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Compliance_2026_DE (B1-B14)

Fragen zur Vorbereitung auf Zertifizierungs-Prüfungen zum CO

Subject
Economy / Others
Language of creation
German
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Cards in this set

Card 141

Question

Ein Unternehmen stellt fest, dass eine Datenbank mit Kundendaten unbefugt eingesehen wurde. Welche Aussagen zu den Meldepflichten nach Art. 33, 34 DSGVO sind zutreffend?

Answer

  • Eine Meldung an die Aufsichtsbehörde hat unverzüglich, möglichst binnen 72 Stunden, zu erfolgen
  • Bei hohem Risiko für die Betroffenen sind zusätzlich die betroffenen Personen selbst zu benachrichtigen
  • Besteht voraussichtlich kein Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen, kann von einer Meldung abgesehen werden
  • Eine Meldung an die Aufsichtsbehörde ist stets entbehrlich, wenn die Daten verschlüsselt gespeichert waren
  • Die Meldepflicht entfällt grundsätzlich, wenn weniger als 100 Personen betroffen sind

Card 142

Question

Welche Aussagen zur Abgrenzung von Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter nach Art. 4 Nr. 7 und Nr. 8 DSGVO treffen zu?

Answer

  • Der Verantwortliche entscheidet über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung
  • Der Auftragsverarbeitungsvertrag muss u. a. Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung regeln
  • Der Auftragsverarbeiter handelt weisungsgebunden im Auftrag des Verantwortlichen
  • Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist gesetzlich nicht erforderlich, wenn Vertrauen zwischen den Parteien besteht
  • Ein Auftragsverarbeiter entscheidet eigenständig über die Verarbeitungszwecke

Card 143

Question

Welche Aussagen zum Verhältnis von Art. 5 und Art. 6 DSGVO sind zutreffend?

Answer

  • Die Einwilligung ist sowohl ein Grundsatz nach Art. 5 als auch eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO
  • Art. 5 DSGVO enthält die Grundsätze der Verarbeitung, Art. 6 DSGVO die Rechtsgrundlagen
  • Das Rechenschaftsprinzip nach Art. 5 Abs. 2 DSGVO verlangt die Nachweisbarkeit der Einhaltung der Grundsätze
  • Eine Verarbeitung ohne Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO ist stets unzulässig, selbst wenn alle Grundsätze nach Art. 5 DSGVO eingehalten werden
  • Art. 6 DSGVO listet die Rechtsgrundlagen nur beispielhaft, weitere sind durch Auslegung möglich

Card 144

Question

Welche Aussagen zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten treffen zu?

Answer

  • Die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten ist ausschließlich für öffentliche Stellen vorgesehen
  • Nach Art. 37 DSGVO ist ein Datenschutzbeauftragter u. a. zu bestellen, wenn die Kerntätigkeit eine umfangreiche, systematische Überwachung von Personen erfordert
  • Der Datenschutzbeauftragte ist gemäß Art. 39 DSGVO für die Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde zuständig
  • Eine umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten kann ebenfalls eine Bestellpflicht auslösen
  • § 38 BDSG sieht eine Bestellpflicht vor, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind

Card 145

Question

Seit welchem Datum gilt das LkSG für Unternehmen mit in der Regel mehr als 3.000 Arbeitnehmenden und Sitz in Deutschland?

Answer

  • 01.01.2021
  • 01.01.2022
  • 01.01.2025
  • 01.01.2023
  • 01.01.2024

Card 146

Question

Welches Ereignis wird in der Fachliteratur häufig als Auslöser der öffentlichen Debatte um gesetzliche Lieferkettensorgfaltspflichten genannt?

Answer

  • Der Dieselskandal bei einem deutschen Automobilhersteller
  • Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch (2013)
  • Die Finanzkrise 2008
  • Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
  • Der Zusammenbruch eines Bergbauunternehmens in Chile

Card 147

Question

Ein Unternehmen mit Hauptverwaltung in Österreich betreibt eine Tochtergesellschaft in Deutschland mit 1.400 Arbeitnehmenden. Welche Aussage trifft zu?

Answer

  • Das LkSG findet keine Anwendung, da die Konzernmutter im Ausland sitzt
  • Die deutsche Tochtergesellschaft unterliegt dem LkSG, da sie die Arbeitnehmerschwelle erreicht und ihren Sitz in Deutschland hat
  • Das LkSG gilt nur für die österreichische Konzernmutter
  • Die Anwendung hängt davon ab, ob die Tochtergesellschaft börsennotiert ist
  • Es kommt ausschließlich auf den weltweiten Konzernumsatz an

Card 148

Question

Welche der folgenden Konstellationen begründet keine Eigenschaft als unmittelbarer Zulieferer im Sinne des LkSG?

Answer

  • Ein Zulieferer fertigt exklusiv Bauteile nach den Spezifikationen des Herstellers
  • Ein Unternehmen liefert Rohstoffe, die direkt in den Produktionsprozess einfließen
  • Ein Reinigungsdienstleister, der ohne vertragliche Bindung gelegentlich Räume reinigt
  • Ein Vertragspartner erbringt eine Dienstleistung, die zur Erbringung der Kernleistung notwendig ist
  • Ein Lieferant von Verpackungsmaterial, das direkt für das Endprodukt verwendet wird

Card 149

Question

Welche Aussagen zur Risikoanalyse nach § 5 LkSG sind zutreffend?

