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13. Fahrzeugdiagnostiker N3, Transfersysteme

Discover 13. Fahrzeugdiagnostiker N3, Transfersysteme: 46 flashcards with questions and answers.

Subject
No category / Others
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Aus welchen Gründen werden beim LKW überwiegend Hypoidantriebe verwendet?

Answer

  • Der Achsversatz ermöglicht die Verwendung von größeren Antriebskegelrädern mit entsprechend größeren und stärkeren Zähnen; die Lebensdauer der Achse erhöht sich.
  • Eine größere Anzahl von Zähnen ist im Eingriff und bewirkt in Verbindung mit der Spiralverzahnung größere Laufruhe.
  • Bei gleicher Übersetzung kann das Tellerrad kleiner ausgeführt werden, da mehr Drehmoment übertragen werden kann.

Card 22

Question

Bezeichnen Sie den Kraftverlauf im Ausgleichsgetriebe (Differenzial)! (a, b, c, d)

Answer

  • a: Antrieb (Gelenkwelle)
  • b: Übersetzung (Kraftübertragung)
  • c: Drehzahldifferenzausgleich
  • d: Abtrieb (Achswellen)

Card 23

Question

Berechnenden Sie bei einem Ausgleichsgetriebe (Hinterachse) ohne Sperre das maximale Drehmoment am Tellerrad. Gegeben: Reibwert: µ 0.9 links / µ 0.1 rechts, Achslast: 750 kg,  Rdyn: 350 m

Answer

FLow Rad = 750 kg / 2 = 375 kg x 9,81 m/s2 x 0,1 = 367,8 N

MLow Rad = 367,8 N x 0,35 m = 128,75 Nm

MA (Tellerrad) = MRI + MRA = 128,75 Nm + 128,75 Nm = 257,5 Nm

Das "Hi-Rad" kann nur so viel Drehmoment übertragen wie das "Low-Rad"!

Card 24

Question

Wann wird üblicherweise eine Längsdifferenzialsperre geschaltet?

Answer

Auch in Durchtriebsachsen, die ein Längsdifferential zum Drehzahlausgleich zwischen der 1. und 2. Achse des Doppelachsaggregats haben, ist in der Regel eine zuschaltbare Differenzialsperre vorhanden. Die Längsdifferentialsperre wird dann geschaltet, wenn von einer der beiden angetriebenen Achsen alle Rädern durchdrehen.

Card 25

Question

Was ist bei schaltbaren Differenzialsperren zu beachten?

Answer

Schaltbare Differenzialsperren dürfen nur bei stehendem Fahrzeug eingeschaltet oder bei niedriger Geschwindigkeit eingesetzt werden.

Card 26

Question

Nennen Sie die drei unterschiedlichen Bauarten von Radlagerungen an Antriebsachsen!

Answer

Semi-floating-Achse (links), 3/4-floating-Achse (mitte), Full-floating-Achse (rechts)

Card 27

Question

Was sind die Vorteile einer HUB-UNIT-Radlagereinheit?

Answer

Die HUB-UNIT-Radlagereinheit ist eine von MAN weiterentwickelte Full-floating- Radlagerung für Achsen mit Scheibenbremsen. Dieses Modul besteht aus zwei fest miteinander verbundenen Kompaktlagern (werksseitig eingestellt, fettgeschmiert und abgedichtet), die nicht demontierbar sind und nur als Einheit eingebaut werden. Der Ausbau des kompletten Radlagers als Einheit (HUB-UNIT) ermöglicht z.B. einen schnellen und damit kostengünstigen Wechsel der Bremsscheibe, weil das Radlager bei der Demontage nicht zerlegt und bei der Montage nicht eingestellt werden muss. Ausserdem wird die Wärmeableitung von der Scheibenbremse verbessert. Sie vergrössert den Abstand von Bremsscheibe und Radlagerung. Die Radlagereinheit HUB-UNIT ist nicht nur für Antriebsräder, sondern auch für Vorderräder mit Scheibenbremsen verwendbar.

Es ergeben sich kleinere Achsen, die wartungsfreundlicher sind und kein fetten der Radlager mehr benötigen.

Card 28

Question

Welche Zusatzachsen kennen Sie?

Answer

  • Vorlaufachse
  • Nachlaufachse
  • Lenkachse
  • Liftachse

Card 29

Question

Welche Eigenschaft weisst eine zuschaltbare Vorderachse auf?

