Back to overview

48e1-100

Discover 48e1-100: 144 flashcards with questions and answers.

Subject
Economy / Others
Language of creation
German
144 flashcards No ratings yet 0 views
Add to my sets

Sign in to add this set to your collection. You will return here afterwards.

Cards in this set

Card 81

Question

81) Welche von der Kammer organisierten Lernerfolgskontrollen gibt es in der Ausbildung? Welche Bestandteile können diese haben?

Answer

Zwischen- und Abschlussprüfung

Bestandteile: Kenntnis- und Fertigkeitsprüfungen

Die Zwischenprüfung soll Azubi, Schule und Betrieb zeigen, wie der Ausbildungsstand ist.

Abschlussprüfung soll berufliche Handlungsfähigkeit feststellen.

Card 82

Question

82) Was sind Schlüsselqualifikationen? Nennen Sie Beispiele!

Answer

berufs- und fachübergreifende Qualifikationen, z.B.

  • Planungsfähigkeit
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit

Card 83

Question

83) Welche Funktionen haben Ausbildungsmittel?

Wer muss diese zur Verfügung stellen und warum?

Answer

Ausbildungsmittel rationalisieren die Ausbildung, setzen das didaktische Prinzip der Anschauung um, ggf. auch das der Praxisnähe.

Der Ausbildende muss sie gemäß BBiG zur Verfügung stellen.

Card 84

Question

84) Welche Mindestinhalte hat die Ausbildungsordnung?

Welche Bedeutung hat sie?

Answer

  • Ausbildungsberuf
  • Ausbildungsdauer
  • Ausbildungsberufsbild
  • Ausbildungsrahmenplan
  • Prüfungsanforderungen
  • Zusätzlich können weitere Angaben, z.B. über das Führen eines Berichtsheftes oder das Erstellen eines Ausbildungsplanes gemacht werden.

Durch die Ausbildungsordnung sind die Berufe bundeseinheitlich anerkannt. Es wird sicher gestellt, dass alle erforderlichen Inhalte in der Ausbildung vermittelt werden. Über Berichtshefte/ Ausbildungsnachweise kann dies auch kontrolliert werden.

Card 85

Question

85) Welche Funktion haben die Berichtshefte?

Wer sollte sie kontrollieren?

Answer

  • Kontrolle, ob alle Inhalte vermittelt worden sind
  • Kontrolle, ob Kooperation mit Berufsschule funktioniert
  • Möglichkeit der Nachbereitung durch Azubi

Der Ausbilder sollte sie kontrollieren, und zwar regelmäßig.

Card 86

Question

86) Was verstehen Sie unter dem dualen System der Berufsausbildung?

Answer

Berufsausbildung findet in Betrieben auf Grundlage der Ausbildungsordnungen und in Berufsschulen auf Grundlage der Rahmenlehrpläne statt. Vertraglich verantwortlich für die erfolgreiche Ausbildung sind der Ausbildende und der Azubi.

Card 87

Question

87) Nennen Sie Eignungskriterien des Ausbilders!

Answer

Der Ausbilder muss fachlich und persönlich geeignet sein.

Die fachliche Eignung beinhaltet neben Berufs- oder Studienabschluss in der Fachrichtung des Ausbildungsberufes und einer angemessenen Zeit der Berufsausbildung auch die berufs- und arbeitspädagogische Eignung.

Die persönliche Eignung bedeutet, dass man nicht schwer oder wiederholt gegen das BBiG verstoßen hat und dass man gemäß §25 JarbSchG Kinder und Jugendliche beschäftigen darf.

Card 88

Question

88) Ihr Azubi fällt durch die Abschlussprüfung. Was passiert mit dem Ausbildungsvertrag?

Answer

Er läuft bis zum vertraglichen Ende weiter. Dann ist die Ausbildung beendet. Der Azubi kann die Verlängerung bis zur nächsten Wiederholungsprüfung verlangen. Dann verlängert sich der Ausbildungsvertrag bis dahin, längstens um ein Jahr – vgl. BBiG.

Card 89

Question

89) Welche Zeugnisse erhält Ihr Azubi?

Answer

Berufsschulzeugnis
IHK-Abschlusszeugnis (auch auf Verlangen in französisch und englisch)
Zeugnis des Ausbildenden (Pflicht bei Beendigung, ähnlich dem Arbeitszeugnis)

Card 90

Question

Welche Führungsstile gibt es? Welche wenden Sie an?

