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48e1-100

Discover 48e1-100: 144 flashcards with questions and answers.

Subject
Economy / Others
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 61

Question

61) Lernzielbereiche (LzB)

Answer

a. Kognitiver (geistiger) LzB: beinhaltet alles, was mit Wissen, Theorie, Kopf, Kenntnis zu tun hat (Faktenlernen).

b. Affektiv (gefühlsmäßiger) LzB: beinhaltet alles, was mit Werten, Einstellungen, Gefühlen zu tun hat, z. B. Umweltbewußtsein, Kollegialität (Soziale Kompetenz).

c. Psychomotorischer (körperlicher) LzB: beinhaltet alles, was mit Fertigkeiten, mit Praxis zu tun hat (Handgriffe, angelernte Reflexe).

Card 62

Question

62) Wie lauten die Regelzulassungsvoraussetzungen zur Prüfung?

Answer

Zur Abschlussprüfung zuzulassen ist:

  • wer die erforderliche Ausbildungszeit zurückgeleht hat
  • wer die vorgeschriebenen Berichtshefte geführt hat
  • wer an den vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen hat
  • wessen Ausbildungsvertrag in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse (Lehrlingsrolle) eingetragen ist

Card 63

Question

63) Wie ist die Zulassung bei der gestreckten Gesellenprüfung geregelt?

Answer

Die Gesellenprüfung kann in 2 Teile aufgeteilt werden, die GP1 und die GP2, das Ergebnis wird dann nach der GP2 festgestellt.

Die Zulassungsvoraussetzung zur GP1 sind die selben wie bei der ganz normalen Abschlussprüfung, bei der Zulassung zur GP2 muss zusätzlich der Nachweis über die Teilnahme an der GP1 erbracht werden.

Card 64

Question

64) Wie ist die Zulassung in besonderen Fällen geregelt?

Answer

Der Azubi kann auf Antrag vorzeitig zur Prüfung zugelassen werden, wenn zu erwarten ist, dass der Azubi das Ziel in verkürzter Zeit erreicht (Notendurchschnitt mindestens 2,49 in Theorie und Praxis, alle Beteiligten werden gehört, Prüfungsausschuss entscheidet).

Zuzulassen ist, wer mindestens das 1,5fache der eigentlichen Ausbildungszeit in dem Beruf, in dem er die Abschlussprüfung machen möchte, zurückgelegt hat.

Zuzulassen ist, wer glaubhaft nachweisen kann, die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse zu besitzen.

Card 65

Question

65) Welche Unterlagen werden für die Anmeldung zur Prüfung benötigt? (5)

Answer

1. Antrag auf Zulassung
2. letztes Berufsschulzeugnis
3. Berichtshefte
4. Teilnahmebescheinigungen ÜBL
5. Bescheinigung ZP/GP1

Card 66

Question

66) Wie setzt sich der Prüfungsausschuss (PA) zusammen und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit geprüft werden kann?

Answer

  • aus mindestens 3 Personen
  • Arbeitgeber-/Arbeitnehmer-Vertreter in gleicher Anzahl, mindestens je ein Drittel
  • ein Lehrer

Beispiel:
bei 3 = 1 AG, 1 AN, 1 L
bei 5 = 2 AG, 2 AN, 1 L

Mindestens zwei Drittel des PA müssen anwesend sein, damit geprüft werden kann.

Weiteres:

  • Arbeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich
  • PA hat das Recht, in Zweifelsfällen über Zulassung zu entscheiden
  • PA hat die Aufgabe, für ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung zu sorgen

Card 67

Question

67) Das (Ausbildungs-)Zeugnis - Aufbau und Inhalt

Answer

Der Ausbildende hat am Ende der Ausbildung die Pflicht, dem Azubi ein Zeugnis auszustellen, auf Verlangen des Azubi ein qualifiziertes Zeugnis.

Inhalt (einfaches Zeugnis):

  • Art und Ziel der Ausbildung
  • Dauer der Ausbildung
  • berufliche Fertigkeiten
  • Kenntnisse und Fähigkeiten

Inhalt (qualifiziertes Zeugnis):
wie beim einfachen Zeugnis, aber zusätzlich ein Passus über Verhalten und Leistung des Auszubildenden

Ein Zeugnis sollte die drei „W“ beinhalten: W wie Wohlwollen, Wahrheit, Warnung (gegebenenfalls)

Grundsätzlicher Aufbau:

1. Teil = persönliche Angaben
2. Teil = Beschriebung und Bewertung der Fachkompetenz
3. Teil = Beschreibung und Bewertung der Sozialkompetenz
4. Teil = Schlussformel (je länger, desto wertvoller der Mitarbeiter)

