Sangbare, meist strophisch gegliederte gleichgebaute und gereimte lyrische Kurzform; als wichtigste und zugleich schlichteste Form der Lyrik dient das Lied häufig zur individuellen und erlebnishaften Gefühlsaussprache; heutzutage wird der Begriff des Lieds meist auf das Vorhandensein einer Melodie (z. B. Volkslied) verengt, die aber für das Lied nicht zwingend vorhanden sein muss (z. B. Kunstlied).
Card 142
Question
Limerick, der
Answer
Ein kurzes, scherzhaftes Gedicht in Reimform. Seine entscheidenden Merkmale sind die Fünfzeiligkeit, das Reimschema aabba, die spezielle anapästisch-daktylische Rhythmik und die Pointe am Ende. Die meisten Limericks haben einen Ort, eine Region etc. als Reimwort am Ende der ersten Zeile. Manchmal werden auch Ortsnamen erfunden, um bestimmte Reime erzeugen zu können. Möglicherweise ist der Limerick benannt nach der Stadt Limerick (Irland).
Card 143
Question
Lösung, die
Answer
Durch die Anwendung spezieller Kenntnisse und Methoden ermitteltes Ergebnis; Vorgehen zur Bewältigung einer Schwierigkeit.
Card 144
Question
Metalepse, die
Answer
Die narrativen Ebenen betreffende logische Inkonsistenz im Erzähltext, z. B. Figuren sprechen über ihren Autor, Figuren entpuppen sich als Leser und somit als Zuschauer des eigenen Geschehens
Card 145
Question
Metaphorik, die
Answer
In einem Text verwendete Gesamtheit von Metaphern (als Stilmitteln)
Card 146
Question
Migrationsliteratur, die
Answer
Die Gattungsbezeichnungen ‚Migrantenliteratur’, ‚Migrationsliteratur’ und ‚interkulturelle Literatur’ sind das Ergebnis einer Entwicklung, deren Beginn in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts anzusetzen ist. Migrationsliteratur bedeutet die literarische Produktion der Migranten und Migrantinnen.
Card 147
Question
Mitleid, das
Answer
Starke (sich in einem Impuls zum Helfen, Trösten, ... äußernde) innere Anteilnahme am Leid, an der Not anderer.
Card 148
Question
Modus, der
Answer
Der Grad an Mittelbarkeit und der Perspektivierung (Fokalisierung) des Erzählten.
Card 149
Question
Monolog, der
Answer
Form der dramatischen Rede; eine Figur im Drama spricht für die Zuschauer hörbare, aber weder an sie noch an eine andere Bühnenfigur gerichtet etwas aus, was sie beschäftigt; vielfach als eine Art "Selbstgespräch" verstanden.
Card 150
Question
Moralität, die
Answer
Mittelalterliches Drama von lehrhafter Tendenz und mit Personifizierung und allegorisierter Darstellung abstrakter Begriffe wie Tugend, Laster, Leben, Tod usw.
Card 151
Question
Motivation, die
Answer
Kausale Verbindung der Ereignisse und Geschehnisse, die über die rein temporale Sequenz des Geschehens hinausgeht. Erzähltexte kennen eine Vielzahl an Vermittlungsmöglichkeiten der Einsicht in die Figurenmotivation. Je nach Gestaltung kann die Erzählung in unterschiedlichem Maße Auskunft geben über Handlungsabsichten, psychologische, kognitive und emotionale Dispositionen der Figuren.
Card 152
Question
Motivik, die
Answer
Gesamtheit der Motive, die in einem Kunstwerk verarbeitet sind.
Card 153
Question
Mythos, der
Answer
Eine anonyme, zuerst mündliche Überlieferung, welche von Göttern, Dämonen, Heroen und Begebenheiten der Vorzeit und vornehmlich der Erschaffung des Menschen oder der Welt erzählt (eine Antwort auf existentiellen Fragen). Solche Mythen lassen sich in allen Kulturen nachweisen, wobei sie eine Möglichkeit der Menschheit sind, ihr Welt- und Selbstverständnis zum Ausdruck zu bringen. Der Mythos ist somit eine Form der (religiösen) Weltdeutung und gibt Antworten auf die Urgeschichte der Menschheit. Die Gesamtheit aller Mythen eines Volkes oder einer Kultur ist deren Mythologie. Mythen haben dabei stets einen Wahrheitsanspruch, erheben also den Anspruch, wahr zu sein.
Card 154
Question
off stage
Answer
Situated or taking place in the area of a stage that is invisible to the audience.
Card 155
Question
offene Ende, das
Answer
Der Leser erfährt nicht, wie die Geschichte weitergeht. Die Handlung endet vor dem erwarteten Resultat und der Leser muss daher selber nach möglichen Lösungen suchen.
Card 156
Question
Opponent, der
Answer
Semiotische Handlungsanalyse > Aktanten. Opponent = Gegner → z.B. Rotkäppchen: der Wolf = Opponent von Rotkäppchen, der Mutter, der Großmutter und dem Jäger; Mutter, Jäger und Brunnen = Opponent des Wolfes
Card 157
Question
Ordnung, die
Answer
Parameter zur Beschreibung des Verhältnisses ‘Zeit der Geschichte’ vs. ‘Zeit des Diskurses’, in Bezug auf die Reihenfolge des dargestellten Geschehens. - Auf der Ebene der Geschichte: natürliche Ordnung, d.h. Reihenfolge der Geschehnisse = chronologisch - Auf der Ebene des Diskurses: variiert zw. künstliche und natürliche Ordnung
Card 158
Question
Ort, der
Answer
Ort des Erzählers = Ort, an dem der Erzähler spricht und damit als Erzählender sprachlich handelt. Der Ort des Erzählers wird im Text nur selten genau definiert/beschrieben. - Erzählraum: Ort, an dem der Erzähler sich aufhält und von dem aus er spricht - Handlungsraum: Ort(e), an dem/denen die Figuren agieren und das Geschehen stattfindet
Card 159
Question
Parallelismus, der
Answer
Wiederholung gleichrangiger Teile. → z.B. Märchen: dreimaliges Wiederholgen von Wünschen oder Aufgaben
Card 160
Question
Pareto-Prinzip, das
Answer
Besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse benötigen mit 80 % die meiste Arbeit.
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