Answer

  • Sie muss regelmäßig, mindestens jährlich, durchgeführt werden
  • Sie ist ausschließlich bei Unternehmensgründung einmalig durchzuführen
  • Sie ist zusätzlich anlassbezogen bei wesentlichen Änderungen der Risikolage durchzuführen
  • Kriterien wie Schwere, Wahrscheinlichkeit und Verursachungsbeitrag sind zu berücksichtigen
  • Sie ersetzt die Notwendigkeit einer Grundsatzerklärung

Card 150

Question

Welche Aussagen zur Risikoanalyse nach § 5 LkSG sind zutreffend?

Answer

  • Sie ist ausschließlich bei Unternehmensgründung einmalig durchzuführen
  • Sie ist zusätzlich anlassbezogen bei wesentlichen Änderungen der Risikolage durchzuführen
  • Sie muss regelmäßig, mindestens jährlich, durchgeführt werden
  • Sie ersetzt die Notwendigkeit einer Grundsatzerklärung
  • Kriterien wie Schwere, Wahrscheinlichkeit und Verursachungsbeitrag sind zu berücksichtigen

Card 151

Question

Wer muss die Grundsatzerklärung nach § 6 Abs. 2 LkSG verabschieden?

Answer

  • Der Betriebsrat
  • Die Unternehmensleitung
  • Der externe Wirtschaftsprüfer
  • Die zuständige Gewerkschaft
  • Das BAFA

Card 152

Question

Welche Anforderungen muss ein Beschwerdeverfahren nach § 8 LkSG nicht zwingend erfüllen?

Answer

  • Zugänglichkeit auch für Beschäftigte von Zulieferern
  • Ausschließliche Nutzung durch Führungskräfte
  • Möglichkeit, sich alternativ an Dritte zu wenden
  • Vertraulichkeit der meldenden Person
  • Diskriminierungsfreie Ausgestaltung

Card 153

Question

Ein Unternehmen erhält einen glaubhaften Medienbericht über Zwangsarbeit bei einem Zulieferer, der nur über einen anderen Lieferanten in die Lieferkette eingebunden ist (mittelbarer Zulieferer). Was ist nach § 9 LkSG die rechtlich zutreffende Folge?

Answer

  • Das Unternehmen muss nichts unternehmen, da nur unmittelbare Zulieferer relevant sind
  • Das Unternehmen muss unverzüglich eine anlassbezogene Risikoanalyse durchführen
  • Das Unternehmen muss ein Präventionskonzept erarbeiten und umsetzen
  • Das Unternehmen muss den Vertrag mit dem unmittelbaren Zulieferer sofort kündigen
  • Das Unternehmen muss ggf. ein Abhilfekonzept entwickeln

Card 154

Question

Welche Behörde ist für die Kontrolle der Einhaltung der LkSG-Pflichten zuständig, und welche übt die Fachaufsicht darüber aus?

Answer

  • Kontrolle: Bundeskartellamt; Fachaufsicht: BMWi
  • Kontrolle: BAFA; Fachaufsicht: BMAS
  • Kontrolle: BfN; Fachaufsicht: BMU
  • Kontrolle: BMAS; Fachaufsicht: BAFA

Card 155

Question

Ein Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von 600 Mio. Euro verstößt gravierend gegen seine Sorgfaltspflichten. Welche Sanktionen kommen nach dem LkSG in Betracht?

Answer

  • Bußgeld bis zu 2 % des weltweiten Jahresumsatzes
  • Zwangsgeld bis zu 50.000 Euro
  • Ausschluss von öffentlichen Vergabeverfahren für bis zu 3 Jahre
  • Bußgeld gegen natürliche Personen bis zu 800.000 Euro
  • Automatische Schadensersatzpflicht gegenüber den geschädigten Arbeitnehmenden im Ausland

Card 156

Question

Welche Aussage zur zivilrechtlichen Haftung nach dem LkSG ist zutreffend?

Answer

  • Das LkSG begründet eine eigene zivilrechtliche Erfolgshaftung für Menschenrechtsverletzungen bei Zulieferern
  • Das LkSG schließt eine eigene zivilrechtliche Erfolgshaftung ausdrücklich aus
  • § 11 LkSG erleichtert die Prozessstandschaft für NGOs und Gewerkschaften vor deutschen Gerichten
  • Geschädigte können nur vor dem BAFA klagen
  • Die Haftungsfrage ist im LkSG vollständig ungeregelt

Card 157

Question

Worin unterscheidet sich die CSDDD wesentlich vom deutschen LkSG?

Answer

  • Die CSDDD verpflichtet betroffene Unternehmen zu Klimaplänen
  • Die CSDDD erfasst die gesamte “chain of activities” statt nur unmittelbare/mittelbare Zulieferer
  • Die CSDDD hat einen niedrigeren Arbeitnehmerschwellenwert als das LkSG
  • Die CSDDD verzichtet vollständig auf Schwellenwerte
  • Die CSDDD sieht eine eigene zivilrechtliche Haftungsnorm vor

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