Card 68

Question

68) Erstellung des Betrieblichen Ausbildungsplans

Answer

1. Ausbildungsrahmenplan zur Hand nehmen, um festzustellen, was alles vermittelt werden muss.
2. Betriebsanalyse vornehmen: Kann alles vermittelt werden oder müssen ergänzende Lernorte festgelegt werden?
3. Ausbildungsschwerpunkte bilden. Bsp: Bankkaufmann (Wertpapier, Kreditgeschäft, Personalabteilung etc.)
4. Ausbildungspersonal benennen
5. Ausbildungsmittel wie z. B. Werkzeuge bereithalten
6. Fehlzeiten wie Urlaub und Berufsschule berücksichtigen
7. Prüfungstermine besonders gewichten
8. Zeit für Feedback-Gespräche einplanen

Card 69

Question

69) Unterweisungsmethoden

Answer

1. Vortrag: Einer trägt vor, was andere gesagt haben inkl. eigener Meinung

2. Referat: Wiedergeben dessen, was andere gesagt haben, ohne eigene Meinung

3. Demonstration: Zeigen, vormachen,“demonstrieren“

4. Diskussion: Unterschiedliche Standpunkte treffen aufeinander, Ziel einer Diskussion ist immer die Einigung

5. Brainstorming: Spontane Ideensammlung, zu Problem

6. Rundgespräch: Beim Gespräch / bei der Unterweisung auf „Augenhöhe“ begegnen

7. Lehrgespräch: Vermittlung theoretischer Inhalte (Vor- und Nachbereitung / bei Problemen psychischer Art) Als Form: Einzelgespräch und Gruppengespräch. Bei beiden Formen stehen immer die Azubis im Mittelpunkt

8. Lernauftrag: Azubi erhält Auftrag, sich selbständig etwas anzueignen

9. Projektmethode: Ganzheitliche Erarbeitung eines zusammenhängenden Themas

10. Gruppenarbeit: Arbeit in der Gruppe, themengleich oder themenverschieden

11. Impulsgebende Methode: Unterweisung wird durch Denkanstöße/Impulse gelenkt

12. Fragend-entwickelnde Methode: Die Unterweisung wird durch Fragen gelenkt, Vorteil: der Azubi wird von Beginn an mit einbezogen. Nachteil: der Azubi muss den vorgegebenen Weg des Ausbilders folgen

13. Leittext-Methode: Azubis informieren sich über das zu Erlernende; ... planen, welche Wege gegangen werden können; ... entscheiden sich für einen Weg; ... führen aus; ... kontrollieren anhand einer Kontrollliste. Alle gemeinsam bewerten: Was kann verbessert werden

Card 70

Question

70) Praktische Unterweisung nach der 3-Stufen-Methode

Answer

1. Stufe: VORBEREITEN des Azubi

  • Freundliche Begrüßung inkl. kurzer Smalltalk
  • Eingehen auf letzte Unterweisung
  • Nennung des Themas der heutigen Unterweisung
  • Nennen der Lernziele
  • Interesse wecken / motivieren

2. Stufe: VORMACHEN und NACHMACHEN

  • Kurze Erklärung der Vorgehensweise
  • Ausbilder macht ersten Schritt vor
  • Azubi macht ersten Schritt nach, usw. (Step by Step)
  • Kurzer Hinweis auf UVV

3. Stufe: ÜBEN/FESTIGEN und Festigen

  • Übungsaufgaben bereithalten
  • Thema der nächsten Unterweisung nennen
  • Hinweis auf Eintragung in das Berichtsheft geben
  • Nochmals für die gute Mitarbeit bedanken
  • Freundlich verabschieden

Card 71

Question

71) Praktische Unterweisung nach der 4-Stufen-Methode

Answer

1. Stufe: VORBEREITEN des Azubi

  • Freundliche Begrüßung inkl. kurzer Smalltalk
  • Eingehen auf letzte Unterweisung
  • Nennung des Themas der heutigen Unterweisung
  • Nennen der Lernziele
  • Interesse wecken / motivieren

2. Stufe: VORMACHEN durch den Ausbilder

  • Kurze Beschreibung der Vorgehensweise
  • Ausbilder macht den kompletten Vorgang vor
  • Azubi schaut zu, um diesen später komplett nachmachen zu können
  • Kurzer Hinweis auf UVV

