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1 Grundlagen Rechtskunde SSK IIa

Discover 1 Grundlagen Rechtskunde SSK IIa: 57 flashcards with questions and answers.

Subject
Economy / Tax
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 1

Question

Was ist der Unterschied zwischen öffentlichen Recht und Privatrecht?

Answer

Privatrecht:

  • gleichgestellte Rechtsobjekte
  • Bürger - Bürger

Öffentliches Recht:

  • Wenn ein Hoheitsträger mit obrikeitlicher Gewalt im Rechtsverhältnis ist
  • zB Verwaltung - Bürger

Card 2

Question

Was bedeutet zwingendes Recht

Answer

Zwingendes Recht gilt ohne Rücksicht auf dem Willen der Beteiligten. Es kann nicht abgeändert werden.

zB im Öffentlichen Recht

  • Staatsrecht
  • Strafrecht
  • Verwaltungsrecht
  • Völkerrecht
  • Verfahresrecht

Card 3

Question

Dispositives Recht (Nachgiebiges Recht)?

Answer

Dieses Recht giltet nur, wenn die Beteiligten keine andere Regelung getroffen haben. Kan also zugunsten eines Schwächeren abgeändert werden (Arbeitnehmer, Mieter usw.).

zB im Privatrecht

  • ZGB
  • OR

Card 4

Question

Was verstehen wir unter dem Gutglaubenschutz im öffentlichen Recht?

Answer

Werden diese 5 Voraussetzung kumulativ erfüllt

  • Konkreter Fall
    Die Behörde hat in einen konkreten Fall gegenüber einer bestimmten Person gehandelt
  • Zuständige Behörde oder Annahme, dass Behörde zuständig war wurde gefragt
  • Rechtswidrigkeit der Aussage war dem Bürger nicht bekannt
  • Nicht rückgängige Disposition
    Es ist ein nicht rückgängig machbarer Schaden entstanden
  • Keine Änderung der Rechtslage
    Das Gesetz hat sich in der Zwischenzeit nicht geändert

kann die Verwaltung gezwungen werden sich gemäss der "falschen" Aussage zu verhalten obwohl dies rechtswidrig wäre.

Card 5

Question

Wie ist die Beweislastregelung gemäss Art 8 und 9 ZGB?

Answer

ZGB 8 regelt, wer den Beweis zu erbringen hat: Eine Tatsache muss grundsätzlich von derjenigen Person bewiesen werden, die aus ihr ein Recht ableitet. Der Beweis muss von demjenigen kommen, der das Recht verlangt

ZGB 9 regelt, dass Tatsachen als bewiesen gelten, die in einer öffentlichen Urkunde festgehalten sind.

Card 6

Question

Was wird im Personenrecht geregelt?

Answer

Regelt Handlungs- und Rechtsfähigkeit und Schutz der Persönlichkeit einer NP und JP

Card 7

Question

Juristische Definition einer "Person"?

Answer

ZGB 11:

Jedermann mit Rechten und Pflichten 

Card 8

Question

Was heisst Rechtsfähig sein?

Answer

ZGB 11 NP 

Jeder Person ist ab Geburt bis zu ihrem Tod rechtsfähig und kann Rechte und Pflichten haben

ZGB 52 JP:

organisierte Personenverbindung zu einem bestimmten Zweck sind ab Eintrag in HR rechtsfähig, also JP mit Rechten und Pflichten ZGB 53, die selben wie auch jeder NP zusteht (ausser den natürlichen Eigenschaften eines Menschen)

Card 9

Question

Was heisst Handlungsfähig?

Answer

ZGB 14

Handlungsfähig ist jedermann, der durch seine Handlungen Rechten und Pflichten begründet.

Im Gegensatz zur Rechtsfähigkeit, muss ich hier auch für mein Tun einstehen und die Konsequenzen tragen.

Card 10

Question

Wie ist man Geschäftsfähig?

Answer

Benötigt 3 Voraussetzungen:

  • ZGB 14 Volljährig
  • ZGB 16 Urteilsfähig
  • nicht verbeiständigt (nicht entmündigt)

Card 11

Question

ordentlicher Güterstand bei Eheschliessung?

Und welche Güterstände gibt es auch noch?

