Card 41
Question
41) Nach welchen Hauptmerkmalen suchen wir Bewerber für eine Ausbildung aus?
Answer
Neigung (Interesse) und Eignung (Können)
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41) Nach welchen Hauptmerkmalen suchen wir Bewerber für eine Ausbildung aus?
Neigung (Interesse) und Eignung (Können)
42) Wie gelangen wir an mögliche Interessenten/Bewerber?
43) Welche Bewerbungsunterlagen (in der Regel) werden erwartet?
Anschreiben
Lebenslauf mit Lichtbild
Zeugnisse, Praktikumsbescheinigungen, Zertifikate
44) Wie werden Bewerbungsunterlagen ausgewertet?
45) Welche ergänzenden Möglichkeiten gibt es im Rahmen der Bewerberauswahl?
46) Wie ist im Idealfall das Vorstellungsgespräch aufgebaut?
Vorbereitung
Durchführung (Einleitung)
Durchführung (Hauptteil)
Durchführung (Schlussteil)
47) Beschreiben Sie die Bedürfnispyramide nach Maslow (5 Stufen).
5. Selbstverwirklichung
4. Achtungs-/Ich-Bedürfnisse
3. Soziale /Zugehörigkeitsbedürfnisse
2. Sicherheitsbedürfnisse
1. Physiologische -/Grundbedürfnisse
Der Pyramidenaufbau besagt, dass ein Bedürfnis nur dann entsteht, wenn das darunter liegende Bedürfnis, welches die Basis bildet, erfüllt ist (z. B. muss erst das Sicherheitsbedürfnis (2.) erfüllt sein, bevor ein soziales Bedürfnis (3.) entsteht).
48) Was unterstützt mich, engagiert zu sein und das Engagement anderer zu gewinnen?
1. Erwarte nur das Beste von Dir und Deinen Mitmenschen
2. Studiere sorgfältig Deine und die Bedürfnisse Deiner Mitarbeiter
3. Setze den Maßstab für Spitzenleistungen hoch an
4. Schaffe eine Atmosphäre, in der Fehler passieren dürfen
5. Unterstütze Deine Mitarbeiter, wenn diese Deinen Weg mitgehen
6. Führe Vorbilder an, um zum Erfolg zu motivieren
7. Beachte und belohne Erfolge
8. Benutze positive Verstärker
9. Appelliere nur in Grenzen an den Wettbewerbsgedanken
10. Lege großen Wert auf Zusammenarbeit
11. Lasse heftige Auseinandersetzungen zu
12. Sorge dafür, dass Deine eigene Motivation hoch bleibt
49) Erläutern Sie das duale Ausbildungssystem. Wie ist es aufgebaut und welche Vorteile ergeben sich daraus?
Das duale Ausbildungssystem wird an zwei Lernorten durchgeführt. Praxis (Betrieb -> gebunden durch Bundesgesetze) und Theorie (Schule -> gebunden durch Schulgesetze der Länder)
Vorteile
50) Was sind die wichtigsten Gesetze im Rahmen der Berufsausbildung?
BBiG (BerufsBildungsGesetz)
JuArbSchG (JugendArbeitsSchutzGesetz)
JuSchG (JugendSchutzGesetz)
HO/HWO (Handelsordnung/Handwerksordnung)
MuSchG (MutterSchutzGesetz)
BUrlG (BundesUrlaubsGesetz)
BVerfG (BetriebsVerfassungsGesetz)
Schulgesetze der Länder
51) Was sind die 6 wichtigsten Unterweisungsprinzipien?
Prinzip der AKTIVIERUNG: Azubi aktiv an Ausbildung beteiligen, zwecks Förderung der Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit.
Prinzip der ANSCHAUUNG: möglichst viele Sachverhalte sichtbar machen, bildhaft beschreiben. Wird durch Ansprechen mehrerer Sinne gefördert.
Prinzip der PRAXISNÄHE: so viel wie möglich praxisnah und praxisbezogen unterweisen - betriebliche Ernstsituation
Prinzip der JUGENDGEMÄSSHEIT: Jugendlichen in Sprache und Verhalten verstehen, aber nicht seine Sprache sprechen.