3. Stufe: NACHMACHEN durch den Azubi

  • Azubi erhält den Auftrag, das Gesehene einmal selbständig nachzumachen
  • Azubi erklärt mit eigenen Worten das Was, Wie, Warum
  • Bei Fehlern greift der Ausbilder sofort ein

4. Stufe: ÜBEN/FESTIGEN

  • Übungsaufgaben bereithalten
  • Thema der nächsten Unterweisung nennen
  • Hinweis auf Eintragung in das Berichtsheft geben
  • Nochmals für die gute Mitarbeit bedanken
  • Freundlich verabschieden

Card 72

Question

72) Praktische Unterweisung nach der erarbeitenden Methode

Answer

1. Phase: VORBEREITUNG

  • Freundliche Begrüßung inkl. kurzer Smalltalk
  • Eingehen auf letzte Unterweisung
  • Nennung des Themas der heutigen Unterweisung
  • Nennen der Lernziele
  • Interesse wecken / motivieren

2. Phase: ERARBEITUNG

  • Kurze Beschreibung der Vorgehensweise
  • Azubi erarbeitet sich den Inhalt selbsttätig
  • Ausbilder lenkt ggf. durch Fragen und Impulse und gibt, wenn nötig, ergänzende Erklärungen
  • Kurzer Hinweis auf UVV

3. Stufe: KONTROLLE

  • entweder: der Azubi wiederholt den gesamten Vorgang noch einmal zusammenhängend
  • oder: der Azubi beschreibt den gesamten Vorgang noch einmal mit eigenen Worten
  • oder: der Ausbilder stellt zwecks Überprüfung gezielte Kontrollfragen

4. Stufe: ÜBEN/FESTIGEN

  • Übungsaufgaben bereithalten
  • Thema der nächsten Unterweisung nennen
  • Hinweis auf Eintragung in das Berichtsheft geben
  • Nochmals für die gute Mitarbeit bedanken
  • Freundlich verabschieden

Card 73

Question

73) Formelle und informelle Gruppe

Answer

Formelle Gruppe

  • von außen zusammengestellt von außen reguliert und geführt

Informelle Gruppe

  • bildet sich von innen heraus aufgrund gleicher Interessen oder Sympathien
  • reguliert und führt sich selbst

Card 74

Question

74) Die Jugendlichen in der Gruppe

Answer

Mehr als 2 Personen bilden bei Zusammenschluss eine Gruppe. Häufige Kontakte fördern die Gruppenbildung. Im pädagogischen Sinne hat eine Gruppe folgende Merkmale:

  • überschaubare Anzahl
  • relative Dauerhaftigkeit
  • gemeinsame Normen
  • gemeinsame Zielsetzung
  • Wir-Gefühl
  • Gruppensprache
  • Gruppenstruktur
  • Rollenverteilung
  • Gruppenführer

Card 75

Question

75) Die Auszubildende Martina (18) lernt den Beruf der Goldschmiedin. Im 1. Ausbildungsjahr hat ihr Chef ihr sehr viel vermittelt und sie konnte schon bald eigenständig arbeiten. Sie hat Kundenaufträge angenommen und diese eigenständig ausgeführt. Dafür hat sie von den Kunden viel Lob und Zuspruch erhalten. Da Martina den Betrieb sehr gut im Griff im hatte, hat der Chef sein Leben genossen und kam kaum noch zum Betrieb. Nun ist Martina durch die Abschlussprüfung gefallen. Ihr Chef hat ihr zu verstehen gegeben, dass sie jetzt, wo sie durchgefallen ist, bestenfalls als Hilfsarbeiterin bei ihm arbeiten kann.

a) Welche Pflichten hat der Chef verletzt?

b) Wie sind die Rechte und Pflichten von Martina und dem Chef, was die durchgefallene Abschlussprüfung betrifft?

Answer

a) Der Chef hat seine Ausbildungspflicht verletzt, evtl. auch seine Fürsorgepflicht. Der Betrieb übernimmt mit dem Auszubildenden auch die Verantwortung für dessen Ausbildung. Er muss dafür sorgen, dass der Azubi berufliche Handlungsfähigkeit erlangt, ihn also im Betrieb ausbilden. Selbständiges Verhalten des Azubi entbindet den Betrieb nicht von dieser Pflicht. Wenn Martina daher jetzt durch die Prüfung gefallen ist, hat der Betrieb daran eine Mitverantwortung.

b) Martina hat das Recht, die Abschlussprüfung bis zu zwei Mal zu wiederholen und so lange (max. 1 Jahr) als Auszubildende im Betrieb zu bleiben. Sie muss diesen Wunsch umgehend der Kammer und ihrem Chef gegenüber äußern. Geht sie einfach weiter zur Arbeit, ist sonst die Ausbildung beendet und es ergibt sich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit gesetzlichen Fristen und Vergütungen.

