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9 Verfahrensrecht, Steuerrecht und Amtshilfe SSK IIa

Discover 9 Verfahrensrecht, Steuerrecht und Amtshilfe SSK IIa: 66 flashcards with questions and answers.

Subject
Economy / Tax
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 21

Question

Schützt das Bankgeheimnis vor den Zwangsmassnahmen der ASU?

Answer

Bei den direkten Steuern hat einzig die Abteilung Strafuntersuchungen (ASU) der ESTV, die eine eigentliche Steuerfahndungstruppe unterhält,

  • in Ausnahmefällen Zugang zu Kundeninformationen bei den Banken.

Also Nein

Card 22

Question

Welche Dokumente werden durch das Anwaltsgeheimnis geschützt?

Answer

Nur diese Dokumente, die unter dem Anwaltsgeheimnis stehen, nicht aber seine Buchhaltung usw.

Card 23

Question

Kann der Beschuldigte an der Strafuntersuchung mitwirken, die gegen ihn geführt werden?

Answer

Der Beschuldigte hat alle Rechte auf

  • Teilnahme an Beweisaufnahme VStrR 35 1 und 2
  • Akteneinsicht VStrR 36
  • Untersuchungen VStrR 37
  • Teilnahme an den Zeugenaussagen VStrR 41

Card 24

Question

Kann sich der Beschuldigte gegen die Zwangsmassnahmen wehren, die gegen ihn eingeleitet werden?

Answer

Ja, die Untersuchungshandlungen der ASU können mittels Beschwerde gemäss VStrR 26 oder 27 angefochten werden. 

Card 25

Question

Wie ist das Amtshilfeverfahren geregelt?

Answer

StAhiG 6

  • schriftlich
  • CH-Amtssprache oder Englisch
  • gemäss Abkommen DBA oder SIA
  • ansonsten alle Informationen gemäss 6/2 a bis g

Card 26

Question

Wer kann von einem Amtshilfeersuchen betroffen sein?

Answer

NP und JP

Card 27

Question

Muss die Identität einer von einem Amtshilfeersuchen betroffene Person zwingend genannt werden, damit die Schweiz dem Ersuchen folge leistet?

Answer

Das muss im DBA geregelt sein, siehe auch OECD-Musterabkommen Art. 27 ff

Card 28

Question

Seit wann können ausländische Behörden um Informationen ersuchen?

Answer

Seit in Kraftsetzung StAhiG und den jeweiligen DBA

Card 29

Question

Was ist die verstehen wir unter einer Nachsteuer?

Answer

Die Nachsteuer stellt sich aus 2 Komponenten zusammen:

- geschuldete Steuer bis max. 10 jahre zurück

- aufgelaufenen Zinsen, wenn die Steuer korrekt erhoben worden wäre.

Die Eröffnung eines Nachsteuervergehens löst nicht automatisch eine strafverfolung aus.
z.B. Selbstanzeige, Erbfälle

Card 30

Question

Was sind die Pflichten eines Steuerpflichtigen?

Answer

  • Die STe muss wahrheitsgemäss, vollständig, fristgerecht und persönlich unterschrieben eingereicht werden DBG 124
  • Alle gefordeten Belege müssen zusammen mit der STE eingereicht werden. Der Stpfl. ist verpflichtet die Unterlagen von Dritten auf ihre vollstädnigkeit zu prüfen. DBG 125
  • Deklarationspflicht DBG 126

Card 31

Question

Wer muss als Aussenstehender welche Auskünfte erteilen?

Answer

Bescheinigungspflicht von Dritten DBG 127

  • Arbeitgeber: Alle Leistungen an den AN
  • Gläubiger und Schuldner: Bestand, Zinsen und Sicherstellungen
  • Versicherungen: Rückkaufswerte, ausbezahlte Leistungen
  • Geldinstitutionen aller Art wenn sie im Besitz sind von Vermögen von Dritten: Bestand und Zinsen/Erträge
  • Autragsnehmer usw.: gegenseitige Ansprüche und Leistungen

ps. das Berufsgeheimnis bezieht sich nur auf den Inhalt der Arbeit (Anwalt, Arzt usw.) nicht aber auf die Rechnungen. Gegenüber dem Stpfl. kann kein Berufsgeheimnis geltend gemacht werden.

