Für von Unternehmensangehörigen begangene Gesetzesverstöße, für die es jedoch trotz angemessener Präventionsmaßnahmen keinerlei Hinweise oder sonstige Verdachtsmomente gab.
Für Gesetzesverstöße, an denen Compliance-Officer zwar selbst beteiligt waren, bei denen sie jedoch glaubhaft versichern können, nicht gewusst zu haben, dass es sich um einen Gesetzesverstoß gehandelt hat.
Für Gesetzesverstöße von Unternehmensangehörigen, an denen die Compliance-Officer nicht selbst beteiligt waren, sondern lediglich wussten, dass diese stattfinden sollten, ohne sie zu unterbinden.
Für selbst begangene Gesetzesverstöße, solange sie diese in den Grenzen ihres Aufgabenbereichs als Compliance-Officer begangen haben.
Card 42
Question
Welche besondere/n staatliche/n Befugnis/se wird/werden nach deutschem Recht den Compliance Officern zur Erfüllung ihrer Pflichten eingeräumt?
Answer
gar keine
bei Gefahr in Verzug besonders gewährte Befugnis zur Durchsuchung der Privatwohnung, Pkw und Dienstwagen von Mitarbeitern
bei Gefahr in Verzug lediglich besonders gewährte Befugnis zur Durchsuchung des privaten Pkw und Dienstwagen von Mitarbeitern
Card 43
Question
Welches wären mögliche Zielvereinbarungen für einen Compliance Officer?
Answer
Anzahl von Sanktionen gegenüber Mitarbeitern (mindestens Abmahnungen), die aufgrund gründlicher Untersuchungen ausgesprochen werden konnten
Ziele in Bezug auf Compliance-Strukturen
Anzahl der bei Behörden erstatteten Selbstanzeigen
Ziele in Bezug auf Compliance-Maßnahmen
Card 44
Question
Welche/n Vorteil/e bietet die Top-down-Methode bei der Risikobeurteilung?
Answer
Abdeckung aller relevanten Risiken
Maßnahmen zur Risikobehandlung können von der Führungsebene schnell veranlasst werden
geringerer organisatorischer Aufwand bei der Anwendung
große Akzeptanz bei den Mitarbeitern
Die Risiken konzentrieren sich ausschließlich auf finanzielle Themen.
Card 45
Question
Welche/n Vorteil/e bietet die Bottom-up-Methode?
Answer
Operative Risiken lassen sich besser erkennen.
Maßnahmen zu Risiken werden schneller umgesetzt.
Das Wissen der Mitarbeiter kann besser in den Prozess der Risikobeurteilung mit einfließen.
einfaches Verfahren in der Anwendung
Die Mitarbeiter sind neutraler in der Risikobeurteilung als Führungskräfte.
Card 46
Question
Welche/r Aspekt/e gehört/ gehören entsprechend der ISO/IEC 31010 nicht zu einer Risikobeurteilung?
Answer
Risikovermeidung
Risikobewertung
Risikoermittlung
Risiko versichern
Risikoanalyse
Card 47
Question
Die Implementierung welcher prinzipellen Controls können die Schwelle zu einem Rechtsverstoß erschweren bzw. erhöhen?
Answer
Vieraugenprinzip
höhere Sanktionen gegen Compliance-Verstöße
Mitarbeiterprämie für Compliance-Meldungen
Funktionstrennung
Prüfprogramme (Prüfsoftware)
Card 48
Question
Welche/r Aspekt/e sollten Bestandteil/e bei der Konzeptionierung einer Compliance-Risikobeurteilung sein?
Answer
die Vermittlung von Risikoverständnis
das Verfahren zur Risikoanalyse
die Auflistung der noch nicht eingetretenen Risiken
das Verfahren der Risikobewertung
Risikobehandlung
Card 49
Question
Die Auswertung der Ergebnisse der Compliance-Risikobeurteilung soll …
Answer
… den Entscheidungsträger die Beurteilung eines Risikos erleichtern.
… den Erkenntnisgewinn der Rechtsabteilung dienen.
… helfen Schwachstellen aufzuzeigen..
… helfen die Erreichung von Compliance-Ziele darzustellen.
… die Argumentationsmöglichkeit bei Compliance-Verstößen gegenüber Behörden verbessern.
Card 50
Question
Was sollte der Compliance-Risiko-Maßnahmenplan beinhalten:
Answer
nur komplexe Maßnahmen, da die anderen ja auch so gehandhabt werden können
Umsetzungstermine
genaue Maßnahmenbeschreibungen
die Namen der Umsetzungsverantwortlichen
Ablehnungsrubriken für die Umsetzungsverantwortlichen
Card 51
Question
Welche Ressourcen werden benötigt, um ein wirkungsvolles Controlling zur Umsetzung von Compliance-Maßnahmen vorzunehmen?
Answer
Personelle Ressourcen aus dem Bereich Recht, da diese Mitarbeiter am besten gesetzliche Vorgaben kennen.
Mitarbeiter, die gerade nicht ausgelastet sind und Zeit haben.
qualifiziertes und autorisiertes und in dieser Rolle unabhängiges Fachpersonal
unterstützende IT-Tools zur Nachverfolgung der Maßnahmen
Mitarbeiter, die die vorgestellten Maßnahmen hinsichtlich der wirksamen Umsetzung prüfen und bewerten können.
Card 52
Question
Welche arbeitsschutz- und datenschutzrechtliche/n Aussage/n ist/ sind zutreffend?