Prinzip der ERFOLGSSICHERUNG: Erlerntes durch Üben festigen und Gelerntes durch Wiederholen vor Vergessen sichern.
Prinzip der SACHLICHEN RICHTIGKEIT: alles, was in Unterweisung behandelt wird, muss sachlich richtig sein.
52) Taxonomie (Rangordnung) von Lernzielordnungen:
1. Reproduktion: etwas aus dem Gedächtnis wiedergeben = Faktenwissen
2. Reorganisation: etwas mit eigenen Worten wiedergeben = Verstehen
3. Transfer: Gelerntes auf ähnliche Situationen übertragen können = Anwenden
4. Kreativität: schöpferische Neuleistungen = Beurteilen
53) Formen des Lernens
A. Klassische Konditionierung (Pawlow)
Ursprungsreiz Futter löst als Reaktion Speichelbildung aus. Neutraler Reiz (die Glocke) wird mit Ursprungsreiz verknüpft. Nach Eingewöhnungszeit löst auch der neutrale Reiz die Reaktion aus.
Durch das Verknüpfen mehrerer Reize lässt sich ein gewünschtes Verhalten in möglichst vielen Situationen erzeugen.
54) Formen des Lernens
B. Operante Konditionierung - Belohnungslernen
Erwünschtes Verhalten wird durch positive Verstärker (Belohnung: Geld, Fußballkarten) verstärkt
Problem: zu viel Belohnung erzeugt Passivität („Verwöhnen“)
55) Formen des Lernens
C. Lernen durch Versuch und Irrtum (Thorndike)
Labyrinth und Ratte - Die drei Lerngesetze nach Thorndike
1. Die richtige Lösung muss belohnt werden
2. Es muss eindeutig erkennbar sei, dass die gefundene Lösung die richtige ist
3. Die richtige Lösung muss so lange wiederholt werden, bis keine Irrtümer mehr auftreten (üben, üben, üben)
56) Formen des Lernens
D. Modelllernen (Bandura) - Lernen nach Vorbild
57) Formen des Lernens
E. Lernen durch Einsicht (Horst Köhler)
Der Mensch hat dank seines Verstandes die Fähigkeit zum Lernen durch Einsicht, d.h. er kann mit Hilfe vorhandenen Wissens oder gemachter Erfahrungen neue ähnliche Probleme lösen. (Der Sprung zwischen dem Bekannten und Unbekannten darf dabei nicht zu groß sein.)
58) Lernen - der Versuch einer Definition
Lernen ist nicht nur das Sammeln von Faktenwissen, sondern beinhaltet auch den Erwerb von praktischen Fähigkeiten und das Sammeln von Erfahrungen.
Lernen führt zu einer dauerhaften Verhaltensänderung. Etwas gelernt haben heißt, das Gelernte bei Bedarf abrufen zu können!
59) Der Lernprozess in 3 Stufen (inklusive Lernstadium und Lerndreieck)
a. Auslösung und Ingangsetzung (warm up, Motivation)
b. Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand (das eigentliche Lernstadium; ist mit dem erstmaligen erfolgreichen Erwerb abgeschlossen)
c. Lernstadium: Interaktion zwischen Azubi und Lerngegenstand (Lerngegenstand beeinflusst Azubi, Azubi beeinflusst Lerngegenstand, usw.)
c2. Lerndreieck: Interaktion zwischen Azubi und Lerngegenstand unter Einbeziehung des Ausbilders
60) Lernziele - Körper, Geist, Seele
Beschreibe ich das Endverhalten, also das Verhalten, das der Azubi am Ende der Unterweisung zeigen soll, dann bilde ich ein Lernziel. Dazu gehört auch der Beurteilungsmaßstab, um entscheiden zu können, ob die Leistung ausreichend ist und das Ziel als erreicht gilt.
Richtlernziel: Gibt die Richtung an, in der Lernen erfolgen soll und hat einen geringen Grad an Eindeutigkeit
Grundlernziel: Hat einen mittleren Grad an Eindeutigkeit
Feinlernziel: Ist eindeutig formuliert, Ermessensspielraum, überprüfbar
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