Card 32

Question

Was ist die Meldepflicht?

Answer

DBG 129

Bestimmte Personen (JP,Stiftungen, BVG-Stiftungen usw) müssen der STE direkt Bescheinigungen zustellen.

Card 33

Question

Was sind die Pflichten der STV?

Answer

Untersuchungsgrundsatz:

Wesentliche Sachverhalte müssen von Amtes wegen abgeklärt und kontrolliert werden:

  • Angaben des Stpfl.
  • Auskünte und Meldungen von Dritten
  • die Ergebnisse eigener, ergänzenden Untersuchungen

Card 34

Question

Was verstehen wir unter der Eröffnung einer Veranlagungsverfügung?

Answer

DGB 131

Steuerfaktoren, Steuersatz und Steuerbetrag werden festgesetzt.

Mit der Eröffnung der Verfügung ist das Veranlagunsverfahren abgeschlossen. Nach der Einsprachefrist ist die Verfügung rechtskräftig.

Abweichungen zu den Angaben des Stpfl. müssen begründet werden.

Card 35

Question

Welche Fristen gelten im odentlichen Verfahren (Veranlagung)?

Answer

  • DBG 120 STE veranlagen:
    5 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode 
    Diese Verjärhung kann unterbrochen werden oder neu beginnen DBG 120/2/a-b und 120/3/a-d
    Absolute Verjährung ist 15 Jahre
  • DBG 121 Bezug:
    5 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, auch das andere bleibt gleich.
    Nur die absolute Verjährung ist hier 10 Jahre!
  • DBG 131 Einsprache:
    30 Tage, die Frist beginnt am Tag nach Zustellung an zu laufen.

 

Card 36

Question

Muss eine Einsprache begründet werden?

Answer

Grundsätzlich nein!

Vorallem dan nicht, wenn auch die Verfügung keine Abweichsbegründungen aufweist. Es reicht schriftlich mitzuteilen, mit der Verfügung nicht einverstanden zu sein. 

Andernfalls, wenn die Abweichungen begründet sind seitens STV muss auch die Einsprache begründet werden. Bei einer Verfügung nach Ermessen muss die Einsprache aber IMMER begründet sein

Card 37

Question

Unter welchen Voraussetzungen kann eine rechts. Veranlagung abgeändert werden?

Answer

Wenn eine neue Tatsache steuerlich festgestellt wird:

  • Zugunsten des Stpfl. = Revision DBG 147
  • Zugunsten der STV = Nachsteuer DBG 151 ff

Wenn die steuerlichen Qualifikationen gleich bleiben:

  • Berichtigung sowohl zugunsten oder zulasten des Stpfl. DBG 150

Card 38

Question

Was muss bei einer Revision (DBG 147)  beachtet werden?

Answer

Die Einsprache bei einer Revision muss innert 90 Tagen nach Kenntnisnahme des Revisionsgrund eingereicht werden!

Gründe sind:

  1. Tatsachen oder Beweismittel werden neu entdeckt
  2. die Verfügung hat wesentliche Verfahrensgrundsätze verletzt
  3. die Verfügung oder der Entscheid wurde durch ein Verbrechen oder Vergehen beeinflusst.

Kein Grund für eine Revision sind wenn der Stpfl. bei genügend Sorgfalt den Grund mittels Einsprache innert 30 Tagen geltend hätte machen können.

Absolute Verjährung: 10 Jahren seit Eröffnung der Verfügung 

Card 39

Question

Was muss bei einer Berichtung gemäss DGB 150 beachtet werden?

Answer

Hier ergeben sich keine neuen steuerliche Qualifikationen. Es handelt sich um Kanzleifehler.

Absolute Verjährung: 5 Jahre ab Eröffnung der Verfügung

Card 40

Question

Warum können Nachsteuern verlangt werden?

Answer

Tatsachen oder Beweissmittel waren nicht bekannt und führen zu:

  • Eine Veranlagung wurde zu Unrecht vorgenommen
  • Eine rechtskräftige Veranlagung ist zu unrecht unvollständig

Gründe können sein ein: Steuerhinterziehung oder Steuerbetrug

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