Answer

ZGB 181 zzgl 196 ff Errungenschaftsbeteiligung

desweiteren gibt es noch:

ZGB 221 ff Gütergemeinschaft

  • EG Ehefrau - Gesamtgut - EG Ehemann
  • Kann nur mitteln eines Ehevertrags gewährt werden
  • über das Gesamteigentum kann nur gemeinsam bestimmt werden

ZGB 247 ff Gütertrennung

  • VM Ehefrau - Miteigentum - VM Ehemann
  • es gibt keine Ersatzforderungen
  • Kann nur mittels Ehevertrag oder richterliche Verfügung gewährt werden

Card 12

Question

Phasen der Liquidation bei ordentlichem Güterstand

Answer

1. Vermögen trennen

2. Bestimmung Eigengut

3. Festlegung Errungenschaft

4. Ersatzforderungen

Card 13

Question

Wer sind die gesetzlichen Erben?

Answer

 

  • ZGB 462 Ehepartner erbt neben den Parentelen 
  • ZGB 457 1. Parentel
    Kinder und ihre Nachkommen 
  • ZGB 458 2. Parentel
    Eltern und ihre Nachkommen 
  • ZGB 459 3. Parentel
    Grosseltern und ihre Nachkommen
  • Gemeinwesen

Card 14

Question

Wer hat Anrecht auf ein Pflichtteil?

Answer

ZGB 471/1 bis 3

​Der Pflichtteil beträgt

  • Nachkommen 3/4-Anteil vom gesetzlichen Erbanspruch
  • Ehepartner 1/2- Anteil = 1/4 Anteil
  • Eltern 1/2-Anteil = 1/4 Anteil

Card 15

Question

Was für Verfügungsarten von Todes wegen gibt es?

Answer

ZGB 467

Über sein Vermögen kan nur verfügen, wer urteilsfähig und volljährig ist!
 

  • ZGB 483 Erbeinsetzung
  • ZGB 484 Vermächnis
  • ZGB 487 Ersatzverfügung
  • ZGB 488 Nacherbeneinsetzung
  • ZGB 493 Stiftung
  • ZGB 494 Erbverträge

Card 16

Question

Was kann man machen um den überlebenden Ehepartner zu begünstigen (Erbfall)

Answer

ZGB 216 und 473

Mit einem Ehe- und Erbvertrag kann die Nutzniessung an der ganzen Erbschaft eingeräumt werden

Card 17

Question

Was ist der Unterschied zwischen Besitz und Eigentum?

Answer

ZGB 641 Eigentum:

  • Rechtliche Beziehung zwischen einem Rechtssubjekt und einer bestimmten Sache

ZGB 919 Besitz:

  • Hat die tätsächliche Gewalt über die Sache

Card 18

Question

Wie definieren wir eine Sache ?

Answer

ZGB 641:

  • Unpersönlich
    kein Teil im Körper
  • Abgegrenzt
    muss für sich bestehend z.B. in eine Behälter
  • Körperlich
    das heisst 3-dimensional (Patent, Urheberrechte usw sind somit keine Sache)
  • Beherschbar
    was bei zb Luft nicht möglich ist

Card 19

Question

Wo treffen wir das Publizitätsprinzip an?

Answer

Im Sachenrecht, bei bew. und unbew. Sachen:

Da dingliche Rechte gegen jedermann geltend gemacht werden können, müssen sie auch für jeden erkennbar sein. Die Publizität wird mit verschiedenen Rechtsinstituten sichergestellt. So ist bei beweglichen Sachen der Besitzer Publizitätsträger, da an ihn die Vermutung des Eigentums geknüpft wird.

Bei unb. Sachen kommt dem Grundstück die entsprechende Funktion zu.

ZGB 930 Bew. Sachen: Besitz lässt vermuten das man Eigentümer ist

ZGB 937 Unbew. Sache: öffentliche Beurkundung und Eintrag im Grundbuch

Card 20

Question

Was bedeutet Allein-, Gesamt- und und Miteigentum?

Answer

ZGB 641 Alleineigentum

  • eine Person ist Eigentümer an einer Sache

ZGB 646 Miteigentum

  • Jeder Eigentümer entscheidet im Umfang seiner Quote (Alleineigentümer an einem Bruchteil) zB Konkubinatspaare bei einer Liegenschaft, Stockwerkeigentum

ZGB 652 Gesamteigentum

  • Die Gemeischaft muss durch einen gesetzlichen Vertrag bestimmt sein. zB Ehepaar

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