Answer

Es gibt drei Führungsstile: autoritär, kooperativ, laissez faire („lockere Zügel“)

  • autoritär: bei Sorge um Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen
  • kooperativ: überwiegend in Ausbildung
  • laissez faire: vermeiden, da gefährlich für Azubi und Betrieb

Card 91

Question

90) Erklären Sie einem Niederländer das duale Ausbildungssystem in der Bundesrepublik. An wie vielen Lernorten wird es durchgeführt?

Answer

An zwei Lernorten: 1. Betrieb (vermittelt die Praxis. Hier gelten Bundesgesetze) 2. Schule (vermittelt Theorie. Hier gelten Schulgesetze der Länder)

Vorteile

  • Praxisnahes Lernen, ganzheitliche Ansprache des Azubi
  • Schrittweise Einführung ins Arbeitsleben
  • Wechselwirkung zwischen Theorie und Praxis

Theoretisch Gelerntes wird mit dem realen Arbeitsleben abgeglichen und Vorgehensweisen aus der Praxis werden in theoretische Zusammenhänge eingebunden. Dadurch liefert diese Lernmethode beste Voraussetzungen für eine Optimierung und Weiterentwicklung der Arbeitsprozesse und so der gesamten Berufsausbildung) -> Lernortkooperation

Card 92

Question

91) Nennen Sie mindestens fünf Inhalte der Ausbildungsordnung.

Answer

1. Bezeichnung des Ausbildungsberufs

2. Ausbildungsdauer (laut Gesetz mind. 2, höchstens 3 Jahre)

3. Ausbildungs-Berufsbild: mindestens zu vermittelnde Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

4. Ausbildungsrahmenplan: sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsberufsbildes, dient als Grundlage zur Erstellung des betrieblichen Ausbildungsplans

5. Prüfungsanforderungen, z. B. Prüfungsfächer

kann zusätzliche berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vorsehen, die vermittelt werden können, um die berufliche Handlungsfähigkeit zu ergänzen oder zuerweitern

kann vorsehen, dass die Abschlussprüfung in zwei Teilen durchgeführt wird

Card 93

Question

92) Ihr Auszubildender soll in der Berufsschule mindestens vier wichtige Gesetze für die Berufsausbildung nennen. Welche sind dies?

Answer

BBiG  (BerufsBildungsGesetz)
JuArbSchG  (JugendArbeitsSchutzGesetz)
JuSchG  (JugendSchutzGesetz)
HO/HWO  (Handelsordnung/Handwerksordnung)
MuSchG  (MutterSchutzGesetz)
BUrlG  (BundesUrlaubsGesetz)
BVerfG (BetriebsVerfassungsGesetz)

Card 94

Question

93) Ihr Auszubildender kommt aus der Berufsschule und erzählt Ihnen, dass der Lehrer etwas von Ausbildender und Ausbilder erzählte und jeder Schüler, der dazu etwas beitragen wollte, hatte Unrecht. Dabei ist es doch völlig egal, schließlich ist das doch alles das Geiche! Helfen Sie Ihrem Auszubildenden.

a) Vorrausetzungen, um Ausbildender sein zu können?

b) Vorrausetzungen, um Ausbilder sein zu können? Was muss noch gegeben sein, damit Betrieb ausbilden darf?

c) Wer prüft Eignung?

Answer

a) Ausbildender (z. B. Inhaber, Geschäftsführer: leitet die Ausbildung) muss persönlich geeignet sein. Als persönlich geeignet gilt, wer nicht wiederholt gegen BBiG (BerufsBildungsGesetz) verstoßen hat und Kinder und Jugendliche beschäftigen darf. Als persönlich nicht geeignet gilt, wer zu mind. 2 Jahren Haft oder zu mehr als 3 Monaten Gefängnis wg. Unzucht mit Schutzbefohlenen verurteilt wurde oder wer gegen Betäubungsmittelgesetz verstoßen hat.

b) Ausbilder (z. B. Meister, Geselle: führt Ausbildung durch) muss persönlich und fachlich geeignet sein. Fachlich geeignet sind Meister, Techniker mit ADA, Ingenieure mit ADA, Abgeschlossene Ausbildung/Abschlussprüfung und ADA, Altgesellenregelung mit ADA, Witwenprivileg (f. 1 Jahr) mit ADA. Ausserdem: Betrieb muss nach Art und Einrichtung für Ausbildung geeignet sein. Das bedeutet: was nicht im Betrieb vermittelt werden kann, muss ausserbetrieblich ergänzt werden. Zahl der Auszubildenden muss in angemessenem Verhältnis zur Anzahl der Fachkräfte oder Ausbildungsplätze stehen.

c) Eignung des Betriebes sowie des Ausbildenden und Ausbilders wird von der nach Landesrecht zuständigen Behörde (IHK) geprüft. Diese kann Einstellen und Ausbilden untersagen.