Answer

Bei Verteilergetrieben mit zuschaltbarer Vorderachse entfällt das Ausgleichsgetriebe. Das Antriebsdrehmoment wird zu gleichen Teilen an Vorder- und Hinterachse übertragen. Der Wegunterschied im Fahrbetrieb wird nicht ausgeglichen. (bspw. Sprinter 313/413) Aus diesem Grund darf der Allradantrieb nur bei mangelnder Traktion eingeschaltet werden, um die Bauteile des Antriebsstrangs nicht unnötig zu belasten und den Reifenverschleiß so gering wie möglich zu halten.

Card 30

Question

Wie ist üblicherweise die Drehmomentverteilung von Vorder- und Hinterachse bei permanentem Allradantrieb?

Answer

Im Fahrbetrieb treten Wegunterschiede zwischen den Antriebsachsen auf. Um den daraus resultierenden Drehzahlunterschied auszugleichen, müssen Fahrzeuge mit ständigem Allradantrieb mit einem Ausgleichsgetriebe im Verteilergetriebe ausgestattet sein. Zusätzlich kann durch die Verwendung eines Planetensatzes als Ausgleichsgetriebe (Stirnraddifferential) die Drehmomentverteilung den Achslasten angepasst werden. Dies geschieht durch Veränderung von Sonnenrad- und Hohlraddurchmesser. Die Vorderachse kann z.B. mit 30 % und die Hinterachse, wegen der größeren Achslast, mit 70 % des Drehmoments versorgt werden. Um die Halbierung des Drehmoments zu erreichen wird ein Kegelraddifferenzial eingesetzt. Um auch bei schlechter Traktion das maximale Motordrehmoment übertragen zu können, wird auch das Ausgleichsgetriebe im Verteilergetriebe mit einer Sperre ausgerüstet. Bei manuellen Sperren wird in der Regel eine Klauenkupplung eingesetzt.

Card 31

Question

Wann wird der blaue Kraftverlauf und wann der gelbe Kraftverlauf geschaltet?

Answer

Der gelbe Kraftfluss wird für den Geländebetrieb eingesetzt (mit Untersetzung).

Der blaue Kraftfluss wird für den Strassenbetrieb eingesetzt.

Card 32

Question

Was sind die Aufgaben der Gelenkwellen?

Answer

  • Das vom Motor erzeugte und im Wechselgetriebe (ev. auch im Verteilergetriebe) übersetzte Drehmoment zu übertragen.
  • Die auftretenden Längenveränderungen, hervorgerufen durch Schwingungen der gefederten Achsen bei Fahrbahnunebenheiten sowie beim Auftreten von Brems- und Schubkräften, auszugleichen, um eine zu hohe Belastung der Kraftübertragungsteile und deren Lager zu verhindern.
  • Die in verschiedenen Ebenen liegenden Mittellinien der Wechsel- bzw. Verteilergetriebe-Abtriebswelle und des Achsantriebes zu verbinden.

Card 33

Question

Wie wird die Gelenkwelle fälschlicherweise auch genannt?

Answer

Die Gelenkwellen werden fälschlicherweise auch als Kardanwellen bezeichnet. Die Bezeichnung „Kardan“ ist auf den Italiener Geronimo Cardano zurückzuführen, der die kardanische Aufhängung erfand, wie sie z.B. zum Aufhängen eines Kompasses auf Schiffen verwendet wird. Wegen einer gewissen Ähnlichkeit erhielt das bekannte Kreuzgelenk den Namen Kardangelenk und die Welle, die mit diesen Gelenken ausgerüstet ist, erhielt den Namen Kardanwelle.

Card 34

Question

Was ist der Nachteil von Kreuzgelenken?

Answer

Werden zwei unter einem Winkel ß zueinander gebeugte Wellen mit einem Kreuzgelenk verbunden und bewegt sich die antreibende Welle mit konstanter Winkelgeschwindigkeit ω1 so dreht sich die abtreibende Welle mit ungleichförmiger Winkelgeschwindigkeit ω2, d.h. der Drehwinkel α1 der getriebenen Welle stimmt nicht in jedem Augenblick mit dem Drehwinkel α2 der treibenden Welle überein. Der Differenzwinkel ∆ α und damit der Ungleichförmigkeitsgrad hängt vom Beugungswinkel ß des Gelenkes ab.

