellung der Vordergliedmaße
▪ Vorkommen: Zuchtschweine
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Klauenprobleme
Einteilung
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Klauenprobleme
Allgemeines
▪ häufigste Lahmheitsursache bei Schweinen 5-30% bei Zuchtbeständen
▪ in jeder Altersstufe (Saugferkel – altes Tier)
▪ Provokation durch Haltungssystem möglich
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Klauenprobleme
Genetik
genetische Komponente erwiesen
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Klauenprobleme
Stallklauen
Ursachen und Folge
• schnabelartige Verlängerung der Klauen an Haupt- und Afterzehen
• Bewegungsarmut, fehlender Klauenhornabrieb
• Folgen: Lahmheit, Rehe, Verletzungen
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Klauenprobleme
Übermäßige Klauenabnutzung
Ursache und Folge
• Ursachen: abrasive Böden, Verätzung, weiches Horn, hohe Belastung durch hohes Körpergewicht
• Folgen: Lahmheit, Entzündungen
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Klauenprobleme
Klauenrehe
Ursache
• diffuse, aseptische Entzündung der Klauenlederhaut infolge
Überbelastung oder Toxinen
• v. a. bei Zuchtsauen (hohes Gewicht, einstreulose Haltung, Stallklauen)
• sekundär bei MMA (Mastitis, Metritis, Agalaktie)
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Anomalien an den Gliedmaßen
Klauenprobleme
Panaritium
Ursache und Vorkommen
• Entzündung von Haut und tiefergelegenem Gewebe im Kronbereich und Zwischenklauenspalt
• Vorkommen: Aufzuchtferkel, Mastläufer (Spaltenboden mit zu breiten Spalten, Rangkämpfe), ältere Sauen in strohloser Anbindehaltung
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Erbliche Skelettbissbildungen
Einteilung
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Erbliche Skelettbissbildungen
Wirbelsäulenerkrankungen
Krankheitsbilder
▪ Blockwirbel: Verschmelzen von Wirbeln
▪ Halbwirbel: unvollständig verknöcherte Wirbel
▪ Keilwirbel: meist ventral verschmälerte Wirbelkörper
▪ Bevorzugte Lokalisation: Thorakalberiech
▪ allgemeines klinisches Bild: Verändeung der Rückenlinie als Kyphos, Lordose oder Skoliose
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Erbliche Skelettbissbildungen
Wirbelsäulenerkrankungen
Ursache
angeboren, Folgen von Infektionen oder Traumen, degenerativ
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Erbliche Skelettbissbildungen
Erbliches Pseudovitamin-D-Defizienz (erbliche Rachitis)
Krankheitsbild
▪ Gestörte Ca-Resorption
▪ Symptome ab 5. Lebenswoche, hochgradig in 10.
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Erbliche Skelettbissbildungen
Erbliches Pseudovitamin-D-Defizienz (erbliche Rachitis)
Erbgang
Monogen, autosomal, rezessiv
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Stülpzitzen (bei Sau und Eber!)
Krankheitsbild
o Aplasie oder Hypoplasie von Zitzenkörper und Zitzenzisterne
o Einsenkung der Zitzenkuppe, Zitze von faltenreichem Hautwall umgeben (Kraterzitzen), kein Milchfluss, meist Zitzen im Nabelbereich betroffen
o leichtere Fälle normalisieren sich mit beginnender Laktation
o erkennbar ab Alter von 3 Monaten bei beiden Geschlechtern
o verminderte Anzahl aufgezogener Ferkel
o nicht erfassbar im Anomalienindex
o Zuchtausschluss (Sau und Eber)
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Stülpzitzen (bei Sau und Eber!)
Genetik
erblich bedingt
Heritabilität 10-30%
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Resistenz gegen infektiöse Erkrankungen
Einteilung
Kongenitale Anomalien beim Schwein
Resistenz gegen infektiöse Erkrankungen
Neonatale Diarrhoe neugeborener Ferkel
Erreger
Enterotoxigene E. coli (ETEC) Stämme (Bakterien)
• produzieren Fimbrien und Toxine verursachen bei empfänglichen Ferkeln Durchfall und sehr hohe Sterblichkeit
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