Unzuverlässiges Erzählen ist eine spezielle Form des Erzählens, bei dem die Zuverlässigkeit (das heißt zumeist: die Wahrheit oder Angemessenheit) der Erzähleraussagen über die erzählte Welt vom Rezipienten (Leser, Zuhörer, Zuschauer etc.) in Frage gestellt wird. Vereinfacht ausgedrückt: Es wird zunächst ein Geschehen erzählt, das, wie sich im weiteren Verlauf herausstellt, so nicht stattgefunden hat. Gründe dafür können beispielsweise sein, dass die erzählende Person die Handlung erträumt, im Drogenrausch erlebt oder schlichtweg erfunden hat, etwa um ein Alibi zu erhalten.
Card 62
Question
Projektionsfläche, die
Answer
helle Fläche, auf die Bilder projiziert werden können
Card 63
Question
Postcolonial Studies, die
Answer
eine der kulturtheoretischen und künstlerischen Diskussion entstammende antiimperialistische Bewegung und Denkrichtung, die gegen den vorherrschenden Ethno- und Eurozentrismus gerichtet ist.
Card 64
Question
Frühmoderne, die
Answer
Literaturepoche
Card 65
Question
Tempo, das
Answer
- Geschwindigkeit, mit der etwas, besonders eine Handlung, eine Bewegung abläuft
- (Musik) (für den Vortrag geeignetes, den Besonderheiten eines Werkes angemessenes) musikalisches Zeitmaß
Card 66
Question
Welt, die
Answer
in sich geschlossener [Lebens]bereich; Sphäre
Card 67
Question
Regieanweisung, die
Answer
Anmerkung, erläuternder Hinweis in einem Bühnenstück, Drehbuch o. Ä. als Hilfe für die Regie
Card 68
Question
Vorausblende, die
Answer
In der Literatur und im Film bezeichnet Vorausblende (auch Prospektive) eine nicht-lineare, nicht-chronologische Erzähltechnik. Sie wird auch Flash-forward, Vorausdeutung (Eberhard Lämmert) oder Prolepsis[1] (Gérard Genette) genannt.
Card 69
Question
Streitschrift, die
Answer
Schrift, in der engagiert, oft polemisch wissenschaftliche, religiöse, politische oder ähnliche Fragen erörtert werden; Pamphlet
Card 70
Question
Schwerpunkt, der
Answer
Hauptgewicht
Card 71
Question
critique génétique, die
Answer
literaturwissenschaftliche Strömung: In den 70er Jahren hat sich in Frankreich diese literaturwissenschaftliche Untersuchungsmethode aus dem Strukturalismus heraus entwickelt. Sie interessiert sich – im Gegensatz zu der gleichzeitig in Deutschland entstehenden Rezeptionsästhetik – für die Produktion insbesondere moderner literarischer Werke und hat die Untersuchung literarischer Handschriften zum Gegenstand. Die »critique génétique« verwendet den Begriff "Handschrift" in seiner allgemeinsten Bedeutung und bezeichnet damit aus der Hand der Autoren stammende Dokumente, seien es nun Entwürfe, Arbeitsmanuskripte, maschinschriftliche Reinschriften oder handschriftlich veränderte Fahnen- und Umbruchseiten wie auch gedruckte Werke mit nachträglichen Änderungen aus der Hand des Autors.
Card 72
Question
Protagonist, der
Answer
Der Protagonist (von altgriechisch πρωταγωνιστής prōtagōnistḗs, wörtlich „der erste Kämpfer auf dem Theater“, aus πρῶτος prō̂tos „der erste“ und ἀγωνιστής agōnistḗs „Wettkämpfer“, abgeleitet von ἀγών agṓn „Wettkampf“) bezeichnet in der griechischen Tragödie den Darsteller der ersten Rolle (gegebenenfalls vor Deuteragonist und Tritagonist, das heißt zweite und dritte Hauptrolle).
Card 73
Question
Bild, das
Answer
einen Titel bibliografisch erfassen
Card 74
Question
Haiku, das
Answer
aus drei Zeilen mit zusammen 17 Silben bestehende japanische Gedichtform
Card 75
Question
Aposiopese, die
Answer
bewusster Abbruch der Rede oder eines begonnenen Gedankens vor der entscheidenden Aussage
Card 76
Question
Skansion, die
Answer
Messung eines Verses, Bestimmung des Versmaßes; das Skandieren
Card 77
Question
Affektpoetik, die
Answer
eine Poetik in der Emotionen dargestellt werden
Card 78
Question
Stilfiguren, die
Answer
für einen Stil charakteristische Elemente
Card 79
Question
Entwicklung, die
Answer
allmählich entstehen, sich stufenweise herausbilden
Card 80
Question
Reichweite, die
Answer
Wikipedia: Die Zahl der Personen, die Leser einer Ausgabe eines Titels oder einer Titelkombination. Die Reichweite unterscheidet sich von der Auflage, da ein Exemplar üblicherweise von mehreren Personen gelesen wird.
Duden: (Werbersprache) Anzahl bzw. Prozentsatz von Personen, die mit einem Medium oder einer Werbebotschaft erreicht werden können
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