Card 35

Question

Was sind die Vorteile eines Kreuzgelenkes?

Answer

Kreuzgelenke werden gegenwärtig am häufigsten verwendet, weil sie einen relativ hohen Wirkungsgrad besitzen und geeignet sind, hohe Drehmomente bei relativ grossen Neigungswinkeln der Wellen zu übertragen.

Card 36

Question

Wie unterbindet man die Drehschwingungen von Kreuzgelenkwellen?

Answer

Die bei der Verwendung von Kreuzgelenken auftretende ungleichförmige Übertragung einer eingeleiteten konstanten Winkelgeschwindigkeit ist meistens unerwünscht. Sie führt durch Drehschwingungen infolge Verzögerung und Beschleunigung der umlaufenden Massen, zu größerer Beanspruchung und vorzeitigem Verschleiß der Wellenlager sowie der Bauteile des Gelenkes selbst. Es liegt daher der Gedanke nahe, durch Verwendung eines zweiten Kreuzgelenkes in einer Wellenleitung die Ungleichförmigkeit der Antriebsbewegung aufzuheben, d.h. also, dass die Ungleichförmigkeit des ersten Gelenkes durch Ungleichförmigkeiten des zweiten Gelenkes aufgehoben werden. Für den vollkommenen Ausgleich der Ungleichförmigkeit von Gelenkwellen, die in einer Ebene gebeugt sind, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: Die Gelenke 1 und 2 müssen gleichlaufend sein, d.h. beide Gabeln der Verbindungswelle müssen in einer Ebenen liegen. Bei Gelenkwellen mit Längenausgleich lassen sich jedoch die beiden Gelenke in verschiedenen Stellungen zueinander montieren. Um das zu vermeiden, sind auf beiden Wellenteilen Markierungspfeile angebracht, die sich immer genau gegenüberstehen müssen. Da Gelenkwellen ausgewuchtet sind, ist auch ein Verdrehen der beiden Wellenteile um 180° verboten.

Card 37

Question

Welche zwei Anordnungen der Gelenkwellen kennen Sie?

Answer

  • Z-Anordnung: Zum vollkommenen Gleichlauf der durch die Gelenkwelle verbundenen An- und Abtriebswelle müssen die Gelenkgabeln der gemeinsamen Welle in einer Ebene liegen. Außerdem muss der Betrag der beiden Beugewinkel gleich groß sein.
  • W-Anordnung: Auch bei der W-Anordnung müssen die Kreuzgelenkgabeln in einer Ebene liegen und die Beugewinkel gleiche Größe haben Bei der W-Anordnung kann jeweils nur die Antriebs- oder die Abtriebswelle waagrecht angeordnet werden. Die W-Anordnung ist bei Lkw nicht üblich. Sie kommt lediglich bei Nebenaggregaten des Aufbaus zum Einsatz.

Card 38

Question

In welche drei Gruppen werden die Nebenantriebe (PTO) unterteilt?

Answer

  • Motorabhängige Nebenabtriebe (Hakengeräte, Schneeräumungsfahrzeuge, Betonmischer, Kehrichtfahrzeuge etc.)
  • Fahrabhängige Nebenantriebe (Zweikreis-Lenkhilfpumpe)
  • Kupplungsabhängige Nebenabtriebe (Seilspill, Kipper, Kran etc.)

Card 39

Question

Wo wird üblicherweise ein motorabhängiger Nebenantrieb eingebaut und was sind die Eigenschaften davon?

Answer

Diese Art von Nebenantrieben ist zwischen Motor und Getriebe angeordnet und für hohe Leistungen und Dauereinsätzen (> 1h) ausgelegt. Der Nebenantrieb ist nicht an die Fahrkupplung oder an den eingelegten Gang gebunden. 
Bei Fahrzeugen mit automatisierten Schaltgetrieben kann der motorabhängige Nebenantrieb direkt am Motorgehäuse angeflanscht werden.

Card 40

Question

Wo ist der fahrabhängige Nebenantrieb verbaut?

Answer

Diese sind abtriebsseitig am Getriebe angeflanscht und mit der Getriebeausgangswelle verbunden. Sobald sich die Antriebsräder drehen, sind diese Nebenantriebe aktiv. Ein Beispiel stellt die Sekundärölpumpe bei Zweikreislenkungen dar.

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