Ihr Chef hat die Pflicht, sie als Auszubildende weiter zu beschäftigen und so weit auszubilden, dass sie die Abschlussprüfung beim nächsten Anlauf schafft.

 

Card 76

Question

76) Einer ihrer Auszubildenden weist Verhaltensstörungen und Erziehungsprobleme auf.

a) Woran erkennen sie Verhaltensstörungen? (5 Nennungen)

b) Was können sie als Ausbilder tun? (5 Nennungen)

Answer

a) Verhaltensstörungen sind:

  • Lügen
  • Unaufmerksamkeit
  • Verwahrlosung
  • Arroganz
  • Aggression
  • Psychosen

b) Ursachen für Verhaltensstörungen können sein:

  • familiäre Hintergründe
  • falscher Umgang/Freundeskreis
  • Entwicklungsrückstände
  • Drogen
  • momentane Erkrankungen

Der Ausbilder kann versuchen,

  • mit der Familie zu reden, um etwas über die familiären Hintergründe zu erfahren
  • mit dem Azubi zu reden, um etwas über seinen Umgang zu erfahren
  • das Vertrauen des Azubi zu gewinnen
  • über die Berufsschule mehr über den Azubi zu erfahren
  • als Ausbilder Verständnis zeigen für den Azubi
  • dem Azubi immer wieder das Gespräch anbieten
  • dem Azubi signalisieren, dass seine Leistung im Betrieb gewürdigt wird
  • dem Azubi die möglichen Konsequenzen seines Verhaltens erklären

Card 77

Question

77) Erklären sie die 4-Stufen-Methode.

Gehen sie auf Inhalt und Zweck der ersten beiden Stufen ein (je 4 Nennungen).

Answer

1. Stufe: Vorbereiten des Azubi

  • Freundliche Begrüßung inkl. kurzer Smalltalk
  • Eingehen auf letzte Unterweisung
  • Nennung des Themas der heutigen Unterweisung
  • Nennen der Lernziele

Zweck: Interesse wecken / motivieren

2. Stufe: Vormachen durch den Ausbilder

  • Kurze Beschreibung der Vorgehensweise
  • Ausbilder macht den kompletten Vorgang vor
  • Azubi schaut zu, um diesen später komplett nachmachen zu können
  • Kurzer Hinweis auf UVV (Unfallverhütungsvorschrift)

Zweck: gesamten Ablauf sehen und verstehen

3. Stufe: Nachmachen durch den Azubi

  • Azubi erhält den Auftrag, das Gesehene einmal selbständig nachzumachen
  • Azubi erklärt mit eigenen Worten das Was, Wie, Warum
  • Bei Fehlern greift der Ausbilder sofort ein

Zweck: gesamten Ablauf selbst erleben, um ihn zu verinnerlichen

4. Stufe: Üben und Festigen

  • Übungsaufgaben bereithalten
  • Thema der nächsten Unterweisung nennen
  • Hinweis auf Eintragung in das Berichtsheft geben
  • Nochmals für die gute Mitarbeit bedanken
  • Freundlich verabschieden

Zweck: Ablauf weiter verinnerlichen, mit positiven Eindrücken verbinden

Card 78

Question

78) Welche pädagogischen und didaktischen Prinzipien wenden Sie in Ihrer Unterweisung an?

Answer

Pädagogische Prinzipien sind Faustregeln, wie

  • vom Leichten zum Schweren
  • vom Einfachen zum Zusammengesetzten
  • vom Konkreten zum Abstrakten

Card 79

Question

79) Welche Rechtsquellen müssen Sie in der Ausbildung beachten?

Answer

Gesetze, wie BBiG, ArbZG, BurlG, JArbschG (bei Azubi unter 18 Jahre), MuSchG, BetrVG

Rechtsverordnungen, wie Ausbildungsordnung

Satzungen wie Prüfungsordnung

Vereinbartes Recht wie Berufsausbildungsvertrag

Card 80

Question

80) Nennen Sie Inhalte des Berufsausbildungsvertrages

Answer

  • Anschriften der Vertragsparteien
  • Beginn, Dauer und Ziel der Ausbildung
  • Probezeit
  • Ausbildungsvergütung
  • tägliche Ausbildungsdauer
  • Urlaub
  • Kündigungsbedingungen
  • Hinweis auf Betriebsvereinbarung oder Tarifverträge

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