Card 95

Question

94) Sie sind Inhaber eines Betriebes und möchten Auszubildende einstellen. Da Sie selber keine Zeit zum Ausbilden haben, haben Sie einen Ausbilder bestellt. Dieser hat sich die Ausbildungsordnung besorgt und meint, diese sei völlig ausreichend. Einen betrieblichen Ausbildungsplan bräuchte er nicht. Überzeugen sie ihn!

Answer

Schon die Ausbildungsordnung verlangt nach einem Ausbildungsplan (Ausbildungsrahmenplan). Dieser muss auch Teil des Ausbildungsvertrages sein und dient als Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Vermittlung der beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.

In der Ausbildungsordnung sind wichtige Fragen zur Ausbildung noch nicht beantwortet. Diese sollten im Ausbildungsplan aufgeführt werden, z. B.:

  • Kann alles im Betrieb vermittelt werden oder müssen ergänzende Lernorte festgelegt werden? (Betriebsanalyse vornehmen)
  • Welche Ausbildungsschwerpunkte müssen gebildet werden (Beispiel Bankkaufmann: Wertpapier, Kreditgeschäft, Personalabteilung etc.)
  • Das Ausbildungspersonal muss benannt werden
  • Ausbildungsmittel wie z. B. Werkzeuge müssen bereitgehalten werden
  • Fehlzeiten wie Urlaub und Berufsschule müssen berücksichtigt werden
  • Prüfungstermine sind besonders zu gewichten
  • Zeit für Feedback-Gespräche soll eingeplant werden

Card 96

Question

95) Der von ihnen bestellte Ausbilder behauptet, dass es ausreicht, wenn ein Ausbildungsvertrag mündlich geschlossen wird.

a) Stimmt das?

b) Nennen sie 5 Mindestinhalte von einem Ausbildungsvertrag.

c) Was darf nicht in einem Ausbildungsvertrag stehen?

Answer

a) Nein. Ein Ausbildungvertrag gilt zwar bereits als begründet mit mündlicher Vereinbarung. Der wesentliche Inhalt ist aber unverzüglich, spätestens vor Beginn der Ausbildung schriftlich niederzulegen.

b) Mindestinhalte sind

1. Art, Ziel, sachliche Gliederung der Ausbildung
2. Beginn und Dauer der Ausbildung
3. Dauer der Probezeit
4. Vergütung
5. Dauer des Urlaubs
6. außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen
7. regelmäßige tägliche Arbeitszeit
8. Kündigungsvoraussetzungen
9. allgemein gehaltener Hinweis auf bestehende Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen

c) Nichtige Inhalte, d. h. ungültig, sind Vereinbarungen über

1. die Verpflichtung Auszubildender, für die Berufsausbildung eine Entschädigung zu zahlen
2. Vertragsstrafen
3. den Ausschluss oder die Beschränkung von Schadensersatzansprüchen
4. die Festsetzung der Höhe eines Schadensersatzes in Pauschbeträgen
5. die Beschränkung der Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung

Card 97

Question

96) Nennen sie 5 Pflichten des Auszubildenden.

Answer

  • Lernpflicht
  • Sorgfaltspflicht
  • Geheimhaltungspflicht
  • Gehorsamspflicht
  • Pflicht zum Führen eines Berichtshefts
  • Pflicht zum Besuchen der Berufsschule

Sinn des Erfüllens dieser Pflichten -> berufliche Handlungsfähigkeit erwerben, Abschlussprüfung schaffen

Card 98

Question

97) Die Auszubildende des Frisörhandwerks Bettina trifft in der Stadt ihren Berufsschulklassenkameraden Frank. Dieser fragt, warum sie denn gestern nicht in der Berufsschule war. Daraufhin fängt sie an zu klagen, dass ihr Chef ihr verboten hat, zur Berufsschule zu gehen. Im Salon sei viel los gewesen und sie hätte arbeiten müssen. Überhaupt erkläre der Chef gar nix und habe gar kein System in seiner Ausbildung. Frank gibt ihr den Tipp, zu kündigen.

a) Was macht der Chef falsch?

b) Welche Pflichten verletzt er?

c) Wie ist das mit der Kündigung?