Answer
Der Arbeitnehmer kann vom Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch machen.
Der Arbeitnehmer ist grundsätzlich aus seinem Arbeitsverhältnis heraus dem Arbeitgeber zu seiner Tätigkeit auskunftspflichtig.
Der Arbeitnehmer kann dem Arbeitgeber die Einsicht in private E-Mails verweigern, wenn dieser die private Nutzung nicht ausdrücklich untersagt hat.
Der Arbeitnehmer muss tätigkeitsbezogene Informationen in schriftlicher und digitaler Form dem Arbeitgeber zur Verfügung stellen.
Der Arbeitgeber unterliegt bei Erlaubnis der Nutzung dienstlichen Einrichtungen (E-Mail) für private Zwecke nicht dem TKG.
Card 53
Question
Welche/r Grund/ Gründe kann/ können maßgeblich für Reaktionen auf Compliance-Verstöße sein?
Answer
Machtdemonstration
Gerechtigkeitssinn
gesetzliche Verpflichtungen
Mitarbeitersanktionierung
Glaubwürdigkeitsgründe
Card 54
Question
Welche Bezugsgruppe/n gehört/ gehören nicht zum Kreis der internen Bezugsgruppen im Falle eines Compliance-Verstoßes?
Answer
Anteilseigner
Organe
Lieferanten
Kunden
Mitarbeiter
Card 55
Question
Zu den relevanten und aufzuführenden Kriterien einer Auditfeststellungsdokumentation zählen:
Answer
die Nennung der beteiligten Auditoren
die Nennung der Personen, die die Auditfragen am schnellsten beantwortet haben
die Dokumentation, wie lange die befragten Mitarbeiter für die Beantwortung der gestellten Fragen gebraucht haben
das Auditdatum
die Nennung der auditierten Personen
Card 56
Question
Welche Aussage/n zur Auditabschlussbesprechung ist/ sind zutreffend?
Answer
In der Auditabschlussbesprechung wird den Bereichsverantwortlichen ein Überblick zum Verlauf des Audits vermittelt.
Die Auditabschlussbesprechung bietet die Gelegenheit, die Mitarbeiter zu maßregeln, bei denen Abweichungen festgestellt wurden.
In der Auditabschlussbesprechung können Missverständnisse zu festgestellten Abweichungen ggf. noch richtiggestellt werden.
In der Auditschlussbesprechung können nochmals Hinweise zur Verbesserung mit den Beteiligten besprochen werden.
Schwerwiegende Abweichungen werden als Ausreisser bewertet und aus der Auditdokumentation gestrichen.
Card 57
Question
Compliance umfasst:
Answer
nur die Einhaltung von staatlichen Regelungen, wie Gesetze, Verordnungen, behördliche Auflagen etc.
nur die Einhaltung unternehmensinterner Vorgaben, wie z.B. Richtlinien
die Einhaltung von staatlichen Regelungen (z.B. Gesetze, Verordnungen, behördliche (Genehmigungs-)Auflagen), unternehmensinternen Vorgaben (z.B. Richtlinien, Prozessabläufe, Weisungen), (Industrie-)Standards
ausschließlich die Konformität mit normierten Industriestandards
Card 58
Question
Warum bietet Compliance Vorteile im Wettbewerb?
Answer
Weil auch illegale Geschäftsvorgänge durch Compliance-Strukturen als wirksam betrachtet werden können und man sich so besser gegen Wettbewerber durchsetzen kann.
Weil die Einhaltung bestimmter Regelungen und Gesetze weniger relevant ist, da im Rahmen von Zuverlässigkeits- und Integritätsprüfungen auf Compliance-Strukturen verwiesen werden kann.
Weil die Vorstellung effizienter Compliance Management Systeme im Rahmen von Zuverlässigkeits- und Integritätsprüfungen ein Indiz für ein solides Unternehmen bietet und daher ggf. bei Erteilung eines Zuschlags bevorzugt wird.
Weil im Rahmen von Compliance Management Systemen auch Unternehmensstrukturen, Prozessabläufe und Geschäftsmodelle auf den Prüfstand gestellt werden, was zu Effizienzsteigerungen und Synergien führt.
Card 59
Question
Wer ist für die Compliance im Unternehmen oder in einer Organisation verantwortlich?
Answer
ausschließlich die oberste Leitungsebene
ausschließlich die nachgeordneten Ebenen, die tatsächlich operativ tätig sind
Es ist zu differenzieren: grundsätzliche Pflicht der obersten Leitungsebene zur Etablierung von Compliance-Strukturen, Pflicht aller Angehörigen eines Unternehmens/Organisation zur Einhaltung von Regeln, Gesetzen, Regelungen und sonstigen Vorgaben
ausschließlich die Compliance-Organisation
Card 60
Question
Wie ist der Umfang der zivilrechtlichen Haftung in Unternehmen?
Answer
Nur Vorstände von Aktiengesellschaften haften zivilrechtlich, nicht aber Geschäftsführer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung.
Sie erfasst sowohl die Geschäftsführer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung als auch die Vorstände von Aktiengesellschaften.
Die Geschäftsführer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung haften solidarisch auf Schadensersatz, die Vorstände von Aktiengesellschaften haften auf Schadensersatz als Gesamtschuldner.
Weder Vorstände von Aktiengesellschaften noch Geschäftsführer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung haften auf Schadensersatz - die Haftung trifft das jeweilige Unternehmen.
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