Card 141
Question
Molsidomin
Answer
NO-Freisetzung zur Gefäßerweiterung. Wirkung über aktiven Metaboliten. Keine Toleranzentwicklung, da enzymunabhängige Freisetzung
Alkohol meiden: beeinflusst Gefäßweite
Beratungshinweise für Rezepte
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Molsidomin
NO-Freisetzung zur Gefäßerweiterung. Wirkung über aktiven Metaboliten. Keine Toleranzentwicklung, da enzymunabhängige Freisetzung
Alkohol meiden: beeinflusst Gefäßweite
Isosorbid-2,5-dinitrat
Langwirksamer NO-Donator zur Gefäßerweiterung und Angina-Pectoris-Anfallsprophylaxe
Nitrattoleranz vermeiden durch nitratfreies Intervall von 6-8h
UAW Anfang: Nitratkopfschmerz, orthostatische Hypotension, Reflextachykardie
Alkoholhaltige Getränke einschränken, mglst. ganz meiden -> beeinflusst Gefäßweite, verstärkte UAW Nitrat
Interferon beta 1b
Immunmodulierendes Interferon zur Basistherapie von MS
s.c. Injektion alle 2d mit wechselnden Hautarealen (Oberschenkel, Bauch, Gesäß, Oberarm) um Hautnekrosen zu vermeiden
Häufige UAW: Grippeähnlich wie Kopf-/Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Hautirritationen (Einstichstelle kühlen) -> Ibuprofen/Paracetamol in Selbstmedikation. Evtl. abends einnehmen um die UAW zu verschlafen.
Mittel zur Immunstärkung etc. vermeiden -> unbekannter Einfluss auf MS und Interferon-Wirkung
Blutbild regelmäßig kontrollieren: thrombotische Mikroangiopathie (TMA) und hämolytische Anämie (HA) möglich
Gabapentin
Antiepileptikum, auch bei Neuropathie oder postherpetischer Neuralgie angewandt.
Regelmäßige Einnahme erforderlich.
UAW: Fieber, Virusinfektionen, Ermüdung, Schläfrigkeit (Cave Auto!) -> verstärkt durch zentraldämpfende AM (Antihistaminika, Antitussiva, auf Alkohol verzichten!)
Irbesartan + HCT
AT2-Blocker + HCT
Regelmäßige NSAR-Einnahme: Abschwächung der Antihyertonika, erhöhter Blutdruck -> in Selbstmedikation lieber Paracetamol
Auf Kaliumpräparate verzichten (AT2-Blocker: Gefahr der Hyperkaliämie). Bei Schnupfenmitteln auf Sympathomimetika (Pseudoephedrin z.B.)
Auf regelmäßige Anwendung von Laxantien verzichten, bei vermehrtem Lakritzverzehr (Gefahr der Hypokaliämie: HCT)
Alprazolam
Benzodiazepin, meist als Tranquillans zur Anxiolyse oder als Hypnotikum. GABA-B Modulator
Dosierungs sollte so gering wie möglich sein, besonders bei älteren Patienten. Relativ lange HWZ (10-25h), Hangover-Effekt beachten.
Anwendungsdauer inkl. Ausschleichphase max. 8-12 Wochen. Toleranz mgl. Rebound-Effekte 2-4d nach Absetzen mgl., deswegen ausschleichen. Vorsicht vor psychischer + physischer Abhängigkeit.
Bei älteren Menschen und Erstverordnung: auf Sturzgefahr hinweisen durch muskelrelaxierende Wirkung des Medikaments
Weitere UAW: Benommenheit, Sedierung, Kopfschmerzen, Tachykardie, Atemdepression bei Patienten mit chron. Atemwegserkrankungen
Wenn als Hypnotikum: Schlafqualität verbessern (Störquellen beseitigen, regelmäßige Schlafzeiten, kein Mittagsschlaf, Entspannungsmethoden, kein Coffein/Alkohol/reichhaltiges Essen nach 16 Uhr)
Kanamycin Augentropfen
Aminoglykosid bei bakteriellen Infektionen
Anwendung mehrere Tage über die Beschwerden hinaus, max. 14d. angebrochene Packung max. 4 Wochen verwenden.
30 min Abstand zu anderen Augentropfen. Während einer Infektion keine Kontaktlinsen tragen
Allgemein Augentropfen: möglichst äußerer Augenwinkel, nach dem Tropfen Augen für wenige Minuten schließen, evtl. leichten Druck auf den Tränenkanal ausüben
Hohe Ansteckungsgefahr, Hände häufig waschen, evtl. desinfizieren, das Reiben der Augen vermeiden. Selbstmedikation keine Naturprodukte (Kamillenteekompressen) -> unbekannte Keimbelastung.
AT bei Kindern: Kanthale Applikation = Bei geschlossenen Augen in den inneren Augenwinkel tropfen. Beim Öffnen der Augen verteilt sich der Tropfen. Augen dann für ein paar Minuten geschlossen halten.
Verapamil + Trandolapril
Calciumkanalblocker + ACE-Hemmer zur Kombi bei Hypertonie
Regelmäßig einnehmen, 1x morgens
UAW: GIT, Beinödeme, Flush, Kopfschmerzen, Schwindel (Schwindel: zu starke Blutdrucksenkung durch Kombi mit anderen). Trockener Reizhusten -> Therapieanpassung, Wechsel auf Sartan
WW: Verapamil mit ß-Blockern/Amiodaron: AV-Block, Kardiodepression mgl.
Hypertonie: Bei Schnupfen auf Sympathomimetika verzichten (Pseudoephedrin und Nasensprays). Regelmäßige Einnahme von NSAR: Wirkabschwächung -> lieber Paracetamol
Pregabalin
Antiepileptikum: antikonvulsiv, anxiolytisch, analgetisch bei neuropathischen Schmerzen
UAW: evtl. Benommenheit, Schläfrigkeit (-> Sturzgefahr im Alter, Cave Auto, Kein EtOH). Vermehrte Obstipation bei Kombi mit Opioiden.
Kann zu Sehstörungen führen -> Absetzen
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