Die Zeit des Erzählers, die den Erzählvorgang strukturiert
Card 62
Question
Kolumne, die
Answer
von stets demselben [prominenten] Journalisten verfasster, regelmäßig an bestimmter Stelle einer Zeitung oder Zeitschrift veröffentlichter Meinungsbeitrag
Card 63
Question
Vierzeiler, der
Answer
Ein Vierzeiler (auch Quartett, Quartine, Quatrain oder selten Tetrastichon) ist in der Verslehre eine aus vier Versen bestehende Strophen- oder Gedichtform. Der Vierzeiler ist mit seinen zahlreichen Sonderformen die häufigste Strophenform überhaupt.
Card 64
Question
Motivik, die
Answer
1. Kunst der Durchführung musikalischer Motive
2. Kunst der Verarbeitung von Motiven
Card 65
Question
Dadaismus, der
Answer
internationale revolutionäre Kunst- und Literaturrichtung um 1920, die jegliches künstlerisches Ideal negiert und absolute Freiheit der künstlerischen Produktion sowie einen konsequenten Irrationalismus in der Kunst proklamiert
Card 66
Question
Datenbank, die
Answer
elektronisches System, in dem große Bestände an Daten zentral gespeichert sind
Card 67
Question
faktuale Rede, die
Answer
Es ist schwierig, eine klare Unterscheidung zwischen fiktionalen und faktualen Texten zu finden. Faktualität oder faktuales Erzählen hat die Funktion, Sachverhalte mitzuteilen, was aber unabhängig davon ist, ob die Darstellung der Sachverhalte zutreffend ist oder (absichtlich oder unabsichtlich) unzutreffend. Einerseits wird in vielen faktualen Textsorten mit Techniken gearbeitet, die als charakteristisch für fiktionale Literatur gelten (z. B. in Reportagen, Geschichtsschreibung). Andererseits beziehen sich die meisten fiktionalen Texte auf Orte, Zeiten und Sachverhalte der Wirklichkeit, d. h. die Fiktion besteht fast ausschließlich aus fiktionalisiertem Realem
Card 68
Question
Parallelismus, der
Answer
ist eine Stilfigur, die durch parallele Syntax entsteht, d.h. zwei (oder mehrere) aufeinander folgende gleiche Satzarten (Haupt-, Neben-, Fragesatz etc.) oder Teilsätze haben dieselbe Abfolge ihrer Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Obje)
Card 69
Question
Konkrete Poesie, die
Answer
eine Strömung der Lyrik, die sich speziell mit avantgardistischer Dichtkunst befasst, die vor allem auf die optischen und akustischen Aspekte der lyrischen Sprache abzielt.
Card 70
Question
Reimpaar, das
Answer
Zwei durch Paarreim verbundene Verse
Card 71
Question
Strukturalismus, der
Answer
Literaturwissenschaftlicher Methode des 20Jh. Ziel: Das Künstlerische, das Literarische des sprachlichen Kunstwerks zu erkennen. Zusammen mit Formalismus Teil des in den 70er Jahren stattfindenden sogenannten „linguistic turn“. Texten auf gemeinsame Strukturmerkmale untersuchen (Barthes, Todorov, Genette, Greimas). Ausgehend von der durch Saussure begründeten strukturalistischen Sprachwissenschaft poetische Sprache von „Normalsprache“ unterscheiden. (A/E S.173-175)
Card 72
Question
Stilisierung, die
Answer
Umbildung natürlicher Formen und auf wesentliche Grundstrukturen reduzierte Darstellung. Abstraktion.
Card 73
Question
Ausblick, der
Answer
Vorausschau auf in der Zukunft Liegendes
Card 74
Question
Literaturbetrieb, der
Answer
laufende Arbeit, Aktivitäten und Angebote auf dem Gebiet der Literatur und Literaturvermarktung
Card 75
Question
Kollektiv, das
Answer
Gruppe, in der Menschen zusammenarbeiten; Team
Card 76
Question
Merkmal, das
Answer
charakteristisches, unterscheidendes Zeichen, an dem eine bestimmte Person, Gruppe oder Sache, auch ein Zustand erkennbar wird
Card 77
Question
Digital
Answer
Digitaltechnik, Digitalverfahren betreffend, auf ihnen beruhend
Card 78
Question
Wissenschaftsbegriff, der
Answer
das, was (unter verschiedensten Aspekten) als „Wissenschaft" (1) verstanden wird
Card 79
Question
Hermetik, die
Answer
das Hermetischsein; geheimnisvolle Art, Eigenschaft
Card 80
Question
personale Erzählsituation, die
Answer
Der Erzähler hält sich zurück und delegiert so viel wie möglich an die Figuren. Er schildert das Geschehen aus dem Blickwinkel einer einzigen Figur. Für den Leser entsteht die Illusion, als befände er sich selbst auf dem Schauplatz des Geschehens. „Der Leser betrachtet das Ganze mit den Augen der Romanfigur, die jedoch nicht erzählt, sondern in deren Bewusstsein sich das Geschehen gleichsam spiegelt. Damit wird diese Romanfigur zur persona, der Rollenmaske, die der Leser anlegt.“
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