Figur die nicht nur handelt und beschrieben wird, sondern ihrerseits Teile der Erzählung erzählt. In der literarischen Erzählkommunikation steht die erzählende Figur auf einer Ebene mit ihrem jeweiligen fiktiven Adressaten
Card 62
Question
Erzähler, der
Answer
Vermittlungsinstanz des Geschehens, die mehr oder weniger stark ausgeprägt in Erscheinung tritt. In der Erzählkommunikation ist der Erzähler die auf einer Ebene mit dem Adressaten stehende Sprecherinstanz der erzählenden Rede, die sämtliche Informationen über das Geschehen sowie über die Figuren und Sachverhalte der erzählten Welt vermittelt. + unterscheiden von dem Autor!
Card 63
Question
Erzählerposition, die
Answer
Ontologische Beziehung des Erzählers zur Ebene der Diegesis. Der Erzähler kann entweder in der erzählten Welt auch als Figur auftreten (homodiegetischer Erzähler) oder auch nicht (heterodiegetischer Erzähler)
Card 64
Question
Erzählerrede, die
Answer
All jene Textpassagen, die keine Form der Figurenrede darstellen. In allen Formen der indirekten Redewiedergabe allerdings - wie in der erlebten Rede - fusionieren Erzähler- und Figurenrede miteinander
Card 65
Question
Erzählerzeit, die
Answer
Jene Zeitdauer, die das Erzählen auf der Ebene der Exegesis in Anspruch nimmt und auch als ‘Narrationsdauer’ bezeichnet werden kann. Die Kategorie der Erzählerzeit ist vorrangig in der Homodiegese relevant
Card 66
Question
Erzählgeschwindigkeit, die
Answer
Erzähltempo
Card 67
Question
Erzählmodus, der
Answer
Der Grad an Mittelbarkeit und der Perspektivierung des Erzählten. (Siehe Einführung in die Erzählanalyse S.287)
Card 68
Question
Erzählschema, das
Answer
Unter dem Erzählschema versteht man allgemein die Struktur der linearen Abfolge der Elemente einer Erzählung auf der Ebene der Ereignisse und Handlungen. z.B: Verbrechen – Suche nach dem Täter – (mehrfache Fehlschläge) – Verhaftung.
Card 69
Question
Erzählsituation, die
Answer
Konzept der Perspektivierung von F.K. Stanzel. Typische Erzählsituationen, die mit entsprechenden Romantypen korreliert sind: 1. Die Auktoriale ES 2. Die Personale ES 3. Die Ich-ES
Card 70
Question
erzählte Rede, die
Answer
#NAME?
Card 71
Question
erzählte Welt, die
Answer
Raumzeitliches Kontinuum, auf dessen Ereignisse und Geschehnisse, Figuren und Sachverhalte die Aussagen des Textes referieren. Der Leser rekonstruiert die erzählte Welt: - möglichst widerspruchsfrei (Konsistenz) - tendenziell auch in Analogie zum eigenen Erfahrungshorizont, dem Weltwissen. Erzählte Welten können homogen (in sich schlüssig) oder heterogen sowie stabil oder instabil sein. Zudem können sie durch den Vergleich mit der realen Welt klassifiziert werden. So sind in bestimmten Genres Ausnahmen von Konsistenz und Analogie zum Weltwissen des Lesers kanonisiert (z..B. in Märchen)
Card 72
Question
Euphemismus, der
Answer
Ein sprachlicher Ausdruck, der eine Person, eine Personengruppe, einen Gegenstand oder einen Sachverhalt beschönigend, mildernd oder in verschleiernder Absicht benennt
Card 73
Question
externe Fokalisierung, die
Answer
Genette: Eine externe Fokalisierung liegt vor, wenn in einem bestimmten narrativen Segment der Erzähler weniger sagt, als die Figur weiß bzw. wenn eine scheinbar objektive Erzählweise dominiert. (vgl: Interne Fokalisierung, Nullfokalisierung)
Card 74
Question
Fabel, die
Answer
Eine in Vers oder Prosa verfasste, kürzere Erzählung mit belehrender Absicht, in der vor allem Tiere, aber auch Pflanzen und andere Dinge oder fabelhafte Mischwesen menschliche Eigenschaften besitzen (Personifikation) und auch menschlich handeln (Bildebene).
Card 75
Question
Fabula, die
Answer
Begriff der Erzähltheorie. Dabei wird als fabula die Gesamtheit der Ereignisse einer Erzählung in ihrer logischen und auch zeitlichen Verknüpfung beschrieben, aber nicht in der Reihenfolge, wie sie im Werk vorliegt (vs. sujet, ~ Geschichte vs. Diskurs).
Card 76
Question
Faksimile, das
Answer
Eine originalgetreue Nachbildung oder Reproduktion einer Vorlage, häufig im Falle historisch wertvoller gedruckter oder handschriftlich erstellter Dokumente.
Card 77
Question
Feuilleton, das
Answer
1. Betonung auf der ersten oder der letzten Silbe 2. Journalistische Berichterstattung über kulturelle Ereignisse, Entwicklungen und Neuheiten. 3. Der feuilletonistische Stil ist „literarisch, im Plauderton oder auch humorvoll gehalten“. Er bedient sich rhetorischer Figuren sowie Wortfiguren. Einige Beispiele hierfür sind Metaphern, Parallelismus, Anaphern, Epiphern, Antithesen, Klimax, Hyperbel, Ironie.
Card 78
Question
Figur, die
Answer
Im Allgemeinen jede natürliche Person, die in einer Erzählung auftritt. Figuren können als Existenzen jenseits von Sprache angesehen werden, treten jedoch nur durch Sprache in Erscheinung. Demnach sind Figuren im engeren Sinne durch Sprache erzeugte Textkonstrukte und somit oftmals Träger textueller Funktionen
Card 79
Question
Figurenrede, die
Answer
Wiedergabe der Rede und/oder Gedanken von Figuren durch den Erzähler. Die narrative Präsentation von Figurenrede umfasst sowohl äußere als innere Rede. Nach dem Grad der Mittelbarkeit unterscheidet man jeweils drei Kategorien der äußeren und der inneren Rede. Äußere Rede: - zitiert: direkte Rede, autonome direkte Rede - transponiert: indirekte Rede, autonome indirekte rede (~erlebte Rede) - erzählt: stark bearbeitete Darstellung der Äußerungen druch den Erzähler Innere Rede: - zitiert: Gedankenzitat, autonomes Gedankenzitat (= innerer Monolog) - transponiert: indirekte Gedankenrede, autonome indirekte Gedankenrede (~erlebte Gedankenrede) - erzählt: stark bearbeitete Darstellung der Gedankenrede durch den Erzähler
Card 80
Question
fiktional
Answer
#NAME?
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