Answer

a) Der Betrieb übernimmt mit dem Auszubildenden auch die Verantwortung für dessen Ausbildung. Er muss dafür sorgen, dass der Azubi berufliche Handlungsfähigkeit erlangt.

Er hat nicht nur die Pflicht, den Azubi im Betrieb auszubilden, sondern auch, ihn zum Besuch der Berufsschule freizustellen und dazu anzuhalten. Anscheinend hat der Chef auch keinen Ausblidungsplan für seine Ausbildung gemacht. Dazu ist er aber durch die Ausbildungsordnung verpflichtet.

b) Der Betrieb bzw. Chef verletzt folgende Pflichten

  • Ausbildungspflicht
  • Pflicht zum Anhalten des Azubis zum Besuch der Berufsschule
  • Pflicht, Azubi für Schulbesuch von Arbeit freizustellen

c) Kündigung
In Probezeit: - beide Seiten können kündigen, schriftlich, fristlos, ohne Grund
Nach Probezeit: - beide Seiten können kündigen, schriftlich, fristlos, aus wichtigem Grund

Azubi hat außerdem einseitiges Kündigungsrecht (und evtl. Anspruch auf Schadensersatz): Bei Berufswechsel oder Abbruch der Ausbildung kann Azubi mit  Kündigungsfrist von 4 Wochen zu Monatsmitte oder Monatsende kündigen. Grund, der zur Kündigung führt, darf dem zur Kündigung Berechtigten nicht länger als 14 Tage bekannt sein. Derjenige, der den Grund nicht zu vertreten hat, kann Schadensersatz geltend machen. Der Anspruch erlischt 3 Monate nach Ausbildungsende.

Card 99

Question

98) Ein Betriebsinhaber führt seine Angestellten im kooperativen Führungsstil. Seine Auszubildende scheint damit nicht umgehen zu können. Ständig stellt sie ihm oder den Angestellten Fragen. Man hat den Eindruck, sie kann gar nichts alleine. Was kann der Chef tun?

Answer

Je nach Persönlichkeit des Azubis bedeutet ein kooperativer Führungsstil zu viel Freiheit für den Azubi. Er ist überfordert und verwirrt. In diesem Fall muss der Ausbilder zu einem autoritäreren Führungsstil greifen, dem Azubi deutlichere Anweisungen geben und auf eine klare Hierarchie (Über- und Unterordnung von Chef und Azubi) achten.

autoritärer Führungsstil:

  • klare Hierarchie / Über- und Unterordnung
  • Chef(s) und Untergebene/Befehlsempfänger
  • Befehl - Gehorsam
  • Statussymbole

kooperativer Führungsstil:

  • gleiche Ebene / Augenhöhe von Chef und Mitarbeiter
  • Absprachen, selbstständiges Arbeiten
  • natürliche Autorität durch Kompetenz
  • Übertragung von Verantwortung
     

Card 100

Question

99) Woher kommt das Wort „Motivation“ und was bedeutet es?

Wie steht es im Zusammenhang mit Lernen?

Answer

Motivation kommt von lateinisch „movere“ = bewegen, sich in Bewegung setzen. Es steckt auch im englischen „to move“ = bewegen oder in dem Wort „Motiv“ = Beweggrund. Motivation bedeutet also Beweggrund. Ohne einen entsprechenden Beweggrund ist kein Lernen möglich.

Man unterscheidet zwischen intrinsischer Motivation (von innen, primär) und extrinsischer Motivation (von außen, sekundär). Eine Motivation, also ein Beweggrund ist die Antriebsfeder jeglichen Handelns und auch jeden Lernens. Niemand lernt, wenn er dafür keinen Grund sieht.

How to use this set

Read the preview and check whether the content and answers suit your learning goal. You can add the public set to your sets to study it. Your account shows the available actions.

Rejoining the server...

Rejoin failed... trying again in seconds.

Failed to rejoin.
Please retry or reload the page.

The session has been paused by the server.

Failed to resume the session.
Please reload the page.